DE104709C - - Google Patents

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DE104709C
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spindle
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guide rollers
insertion head
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/04Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously flyer type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
JOHN GOOD
in BROOKLYN.
Flügel für Spinnmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Oktober 1898 ab.
Bei den Flügeln für Spinnerei und Seilerei, bei denen zum Einziehen des Faserbandes in den Flügel Einführungsköpfe zur Anwendung gelangen, die seit langer als 50 Jahren bekannt sind (s. u. A. Patentschrift Nr. 86818), stehen die Achsen der an genannten Einführungsköpfen sitzenden Leitröllchen quer zur Flügelachse und müssen daher von letzterer in einem gewissen Abstande befindlich angeordnet werden. Obgleich im Allgemeinen nur ein solches Leitröllchen am Einführurigskopf zur Verwendung kommt, wird der Flügel gewöhnlich mit zwei Leitröllchen ausgerüstet, von denen das eine als Gegengewicht für das andere dient und jedes ganz nach Belieben für sich in Gebrauch genommen werden kann.
Diese 'Leitröllchen sind von erheblichem Gewicht; infolge des Abstandes von der Flügelachse sowie der hohen Umlaufgeschwindigkeit der Flügel (2000 bis 2300 Umdrehungen in jeder Minute) nutzen sich die Lager und Zapfen der Leitröllchen sehr bald ab, und es müssen daher sowohl die Lagerstellen als auch die Röllchenzapfen schon nach kurzer Zeit erneuert werden.
Zur Vermeidung der vorstehend gekennzeichneten Uebelstände wird bei dem Flügel nach vorliegender Erfindung der Einführungskopf in der Weise angeordnet und angetrieben, dafs die bei Drehung dieses Kopfes entwickelte Schleuderkraft sowie die Abnutzung desselben nebst den mit dem Einführungskopfe unmittelbar verbundenen Theilen auf das geringste Mafs vermindert wird. Zu diesem Zwecke wird der Einführungskopf für das zu verspinnende Band oder die zu einem Seile zusammenzudrehenden Bänder concentrisch zur Flügelachse angeordnet, so dafs letztere mit der Achse des Einführungskopfes zusammenfällt. Die Leitröllchen an den Einführungsköpfen bei den oben als bekannt vorausgesetzten Flügeln nehmen zwar im Vergleich mit den Führungsröllchen an dem Flügel nach vorliegender Erfindung fast dieselbe Lage ein, werden daher in Rücksicht auf die entstehende Schleuderkraft gegebenenfalls ähnliche Uebelstände im Gefolge haben, aber diese Führungsröllchen haben nicht ein Achtel des Gewichtes der Leitröllchen auf den Einführungköpfen.
Der Flügel nach vorliegender Erfindung kennzeichnet sich in seiner Einrichtung und Wirkungsweise dadurch, dafs eine an ihrem vorderen Kopfende ausgebohrte Spindel (welche Bohrung seitlich ausmündet) als Leitkanal für das einzuführende Garn dient. Auf diese Spindel, welche mehrere Garnleitröllchen trägt, ist der eigentliche Einführungskopf aufgesetzt, um welchen herum das zu verarbeitende Garn zwischen einer umgewickelten Schraubenfeder herumgeführt, und welcher durch Kegelradgetriebe in rasche Umdrehung versetzt wird. Nach Passirung einer weiteren Leitrolle tritt das Garn wieder in eine centrale Bohrung der Flügelspindel ein, in welcher es bis zum Flügel geleitet wird, wo das Garn nach erfolgter Drahtgebung auf eine Rolle oder Spule aufgewickelt wird.
Fig. ι zeigt in Seitenansicht,
Fig. ι a im Längsschnitt die zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes nöthigen Theile der Maschine (einer sogenannten Jenny-Maschine).
Fig. 2 zeigt in Längsansicht und theilweisem Schnitt und
Fig. 3 im Querschnitt nach Linie 3-3 (Fig. 2) die Flügelspindel mit dem zu ihr concentrisch liegenden Einführungskopf.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen Einzelheiten des Flügels.
In den Lagern α des Maschinengestelles A dreht sich die Spindel B1 des Flügels B; diese Spindel erhält durch die bei C1 gelagerte Welle C Antrieb mittelst der Antriebsscheibe D; Scheibe E dient zum Antrieb der Spule F und Scheibe G zum Antrieb des concentrischen EinfUhrungskopfes H. Auf Welle C sitzt in bekannter Weise noch ein Schneckengetriebe /, welches durch die stehende Welle / und die Kegelräder cc,d d die Doppelschraubenspindel K in Umdrehung versetzt, um den Wagen F1 für die Spule F im Flügel hin und her zu verschieben.
Die Flügelspindel B1 besteht aus zwei Theilen: dem unmittelbar mit dem Flügelkopf verbundenen und in seiner gesammten Länge hohlen Spindeltheil b mit der Riemscheibe D1 zum Antrieb des Flügels, sowie dem auf b aufgeschobenen Spindeltheil b1 mit dem Auge 10 an seinem äufseren Ende und einer verbreiterten Hülse 7, welche fest auf das Ende des Spindeltheiles b aufgekeilt wird. Die Bildung der Flügelspindel B1 aus zwei Theilen b b1 dient zum bequemen Aufstecken des EinfUhrungskopfes H nebst Antriebsvorrichtung. Der zum Flügel concentrisch gelagerte Einführungskopf H kann sich frei auf der Verlängerung bl drehen, wird jedoch durch die Anlage 8 an J1 und einen durch Preisschraube e festgehaltenen Bundring O in seiner Stellung gehalten. Zwischen der Hülse 7 an bl und einer Anlage 9 an ί ist eine mit der Flügelspindel lose verbundene Scheibe G1 aufgesetzt, welche ihren Antrieb von der Scheibe G erhält. An Scheibe G 1 sitzt ein Kegelrad L, welches durch ein seitlich an und lose auf dem Zapfen/ der Spindel B1 aufgesetztes Zahnrad M das fest am Einführungskopfe H sitzende Kegelrad N in Umdrehung versetzt. Zapfen f ist als Schraube durch die Hülse 7 an der Verlängerung bl hindurch- und zur Verbindung der Spindelhülse b b1 in den Spindeltheil b hineingeführt. Einführungskopf H dreht sich mit gleicher Geschwindigkeit wie die Scheibe Gx, aber entgegengesetzt zu derselben. Da Scheibe D1 schneller läuft als Scheibe G1, so wird unter Vermittelung der Räder L MN der Einführungskopf H in entgegengesetzter Richtung und langsamer umlaufen als Flügel B.
Am Bundring O sitzen zwei kleine Führungsröllchen g; über eins derselben läuft das zu verspinnende oder zu drehende Fadenmaterial 12, welches dann über eins der Röllchen h h auf der Hülse 7 läuft und durch das Oehr 11 hindurchgeführt wird. Das Fadenmaterial gelangt dadurch in die Bohrung des Spindeltheiles b und tritt dann nach aufsen an den Flügel B. ;
Dem Kegelrad M gegenüber befindet 'sich seitlich an der Flügelspindel B1 ein Gegengewicht M1, während am Bundring O eine! um den Einführungskopf gewickelte und als Fadenführung dienende Schraubenfeder P befestigt ist. Die Aufsenfläche genannten Kopfes ist entgegen den gebräuchlichen Flügelköpfen glatt und ohne Nuthen. Der Faden 12 geht in mehreren Windungen zwischen der Schraubenfeder P hindurch. Durch Drehung des Einführungskopfes H, unabhängig vom Flügel B, wird der Faden auf den genannten Kopf aufgewunden, in die Flügelspindel ein- sow.ie über das Röllchen g hinweggezogen, während durch Drehung der Fadenführung P mit dem Flügel B und unabhängig vom Einführungskopfe H das Garn auf letzterem weiter gezogen wird und über Röllchen h hinweggeht, um durch das Oehr 11 hindurch in die Bohrung des Flügelspindeltheiles b und'durch dieselbe hindurchzutreten, worauf das Garn an den Flügel B gelangt, um durch denselben auf die Spule gewickelt zu werden.
Der concentrisch 'zur Spule angeordnete EinfUhrungskopf H erzeugt bei seiner Drehung die kleinstmögliche Fliehkraft und demzufolge die geringste Abnutzung, welcher Umstand bei sehr schnell umlaufenden Flügeln von grqfster Wichtigkeit ist. j

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ■.;
    Ein Flügel für Spinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Einführungskopf (H) für das Fadenmaterial concentrisch zur und lose auf die Flügelspindel (B1J aufgesetzt ist, zum Zwecke, durch Heranrücken des Einführungskopfes an die Flügelspindel die bei Drehung dieses Kopfes auftretende Fliehkraft auf das geringste Mafs zu vermindern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3026157A4 (de) * 2013-07-22 2017-04-05 Murata Machinery, Ltd. Garnherstellungsvorrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3026157A4 (de) * 2013-07-22 2017-04-05 Murata Machinery, Ltd. Garnherstellungsvorrichtung
US9945053B2 (en) 2013-07-22 2018-04-17 Murata Machinery, Ltd. Yarn manufacturing apparatus

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