DE58209C - Ringspinnmaschine - Google Patents

Ringspinnmaschine

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Publication number
DE58209C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
spindle
ring spinning
spinning machine
rail
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT58209D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Firma F. J. GRÜN in Gebweiler
Publication of DE58209C publication Critical patent/DE58209C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/02Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously ring type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Firma F. J. GRÜN in GEBWEILER. Ringspinnmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. December 1890 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, mittelst welcher man auch mit den gewöhnlichen in der Spinnerei verwendeten Ringspinnmaschinen auf leichte und bequeme Weise Gespinnstfäden herstellen kann, die weniger stark gedreht sind als die, welche von den selbsttätigen Mule-Maschinen geliefert werden, und mittelst welcher auch gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Spinnmaschinen erhöht wird.
Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, dafs in der Nähe des oberen Endes der Spindel eine verstellbare Fadenführungsschiene angeordnet wird, welche den Faden zwingt, bei jeder Umdrehung der Spindel gegen die Spindelspitze zu stofsen. Durch die Berührung mit dem Spindelende erhält der Faden,- indem er von der schnell rotirenden Spindel mitgerissen wird, eine kurze Drehung und einen gewissen Antrieb, wodurch die Drehung des Fadens um die Spindel und das Aufwickeln erleichtert wird.
Diese Fadenführung ermöglicht mithin die Anfertigung schwach gedrehter Fäden und das Aufwickeln derselben auf die Spindel bezw. eine Papierspule. Wird diese Vorrichtung bei der Herstellung ordinärer Fäden oder beim Verzwirnen derselben angewendet, so werden die häufig auftretenden Fadenbrüche vermieden.
Auf beiliegender Zeichnung ist die neue Fadenführung dargestellt.
Fig. ι zeigt in Seitenansicht die Spindelbank und die Anordnung der Fadenführung an einer Spinnmaschine.
Fig. 2 ist eine obere Ansicht derselben.
Fig. 3 und 4 erläutern in seitlicher und oberer Ansicht eine abgeänderte Ausführungsform der Erfindung.
Auf die Spindel A ist eine Papierhülse aufgezogen, auf welche der Faden aufgewickelt wird. Die Länge der Hülse ist so bemessen, dafs die Spindel mit ihrem oberen Ende noch 1 bis 2 cm über dieselbe hinausragt. Der Spindelspitze gegenüber befindet sich eine aus Stahldraht gefertigte und rechtwinklig umgebogene Führungsstange G, die in dem Ansatz D verstellbar gelagert ist.
Der Ansatz D ist an den hölzernen Regletten E angeschraubt, welche der Länge nach durch den Spinnstuhl gehen und gleichzeitig die Gelenkverbindungen der Schienen tragen, an denen die Fadenführungen F befestigt sind. Der von dem Streckwerk bezw. den Zufuhrcylindern C kommende Faden gelangt durch die Fadenführung F und durch den Läufer H zur Papierhülse der Spindel A, auf welche derselbe aufgewickelt wird.
Die Stellung der Führungsschiene G ist so zu reguliren, dafs der umgebogene Theil derselben horizontal liegt und nur so weit von dem Spindelende absteht, dafs der so gebildete Zwischenraum zwischen G und A gerade genügt, um den Faden durchzulassen. Der durch die Rotationsbewegung um die Spindel A schwingende Faden schlägt nun bei jeder Umdrehung gegen die Schiene G und wird hierdurch , indem derselbe an G entlang gleitet, der Spindelspitze zugeführt. Nach dem Passiren der letzteren kann der Faden wieder frei ausschwingen. Auf diese Weise erhält die von dem schwingenden Faden beschriebene Bahn
eine unsymmetrische Form, die durch die Fadenstellungen BB1, Fig. i, veranschaulicht ist. Der sich zwischen dem Läufer H und der Führung F ausspannende Faden wird plötzlich aus der Stellung B1 in die durch die Führung G bedingte Stellung B versetzt, wobei der Faden, sobald er mit der mit grofser Geschwindigkeit rotirenden Spindel A in Berührung kommt, von dieser mitgerissen wird und eine Drehung erleidet. Dadurch, dafs also bei jeder Umdrehung im Moment des Passirens der Spindelspitze der frei ausschwingende Fadentheil B durch die Einwirkung von G in eine kürzere Bahn B gebracht wird, entsteht, indem der Faden in gewissem Grade schlaff wird, eine weniger starke Spannung, welche das Aufwickeln auf die Hülse erleichtert. Nachdem der Faden von der Schiene G frei geworden, schwingt derselbe wieder bis zur Bahn B1 aus, wodurch von neuem für den nächsten Durchgang des Fadens zwischen Spindelspitze und Schiene G eine gewisse Lose geschaffen wird. Durch diese Anordnung sind alle die Nachtheile vermieden, welche bei gewöhnlichen Ringspinnmaschinen auftreten. Da bei diesen Maschinen die Entfernung zwischen dem Streckwerk und dem Läufer eine grofse ist, so bewirkt der auf die Fäden ausgeübte, nicht unbedeutende Zug häufig ein Brechen derselben. Bei der vorliegenden Erfindung wird jedoch diese grofse Entfernung durch die Schiene G getheilt und aufserdem vermindert der dem Faden durch die Spindelspitze A ertheilte Antrieb die von dem Läufer H auf den Faden ausgeübte Kraft um so viel, um dem Faden die nöthige Rotationsgeschwindigkeit zu sichern, welche derselbe um die Spindel ausführen mufs.
Dieselbe Wirkung wird auch erzielt, wenn man die Schiene G, wie in Fig. 3 und 4 gezeigt, etwas unterhalb des oberen Spindelendes anordnet und dieselbe in eine leichte Auskehlung der Spindel selbst oder eines besonderen, die Papierhülse tragenden Knopfes eingreifen läfst. Auch kann man noch das Spindelende oder den Knopf mit kleinen verti-■ calen .Rillen versehen, in welche sich der Faden beim Passiren der Schiene G einlegt. Die Schiene G kann auch oberhalb der Spindel in Richtung der Achse der letzteren liegen, wenn nur die Bedingung erfüllt ist, dafs der Faden bei jeder Umdrehung gegen die Schiene schlägt und durch diese in Berührung mit der Spindelspitze gebracht wird.
Auch- können an Stelle der geraden Führungsschiene solche von leicht gekrümmter Form Anwendung finden, wenn nur der Faden durch dieselben bei jeder Umdrehung gegen die Spindelspitze geführt wird und von dieser eine Mitnahme erfahren kann, durch welche seine Rotationsbewegung um die Spindel erleichtert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ringspinnmaschine, bei welcher eine verstellbare Fadenführung den Faden bei jeder Umdrehung zu einer Berührung mit der Spindelspitze zwingt, wodurch "dem Faden eine Drehung und gleichzeitig infolge der verkürzten Schwingungsbahn eine zeitweise Spannungsverminderung ertheilt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT58209D Ringspinnmaschine Expired - Lifetime DE58209C (de)

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