DE1046137B - Elektrische Kontaktvorrichtung fuer gedruckte Schaltungen - Google Patents
Elektrische Kontaktvorrichtung fuer gedruckte SchaltungenInfo
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Description
Es sind Kontaktvorrichtungen bekannt, mit denen eine trennbare Verbindung mit den Leitern einer sogenannten
gedruckten Schaltung hergestellt werden kann. Hierbei wird die mit der »gedruckten Schaltung«
versehene Schaltplatte in eine Steckvorrichtung eingeschoben, bei der als Kontaktelemente zweckentsprechend
gebogene Blattfedern vorgesehen sind. Als nachteilig hat sich hierbei erwiesen, daß sich bei solchen
Konstruktionen nur eine einzige sichere Kontaktstelle ergibt, an der der Blattfederkontakt auf dem
Leitungszug der gedruckten Schaltung aufliegt. Auch ist es schwierig, solche Kontakteinrichtungen mit dem
erforderlichen kleinen Teilungsmaß zu bauen, um möglichst viele solcher Kontakteinheiten nebeneinander
unterzubringen, da einer Verkleinerung der Breite der Blattfedern wegen der Erreichung eines
ausreichenden Kontaktdruckes Grenzen gesetzt sind. Nachteilig ist ferner, daß die Blattfederelemente in
ganz bestimmter, zum Teil komplizierter Form gebogen werden müssen, damit sich die gewünschten
Eigenschaften, wie z. B. richtiger Kontaktdruck und Federweg, ergeben.
Die Erfindung geht davon aus, als Kontaktelemente für gedruckte Schaltungen in an sich bekannter Weise
gabelförmig ausgebildete Teile zu verwenden, die aus Blechen mit den erforderlichen Federeigenschaften
ausgestanzt werden können, wobei die Erreichung der gewünschten Federeigenschaften mit größter Genauigkeit
allein durch die Form des gestanzten Teiles selbst gewährleistet ist und zusätzliche Biegevorgänge nicht
mehr notwendig sind. Zur Erreichung von mehr als einer sicheren Kontaktstelle mit den Leitungszügen
von gedruckten Schaltungen können zwei oder mehrere solcher gabelartig geformter Kontaktelemente zu
einer Kontakteinheit in an sich ebenfalls bekannter Weise dicht nebeneinander angeordnet werden, so daß
sie mit ein und demselben Leitungszug der gedruckten Schaltung Kontakt bilden. Es können hierbei ohne
Schwierigkeiten mehrere solcher gabelförmigen Kontaktelemente nebeneinander angeordnet werden, ohne
daß die Teilungsbreite unerwünscht groß wird, da die gabelartigen Kontaktelemente selbst aus dünnen
Blechen hergestellt werden können.
Um nun solche Kontaktvorrichtungen mit gabelförmig ausgebildeten Kontaktelementen so einzurichten,
daß beim Einschieben der gedruckten Leitungen nur eine geringe Einschubkraft erforderlich ist, wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen, für jede Kontakteinheit zwei oder mehrere nebeneinanderliegende Kontaktelemente
vorzusehen, wobei die kontaktgebenden Kuppen der Kontaktelemente in Einschubrichtung
derart versetzt angeordnet sind, daß beim Einschieben der gedruckten Schaltung die Kontaktelemente
jedes Kontaktes nacheinander Kontakt geben. Ver-
Elektrische Kontaktvorrichtung
für gedruckte Schaltungen
für gedruckte Schaltungen
Anmelder:
Kupfer-Asbest-Co., Gustav Bach,
Heilbronn/Neckar
Heilbronn/Neckar
Hermann Sturm, Horkheim (Kr. Heilbronn/Neckar),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
glichen mit einer Kontaktanordnung, bei der alle Kontaktelemente gleichförmig ausgebildet sind und bei
welcher eine gleichzeitige Kontaktgabe, d. h. ein gleichzeitiges Spannen aller Kontaktelemente beim
Einschieben erfolgen muß, ist, wie dargelegt, bei Kontaktvorrichtungen, die nach der Erfindung ausgebildet
sind, eine weit geringere Einschubkraft beim Einschieben der gedruckten Schaltung erforderlich.
Ein weiteres Merkmal der erfindungsgemäß ausgebildeten Kontaktvorrichtung besteht darin, daß die
einzelnen gabelartigen Kontakte auch aus Verbundmetall hergestellt werden können, wobei der kontaktgebende
vordere Teil aus einem für die Kontaktgabe mit den Leitern der gedruckten Schaltung geeigneten
Werkstoff besteht, während der rückwärtige Teil aus einem Werkstoff mit guten Federeigenschaften besteht.
Es ergibt sich hierdurch eine Einsparung des im allgemeinen teueren, für die Kontaktgabe jedoch
sehr gut geeigneten Werkstoffes.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht eines einzelnen gabelförmigen
Kontaktstückes. Hierbei ist schematisch gezeigt, den vorderen Teil 1 des Kontaktelementes mit
den kontaktgebenden Kuppen 1 α aus einem Werkstoff mit guten Kontakteigenschaften, den rückwärtigen
Teil 2 dagegen aus einem Werkstoff mit guten Federeigenschaften herzustellen unter Verwendung von entsprechenden
Verbundmetallen.
Fig. 2 zeigt drei nebeneinanderliegende gabelförmige Kontaktelemente 3, 4, 5, die zu einer gemeinsamen
Kontakteinheit zusammengefaßt sind. Hierbei weisen erfindungsgemäß die drei Kontaktelemente
verschiedene Formen dergestalt auf, daß beim Einschieben der gedruckten Schaltung 6 mit dem für die
Kontaktgabe vorgesehenen Leitungszug 7 zuerst das Kontaktelement 3 mit Kontaktkuppen 3 α gespannt
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wird und Kontakt gibt, dann in gleicher Weise Kontaktelement 4 mit Kuppen 4 α und anschließend Kontaktelement
5 mit Kuppen 5 a. Hierbei können die Kontaktelemente aufeinandergeschichtet sein, so daß
sie gegeneinander frei beweglich sind, wobei die Haiterung und Zusammenfassung in einem zur Aufnahme
der Kontakteinheiten bestimmten Isolierteil erfolgen kann. Es ist auch möglich, die Kontaktstücke ohne
Beeinträchtigung der erfindungsgemäß sich ergebenden Vorteile z. B. durch Punktschweißung fest miteinander
zu verbinden, wobei die Verbindung zweckmäßigerweise am Übergang des gabelartigen Teiles
zum Lötösenanschluß 8 erfolgen soll. Die Einstanzung und Ausbiegung einer Fahne 9 am Lötösenanschluß 8
dient zum Festhalten der Kontakteinheit im zugehörigen Isolierteil.
Fig. 3 zeigt einen Teil einer gemäß der Erfindung aufgebauten Steckvorrichtung zusammen mit einer
zum Einschub vorgesehenen gedruckten Schaltung 6' mit aufgebrachtem Leitungszug T, Die Kontaktelemente
10, 11 und 12, hier bestehend aus je drei einzelnen Kontaktstücken;, entsprechen in Form und
Aufbau der in Fig. 2 gezeigten Anordnung. Sie sind in ein zugehöriges Isolierteil 13 eingeschoben und
werden mit Hilfe der nach außen gebogenen federnden Fahnen 9 gegen Lösen beim Herausziehen der
gedruckten Schaltung 6' geschützt in diesem Isolierteil 13 gehaltert. Das Isolierteil 13 ist so ausgebildet,
daß die einzelnen Kontakteinheiten nach allen Seiten etwas Spiel haben, so daß sich ihre Lage auf die eingeschobene
gedruckte Schaltung einrichten kann. Es lassen sich auf diese Weise eine große Anzahl von
einzelnen Kontakteinheiten nebeneinander anordnen.
Claims (2)
1. Kontaktvorrichtung mit federnden, gabelförmig ausgebildeten Kontaktelementen zur Herstellung
einer trennbaren elektrischen Verbindung mit den Leitern einer gedruckten Schaltung, dadurch
gekennzeichnet, daß für jede Kontakteinheit mit zwei oder mehreren nebeneinanderliegenden
Kontaktelementen (3, 4, 5) die kontaktgebenden Kuppen (3a, 4a, 5a) der Kontaktelemente (3, 4, 5)
in Einschubrichtung der gedruckten Schaltung (6) versetzt angeordnet sind, derart, daß beim Einschieben
der gedruckten Schaltung (6) die Kontaktelemente jedes Kontaktes nacheinander Kontakt
geben.
2. Kontaktvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kontaktelemente
aus Verbundmetall hergestellt sind in der Weise, daß der zur Kontaktgabe dienende
vordere Teil (1) der Gabelkontakte aus einem zur Erreichung eines niederen Übergangswiderstandes
geeigneten Werkstoff besteht, wogegen der rückwärtige Teil (2) aus einem Werkstoff mit guten
Federeigenschaften besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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-
1957
- 1957-04-30 DE DE19571046137D patent/DE1046137B/de active Pending
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