DE103602C - - Google Patents

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DE103602C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47HFURNISHINGS FOR WINDOWS OR DOORS
    • A47H5/00Devices for drawing draperies, curtains, or the like
    • A47H5/08Devices for drawing draperies attached to the doors or windows

Landscapes

  • Curtains And Furnishings For Windows Or Doors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Heben und Senken von Thür-Vorhängen u. dgl., welche den Zweck haben, dieselben zu verdecken und, auf dem Boden aufliegend, einen wirksamen Schutz gegen Zugluft zu bilden. Bei den bisher gebräuchlichen Gardinen wurde der obere Theil derselben einerseits schnell abgenutzt und beim Oeffnen und Schliefsen der Thür beschädigt, während andererseits es häufig vorkam, dafs die Vorhänge die Bewegung der Thür störten; diese Nachtheile zu vermeiden, hat man bereits eine Reihe von Vorrichtungen getroffen, die sich jedoch als nicht praktisch erwiesen haben.
Die Vorrichtung besteht aus der Vereinigung eines elastischen Organs oder einer Feder, einer mit Hebeln versehenen Gardinenstange, einem Stofshebel, Armen oder Verbindungsstücken, Anschlägen oder Nasen und einigen anderen Theilen, welche so angeordnet sind, dafs beim Oeffnen der Thür der Vorhang sich selbstthätig um ein bestimmtes Stück in die Höhe zieht, um gleichzeitig mit Beseitigung eines . Hindernisses eine Beschädigung zu vermeiden, während beim Schliefsen der Thür der Vorhang wieder seine ursprüngliche Lage einnimmt und so wieder einen guten Schutz gegen Zugluft bildet.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform ah einer Thür angebracht, und zwar zeigt
Fig. ι die Vorderansicht einer Thür mit der Lage der Theile bei geschlossener Thür, während
Fig. 2 eine Stirnansicht derselben theilweise im Schnitt darstellt.
Fig. 3 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1 und zeigt die Lage der Theile bei geöffneter Thür.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch das federnde Organ, während
Fig. 5 und 6 einen Verticalschnitt bezw. eine Endansicht eines Einzeltheiles darstellen.
Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch einen einzelnen Theil der Gardinenstange.
Die letzten vier Figuren sind in einem gröfserem Mafsstabe zum Zweck der Deutlichkeit gezeichnet, ebenso ist der Vorhang in Fig. ι weggelassen.
In den Trägern B B1B2, welche an der Thür befestigt sind, ruht drehbar das Rohr A (Fig. 4); der Zweck dieses Rohres besteht darin, ein federndes Organ von der Form eines Streifens oder Stabes mit zweckmäfsig rechteckigem Querschnitt aufzunehmen, der gleichzeitig eine Verdrehung erfahren kann. Zu diesem Zwecke ist er an dem rechten Ende des Rohres fest mit demselben verbunden und auf der anderen Seite mit dem Träger B. Diese Befestigungen sind gewöhnlich nach Fig. 4, 5 und 6 .ausgeführt, aus welchen ersichtlich ist, dafs der Stab D an seinen Enden in je ein Vierkant dd1 ausläuft, deren ersteres in eine entsprechende Oeffnung des Halters E hineinpafst, welches in das Rohrende hineingeschoben und dort mittelst eines Stiftes e befestigt ist. Das andere Vierkant d1 hingegen ist in eine-Hülse F eingeschoben, welche nur
theilweise in das Rohr A hineingelegt und aufsen mit einem Flantsch f versehen ist, wobei er mit dem Träger B durch eine Schraube oder einen Stift G (Fig. 5 und 6) in Verbindung steht, welch letzerer durch eine der Oeffnungen f1/1 des Flantsches in eine Bohrung der Tragbügelnabe b hineinragt. Die Hülse F ist mit dem Rohre A so verbunden, dafs beide unabhängig von einander gedreht werden können; um nun die erstere drehbar zu machen, ist dieselbe aufser dem Flantsch f mit einem Vierkant f1 zur Aufnahme eines geeigneten Werkzeuges ausgestattet.
Die Drehbarkeit des Rohres A soll nachstehend erläutert werden. Angenommen, die Schraube oder der Stift G sei herausgenommen, so kann man die Hülse F in dem Rohre A mittelst eines Schraubenschlüssels drehen, der beispielsweise auf das Vierkant y2 aufgesetzt wird. Wird nun letzterer gedreht, während das Rohr A in geeigneter Weise festgehalten wird, so wird der Stab D, welcher an dem einen Ende des Rohres A festliegt, während er an dem anderen Ende in die Hülse F eingeschoben ist, in eine seiner gewöhnlichen Lage entgegengesetzte Lage verdreht, wobei diese Verdrehung sich danach richtet, wie hoch man den Vorhang zu heben wünscht. Dieser Ausschlag wird durch die Schraube G, welche in die Nabe des Trägers B eingeschraubt wird, fixirt. Der Zweck der Bohrungen ff1 ist also der, den Stab auf verschiedene Drehungen einstellen zu können; wie ersichtlich ist, wird ein Kopf fa, um einen gefälligen Abschlufs zu erzielen, über den Flantsch f und das Vierkant f2 geschoben.
Auf der Stange H wird nun in gewöhnlicher Weise der Vorhang / aufgehängt. Von den Hebeln JJ1J2, welche in geeigneter Weise an der Stange und an dem Rohre A befestigt und zwangläufig verbunden sind, gehalten, wird jede Bewegung des Rohres auf die Gardinenstange und damit auf die Gardine selbst übertragen. Der Hebel J1 besitzt ferner noch einen Arm K, welcher mit einem Anschlag L an der Mauer oder auch am Thürpfosten selbst derart in Berührung kommt, dafs das Rohr A vermöge seiner Verbindung mit dem Arm K durch den Hebel J1 sich in den Trägern B B1 B2 drehen kann, entgegengesetzt dem Drucke, welcher von dem Stabe D ausgeübt wird. Ist indessen diese Verbindung aufgehoben, so erfolgt eine Drehung im entgegengesetzten Sinne, wobei der· Drehungsbogen, wie in Fig. 1 dargestellt, dadurch begrenzt werden kann, dafs auf dem Rohre A ein Stift a vorgesehen ist, welcher in eine Gabel b des Trägers B1 eingreift.
Die Wirkungsweise ist folgende: Befindet sich der Vorhang in hochgezogener Stellung, so nehmen die Theile die in Fig. 3 gezeichnete Lage ein; da nun die Thür C geschlossen ist, so stöfst der Arm K rückwärts gegen den Anschlag L, welcher den Zweck hat, das Rohr A in seinen Trägern B B1 B2 zu drehen, wobei die Stange H gesenkt und der Vorhang niedergelassen wird. Diese Lage bleibt so lange erhalten, als der Arm K an dem Anschlag L bei vollständig geschlossener Thür anliegt (Fig. 1 und 2). Gleichzeitig mit der Bewegung des Rohres A, des Stabes H und des Vorhanges / erleidet der Stab D eine Verdrehung, weil nämlich das eine Ende mit dem Rohre verbunden ist und sich mit diesem dreht, während das andere Ende vermöge seiner Verbindung mit dem Träger B unbeweglich ist. Wird nun die Thür geöffnet, so verläfst der Arm K den Anschlag L, so dafs der Stab D freigegeben wird und seine ursprüngliche Lage wieder einnehmen kann. Unter dem Einflufs dieser Reaction dreht sich das Rohr A in der entgegengesetzten Richtung, so dafs die Stange H gehoben wird und der Vorhang sich um ein bestimmtes Stück in die Höhe begiebt (Fig. 3). Auf diese Weise wird sich der Vorhang immer beim Oeffnen und Schliefsen der Thür heben bezw. senken, so dafs das Schleifen des Vorhanges auf der Diele vermieden wird und der Vorhang länger gebrauchsfähig erhalten bleibt.
Bei Einrichtungen dieser Art ragt die Stange an jedem Ende über die ThUr hinaus, um mittelst des Vorhanges die Thür vollständig verdecken zu können. An der Angelseite der ThUr ist indessen noch eine federnde Verbindung nothwendig, um eine Beschädigung des Mauerwerkes beim Oeffnen der Thür zu verhindern und gleichzeitig den Vorhang in der gewünschten Lage zu erhalten, so dafs, wenn die Thür geschlossen ist, ein Nachstellen des Vorhanges nicht stattfinden kann. Zu diesem Zwecke wird die Stange H oder ein Theil derselben rohrförmig ausgebildet und in zwei Theile h h1 getheilt (Fig. 7), deren jeder mit einem Zapfen N ausgestattet und mittelst Scharniere mit einander verbunden ist. Am anderen Ende des Rohrstückes h1 wird ebenfalls ein Zapfen P eingeschoben, welcher mit einer auf der Platte Q. laufenden Rolle ρ versehen ist (Fig. ι und 3); erstere ist an der Mauer M zu ihrem Schütze befestigt. Wie ferner Fig. 7 zeigt, sind die beiden Zapfen N durchbohrt, durch welche ein Seil oder eine Kette R geschoben und auf der inneren Seite verknotet wird, während das andere Ende mit einer an dem Zapfen P befestigten Feder S1 verbunden ist. Auf diese Weise wird sich die Stange H beim Oeffnen der Thür augenblicklich heben und in die Höhe der Platte Q. gelangen; beim weiteren Oeffnen kommt der Theil H mit der Platte in Berührung und veranlafst die Stange, entgegen der Federspannung zu wirken und

Claims (1)

  1. sich an der Verbindungsstelle aus einander zu biegen (Fig. 3). Beim Schliefsen der Thür nimmt die Stange unter dem Einflufs der Feder 5 ihre ursprüngliche Lage wieder ein (Fig. ι und 7). Wie ersichtlich, sind die eben beschriebenen Vorrichtungen bei aller Einfachheit doch äufserst praktisch, ohne dafs Hebel, Schnüre und andere Theile sichtbar würden, welche das schöne Aussehen einer solchen Vorrichtung beeinträchtigen. Die hier beschriebene Vorrichtung kann natürlich aufser für Thüren auch für alle anderen Fälle Verwendung finden, ebenso wie die hier beschriebene Einrichtung nur ein Ausführungsbeispiel darstellt. So können z. B. statt eines federnden Stabes und Anschlages deren mehrere angeordnet werden, nach denen sich dann die Anzahl der übrigen Theile richten müfste.
    • Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum Heben und Senken von Thür - Vorhängen u. dgl., gekennzeichnet durch ein in einem Rohr (A) untergebrachtes federndes Organ (D), welches vermittelst auf das Rohr (A) aufgekeilter Hebel (JJ1J2) und durch einen Arm (K) dadurch eine Spannung erfährt, dafs beim Schliefsen der Thür der letztere (K) gegen einen Anschlag (L) stöfst, so dafs beim Oeffnen der Thür die entgegengesetzt wirkende Federspannung des Orgaues (D) das Rohr (A) und damit die Hebel und die mit diesen verbundene Vorhangstange (H) hebt.
    Bei der Vorrichtung nach Anspruch 1 die Verbindung des federnden Organes (D) mit dem übergeschobenen Rohr (A) durch Vierkante (d d1), welche in Hülsen (EF) eingelassen sind, von denen sich die eine mit dem Rohr (A) dreht, während die andere durch eine Schraube (G) in den Bohrungen (f1) des Flantsches (f) festgehalten wird, zum Zweck, eine Verdrehung und damit eine Spannung des Organes (D) zu bewirken.
    Bei der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 die Anordnung einer zweitheiligen, durch ein Scharnier verbundenen Gardinenstange, gekennzeichnet durch eine in den kürzeren Theil eingelegte Schraubenfeder (S), welche durch eine Schnur mit dem anderen Theil verbunden ist, zum Zweck, beim Oeffnen der ThUr durch das erfolgende Umlegen der Vorhangstange eine Beschädigung der Mauer zu verhindern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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