DE1035286B - Elektrisch beheizter Heiss- und Kochendwasserbereiter - Google Patents

Elektrisch beheizter Heiss- und Kochendwasserbereiter

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DE1035286B
DE1035286B DEST10587A DEST010587A DE1035286B DE 1035286 B DE1035286 B DE 1035286B DE ST10587 A DEST10587 A DE ST10587A DE ST010587 A DEST010587 A DE ST010587A DE 1035286 B DE1035286 B DE 1035286B
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Dipl-Ing Dr Theodor Stiebel
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THEODOR STIEBEL DIPL ING DR
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24HFLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
    • F24H9/00Details
    • F24H9/20Arrangement or mounting of control or safety devices
    • F24H9/2007Arrangement or mounting of control or safety devices for water heaters
    • F24H9/2014Arrangement or mounting of control or safety devices for water heaters using electrical energy supply
    • F24H9/2021Storage heaters

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  • Heat-Pump Type And Storage Water Heaters (AREA)

Description

  • Elektrisch beheizter Heiß- und Kochendwasserbereiter Die Erfindung bezieht sich auf einen drucklosen. temperaturgeregelten und vorzugsweise für den Küchenbedarf geeigneten Heißwasserspeicher, der bei maximal einstellbarer Regeltemperatur kochendes Wasser liefert.
  • Normalerweise wird in Heißwasserspeichern das Wasser bis auf etwa 85° C aufgeheizt und anschließend auf dieser Temperatur gehalten. Mitunter ist für höhere Temperaturen in drucklosen Heißwasserspeichern zusätzlich eine sogenannte Kochendstufe vorgesehen. Darunter ist ein zusätzlich im oberen Behälterteil angeordneter Heizkörper zu verstehen. Das Wasser kommt jedoch in diesen Geräten in Wirklichkeit meist gar nicht zum Kochen, da der zugeordnete Temperaturregler von der Temperatur des Behälterwassers beaufschlagt wird und wegen des schwankenden Kochpunktes (entsprechend dem herrschenden Luftdruck) in Verbindung mit der bei weiterer Energiezufuhr konstant bleibenden Kochtemperatur aus Sicherheitsgründen nicht höher als auf etwa 95° C eingestellt wird. Außerdem beeinflußt dort das einströmende Frischwasser die Kochtemperatur betriebsmäßig ziemlich rasch.
  • Kochendes Wasser ist nun aber einmal Voraussetzung für die Bereitung von Kaffee, Tee und vielen anderen Heißgetränken. Zudem wird hier und da im Haushalt auch sterilisiertes, d. h. abgekochtes Wasser in kleineren Mengen benötigt. Erfahrungsgemäß ist aber dieser Kochendwasserbedarf gegenüber den benötigten Heiß- bzw. Warmwassermengen gering.
  • Speziell für die Kochendwasserbereitung und -bereithaltung sind nun bereits Kochendwasserspeicher bekanntgeworden. Diese unterscheiden sich von einem gewöhnlichen Überlaufspeicher dadurch, daß derTemperaturfühler des Temperaturreglers beim Überströmen von Dampf abschaltet, welcher sich bei Erreichen des Kochpunktes im Behälterraum oberhalb des Überlaufrohres bildet. Der Dampf strömt über das Überlauf rohr, welches in Wirklichkeit nur ein Dampfüberströmrohr ist, ab, und der Temperaturfühler wird daher in dieses Dampfüberströmungsrohr frei, d. h. mit radialem Abstand, eingebaut.
  • Bei diesen bekannten Kochendwasserspeichern ist jedoch das Dampfüberströmungsrohr mit dem - darin befindlichen Kochendwasserregler außerhalb des Behälters und dessen unmittelbarem Wärmebereich angeordnet, um im Bereithaltungsfall nach vorangegangenem selbsttätigem Abschalten die Wiedereinschaltung, welche nach Abkühtung des Temperaturfühlers auf Wiedereinschalttemperaturen um etwa 65° C erfolgt, beschleunigen zu können. Damit wird erreicht, daß die Behälterwassertemperatur vorübergehend nur unwesentlich unter den Kochpunkt absinkt.
  • Es kann nun nicht erwartet werden, daß für den geringen Bedarf an tatsächlich kochendem Wasser in der Küche zusätzlich zum normalen Heißwasserspeicher noch ein spezieller Kochendwasserspeicher angeschafft wird oder der Kochendwasserspeicher durch nachgeordnetes Zumischen von Kaltwasser als Heißwasserbereiter benutzt wird. Im letzteren Fall darf nämlich nicht übersehen werden, daß der Kochendwasserspeicher gemäß seiner höheren Behälterwassertemperatur erheblich größere Wärmeverluste hat. Zudem müßte der Kochendwasserspeicher einen ungleich größeren Wasserinhalt aufweisen als dem Kochendwasserbedarf entspricht.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, daß in einem Heißwassergerät die Behälterwassermenge auf Temperaturen bis zu etwa 85° C, aber auch auf Kochtemperatur sowohl aufgeheizt als auch gewünschtenfalls bereitgehalten werden kann und bei Einstellung der Temperaturregelvorrichtung auf »Kochendwasser« garantiert nur kochendes Wasser an der zugehörigen Zapfstelle entnommen werden kann.
  • Dies wird bei der Erfindung dadurch erreicht, daß bei einem elektrisch beheizten, drucklosen Heißwasserspeicher mit einem oben im Innern des Speicherbehälters beginnenden, unten zur Zapfstelle führenden Überlauf rohr und einem die Temperatur des Speicherwassers überwachenden, einstellbaren Temperaturregler zum Zwecke der Kochendwasserentnahme ein an sich bekannter, unter Belassung eines kleinen Abstandes im im Innern des Behälters geführten Überlaufrohr vorgesehener, frei angeordneter Temperaturfühler eines zweiten auf eine etwas unterhalb der Siedetemperatur des Wassers fest eingestellten Temperaturreglers angeordnet ist, dessen Kontakte mit der Kontakteinrichtung des erstgenannten Temperaturreglers, der zusätzlich für die Kochendwasserentnahme mit einer die Kontakteinrichtung überbrückenden Schalterstellung ausgerüstet ist, in Hintereinanderschaltung im Heizstromkreis liegen und daß an der Wand des Speicherbehälters unterhalb der Einlauföffnung des Überlaufrohres und oberhalb des Heizkörpers ein durch ein Ventil verschließbares, zusätzlich unten in das Überlaufrohr mündendes, zur Kochendwasserentnahme in bekannter Weise im Ablaufverfahren dienendes Ablaufrohr vorgesehen ist.
  • Ein durch die Kombination dieser Merkmale gekennzeichnetes Gerät vermag den für Küchenzwecke notwendigen Erfordernissen nach unterschiedlich heißem kochendem Wasser auf wirtschaftlichste Art gerecht zu werden, da die altbewährten Grundprinzipien, nämlich das Zapfen von unterschiedlich heißem Wasser im Überlaufverfahren und von wirklich kochendem Wasser im Ablaufverfahren in diesem Gerät erhalten geblieben sind. Mit dieser daher als Universalgerät anzusprechenden Anordnung wird erstmals erzielt, was bislang nur mit zwei getrennten Spezialgeräten erreicht werden konnte.
  • Das erfindungsgemäße Gerät sieht aber nicht nur die Anordnung zweier unterschiedlicher Spezialkonstruktionen in ein und demselben Behälter vor, sondern stellt vielmehr eine weitergehende konstruktive Vereinigung der beiden Spezialgeräte dar unter Aufrechterhaltung der ihnen eigentümlichen Funktionen. Im Zuge dieser Vereinigung besitzt das Universalgerät nur einen einzigen Stromkreis (mit zwei den unterschiedlichen Zwecken dienenden, sich jedoch gegenseitig nicht beeinflussenden Temperaturreglern), und das sonst bei Kochendwasserspeichern wegen der schnelleren Abkühlung des Temperaturfühlers üblicherweise außerhalb des Behälters angeordnete, den Temperaturfühler aufnehmende Dampfüberströmungsrohr ist in das Behälterinnere verlegt und dient dort nicht nur gleichzeitig als Überlaufrohr für Heißwasserentnahme, sondern trägt auch dazu bei, daß bei etwaigem Zapfen von kleinen Kochendwassermengen im Überlaufverfahren bzw. beim Wiederauffüllen nach vorangegangener Zapfung im Ablaufverfahren die Wiedereinschaltung des Kochendwasserreglers durch den sich bis in den Bereich des nachdrängenden, kalten Frischwassers erstreckenden, zugehörigenTemperaturfühler erheblich beschleunigt wird.
  • In diesem Zusammenhang sei herausgestellt, daß bei Kochendwasserversorgungsanlagen die schnellstmögliche Wiederherstellung des Kochendwasserbereithaltungszustandes nach vorangegangener Zapfung durch zeitliche Vorverlegung des Wiederaufheizbeginns oberster Grundsatz ist und daß das Zapfen von kleinen Kochendwassermengen im Überlaufverfahren nicht nur statthaft, sondern auch ratsam ist, da zum einen die kleinen Kochendwassermengen aus dem obersten Behälterteil stammen und von dem unten in den Behälter nachdrängenden Frischwasser temperaturmäßig nicht beeinflußt werden und zum anderen ein nachträgliches, Zeit in Anspruch nehmendes Wiederauffüllen entfällt. Es wird also auch eine Rohrführung eingespart und die Ansprechgeschwindigkeit des innerhalb des Behälters angeordneten Kochendwasserreglers erhöht.
  • Dieser letztgenannte Effekt läßt sich nun weiterhin erfindungsgemäß noch erhöhen, wenn die Einlauföffnung des zufließenden Wassers auf das den Kochendwasserregler enthaltende Überlauf- und zugleich Dampfüberströmrohr gerichtet ist.
  • Letzteres wird, um bessere Reparatur- und Reinigungsmöglichkeiten zu schaffen, vorteilhafterweise auf der gewöhnlich unten im Behälter befindlichen und praktisch alle sonstigen Organe tragenden Flanschplatte angeordnet.
  • Die erfindungsgemäße Teilmaßnahme, den Einlauf des Ablaufrohres oberhalb des Heizkörpers vorzusehen, ist eine weitere Garantie dafür, daß nur wirklich kochendes Wasser entnommen werden kann, da das unten im Behälter, vorzugsweise unterhalb des Heizkörpers befindliche, meist nicht zum Kochen zu bringende Wasser beim Ablaufzapfen in jedem Falle im Behälter verbleibt.
  • Zum anderen stellt diese letztgenannte Maßnahme eine Anordnung dar, die ein sonst mögliches Trockengehen des Heizkörpers beim Leerzapfen im Ablaufverfahren verhindert.
  • Versuche mit so erfindungsgemäß angeordneten Überlaufrohren bei Klein-Küchenspeichern von beispielsweise 5 1 Inhalt zeigen, daß im Kochendwasserbereithaltungsfall die Ausschaltzeiten des Kochendwasserreglers und damit der Temperaturabfall des Behälterwassers sich praktisch nicht vergrößert im Vergleich zu der bekannten Anordnung bei Kochendwassergeräten mit außerhalb des Behälters angeordneten Dampfüberströmrohr, wenn man den Kochendwasserregler mit kleineren Schaltdifferenzen ausrüstet und eine Abschalttemperatur von etwa 95° C wählt.
  • In der folgenden Beschreibung ist die Erfindung unter Bezugnahme auf das in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es stellt dar: Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Heiß- und Kochendwasserbereiter im Vertikalschnitt, Fig.2 den einstellbaren Heißwassertemperaturregler des Heiß- und Kochendwasserbereiters in extrem tiefer Schaltstellung (etwa 25° C), Fig.3 den einstellbaren Heißwassertemperaturregler gemäß Fig.2 in extrem hoher Schaltstellung (etwa 85° C), Fig.4 den einstellbaren Heißwassertemperaturregler gemäß Fig.2 in der für die Kochendwasser herstellung vorgesehenen Schaltstellung.
  • Der elektrisch beheizte Heiß- und Kochendwasserbereiter besteht im einzelnen aus dem wärmeisolierten Behälter 1, der aber auch unisoliert sein kann. Dem Behälter 1 kann im Ablaufverfahren durch Betätigen des Ablaufzapfventils 2 über das Ablaufrohr 3 Heißwasser, vorzugsweise jedoch Kochendwasser - wie weiter unten näher erläutert wird - entnommen werden. In den Behälter 1 ist weiterhin von unten her ein Heizflansch 4 eingesetzt, welcher das Heißwasserüberlaufrohr 5, das Kaltwasserzulaufrohr 6 mit auf das Heißwasserüberlaufrohr 5 gerichteter Mündung und Überlaufzapfventil7 sowie den Temperaturfühler 8 eines Kochendwasserreglers 9, den Heizkörper 10 sowie den Heißwassertemperaturregler il aufnimmt. Letzterer ist mit dem Kochendwasserregler 9 durch elektrische Verbindungsleitungen 12 in Reihe geschaltet.
  • Der Kochendwasserregler 9 ist auf eine Abschalttemperatur von etwa 95° C fest eingestellt und schaltet bei Abkühlung seines Temperaturfühlers 8 um wenige Temperaturgrade wieder ein. Der Heißwassertemperaturregler 11 hat als Temperaturfühler ein Rohr 13, welches einen großen Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzt und in seinem Inneren einen Stab 14 mit einem kleinen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufnimmt. Rohr 13 und Stab 14 sind an ihren oberen Enden fest miteinander verbunden.
  • Das untere Ende des Stabes 14 ragt durch die Öffnung 15 einer einseitig fest eingespannten, vorgespannten Kontaktfeder 16 und vermag letztere mit Hilfe seines Bundes 17 je nach Temperaturerhöhung bzw. -erniedrigung des Temperaturfühlers und der damit verbundenen Vertikalbewegung des Stabes 14 mehr oder weniger stark anzuheben bzw. gestattet der Kontaktfeder 16, sich in entgegengesetzter Richtung mehr oder weniger weit zu entspannen.
  • Bei diesen Vorgängen hebt die Kontaktfeder 16 mit ihrem Kontakt 18 von einem auf einer zweiten Kontaktfeder 19 angeordneten Gegenkontakt 20 ab und unterbricht damit den Heizstromkreis bzw. bewegt sich auf den Gegenkontakt 20 zu und schließt den Heizstromkreis.
  • Eine Exzenterscheibe 21 dient zur Verstellung des Schaltpunktes. Je nach Einstellung der Exzenterscheibe 21 wird das Kontaktfederpaar 16, 19 mehr oder weniger stark angehoben (Fig. 2 und 3), so daß das Abheben des Kontaktes 18 vom Gegenkontakt durch den sich bei Temperaturerhöhung des Temperaturfühlers aufwärts bewegenden Stab 14 früher (in Fig. 2 beispielsweise bei 25° C) oder später (in Fig. 3 beispielsweise bei 85° C) erfolgen wird.
  • Die Exzenterscheibe 21 ist so beschaffen, daß sie in ihrer extremen Stellung gemäß Fig.4 das Kontaktpaar 16, 19 so weit anhebt, daß der Stab 14 bei seiner Aufwärtsbewegung infolge Temperaturerhöhung auf den Kochpunkt die Kontaktfeder 12 seinerseits nicht mehr anzuheben vermag. Da sich höhere Temperaturen als 100° C mit dem drucklosen Gerät nicht erreichen lassen, bleibt bei dieser Stellung der Exzenterscheibe 21 das Kontaktpaar 18, 20 des Heißwassertemperaturreglers 11 - unabhängig vom Aufheizzustand - geschlossen. Die Stellung des Stabes 14 bei extrem tiefer Temperatur und bei Kochtemperatur sind in Fig.4 in gestrichelter Form angedeutet. Der Einfachheit halber wurde ein Schaltmechanismus gewählt, bei dem der Schaltvorgang schleichend erfolgt. Es versteht sich, daß in Wirklichkeit der Heißwassertemperaturregler 11 auch mit einem auf den Gegenkontakt 20 wirkenden Schnappschaltwerk ausgerüstet oder mit einer Hebelübersetzung versehen sein kann, die eine ebenso von Hand über eine Exzenterscheibe21 einstellbare Quecksilberschaltröhre betätigt.
  • Die Heißwasserbereitung sowie die Bereithaltung heißen Wassers in den normalen Grenzen von etwa 25 bis etwa 85° C bei dem dargestelltenGerät unterscheidet sich von der in einem gewöhnlichen Heißwasserspeicher in keiner Weise. Die Temperaturregelung erfolgt hier wie dort von einem Heißwassertemperaturregler 11 aus. Der hier mit dem Heißwassertemperaturregler 11 in Reihe geschaltete Kochendwasserregler 9 kann dabei nicht in den Regelprozeß eingreifen, da seine fest eingestellte Schalttemperatur oberhalb derjenigen des Heißwassertemperaturreglers 11 liegt, genau gesagt am Kochpunkt (Verdampfungspunkt).
  • Die Schalttemperatur des Heißwassertemperaturreglers 11 wird - wie bereits beschrieben - durch die Stellung der von Hand einstellbaren Exzenterscheibe21 bestimmt (Fig.2, 3). Heißes Wasser wird im Überlaufverfahren gezapft, d. h. durch öffnen des Überlaufzapfventils 7. Kaltes Frischwasser strömt dann über das Kaltwasserzulaufrohr 6 in den Behälter 1 nach und verdrängt das oben heißere Behälterwasser über das Heißwasserüberlaufrohr 5 zum Auslauf.
  • Soll mit dem Gerät hingegen Kochendwasser bereitet und bereitgehalten werden, so muß zunächst der bei Temperaturen bis zu etwa 85° C schaltende Heißwassertemperaturregler 11 inaktiv gemacht, d. h. überbrückt werden, damit der Aufheizvorgang auf den Kochpunkt nicht durch den sonst bei tieferen Heißwassertemperaturen schaltenden Heißwassertemperaturregler 11 vorzeitig unterbrochen wird. Bei Stellung der Exzenterscheibe 21 gemäß Fig. 4 bleibt - wie bereits beschrieben - das Kontaktpaar 18, 20 des Heißwassertemperaturreglers 11 und damit der Heizstromkreis - unabhängig vom Aufheizzustand - geschlossen.
  • Bei Erreichen des bei etwa 100° C liegenden Kochpunktes bildet sich Dampf, der infolge des damit verbundenen Druckanstieges über das Heißwasserüberlaufrohr 5 abströmt und auf diesem Wege den vom Behälterwasser durch Luftspalt im Heißwasserüberlaufrohr 5 wärmeisolierten Temperaturfühler 8 des Kochendwasserreglers 9 beaufschlagt. Die Temperatur des Dampfes (etwa 100° C) liegt oberhalb des am Kochendwasserregler 9 fest eingestellten Abscbaltpunktes (etwa 95° C) und löst daher den Abschaltvorgang bei Dampüberströmung aus.
  • Mit dem Unterbrechen der Energiezufuhr hört die Dampfentwicklung auf. Folglich kühlt sich der Temperaturfühler 8 allmählich ab bis zum Wiedereinschaltpunkt, und der Vorgang beginnt von neuem.
  • Zum Zwecke des sofortigen Wiedereinschaltens der Energiezufuhr bei Frischwasserzufuhr, vorzugsweise beim Zapfen kleiner Kochendwassermengen im überlaufverfahren, wird zufolge der auf das Heißwasserüberlaufrohr 5 gerichteten Mündung des Kaltwasserzulaufrohres 6 das Heißwasserüberlaufrohr 5 künstlich abgekühlt, so daß in letzterem eventuell befindlicher Dampf sofort kondensiert und folglich der Kochendwasserregler 9 wieder einschaltet. Das Kochendwasser wird, wenn es sich um größere Mengen handelt, zweckmäßigerweise im Ablaufverfahren entnommen, d. h. durch öffnen des Ablaufzapfventils 2. Das mit- Sicherheit im oberen Behälterteil kochende Wasser, welches sich im Gegensatz zum Zapfen großer Wassermengen im überlaufverfahren nicht mit nachdrängendem Frischwasser vermischen und daher abkühlen kann, fließt dann über das Ablaufrohr 3 zum Auslauf. Die Einlauföffnung des Ablaufrohres 3 liegt oberhalb des Heizkörpers 10, damit beim Zapfen im Ablaufverfahren letzterer nicht trockengehen kann und unterhalb des Heizkörpers 10 befindliches, eventuell nicht kochendes Wasser nicht entnommen werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrisch beheizter, druckloser Heißwasserspeicher mit einem oben im Innern des Speicherbehälters beginnenden, unten zur Zapfstelle führenden Überlaufrohr und einem die Temperatur des Speicherwassers überwachenden einstellbaren Temperaturregler, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Kochendwasserentnahme ein an sich bekannter, unter Belassung eines kleinen Abstandes im Innern des Behälters (1) geführten Überlaufrohr (5) vorgesehener, frei angeordneter Temperaturfühler (8) eines zweiten etwas unterhalb der Siedetemperatur des Wassers abschaltenden, fest eingestelltenTemperaturreglers (9) angeordnet ist, dessen Kontakte mit der Kontakteinrichtung (18, 20) des erstgenannten Temperaturreglers (11), der zusätzlich für die Kochendwasserentnahme mit einer die Kontakteinrichtung (18, 20) überbrückenden Schalterstellung (vgl. Fig. 4) ausgerüstet ist, in Hintereinanderschaltung im Heizkreis liegen, und daß an der Wand des Speicherbehälters (1) unterhalb der Einlauföffnung des Überlaufrohres (5) und oberhalb des Heizkörpers (10) ein durch ein Ventil (2) verschließbares zusätzliches, unten in das Überlaufrohr (5) mündendes, zur Kochendwasserentnahme in bekannter Weise im Ablaufverfahren dienendes Ablaufrohr (3) vorgesehen ist.
  2. 2. Elektrisch beheizter, druckloser Heißwasserspeicher gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung des Kaltwasserzulaufrohres (6) zugleich auf das Überlaufrohr (5) gerichtet ist.
  3. 3. Elektrisch beheizter, druckloser Heißwasserspeicher gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Überlaufrohr (5) mit dem darin enthaltenen Temperaturfühler (8) des Temperaturreglers (9) sowie der von Hand einstellbare Temperaturregler (11), der Heizkörper (10) und das Kaltwasserzulaufrohr (6) in dem unten am Behälter (1) befindlichen Heizflansch (4) angeordnet sind.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0233136A3 (de) * 1986-02-03 1988-12-14 Emerson Electric Co. Heizelementaufbau für Wassererhitzer
DE3941187A1 (de) * 1989-12-13 1991-06-20 Bosch Siemens Hausgeraete Kochendwassergeraet
DE9304252U1 (de) * 1993-03-22 1993-05-27 Viessmann Werke GmbH & Co, 3559 Allendorf Durchlauferhitzer

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DE3941187A1 (de) * 1989-12-13 1991-06-20 Bosch Siemens Hausgeraete Kochendwassergeraet
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