DE10341C - Neuerungen in dem Verfahren zum Befestigen einer. Zinkhaut auf eisernen bez. stählernen Schiffsböden, sowie auf aus Eisen oder Stahl hergestellten Konstruktionen - Google Patents

Neuerungen in dem Verfahren zum Befestigen einer. Zinkhaut auf eisernen bez. stählernen Schiffsböden, sowie auf aus Eisen oder Stahl hergestellten Konstruktionen

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DE10341C
DE10341C DENDAT10341D DE10341DA DE10341C DE 10341 C DE10341 C DE 10341C DE NDAT10341 D DENDAT10341 D DE NDAT10341D DE 10341D A DE10341D A DE 10341DA DE 10341 C DE10341 C DE 10341C
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Original Assignee
CH. F. HENWOOD in London
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B59/00Hull protection specially adapted for vessels; Cleaning devices specially adapted for vessels
    • B63B59/04Preventing hull fouling

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

1879.
CHARLES FREDERICK HENWOOD in LONDON.
Neuerungen in dem Verfahren zum Befestigen einer Zinkhaut auf eisernen bezw. stählernen Schiffsböden, sowie auf aus Eisen oder Stahl hergestellten Constructionen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. December 1879 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Neuerungen in der Anbringung von Beschlägen aus Zinkblech oder einer passenden elektropositiven Metalllegirung auf den Rumpf von Eisen- und Stahlschiffen, sowie auf unter Wasser liegenden Baulichkeiten, um die Flächen derselben vor dem Oxydiren und dem Ansetzen fremder Körper zu schützen.
Bei neuen Schiffen wende ich die Zinkhaut in Combination mit den bekannten Plattirungssystemen oder in Combination mit Marineleim an und werden die Bleche durch eine Legirung, welche weniger elektropositiv ist als die Bleche mit dem Eisen oder Stahl verbunden. ·
Bei bereits erbauten Schiffen befestige ich das Zinkblech etc. auf ■ das Eisen oder den Stahl mit einer passenden Metalllegirung, welche von weniger elektropositiver Beschaffenheit und leichter schmelzbar ist als Zink, vermittelst einer in dem Zinkblech angebrachten Oeffnung mit Hülfe eines Knallgasgebläses.
Nachdem das Zinkblech in passender Form und Gröfse ausgeschnitten worden ist, werden die Kanten an verschiedenen Stellen halbkreisförmig ausgestanzt, so dafs diese Halbkreise mit den Halbkreisen des zunächst liegenden Bleches übereinstimmen und so kreisrunde Oeffnungen bilden.
Nachdem das Blech so ausgestanzt worden ist, wird dasselbe an das Schiff angelegt und die Stellen unterhalb der Oeffnungen auf dem Eisen oder Stahl markirt, wonach das Blech wieder entfernt wird.
Die so auf dem Schiffskörper markirten Stellen werden irgendwie von der Oxydschicht befreit, hiernach mit einem Flufsmittel aus mit Zink versetzter Salzsäure gewaschen, um Oxydation zu verhindern und die auszuführende Befestigung zu unterstützen. Die Ränder der Löcher im Zinkblech, welche auf das Eisen oder Stahl zu liegen kommen, sowie das Loth werden sodann mit verdünnter Salzsäure gewaschen, wonach das Loth in die Löcher gesteckt, das Zinkblech an seine Stelle gebracht und der Rand durch Stützen festgehalten wird. Die hohlen Niete werden so angeordnet, dafs ihre Flantschen bl, Fig. 2, zwischen der Zinkbekleidung und den Metallplatten stehen, während die Theile b 2 über. die Oberfläche der Zinkplatten hervorragen.
Jetzt lasse ich die Flamme eines Knallgasgebläses durch das Loch des Zinkbleches auf die Schiffsbekleidung wirken, und ist die Oeffnung im Zinkblech genügend grofs, um eine Erhitzung derselben durch die Flamme zuzulassen, ohne das Zink oder das Loth zu schmelzen, bis der gewünschte Wärmegrad erreicht worden ist, wonach die Flamme auf das Loth zur Wirkung gebracht wird, um dasselbe zu schmelzen.
Das Zinkblech wird nun durch ein Stück kaltes Eisen fest gegen das Eisen gedrückt, um eine feste Verbindung zu erzielen. Das Loth kann auch nach der Erwärmung des Eisens in die Löcher eingeführt werden, um das zu frühe Schmelzen des Lothes und des Zinkes zu vermeiden.
Nachdem die erforderliche Anzahl von Punkten befestigt ist, kann man die Kanten der Zinkbleche zwischen den Befestigungspunkten durch das Knallgasgebläse zusammenlöthen. Nachdem sämmtliche Befestigungen ausgeführt worden sind, wird durch das mit dem Gebläse verbundene Lötheisen jede durch das Löthen verursachte Unebenheit beseitigt. Man kann auch die Befestigungslöcher an den Kanten der Bleche weglassen und die Kanten mit einander durch Loth verbinden.
Das angewendete Loth mufs zum Eisen oder Stahl elektropositiv sein, jedoch in einem geringeren Grade als das Zink oder der andere Beschlag, und mufs ferner leichter schmelzbar als das Zink sein. Ich wende vorzugsweise vier Theile Zink zu einem Theil Zinn an (260,8 Zn + 118 Sn), obgleich ein höherer Procentsatz Zink angewendet werden kann.
Die hohlen mit Flantschen versehenen Niete bestehen aus dieser Legirung und werden den dargestellten Gestalten, entsprechend gegossen..
Wird die ganze Bekleidung unterhalb der Wässerlinie durch Marineleim etc. mit dem Eisen oder Stahl verbunden, so kann der vierte Theil oder die Hälfte der Fläche von Leim freigelassen werden, um die Oxydation der Zinkbekleidung zu erhöhen. _
Wird Marineleim angewendet, so mufs das Eisen oder der Stahl bis auf den Schmelzpunkt des Marineleims erhitzt werden. Nachdem die Zinkbleche in ihrer Lage befestigt sind, müssen sie ebenfalls erhitzt und fest an das Eisen oder den Stahl gedrückt werden, um die Luft auszutreiben und die Bekleidung in möglichst dichte Berührung mit dem Eisen oder Stahl zu bringen.
Am oberen Theil der Bekleidung, welche bis über die oberste Wasserlinie ragen kann, sowie um die Oeffnungen im Schiffsboden herum, wende ich entweder stärkeres Blech oder galvanisirtes Eisen an, welches an passenden Stellen mit dem Eisen oder Stahl durch Loth verbunden ist, um als Schutz für die Kanten der Zinkbekleidung zu dienen. Dieser Theil kann von beliebiger Form und Stärke sein.
Es ist wünschenswerth, dafs eine solche galvanische Wirkung stattfindet, damit das Zink auf ungefähr 28 bis 85 g pro 0,0929 qm das Jahr oxydirt.
Sollte die Einwirkung zu stark sein, so kann dieselbe durch die Anbringung einer nicht leitenden Lage zwischen dem Zink und dem Eisen oder Stahl erzielt werden, wie z. B. durch einen passenden Anstrich oder durch die Anbringung von Marineleim auf die Fläche des Eisens oder des Stahls vor der Befestigung der Zinkbekleidung, wodurch auch bis auf einen gewissen Grad die Stärke der Bekleidung bestimmt wird.
Das Verfahren der Metallbefestigungen kann auf Blech- oder Metallteile beliebiger Stärke angewendet werden, wie z. B. zum Ausfüttern von Reservoiren, zum Plattiren des Innern von Eisen- oder Stahlschiffen, von Bojen, Molen, Kesseln, Säulen etc.
Fig. ι zeigt einen Theil der Zinkbekleidung mit den Löchern in den Kanten und Stofsstreifen, sowie in dem mittleren Theil der Bleche. Die Löcher können jede beliebige Form haben, das Loth mufs jedoch von entsprechender Gestalt sein, und zwar so, dafs ungefähr 13 mm Oeffhung freigelassen wird. Das Zinkblech zwischen den Befestigungen an den Kanten und Stofsstreifen kann, wie oben erwähnt, zusammen befestigt sein.
A A sind die Zinkbleche, B B die Löcher in den Kanten und Stofsstreifen, C C die Löcher in dem mittleren Theil der Bleche.
Fig. 2 zeigt in Vorderansicht und Durchschnitt einen aus Loth hergestellten mit Flantschen versehenen hohlen Niet. In diesem Falle ist der Niet rund dargestellt, kann jedoch von beliebigem Querschnitt sein, und der flache Theil statt des Kreises ein Kreuz bilden. Der Flantsch wird zwischen Haut und Plattirung eingeführt.
Fig. 3 und s zeigen die passenden Formen für die Kanten-, Stofs- sowie die viereckigen Löcher, Fig. 4 eine passende Form zum Zusammenfügen der Stofsenden' des Zinkbleches.
Fig. 6 ist der Durchschnitt eines länglichen Stofsstreifens und der Platten eines Schiffsrumpfes, die Nuthen in den Kanten der Streifen darstellend, in welche die Kanten der Zinkbleche eintreten und durch Löthung festgehalten werden, sowie die Art und Weise, wie die äufseren Kanten des Streifens abgerundet werden können.
Die Nuthen können von beliebiger passender Form sein. A A ist der Stofsstreifen, B B die Eisen- oder Stahlplattirung, C C die Nuth in den Kanten der Stofsstreifen, D D die Zinkbekleidung, EE die Nieten durch die Stofsstreifen und die Eisen- oder Stahlplatten; FF zeigen die Punkte, wo Marineleim u. s. w. angebracht ist.
Fig. 7 ist ein ähnlicher Durchschnitt und zeigt die Zinkbekleidung oberhalb des langen Stofsstreifens angebracht.
Fig. 8 ist eine Ansicht und Fig. 9 ein Längsdurchschnitt der Zinkbekleidung mit Stofsnaht und Streifen, welche, wie oben erwähnt, befestigt ist.
A A ist die Zinkbekleidung, B B die Niete in dem Streifen hinter dem Stofs der Zinkplatten. C C sind Nägel oder Schrauben, welche durch das Zink bis in den Stofs der Eisen- oder Stahlplatten gehen.
B1 in Fig. 9 ist der Stofsstreifen der Zinkbekleidung.
Fig. 10 ist die Ansicht und Fig. 11 die Seitenansicht einer Anordnung der Zinkhaut, wobei die Kanten über einander fassen. A A ist die Zinkhaut, BB die Naht und Niete zum Spalten derselben.
Fig. 12 zeigt im Durchschnitt ein stärkeres Stück Zink oder anderes Metall, um die Enden oder Kanten der Zinkhaut A zu schützen. B ist das starke Stück Zink; die punktirten Linien zeigen die Bohrung zur Befestigung an dem Schiffe. Ich beschränke mich nicht auf die genauen Details, wie vorhin erwähnt und in den Zeichnungen dargestellt, weil dieselben abgeändert werden können, ohne von dem Hauptpunkt meiner Erfindung abzuweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die. Methode und die Vorrichtungen, um Zinkblech oder anderes elektropositives Metall oder Legirung als Haut für Eisenoder Stahlschiffe oder Baulichkeiten zu befestigen mittelst einer passenden elektropositiven Legirung (Loth) in Combination mit der Construction, wobei die Kanten der äufseren Stofsstreifen mit Nuthen ver-
    sehen sind und in Combination mit Marineleim oder Cement.
    Die Methode zum Verbinden von Metallen bei Anwendung des Knallgasgebläses in Combination mit genügend grofsen Oeffnungen in der Bekleidung an den Befestigungspunkten, so dafs die Eisen- oder Stahlplattirung auf den gewünschten Wärmegrad gebracht werden kann.
    3. Die Anwendung einer el rung als Loth, welche positiver Beschaffenheit ι bar ist als das Zink ο positive Haut oder Bekl
    iSfi
    schmelz-
    iidung.
    Die Form und Anordmfl^-äe-r'--zum Löthen, wie durch Fig. 2, 3, dargestellt.
    Legir-img- -'■■ 4.und
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1075189B (de) * 1960-02-11 Meersburg Walter Holzer (Bodensee) Wasserdichter Schalter
DE1185319B (de) * 1959-12-23 1965-01-14 Dr Walter Hillesheimer Verfahren zum gegenseitigen Verbinden von Metallen
DE1242849B (de) * 1959-05-06 1967-06-22 Siemens Ag Vorrichtung zur Herstellung von Baueinheiten aus einzelnen, in thermoplastische Kunststoffplatten eingebetteten Metallteilen, insbesondere von elektrischen Kontaktelementen

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