DE103201C - - Google Patents

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DE103201C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K9/00Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers
    • G10K9/02Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers driven by gas; e.g. suction operated
    • G10K9/04Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers driven by gas; e.g. suction operated by compressed gases, e.g. compressed air

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
in AMSTERDAM.
Nebelhorn. Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1898 ab.
VorliegendeErfindungbetrifftein Nebelhorn, bei welchem unter verhältnißmäßig geringem Kraftaufwand ein klarer, reiner und erheblich stärkerer Ton als bei den bisher üblichen Nebelhörnern erzielt und der Ton derart abgegeben werden soll, daß aus seiner Stärke die genaue Bestimmung der Lage des Nebelhornes möglich ist. Dieser Zweck wird gemäß vorliegender Erfindung mittelst einer Dampfzungenpfeife erreicht, und zwar nicht wie bisher dadurch, daß durch den Anprall des Dampfes gegen die untere Kante einer dicken, der Schwingung unfähigen Tonzunge und die dadurch verursachte Zertheilung des Dampfes, der Ton erzeugt wird, sondern dadurch, daß ein kräftiges Schwingen der Tonzunge herbeigeführt wird, wie es bisher nicht möglich war, da man nicht die Mittel kannte, um eine schwingungsfähige Zunge zu erhalten, d. h. es einzurichten, daß eine genügend dünne Zunge die erforderlichen dauernden und kräftigen Schwingungen aushalten konnte, andererseits diese Schwingungen auch durch nichts gestört oder beeinträchtigt werden.
Die Mittel, durch welche dies erreicht wird, bilden also die Kennzeichen der Erfindung; sie bestehen im wesentlichen darin, daß hauptsächlich die Geschwindigkeit (lebendige Kraft) des Dampfes, und zwar nur an der Spitze der Tonzunge zur Wirkung gebracht und jede schädliche Beanspruchung des mittleren und des zur Befestigung dienenden, d. h. der schwächsten Theile der Zunge, und ebenso, jede Störung der Schwingungen, jede Interferenz vermieden wird.
Zu diesem Behufe ist erstens bei dem neuen Nebelhorn die Einrichtung derart getroffen, daß sich die Tonzunge unmittelbar vor dem Dampfeinlaß befindet, welch letzterer im Querschnitt die Form eines Rechteckes hat, dessen Länge der Breite der Tonzunge und dessen Breite der Schwingungsweite der Zunge entspricht. Dies ist nicht nur deshalb von Bedeutung, weil dadurch der volle Dampfstrom direct auf die Zunge geleitet und daher seine lebendige Kraft ausgenutzt wird, sondern nicht zum wenigsten auch deshalb, weil alle nutzlos an der Seite der Zunge aufsteigenden Dampfmengen nur in dem Cylinder, in welchem das Mundstück mit der Tonzunge angeordnet ist, die Dampfcompression unzulässig verstärken, wodurch das Schwingen der Tonzunge beeinträchtigt eventuell ganz verhindert wird. Diesem Uebelstande wird bei dem neuen Nebelhorn im übrigen noch dadurch vorgebeugt, daß der Cylinder mit einem Ablaßhahn (Entlastungsventil oder Sicherheitsventil) versehen ist, mittelst dessen eine Dampfcompression im Cylinder vermieden und eventuell leicht beseitigt werden kann.
Das Entweichen des Dampfes unter der Tonzunge geschieht nicht, wie bisher, unter der ganzen Länge derselben, sondern nur durch eine ganz besondere, an dem Mundstück be-
(2. Auflage, ausgegeben am 21. Oktober

Claims (3)

findliche Oeffnung, welcher eine eigenartige, der Gestalt des Dampfstromes genau angepaßte Form gegeben ist, so daß der Dampf strom unzertheilt nur am freien Ende (der Spitze) der Tonzunge eine Wirkung ausüben kann und ein Brechen der Zunge, wie es sonst vorkommt, wenn die Zunge durch schlechte Dampfzu- und -ableitung in der Mitte ausgebeult wird, vermieden ist. Zur schärferen Abtönung der Zunge ist diese außerdem nicht, wie bisher, durch Schrauben allein, sondern unter Vermittelung einer unelastischen Zwischenplatte befestigt. Damit nun auch bei länger andauerndem Gebrauch des Nebelhorns niemals eine zu starke Dampfcompression im Cylinder und dadurch eine Störung der Schwingungen der Tonzunge eintreten kann, darf nur immer ein bestimmtes Quantum Dampf zur Tonzunge gelangen. Zu diesem Behufe ist die Spindel des Dampfeinlaßventils mit einer geeigneten Stellvorrichtung, beispielsweise an dem Handgriff mit einem vorstehenden Arm versehen, welcher nach Vollendung einer gewissen Drehung der Spindel gegen einen Ansatz einer einstellbaren Scheibe schlägt und dadurch die weitere Drehung der Spindel, d. h. das weitere Oeffnen des Ventils verhindert. Bei Anwendung dieser Mittel wird durch größtmögliche ungehemmte Schwingung der Tonzunge und infolge dessen größte Amplitude der Tonwellen ein ganz scharfer, reiner Ton erhalten, welcher ·— durch ein Schallrohr abgeleitet — selbst gegen starken Wind bis auf weite Entfernungen so klar durchdringt, daß die Richtung danach erkannt werden kann. Um diese letztgenannte Eigenschaft noch zu verstärken, kann der obere Theil des Schallrohres allmälig gedreht werden, so daß man aus der Stärke des Tones, welche in der Achse der Schallhornmündung am größten ist, ganz genau die Richtung bestimmen kann, in welcher sich das Nebelhorn befindet. Es ist wichtig, daß nicht der ganze Apparat, vor allem nicht der Theil, in welchem der Ton erzeugt wird, sondern nur das oberste Ende des Schallhornes gedreht wird, weil sonst eine Störung in der Tonerzeugung (Interferenz) eintreten würde, welche durch die vorliegende Erfindung ja gerade vermieden werden soll. Auf beiliegenden Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführung des neuen Nebelhornes in seiner Gesammtheit und seinen Einzelheiten veranschaulicht. Die Fig. ι bis 4 einschließlich stellen das Mundstück D mit der eigenartig geformten (einem nach oben zugespitzten Fünfeck gleichenden) Austrittsöffnung d und der auf der Fläche cc cc mittelst Zwischenplatte f und Schrauben h befestigten Tonzunge g dar. Mit seinem oberen Rand α wird das Mundstück in den Cylinder C eingehängt, so daß sich die Spitze der Tonzunge genau über dem entsprechend bemessenen rechteckigen Dampfeinlaß 11 des Ventilkörpers A (s. Fig. 5 und 6) befindet. Die Regulirung der Dampfzuleitung erfolgt durch das Ventil 1 mit Stange 2, Griff 3, Arm 6 und Scheibe 5 mit Ansatz 4 (siehe auch Fig. 7). Der Cylinder C hat, wie Fig. 5 und 6 angeben, einen Auslaß χ (Entlastungsventil). Ueber dem Mundstück D ist auf dem Cylinder C das Trichterrohr E sicher befestigt und auf diesem sitzt lose das Schallrohr F. Die Drehung dieses letzteren erfolgt durch Handrad 0, Kegelräder bl b1, eine in der Fußplatte G (Fig. 5 und 7) und der durch Säulen H gehaltenen Traverse K gelagerte Spindel i und die Zahnräder ml. Da bei dem neuen Nebelhorn der Ton genau abgestimmt werden kann, ist es möglich, dasselbe als Signalapparat zu gebrauchen, besonders wenn man zwei Nebelhörner mit verschiedener Tonart anwendet. Diese beiden Nebelhörner können entweder räumlich von einander getrennt oder zu einem einzigen Apparat vereinigt sein. Pate nt-A ν Sprüche:
1. Nebelhorn, bei welchem ein klarer, reiner Ton mit großer Durchdringungskraft durch Schwingen einer dünnen Metallzunge erhalten werden soll, dadurch gekennzeichnet, daß die Tonzunge (g) unmittelbar über der Dampf eintrittsöffnung(i 1) angeordnet ist, um nicht nur den Druck des Dampfes, sondern hauptsächlich die lebendige Kraft desselben zu benutzen, und daß die Dampfeintrittsöffnungeinen Querschnitt besitzt, welcher der von der Spitze der Tonzunge bei dem Schwingen durchlaufenen Fläche gleicht, so daß eine volle Ausnutzung des Dampfes, an der Spitze der Tonzunge erhalten und einer Verkleinerung oder Verhinderung der Zungenschwingungen durch seitliche Wirkung des Dampfes vorgebeugt wird.
2. Ein Nebelhorn der durch Anspruch 1 angegebenen Art, bei welchem die Au strittsöffnung (d) des die Tonzunge tragenden Mundstückes (D) entsprechend der Form des Dampfstromes nach oben zugespitzt ist (etwa die Form eines Quadrates mit aufgesetztem gleichseitigen Dreieck besitzt), zum Zweck, den Dampf auch beim Austritt nur an der Spitze der Tonzunge wirken zu lassen, so daß die Tonzunge trotz ihrer geringen Stärke die Beanspruchung aushalten kann.
3. Bei einem Nebelhorn der durch die Ansprüche ι und 2 angegebenen Art, zwecks Verhütung einer schädlichen Dampfan-
Sammlung im Cylinder, die Anordnung eines Abblashahnes oder dergl. an demselben und die Anordnung einer Vorrichtung, mittelst welcher der Einlaß des Dampfes zur Tonzunge auf ein bestimmtes regelbares Maß begrenzt wird, beispielsweise in Form eines am Griff (3) der Spindel des Einlaßventiles (1) sitzenden Armes (6), welcher nach einer bestimmten Drehung der Spindel, d. h. Oeffnung des Ventiles gegen einen Ansatz (4) einer einstellbaren Scheibe (5) oder dergl. stößt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE103201C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5063686A (en) * 1989-10-15 1991-11-12 Peloquin Andrew L Self-supporting flexible extendable tape measure

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5063686A (en) * 1989-10-15 1991-11-12 Peloquin Andrew L Self-supporting flexible extendable tape measure

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