DE102840C - - Google Patents

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DE102840C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C9/00Details of labelling machines or apparatus
    • B65C9/08Label feeding

Landscapes

  • Labeling Devices (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81: Transportwesen.
Flaschenetikettirmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1895 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine zum Aufkleben von Etiketts auf Glasflaschen, Krüge oder andere Gefäfse. Der Arbeitsgang der Maschine besteht im Wesentlichen darin, dafs die in einem Etikettbehälter aufgestapelten und durch Borsten oder andere nachgiebige, vorspringende Theile zurückgehaltenen Etiketts nach einander mit Hülfe eines hin- und hergehenden Stempels herausgehoben werden. Vor seinem Eintritt in den Etikettbehälter wird der Stempel unten mit Klebstoff oder Kleister versehen, so dafs er das obenliegende Etikett gleichzeitig mit Klebstoff versieht und, da dieses am Stempel haften bleibt, aus dem Behälter hebt. Hierauf legt der Stempel das Etikett auf einen getheilten, aus zwei Platten bestehenden Tisch, auf welchem das Etikett durch Klemm- oder Druckhebel mit der mit Klebstoff versehenen Seite nach oben festgehalten wird. Zweckmäfsig wird dann mit Hülfe nachgiebig gelagerter Rollen das Etikett auf den zu etikettirenden Gegenstand aufgedrückt.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die Maschine in Seitenansicht,
Fig. 2 in Vorderansicht, das Etikett in Berührung mit der Vertheilungswalze.
Die Fig. 3 bis 5 zeigen Einzelheiten.
Fig.'6 zeigt eine hintere Ansicht der Maschine unter Weglassung einzelner Theile desselben.
Ein waagerecht angeordneter Schlitten H gleitet auf Schienen an den Böcken B in der Längsrichtung zur Maschine (Fig. 1 und 6). Die Bewegung dieses Schlittens wird durch einen' gegabelten, drehbaren Hebel q vermittelt, welcher in der Mitte des Schlittens angreift und bei r mit den Armen des gebogenen Hebels E verbunden ist. Der Hebel E ist am Gestell A bei f drehbar gelagert und wird von der Antriebswelle d aus durch den Trieb p, das'auf der Welle m sitzende Rad k und durch den in den Schlitz i der Stange g eingreifenden Zapfen j bewegt. Der Schlitten H besitzt oben einen kleinen Bockj^, an welchem ein in lothrechter Richtung schwingender Hebel χ drehbar angebracht ist.
Auf dem hinteren Arm 20 dieses Hebels, der durch die Feder \ nach oben gedrückt wird, sind lothrechte Finger oder Stifte 15 und 17 angeordnet. Der Finger 15 wird von einer unten näher beschriebenen Daumenplatte 22 bewegt, um den Hebel χ in eine schwingende Bewegung zu versetzen und somit das am anderen Arm sitzende Fufsstück 16 nach Bedarf auf- und niederzubewegen. Der Finger 17 stöfst bei der Bewegung des Schlittens H nach links gegen die obere Fläche des Blasebalgs 124, so dafs derselbe zu dem weiter unten näher beschriebenen Zweck zusammengedrückt wird. Die Finger 15 und 17 sind mit Anschlägen oder mit Schulteransätzen ausgerüstet, wodurch deren Drehung bei der Bewegung des Schlittens nach links (Fig. 1) verhindert wird. Die Stifte sind ferner zweckmäfsig mit geeigneten Federn versehen, um die Anschläge derselben für gewöhnlich gegen den Schlitten zu drücken. Der andere Arm des Hebels χ trägt einen lothrechten Arm 16, welcher zur Aufnahme
der Etiketts dient und mit einem abnehmbaren Stempel 18 ausgerüstet ist.
Die Etiketts ioo sind in einem Kasten R (Fig. i) untergebracht, welcher innen mit nachgiebigen Ansätzen oder Borsten ausgestattet sein kann. Diese Borsten sitzen zweckmäfsig an Pfosten, welche oben mit einem mit dem Blasebalg 124 in Verbindung stehenden Rohrstutzen oder einer Luftdüse 122 ausgerüstet sind. Bei einer bestimmten Stellung des Schlittens H w&'hrend dessen Rückwärtsbewegung wird der Blasebalg derart durch den Finger 17 in Thätigkeit gesetzt, dafs ein kurzer Luftstofs in dem Etikettbehälter in der Nähe des obersten Etiketts erzeugt wird, sobald der Stempel 18 das oberste Etikett erfafst. Dadurch wird verhindert, dafs jedesmal mehr als ein Etikett aus dem Kasten entnommen wird. Wenn der Finger 17 auf den Blasebalg 124 einwirkt, findet er unter Vermittelung des Drehzapfens 21 und des Fingers 15 einen Halt an der Daumenplatte 22. Die Etiketts 100 liegen zweckmäfsig auf einer Platte 125, welche auf der Spindel 126 angebracht ist, die von einer Feder getragen oder in einer beliebigen Weise aufwärts bewegt wird.
Bevor das Etikett dem Kasten R entnommen wird, kommt der Stempel 18 bei jedem Hub mit einer quer angeordneten Klebstoffwalze 80 in Berührung, die sich im Klebstoffbehälter P dreht. Der auf der Bahn 29 der Curvenplatte 22 (Fig. 1,3,4 und 5) entlang gleitende Stift 15 läuft über den Curvenansatz 32 und hebt den Stempel 18 zu dem genannten Zweck an. Der Stift 1 5 bewegt sich an dem Curvenstück 34 entlang und gleitet, nachdem er die Feder 33 seitwärts gedrückt hat, bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens H auf die Fläche 27, tritt hierauf in die Hülse 25 ein und drückt den Stift 26 nach oben. Der Stempel 18 wird somit durch die Federn in den Etikettbehälter R gedrückt und erfafst vermöge des an ihm haftenden Klebstoffes, den er bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens der Klebstoffwalze 80 entnommen hat, das oberste Etikett. Bei der weiteren Drehung des Rades k gleitet der Stift_/ in dem.Schlitz i der Lenkstange g, so dafs der Schlitten H in Ruhe verbleibt. Unter Vermittelung einer auf der Welle m sitzenden Kurbel, der Lenkstange 39, des Armes 37, der Lenkstange 38 und der auf der Welle 35 sitzenden Arme 36 und 40 wird der Stift 15 wieder aus der Hülse 25 herausgedrückt. Sobald dies geschehen ist, beginnt wieder die Bewegung des Schlittens H, der Finger oder Stift 15 gleitet auf der Bahn 27 entlang, bis der Schlitten das vordere Ende seines Weges erreicht. In dieser Stellung des Schlittens befindet sich der Stempel 18 mit dem anhaftenden Etikett über den Platten 131, welche an den zangenartigen Hebeln K angebracht sind. Gleitet darauf der Stift 15 von dem Ende 28 der Bahn 27 ab, so bewegt sich der Stempel 18 abwärts und legt das Etikett 100 auf die Platten 131 ab.
Nach der Aufwärtsbewegung des Stempels wird die Flasche auf das Etikett gelegt und mit Hülfe eines entsprechend gestalteten Kolbens 51, 52 zwischen zwei Walzen 73 gedrückt, wobei diese sich aus einander bewegen und das Etikett glatt aufgestrichen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Flaschenetikettirmaschine mit beweglichem Klebstoffstempel,. dadurch gekennzeichnet, dafs der Klebstoffstempel (18) an einem Ende eines auf einem hin- und hergehenden Schlitten (H) gelagerten, lothrecht schwingenden Hebels (x) angebracht ist, dessen anderes, von einer Feder (iQ beeinflufstes Ende mit einem über die Führungsbahnen (27, 29) einer Curvenplatte (22) gleitenden Finger (15) ausgerüstet ist, so dafs bei der Bewegung des Schlittens (H) der Klebstoffstempel sich selbsttätig und rechtzeitig hebt und senkt, zum Zweck, das Etikett unter gleichzeitiger Abgabe von Klebstoff aus dem Etikettbehälter zu nehmen und der Flasche zuzuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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