DE96452C - - Google Patents

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DE96452C
DE96452C DENDAT96452D DE96452DA DE96452C DE 96452 C DE96452 C DE 96452C DE NDAT96452 D DENDAT96452 D DE NDAT96452D DE 96452D A DE96452D A DE 96452DA DE 96452 C DE96452 C DE 96452C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C3/00Labelling other than flat surfaces
    • B65C3/06Affixing labels to short rigid containers
    • B65C3/08Affixing labels to short rigid containers to container bodies
    • B65C3/10Affixing labels to short rigid containers to container bodies the container being positioned for labelling with its centre-line horizontal

Landscapes

  • Labeling Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81/rTRjfespoRTWESEN
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1897 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Etikettirmaschine zum Bekleben von Flaschen u. dgl. mit Etiketts. Dieselbe besteht aus einer Ansaugevorrichtung, welche ein einzelnes Etikett ansaugt, ferner einer Klebvorrichtung, welche das Etikett mit Klebstoff versieht, und einer Anprefsvorrichtung, welche das Etikett auf die Flasche aufwalzt, wobei Sorge dafür getragen ist, dafs der Druck der Anprefsvorrichtung während des Anpressens der gleiche bleibt.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer solchen Maschine in der Anfangsstellung,
Fig. 2 -die Seitenansicht in äufserster Endstellung,
Fig. 3 die Oberansicht der Fig. 1 und
Fig. 4 die Vorderansicht; die
Fig. 5 und 6 stellen Ansichten der Anprefsvorrichtung in zwei besonderen Stellungen dar.
Ein Gestell A, gebildet aus vier Stangen α αλ b ^1, die durch Traversen c C1 verbunden sind, ist in den Lagern ex e2 es <?4 waagerecht verschiebbar gelagert und wird durch eine starke Feder u stets in seine Anfangslage zurückgedrückt. Auf den Stangen b b1 befindet sich ein waagerecht verschiebbares, zur Aufnahme der Flasche F dienendes Gestell B, welches durch eine schwächere Feder ν zurückgehalten wird und durch die Sperrklinke d mit einem Blasebalg C oder einer anderen Ansaugevorrichtung gekuppelt ist.
Auf den Stangen b by des Gestelles A sind befestigt und nehmen an der Bewegung desselben Theil:
i. der Etiketthaiter G,
2. die Vorrichtung zum Auftragen des Klebstoffes auf das Etikett, bestehend aus dem Klebstoff behälter K mit der in demselben drehbaren Rolle R und den Führungsstiften E,
3. der Mitnehmer D,
4. zur rechten und linken Seite der Maschine je ein Winkelhebel f (unter einander durch Stange g verbunden) und je ein Hebel fY (mit den Hebelny durch Gleitschienen h verbunden zwecks paralleler Führung beim Drehen der Hebel f; zwischen den Schienen h ist ein waagerecht ve/schiebbarer Sperrsteg i angeordnet, der beim Heben der Schiene h gegen die Stifte E schlägt und die Klebvorrichtung hebt).
An den Stangen α αλ des Gestelles A sind befestigt und nehmen an der Bewegung desselben Theil die vier FührungsstangenP1 p2p3pv an denen die Anprefsvorrichtung" P für das Etikett auf- und abgleitet, die durch Federn stets hochgedrückt wird und aus zwei an der Traverse Q kreuzweise gelagerten, gebogenen Hebeln k mit drehbaren und mit Leder überzogenen Rollen Z besteht. Die Hebel k sind fest mit den Hebeln /. und durch eine Zugstange y beweglich mit den die Rollen η tragenden Winkelhebeln m verbunden. , Die Rollen Z werden vermittelst der Federn s gegeneinander geprefst; letztere sind einerseits mit den Hebeln m, andererseits mit den Winkelhebeln q, welche lose auf der Drehachse der Hebel / und k sitzen und sich in der Ruhelage gegen die Traverse Q legen, verbunden. Beim Niedergang der Traverse Q rollen die Rollen Z um die Flasche herum,
wobei sie das Etikett an die Flasche andrücken und die Hebel k spreizen. Sind die Rollen Z bis zur Mitte der Flasche gelangt, so stehen sie am weitesten von einander ab und üben in dieser Stellung den gröfsten Druck aus, der aber beim weiteren Niedergange, da die Rollen sich nähern, wieder abnimmt. Damit der Druck aber der gleiche bleibt, legen sich in dem Augenblick, wo sich die Rollen in der Mitte der Flasche befinden, die Winkelhebel q auf die Flasche auf und spannen, da sie beim Niedergange der Traverse Q. gedreht werden, die mit ihnen verbundenen Federn s an, die dann auf die Hebel k wirken (Fig. 6).
An den Stangen α ax des Gestelles A sind die Platten χ befestigt, welche je eine bewegliche, durch Feder in ihre ursprüngliche Lage zurückgedrückte Zunge ο tragen. Diese Zungen werden beim Niedergange der Traverse Q. durch die Bewegung des Winkelhebels m, dessen Rolle η an der Zunge entlang gleitet, seitlich gedreht (Fig. 5), kehren aber, wenn Hebel m und Rollen Z am tiefsten stehen, in ihre Lage zurück. Beim Hochgange ist Rolle η nun gezwungen, an der Schräge der Zunge 0 entlang zu gleiten, wodurch der Hebel m gedreht wird und die Rollen Z aus einander gehen.
An den Stangen α ax sind die Winkelhebel 5 drehbar gelagert, welche durch Zugstange W mit Traverse Q. verbunden sind und durch ihre Drehung diese mit der Anprefsvorrichtung herunterziehen. Zwischen den Stangen α und b, U1 und ^1 stehen zwei Führungsstangen O, an denen eine Traverse M auf- und abgleitet. Diese Traverse trägt rechts und links je eine mit Rolle r versehene Stange JV; diese Stangen N ruhen auf den Schienen h und werden mit denselben zugleich gehoben. Mit Traverse M ist ein der Gröfse des Etiketts entsprechender Luftkasten L verbunden, der durch eine Schlauch- und Rohrleitung mit Blasebalg C in Verbindung steht und dessen siebartig durchlochte und mit Gummiplatte versehene Bodenplatte im Ruhezustande der Maschine auf den Etiketts ruht, mit der Traverse M aber gehoben wird. Die Traverse M bleibt bei Verschiebung des Gestelles A stets stehen und folgt den Bewegungen desselben nicht.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende : Die Flasche F wird mit dem sie tragenden Gestell B nach vorn geschoben, wobei Gestell A durch Wirkung der stärkeren Federn noch in seiner Anfangslage verbleibt. Durch die Bewegung des Gestelles B wird der mit demselben durch die Sperrklinke dgekuppelte Blasebalg aufgezogen, wodurch der auf den Etiketts ruhende Luftkasten L das oberste Etikett ansaugt. Beim weiteren Vorschub der Flasche schlägt Gestell B gegen die Stange g der Hebel f und dreht die letzteren, wodurch die Schienen h gehoben werden, die erstens vermittelst der Rollen r und Stangen N die Hebung der Traverse M und des Luftkastens L nebst angesaugtem Etikett bis zur Höhe der oberen Flaschenkante bewirken, zweitens aber mit dem Sperrsteg i gegen die Führungsstifte E der Klebvorrichtung KR schlagen und letztere so hoch heben, bis die Oberkante der Rolle R in gleicher Höhe mit dem Etikett steht.
Wird die Flasche weiter geschoben, so werden die Hebel f mit der Stange g gegen den Mitnehmer D gedrückt; jetzt, bleibt Gestell B stehen und Flasche F befindet sich unter den Rollen Z der Anprefsvorrichtung. Das Gestell A bewegt sich nun, durch Mitnehmer jD veranlafst, mit allen an ihm befestigten Theilen nach hinten. Die Schiene h gleitet unter den Rollen r hinweg und hält das Etikett stets in gleicher Höhe. Der Etiketthalter G entfernt sich von dem Luftkasten L, welcher mit Traverse M stehen bleibt. Die Rolle R gleitet unter dem Etikett hinweg und überträgt durch ihre hierdurch erzielte Drehung den Klebstoff auf das Etikett. Das Gestell Ä bewegt sich so weit nach rückwärts, bis Flasche F sich unter dem Etikett befindet, und bleibt stehen, sobald sich die Gestelltraverse c gegen die Lager e2 und e4 legt.
Während dieser ganzen Bewegung saugt der Blasebalg C die Luft aus dem Kasten L und hält das Etikett fest. In dem Augenblick, wo Gestell A stehen bleibt, hebt der Anschlag V die Sperrklinke d, wodurch der Blasebalg vom Gestell B losgekuppelt und durch eine Feder zurückgeschnellt wird; hierdurch wird die eingesaugte Luft, zusammengeprefst und das Etikett auf die Flasche geblasen. Gleichzeitig schiebt ein Anschlag U den Sperrsteg i zurück, wodurch die Stifte E frei werden und die Klebvorrichtung KR sich senkt, so dafs sie beim Rückgange des Gestelles A den Luftkasten L nicht benetzen können.
Zieht man jetzt die Flasche zurück, so folgt Gestell A durch Druck der Feder u der Flasche, während Gestell B noch an dem Mitnehmer D liegen bleibt und die Traverse M gehoben erhält. Der Flasche folgt auch, über ihr schwebend, die Anprefsvorrichtung P mit den Rollen Z. Ist der Rückgang vom Gestell A so weit erfolgt, dafs der Luftkasten L nicht mehr über der Flasche schwebt, so tritt die Anprefsvorrichtung P in Thätigkeit, indem die Hebel S gegen die Anschläge T schlagen und durch ihre Drehung die Anprefsvorrichtung herunterziehen. Haben die Rollen Z das Anpressen verrichtet, so gleiten die Hebel S von den Anschlägen ab und die Anprefsvorrichtung wird durch Federn wieder in die Höhe getrieben, wobei die Rollen Z, wie schon beschrieben, aus einander gehen. Das Gestell A hat jetzt seine Anfangsstellung erreicht und
bleibt stehen, indem sich Gestelltraverse C1 gegen die Lager ex e3 legt. Der Bewegung der . Flasche folgt jetzt nur noch durch Druck der Feder ν das Gestell B, wodurch die Hebel f frei werden, in ihre Anfangsstellung zurückkehren und den Luftkasten, der jetzt wieder über dem Etiketthalter G ,steht, auf die Etiketts fallen lassen. Ist auch Gestell B in seine Anfangslage zurückgekehrt, so hat Sperrklinke d sich wieder eingelöst und den Blasebalg C mit dem Gestell B gekuppelt. Die Flasche kann nun entfernt werden.
Damit beim Vorwärtsschieben des Gestelles A die Hebel S über die Anschläge T hinweggleiten können, sind dieselben mit einer gebogenen Coulisse t versehen, in welcher sich der Zapfen der Zugstange W bei der durch die Anschläge T bewirkten Drehung der Hebel S verschiebt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Etikettirmaschine für Flaschen u. dgl., gekennzeichnet durch ein mittelst Federn in rückläufige Bewegung versetzbares Gestell, bei dessen Vorwärtsgang das oberste der Etiketts angesaugt und von einer gleichzeitig mit der Ansaugevorrichtung in gleiche Höhe gebrachten Klebevorrichtung mit Klebmasse versehen wird, worauf in der äufsersten Endstellung des Gestelles Ansauge- und Klebvorrichtung ausgeschaltet werden und das dadurch auf. die Flasche aufgeblasene Etikett beim Rückgang des Gestelles von einer Walzvorrichtung selbstthä'tig angeprefst wird.
  2. 2. An der Maschine nach Anspruch ι die An-. Ordnung zum Versehen des Etiketts mit Klebstoff, gekennzeichnet durch eine Ansaugevorrichtung (C), welche mittelst eines senkrecht verschiebbaren Luftkastens (L) ein Etikett ansaugt, wobei .eine Einstellvorrichtung für Luftkasten und Klebstoffbehälter derart vorgesehen ist, dafs ersterer durch die unter den Rollen (r) sich bewegenden Schienen (h), letzterer durch den Sperrsteg (i) in gleiche Höhe gehoben wird, so dafs die Rolle (R) beim Vorschub des Gestelles unter dem Etikett hinwegrollt und dasselbe mit Klebstoff versieht, wobei der Antrieb der Schienen (h) durch die Hebel (f) erfolgt.
    An der Maschine nach Anspruch ι die Ausschaltung der Ansaugevorrichtung im. Momente der äufsersten Stellung, wobei die Luft in der Ansaugevorrichtung zusämmengeprefst und das Etikett auf die Flasche geblasen wird.
    An der Maschine nach Anspruch ι die zum Anpressen der Etiketts dienende Walzvorrichtung, gekennzeichnet durch die Rollen Z mit elastischer Oberfläche, welche an gekreuzt liegenden Winkelhebeln befestigt sind und bei ihrem durch die Zugstange (W), den Hebel (S) und Anschlag (T) bewirkten Niedergange um die Flasche herumrollen und durch Federn (s) infolge Auflegens der Spannhebel (q) auf die Flasche gleichmäfsig während des. Niederganges angedrückt werden, wobei durch die Hebel (m) die beweglichen Zungen (o) zur Seite gedrückt werden und die ersteren beim Hochgange ihren Weg auf der anderen Seite der Zungen entlang nehmen müssen, zum Zwecke, die mit ihnen verbundenen Winkelhebel (k) und Rollen (Z) zu spreizen und ein Abreifsen des aufgewalzten Etiketts zu vermeiden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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