DE1024684B - Vorrichtung zum Spinnen textiler Faeden aus Glasstaeben - Google Patents
Vorrichtung zum Spinnen textiler Faeden aus GlasstaebenInfo
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- C03B37/00—Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
- C03B37/01—Manufacture of glass fibres or filaments
- C03B37/02—Manufacture of glass fibres or filaments by drawing or extruding, e.g. direct drawing of molten glass from nozzles; Cooling fins therefor
- C03B37/025—Manufacture of glass fibres or filaments by drawing or extruding, e.g. direct drawing of molten glass from nozzles; Cooling fins therefor from reheated softened tubes, rods, fibres or filaments, e.g. drawing fibres from preforms
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- C03B2205/60—Optical fibre draw furnaces
- C03B2205/62—Heating means for drawing
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- C03B2205/60—Optical fibre draw furnaces
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spinnen textiler Fäden aus Glas-stäben. Bisher
werden vom Glasstab sich abziehende Fäden so gesponnen, daß man von fortlaufend vorgeschobenen, an
einem Ende entsprechend: abschmelzenden Stäben den sich ablösenden, einen -Faden nach sich ziehenden
Tropfen auf eine bewegte Unterlage, z. B. rotierende Trommel, auffängt und dort weiterspinnt. Maßgeblich
für die Fadenqualität .ist die. Maßhaltigkeit des sich bildenden Fadens an der Spinnspitze, d. h. der Übergang
vom Glasstab zum Faden. Je genauer dieser Spinnvorgang eingehalten werden kann, um so mehr
steigt die Produktionssicherheit.
Die Glasstabspitze wird entweder mit kleinen scharfen Flammen oder mittels elektrischer Heizwendeln
in den spiwnplas tischen Zustand erhitzt. Die Flammenbeheizung hat den Nachteil, daß die nötige
Strömungsgeschwindigkeit der Flamme schließlich größer ist als der mechanische Widerstand des sich
bildenden zarten Fadens. Man hat deshalb vorgeschlagen, die Spinnspitze durch eine Düse zu schützen
und indirekt zu erhitzen, um den Flammenwind abzuhalten. Dieses Verfahren bringt jedoch andere Nachteile
mit sich.
Die elektrische Beheizung ist infolge des benötigten Heizwiderstandes an einen begrenzten Minimalumfang
dieser Widerstände gebunden, welcher nicht die genaue Temperaturkonzentration auf die Fadenspinnstelle
des Glasstabes ermöglicht, so daß Pendelungen im Strömungszustand an der Spinnspitze
sich nachteilig auswirken.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, zur besseren Steuerung des Spinnvorganges an der Spinnspitze
die in die Spinnvorrichtung eingeführten Glasstäbe allmählich ansteigend zu erwärmen, bis die
Stabspitze in einen Bereich der Höchstbeheizung gelangt, in der der eigentliche Spinnvorgang stattfindet.
Dabei soll der Stab während seiner allmählichen Vorwärmung keine direkte Berührung mit den beheizten
Teilen der Spinnvorrichtung haben.
Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieser Aufgabe in einer Spinnvorrichtung zum Spinnen textiler
Fäden aus Glasstäben mit mindestens einem unmittelbar oder mittelbar beheizten Raum ein mit Bohrung versehener
Formkörper angeordnet, der die Glasstäbe mit Abstand umgibt und den die Glasstäbe durchlaufen,
bevor sie in den Bereich der Höchstbeheizung gelangen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann zur Erzielung der jeweils günstigsten Wärmebedingungen
an der Spinnstelle die Größe des Bereiches der Höchstbeheizung durch Heben und Senken des Formkörpers
gegenüber dem unter diesem befindlichen, zur Abführung des geformten Fadens dienenden Schachts
verstellt werden.
Vorrichtung zum Spinnen textiler Fäden aus Glasstäben
Anmelder:
Johann Christoph Riedel, Venedig (Italien)
Johann Christoph Riedel, Venedig (Italien)
Vertreter:
Dr,-Ing. K. Boehmert und Dipl.-Ing. A. Boehmert,
Patentanwälte, Bremen 1, Feldstr. 24
Patentanwälte, Bremen 1, Feldstr. 24
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 5. September 1952
Italien vom 5. September 1952
Johann Christoph Riedel, Venedig (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Die Beheizung kann durch jede geeignete Heizquelle vorgenommen werden, wobei es gleichgültig ist,
ob unmittelbar oder mittelbar wirkende, gasförmige, flüssige, feste Heizmittel oder elektrische Energie,
allein oder in Kombination verwendet werden. Beispielsweise können freistrahlende oder ummantelte
Widerstände verwendet werden oder keramische Röhren, in welche die Heizenergie z. B. in Form von
Gasflammen eingeführt wird und welche in den Schachtwandungeu zur Erzielung höherer Temperatüren
eingebettet sein können.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt, wobei
Fig. 1 und 2 eine erste Ausführungsform in Querschnitt und Ansicht von oben und
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform im Querschnitt zeigt.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 ein Isolierkörper bezeichnet, welcher vorzugsweise aus feuerfestem Material
besteht. Der Isolierkörper 1 besitzt in Längs richtung eine Ausnehmung, welche oben durch einen
senkrechten Schacht 3 und unten durch einen Schacht 4 mit der Außenseite in Verbindung steht. Die Ausnehmung
und der Schacht 4 sind innen mit einer hochwertigen keramischen Masse 5, z.B. Porzellan, ausgekleidet.
Im Schacht 3 ist vertikal verschiebbar ein hohler, im Querschnitt T-förmiger Formkörper 6 aus
keramischem Material angeordnet. In Längsrichtung des Formkörpers 6 sind eine Reihe von senkrechten
Bohrungen 7 vorgesehen, welche nach unten in einen
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durchgehenden Schacht 8 des Formkörpers 6 münden. Der Formkörper 6 wird in seiner Lage im Schacht 3
dadurch eingestellt, daß unter seine Auflageflächen auf den Isolierkörper 1 Platten 9 (z. B. aus Asbest)
von entsprechender Stärke gelegt werden. Durch das in die Ausnehmung hineinragende Formstück 6 wird
diese in drei Räume geteilt. In die außerhalb des Formstückes 6 befindlichen Räume 2 wird die Heizenergie,
welche beliebiger Natur sein kann, auf an sich bekannte Weise eingeleitet, weshalb diese Räume
als Heizräume bezeichnet werden. Der durch den Schacht 8 im Innern des Formstückes 6 gebildete
Raum stellt zusammen mit dem Schacht 4 den Spinnraum dar.
Der Spinnraum steht mit den Heizräumen 2 über die durch Einstellung des Formstückes 6 regulierbaren
Öffnungen 12 in Verbindung.
In die Bohrungen 7 des Formstückes 6 werden mittels der Vorschubeinrichtungen 10 die Glasstäbe
11 eingeführt und gelangen zunächst in den Schacht 8, in welchem sie vorgewärmt werden. Der Schacht 8 ist
durch die Wände des Formstückes 6 von den Heizräumen 2 abgeschirmt, so daß die Glasstäbe 11 während
ihres Vorschubes einer stetig steigenden Erwärmung ausgesetzt werden, bis sie in Höhe der
öffnungen 12 angelangt sind und die direkte Hitze aus den Heizräumen 2 erhalten und somit in spinnplastischen
Zustand gebracht werden. Die von den fadenspendenden Stabspitzen ablaufenden Glasfaden
gelangen durch den Schacht 4 und sind in diesem von der direkten Hitze aus den Heizräumen 2 abgeschirmt,
unterliegen jedoch noch einer indirekten Erwärmung, welche sie noch plastisch erhält, wodurch
die Fäden beliebig dünn weiter gestreckt werden können.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Spinnen textiler Fäden aus Glasstäben mit mindestens einem unmittelbar oder
mittelbar beheizten Raum, dadurch gekennzeichnet, daß in diesem Raum (3) ein mit Bohrung versehener
Formkörper (6) angeordnet ist, der die Glasstäbe (11) mit Abstand umgibt und den die
Glasstäbe durchlaufen, bevor sie in den Bereich der Höchstbeheizung (2) gelangen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Bereiches der
Höchstbeheizung (2) durch Heben und Senken des Formkörpers (6) gegenüber dem unter diesem
befindlichen Schacht (4) verstellbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 721687, 740892, 929;
Deutsche Patentschriften Nr. 721687, 740892, 929;
USA.-Patentschrift Nr. 2 566 252.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 880/198 2.58
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