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Innensehrohr für technische Hohlkörper Die Erfindung betrifft ein
Innensehrohr zum Ausleuchten: und Beobachten von hohlen( Werkstücken, die durch
mit dem Rohr verbindbare Vorrichtungen be-
arbeitet werden können. Solche
bekannten Innensehrohre, die zum Ausaeuchten, Beobachten und Bearbeiten, z. B. von
Zylindern, Geschützrohiren:, Bremszylindern oder auch hohlen Werkstücken anderen
Querschnitts., dienen, sind beispielsweise so, a:u.s;gebildet, daß am freien Ende
des Sehrohres hinter dem seitlichen Beobachtungsausschnitt ein Kopf mit Bearbeitungsvorrichtu:ngen
und Antriebsmoto)r angeordnet ist. Das Sehrohr selbst und auch der Bearbeitungskopf
besitzen, dabei wie auch bei allen sonst bekannten Innensehrohren für technische
Zwecke einen; Durchmesser, der kleiner ist adts der Innend-uirchmesser des hohlen
Werkstückes, so daß mann bisher nicht in der Lage war, eine genaue Bearbeitung der
Innenfläche des Werkstückes vorzunehmen und auch keine Kontrolle hinsichtlich der
abgearbeiteten Materialstärke hatte.
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Um diese Nachteile der bekannten technischen Innensehrohre zu beheben,
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das. Innensehrohr, bezogen auf das Okular,
vor der Beleuchtungsanordnung mit dem Ausblick am freien Ende, vorteilhaft einen,
axial verstellbaren und feststeillbaren Sohlittan trägt, der in bekannterWeise mit
Füh;rungen:gegen@@di.e Innenwandung des h.ohlein Werkstückes liegt und auf dem die
durch die Optik be oba,chtharen, einstellbaren Bea.rheitungsvorrichtungengelagert
sind.
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Zusätzlich, können neben den Führungen. des Schlittens auf dem Innensehrohr
in geeigneten Abständen Führungsscheiben oder Führungsstücke, die vorteilhaft axial
verstellbar sind, sitzen:, deren Umfang ebenfalls gegen die Innenwand des hob;len
Werkstückes liegt, so, daß nicht nur der Schlitten, sondern auch das ganze Innensehrohr
auf seiner gesamten Länge geführt wird.
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Die Bearbeitungsvorrichtungen, die z. B. drehende Schleifscheiben,
Polierscheiben, Fräsköpfe, hin.- und hergehende Feilen, Schweißbrenneir od. dgl.
sein könnein, sind im. Schlitten, axial und radial verstellbar, wobei die Verstellungen
an Skalen ablesbar sind!, die entweidier am. Okularende oder so angeordnet werdien,
daß sie durch -die Optik ebenso wie die Innienwandung des hohlen Werkstückeis und
die Beairbeitun gsvorrichtun;,gen: beobachtet werden könnten.
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Ein Ausfüh;rungs:b:eis,piel des Erfindungsgegenstan, des ist an; Han
id; der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine perspektivische Ansicht
eines Innensehrohres mit Führungen und Bearbeitungsvorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Schlittens mit einer abgeänderten Bearbeitungsvorrichtung,
Fig. 3 einen senkrechten Längsschnitt durch dien geführten Schlitten, Fig. 4 einen
Querschnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3.
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Das die Optik enthaltende Innensehrohr 1 ist in üblicher Weise ausgebildet
und besitzt ein verstellbares Okular 2 und: ist vor dem Objektiv mit einem Prisma
3 versehen:, durch das. ein seitlicher Auisblick durch einen Ausschnitt ermöglicht
wird. Das. Ende des Sehrohres 1 ist z. B. mit einem Gewinde 4 versehen, auf das
einte Kappe mit Glühlampe au@fsch:ra:ubba,r- ist, die in Richtung dies seitlichen
Ausblicltes strahlt und die von einer außerhalb des. Gerätes, liegenden, Stromquelle
gespeist wird. Bei größeren Geräten isst eis. auch möglich, die Stromquelle, z.
B. in, Formeiner Batterie, im auf schraubbarem Kopf des Innms@.ehroh,res unterzubringen.
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Gemäß der Erfindung ist, gesehen vom Okularende 2 aus, vor dem Prisma
3 bzw. dem Beabachtu:ngsau.s#schnitt auf dem Innensehrohr 1 ein: Schlitten gelagert.
Dieser Schlitten besteht aus einer Platte 5, die in Längsrichtung des Sehrohres
auf der Aus:blickseite liegt und von zwei senkrecht zur Längsachse stehenden Scheiben
6 und 7 begrenzt ist. Diese Scheiben: 6 und 7 besitzen beispielsweise sterniförmige
Ges.ta:lt; und auf den Sternspitzen sitzen Führungsstücke- B. Diese Führungsstücke
8, die z. B. Kreisische.ibensegmente sind, liegen mit ihrem Umfang geigen, die Innenwandung
des zu beobachtenden und zu b,ea@rb,eitenden. hohlen Werkstückes. Zusätzlich können
auch zum Oku.lar@ende hin auf dem Sehrohr 1 weitere Führungsscheiben oder Führungsstücke
9 in geeignetem Abstand angeordnet werden, wie Fig. 1 zeigt. Diese Führungen 9 besitzen
den gleichen Durchmesser wie die Führungen 8 des Schlittens. Erfindungsgemäß Hegt
nun; das Innensehrohr 1 exzentrisch zur Achse des Gesamtgerätes., d. h. exzentrisch
zu den Führungen
8 und 9. Damit ist es möglich, auf dem S chl,ittcn
b,eliebiig e Be!a,rbiei:tuiigsvo,rri,ch,tunge!n. m i.t oder ohne Antriebsmotoir
anzubringen, da hierdurch genügend Raum, zur Verfügung steht.
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Die Bearbeitung svorrichtungen sollen erfindungsgemäß axial und radial
verstellbar sein., um. eine genaue Bearbeitung der Innenflächen des hohlen Werkstückes
unter Beobachtung durch die Optik des Sehrohres 1 zu ermöglichen. Zu diesem Zweck
trägt der Schlitten einen Doppelsupport. Der axial verstellbare Support 10 gleitet
beispielsweise in einer achsparallelen Schwalbenschwan@führung, während der radial
verstellbiare Support 11 in senkrecht hierzu stehenden Schwa,lbienschiwanzführungen
des. Axialsupportes 10 radial ist. Der radial verste:llb:a,re Supp.oirt 11 bildet
die Lagerung für beliebige Bearbeitungs.vo,rrichtuugen, z. B. für dieWelle e12 einer
Schleifscheibe 13. Der ra.di@al verstellbare Support 11 kann, auch durch einten,
anderen Support; ausgetauscht werden,, in dem beliebige andere Bearbeitungsvorrichtungen,
z. B. eine Schweißbrenner 14, befestigt sind, wie die Fig. 2 zeigt.
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Die axiale und radiale Verstellung des Supportes 10, 11 kann, über
biegsa@m:e. Wellen 15 und 16 erfolgen-, die am Okularende mit einer Handkurbel,
einer Verstellscheib:e od. dgl. verbunden sind, wobei dieser Kurbel oder der Verstell@sch.eibe
eine Skala zugeordnet ist, auf -der man die jeweilige Lage des. Axialsupportes 10
zurrt Schlitten ablesen kann. Die Welle 16 ist andemerseits mit einer Schraub@sp
i.nidel 17 verbunden, die in ein entsprechendes aich:sp:aralleles Gewinde des Axialsuppo,rtes
10 einfaßt. Durch Verdrehung der Welle und damit erfolgender Drehung der Spindel
17 wird; der Support 10 achsp.a,ral:lel im Schlitten, verschoben.
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Die andere Verstellwelle 15, die am Oku.lurende ebenfalls mit einer
Handkurbel od. d!gl., der auch eine Skala zugeordnet sein kann, versehen @ ist,
wird mit einer achspairaJl,elen Schraubenspindel 18 verbunden. die in ein
Schneckenrad 19 eingreift. Dieses auf einer radialen Welle 20 im Support 10 gelagerte
Schneckenrad treibt eine radiale Spindel 21, die in eine radiale Gewindebohrung
des Supportes 11 eingreift und, damit den, Support 11 und die in ihm gelagerten
Bearbeitungsvorrichtungen radial verstellt.
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Der Radialsupport 11 besitzt zur Beobachtungsseite der Optik gekehrt
eine Markierung oder Skala, 22, die mit einer Skala 23 des Axialsupporrtes 10 zusammenarbeitet,
so, daß man die genaue Radialstellung des Suppo:rtes.11 durch die Optik ablasen,
kann..
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Der Antriieb,smo,toT für dreh @entde oder hin- und hergehende kann
ehenifalls auf dem RaidiaIsupport 11 angeordnet werden, jedoch ist es aber auch:
möglich, dem, Antrieb: durch, einen. außerhalb, des Gerätes liegenden Motor über
eine biegsame Welle 24 vorzunehmen.
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Das beschriebene Gerät arbeitet so, daß man den Schlitten mit der
Beobachtungsoptik und dem gewünschten Bearbeitunigswerkzeng beispielsweise in einen
zylindrischen Hohlkörper einführt und daß man nach Beobachtung des ausgeleuchteten
Hohlraumes zur Nacharbeitung das. Bearhcitungsgerä.t durch, axiale und radiale Verstellung
des Suppertes 10, 11 einstellt. Durch die Führungen 8 und 9 und die kontrollierbare
Einstellung der Bearbeitungswerkzeuge ist es möglich, eine äußerst genaue Nachbearbeitung
der Hohlräume vo,rzunehme@ni, die selbstverständlich auch beliebigen anderen; Querschnitt
aufweisen können.. Bei anderen Ou@erschnitten sind naturgemäß auch die Führungen
8 und. 9 mitsprechend auszubilden. Um dass Gerät hohlen Werkstücken verschiedenen
Innendurchmessers. anpassen: zu können, ist es auch möglich, diie Führungsstücke
8 des Schlittens zusätzlich radial verstellbar einzurichten. Ebenso können entsprechende
Teile der Führungsscheiben 9 radial verstellbar gemacht werden.. Weiter ist es entsprechend
Fig.2 möglich, auf dem Umfang der Führungsscheiben 6 und 7 in Radialbahrungen abgefedeirte
Kugeln 25 zu lagern, die damit unter Druck gegen die Innenfläche des hohlenWerkstückes.
liegen. Hierdurch wird die Zentrierung des Gerätes verbessert, insbesondere bei
hohlen Werkstücken., die eine ra,uhe Innenfläche besitzen. Schließlich sei noch
erwähnt, daß der Schlitten 5 mit den Führungsscheiben 6 und 7 auf dem Innensehrobir
1 axial verstellt werden kaivn, um damfit das Bearbeitungswerkzeug unmittelbar vor
das seitliche Aushlickfens.ter zu bringen und damit die Kontrolle zu verbessern.
Zur Feststellung des Schlittens auf dein Innensehrohr 1 könnein entsprechende Kleimmsehrauben
26 dienen. Ebenso ist es möglich, die Führungsscheiben 9 in axialer Richtung auf
dem Iimensehrohr 1 zu verschieben, falls dies erwünscht ist.