DE101604C - - Google Patents

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DE101604C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
    • B02B3/02—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of discs

Landscapes

  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 50: Müllerei.
Scheibe zum Poliren von Reis.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Mai 1898 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Schleifscheibe zum Putzen und Poliren von Reis, welche diese Arbeit infolge der Zusammensetzung des Schleifmaterials der Scheibe aufs Sauberste ausführt und welche die Unzuträglichkeiten der früher üblichen Scheiben nicht besitzt.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt
Fig. ι eine derartige Schleifscheibe aus vier einzelnen Quadranten zusammengefügt und
Fig. 2 einen einzelnen Quadranten einer solchen Scheibe in Draufsicht.
Bisher hatte man Schleifscheiben zum Putzen und -Poliren von Reis dadurch hergestellt, dafs man auf eine aus Holz, oder Metall bestehende Scheibe Korkmehl in irgend einer Weise befestigte. Diese Befestigung geschah der Billigkeit halber meistens durch Leim; in derselben Weise wurde auch Sand und Schmirgel auf eine Scheibe aufgebracht und gleichfalls zu dem angegebenen Zweck verwendet. Bei der vorliegenden Scheibe dagegen werden alle drei Schleifmittel, nämlich Korkmehl unter Zusatz von Sand oder Korkmehl unter Zusatz von Schmirgel, zur Anwendung gebracht. Das Korkmehl wird zu diesem Zweck vorher von fremden Bestandteilen, wie Holz und Erde, gereinigt. Das Bindemittel dagegen bleibt bei der neuen Schleifscheibe unverändert und kann aus Leim, Pflanzenschleim oder Traganth bestehen.
Dieser neue Schleifstein besitzt an allen Punkten vollständig gleiche Elasticität, nutzt sich während der Arbeit überall gleichmäfsig ab und bietet den Reiskörnern stets eine glatte Oberfläche dar; letzteres ist zur Vermeidung des Zerreifsens des Kornes ein unbedingtes Erfordernifs. Bei einer solchen Scheibe wird mithin das Planiren, welches sehr viel Zeit und Umstände erfordert, vollständig beseitigt.
Zu der oben angegebenen Zusammensetzung des Schleifmittels kann man auch noch je nach Erfordernifs eine gröfsere oder kleinere Menge gröberen oder feineren Schmirgels hinzufügen, um damit Reis seiner besonderen Qualität gemäfs bearbeiten zu können. Das Verfahren zur Herstellung gestaltet sich nun beispielsweise wie folgt:
Man trägt zunächst 6 kg Korkmehl in eine Auflösung, aus 1J2 kg Leim und '/2 1 Wasser bestehend, ein, darauf mischt man das Ganze mit Hülfe eines Spatels und giefst es hernach in eine eiserne Gufsform, welche, um das Anhaften der Masse zu vermeiden, mit gewöhnlichem OeI ausgestrichen ist. Die Gufsformen sind den herzustellenden Schleifscheiben entsprechend verschieden grofs. Der in die Form eingegossene Brei wird auf 60 pCt. seines ursprünglichen Volumens zusammengeprefst, worauf man die Gufsformen mit einem Deckel verschliefst und sie während 24 Stunden einer hohen Temperatur aussetzt. Nach Ablauf dieser Zeit werden die Formen geöffnet und man läfst die herausgenommenen Schleifkuchen erkalten. Die kalten Kuchen werden darauf an der Fläche, welche später die Polirarbeit ausführen soll, fein geschabt und je vier Quadranten auf einer Leinenunterlage vermittelst Leim befestigt. Die so erhaltenen Schleifringe werden wie die jetzt in Gebrauch
befindlichen Schleifscheiben au! hölzernen Scheiben befestigt.
Die Zusammensetzung des Schleifmittels, wie auch der Druck, welcher auf dasselbe nach dem Eingiefsen in die Form ausgeübt wird, ist je nach der Oberfläche der herzustellenden Schleifscheibe und der Stärke der Schleifschicht verschieden.
Man kann, wie schon oben erwähnt, dem Leim feinen Sand oder ein Silikat zusetzen, oder zu gleichem Zweck auch eine geringe Quantität Schmirgel beigeben, je nachdem dies die natürliche Härte der Reisart erfordert.
Die Schleifscheiben können auch, statt wie oben beschrieben aus vier Quadranten, aus einem einzigen Stück hergestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Scheibe zum Poliren von Reis, dadurch gekennzeichnet, dafs die Schleiffläche aus Korkmehl unter Zusatz von Sand oder Schmirgel mit Leim als Bindemittel hergestellt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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