AT154529B - Kolophonium zum Bestreichen von Geigenbögen u. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Kolophonium zum Bestreichen von Geigenbögen u. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung.

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AT154529B
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rosin
colophony
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violin
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Emanuel Dziemczyk
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Emanuel Dziemczyk
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  Kolophonium zum Bestreichen von Geigenbögen u. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung. 



   Die Erfindung besteht in der Erkenntnis, dass ein für das Bestreichen von Geigenbögen u. dgl. bestens geeignetes Kolophoniummaterial in der Weise zu erzielen ist, dass Kolophonium zu Staub oder Mehl verarbeitet wird und dann durch Pressen gegebenenfalls unter Zusetzen eines geeigneten Bindemittels zu einem festen Körper geformt wird. Derartiges Presskolophonium ist dem bisher gebräuchlichen Hartkolophonium im praktischen Gebrauch bei weitem überlegen. Denn während man, um einen neuen und vollständig ausgewaschenen Geigenbogen mit Kolophonium zu sättigen, den Geigenbogen etwa 150mal über ein Kolophoniumstück der bisherigen Art hin-und herstreichen muss, genügen bei dem neuen Presskolophonium zur Erreichung desselben Ergebnisses schon etwa 25 Striche.

   In entsprechendem Masse erleichtert das Kolophonium gemäss der Erfindung selbstverständlich auch das Nachstreichen der Bögen, so dass eine beträchtliche Zeit-und Arbeitsersparnis erzielt und der Haarbezug des Bogens bestens geschont wird. Hinzu kommt der weitere Vorteil, dass das Kolophoniummaterial in viel feinerer und gleichmässigerer Verteilung auf den Haarbezug des Geigenbogens aufgetragen wird als bei Verwendung des üblichen Hartkolophoniums. Ausserdem kann das Kolophonium jetzt weit besser ausgenutzt werden, weil beim Kolophonium gemäss der Erfindung die feinen Kolophoniumteilchen gleichmässig von der Oberfläche des Kolophoniumstückes abgenommen werden, während sich bei dem bisher gebräuchlichen Kolophonium Strichführungen bilden und die seitlichen Teile des Kolophoniumstückes in der Regel schliesslich unverbraucht weggeworfen werden müssen.

   Ferner besteht beim Kolophonium gemäss der Erfindung die vorteilhafte Möglichkeit, nicht nur die Feinheit der einzelnen Kolophoniumteilchen beliebig zu verändern, sondern auch den Grad der Festigkeit des Kolophoniumstückes durch mehr oder weniger starkes Pressen   willkürlich   zu regeln und so den   Wünschen   der Kundschaft in bezug auf die Zusammensetzung und Härte des Kolophoniums weitgehend Rechnung zu tragen. 



   Eine weitere wertvolle Eigenschaft dieses Kolophonium ist seine Witterungsbeständigkeit. Es lässt sich unabhängig von Witterungseinflüssen jederzeit gleichmässig gut abstreichen, was auch bei den besten der bisher bekannten Hartkolophonen bekanntlich nicht der Fall ist. 



   Dieses Kolophonium wird erfindungsgemäss in der Weise hergestellt, dass das   handelsübliche   gegossene Kolophonium durch Zermahlen, Zerstossen, Pressen oder in anderem geeigneten Verfahren zu Kolophoniumstaub oder-mehl zerkleinert wird. Die so gewonnene Kolophoniummasse wird sodann wieder in eine feste Form überführt, u. zw. entweder durch eine mechanische Behandlung, d. h. durch Druck, gegebenenfalls unter Zusetzen eines geeigneten Bindemittels, welches sich mit dem Kolophoniumstaub entweder nur vermengt oder mit ihm eine chemische Verbindung eingeht. 



   Als besonders zweckmässige Art der mechanischen Behandlung hat sich das Zusammenpressen des Kolophoniumstaubes erwiesen. Hiefür bringt man die lose Kolophoniummasse in ein röhrenförmiges Gesenk und drückt sie mit Hilfe eines Pressstempels so weit zusammen, bis die einzelnen Staubteilchen zu einem festen Körper vereinigt sind und dieser Körper die gewünschte Härte und Festigkeit besitzt. 



  Die klebrige Beschaffenheit der feinen Kolophoniumstaubteilchenist dabei der Erreichung des erstrebten Zweckes sehr förderlich. 



   Auf diese Weise können Kolophoniumstücke beliebiger Querschnittsform und beliebiger Höhe hergestellt werden. Für die Herstellung grösserer Mengen empfiehlt es sich, ein tieferes Gesenk zu verwenden, und die so erhaltene Presskolophoniumstange dann in ihrer Querrichtung zu Kolophoniumstücken der   gewünschten   Grösse durch Zersägen oder Zerschneiden zu unterteilen. Mit   Rücksicht   auf ein erleichtertes Ablösen des   Presskolophoniumstückes   aus dem Pressgesenk ist eine kreisrunde Querschnittsform des Gesenkes zu bevorzugen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kolophonium zum Bestreichen von Geigenbögen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass es aus Kolophoniumstaub oder-mehl besteht und durch Pressen gegebenenfalls unter Zusetzen eines geeigneten Bindemittels zu einem festen Körper geformt ist. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung des Kolophoniums nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Kolophoniumpressmasse in einem einerseits geschlossenen, röhrenförmigen Hohlraum zusammengedrückt und die auf diese Weise gewonnene Pressstange in der Querrichtung zu Kolophoniumstücken der gewünschten Grösse zersägt oder zerschnitten wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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