DE101207C - - Google Patents
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23D—EDIBLE OILS OR FATS, e.g. MARGARINES, SHORTENINGS OR COOKING OILS
- A23D7/00—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines
- A23D7/02—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines characterised by the production or working-up
- A23D7/04—Working-up
- A23D7/05—Working-up characterised by essential cooling
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Description
ίΚ\
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 53: Nahrungsmittel.
LUDWIG BAPTISTE DONKERS in ANTWERPEN. Kühlverfahren für Kunstbutter.
Patenürt im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1898 ab.
Die gebräuchliche Art, künstliche Butter und andere ähnliche Fettgemenge zum Erstarren zu
bringen, besteht darin, dafs man in die flüssigen Fette einen Strom stark gekühlten Wassers oder
stark gekühlter Milch einführt. Diese Behandlungsweise ist insofern für die Margarine schädlich,
als sie Gelegenheit zu Geschmacksveränderungen und Infectionen durch Bacterien bietet.
Man hat auch bereits versucht, z. B. durch Verstäuben der flüssigen Fette, ein plötzliches
Abschrecken und schnelles Abkühlen zu erreichen. Indefs hat auch diese Methode verschiedene
Uebelstände, von denen die Schaffung einer grofsen Oxydationsoberfläche, wie die
Unmöglichkeit, im gröfsten Mafsstabe zu arbeiten, die wesentlichsten sind.
Das vorliegende Verfahren vermeidet diese Uebelstände dadurch, dafs die geschmolzene
Fettmasse mittels einer Art Giefsmaschine auf eine stark gekühlte Oberfläche ausgebreitet und
nach dem Erstarren von derselben Maschine wieder von der Oberfläche abgenommen wird.
Die stark gekühlte Oberfläche kann sowohl direct die Oberfläche einer gefrorenen Flüssigkeit,
wie Wasser oder Milch, sein, es kann aber auch eine Glas- oder Metallplatte Verwendung
finden, welche an ihrer Unterseite in bekannter Weise stark gekühlt wird.
Der für das Verfahren benutzte Apparat besteht im Wesentlichen aus . einem über der
gekühlten Oberfläche auf Schienen fahrbaren Waagen, welcher an seinem unteren Ende mit
verschliefsbaren Auslaufhähnen versehen ist, und an welchem sich ferner ein verstellbarer
Schaber zur Abnahme der erstarrten Fette befindet.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 der vollständige Apparat im Längsschnitt
und in der Ansicht dargestellt.
A ist ein aus verzinntem Eisenblech oder Cement bestehendes Reservoir, in welchem die
Röhren B angeordnet sind. Das Reservoir A dient zur Aufnahme des Kühlmittels, z. B.
Wasser oder Milch, aus welchem die kühlende Oberfläche gebildet wird. Durch die Röhren B
circulirt das Gefriermittel, z. B. Ammoniak, Kohlensäure, Salzwasser u. s. w. C ist das
Misch- und Butterfafs, in welchem die Margarine hergestellt wird. Aus dem Butterfafs C fliefst
das flüssige Fett durch die Röhre L in den auf Schienen fahrbaren Wagen D und aus
diesem bei geöffnetem Ausflufs N auf die kühlende Oberfläche. Es wird nun zunächst
der Wagen D mit Fettmasse gefüllt, sodann durch Drehung der Kurbeln M der Ausflufs N
geöffnet und der Wagen langsam über der Kühloberfläche hinweggeführt. Die aus dem
Wagen ausfliefsende Fettmasse breitet sich in ganz gleichmäfsiger Schicht auf der Kühloberfläche
aus und erstarrt sofort. Sobald der Wagen leer ist, wird er zu seinem Ausgangspunkt
zurückgebracht und der verstellbare Schaber E so weit gesenkt, dafs er die Kühloberfläche
gerade berührt; hierauf wird der Wagen wiederum vorwärts (nach rechts) bewegt. Der Schaber nimmt alsdann die erstarrte
Fettmasse von der Gefrierfläche ab und schiebt sie vor sich her, bis zu einer am Ende angeordneten
Platte F, von der die Fettschicht dann in den Knettrog G gelangt. Nachdem
so die Gefrierschicht wieder frei gelegt ist, wird mittels des Wagens wiederum eine neue
Fettschicht ausgebreitet, und das Spiel wiederholt sich wie oben.
Das Verfahren hat den grofsen Vorzug der beliebigen Leistungsfähigkeit, und es gestattet,
auf lediglich mechanischem und automatischem Wege jedes Quantum künstlichen Fettes zum
Erstarren zu bringen. Es kann ferner ohne jede Betriebsunterbrechung gearbeitet werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Kühlverfahren für Kunstbutter, dadurch gekennzeichnet, dafs die flüssigen Fette mittels eines fahrbaren Apparates auf einer stark gekühlten Oberfläche, sei es einer Eisschicht oder einer gekühlten Metall- oder Glasscheibe, ausgebreitet und nach dem Erstarren mittels desselben Apparates von der Kühlfläche abgehoben werden.Zur Ausführung des in Anspruch ι gekennzeichneten Verfahrens die Benutzung eines fahrbaren Giefsapparates, an dem ein Schaber angeordnet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE101207C true DE101207C (de) |
Family
ID=371941
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT101207D Active DE101207C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE101207C (de) |
-
0
- DE DENDAT101207D patent/DE101207C/de active Active
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