DE10113640C1 - Karde - Google Patents

Karde

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DE10113640C1 DE2001113640 DE10113640A DE10113640C1 DE 10113640 C1 DE10113640 C1 DE 10113640C1 DE 2001113640 DE2001113640 DE 2001113640 DE 10113640 A DE10113640 A DE 10113640A DE 10113640 C1 DE10113640 C1 DE 10113640C1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Karde (1) zur Parallelisierung von Fasern (2) mit einem Tambour (3), auf dessen Mantelfläche die Fasern (2) in Umfangsrichtung umlaufend angeordnet sind und mit Deckelstäben (7) zur Aufnahme von Garnituren (8), deren Kammstrukturen (10) in Eingriff mit den Fasern (2) stehen. Die Garnituren (8) weisen jeweils einen flexiblen Grundkörper auf, von deren Oberseiten die Kammstrukturen (10) hervorstehen. Der Grundkörper ist auf der Oberseite eines Aufsatzes (11) aufgebracht, wobei die Oberseite eine vorgegebene Anzahl von in Längsrichtung des Aufsatzes (11) verlaufende Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien aufweist. Der Aufsatz (11) ist mit der Garnitur (8) auf der Oberseite des jeweiligen Deckelstabes (7) fixiert.

Description

Die Erfindung betrifft eine Karde gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Fixierung von Garnituren an Deckelstäben einer Karde ge­ mäß dem Oberbegriff des Anspruchs 15.
Eine derartige Karde dient zur Parallelisierung von Fasern, insbesondere Baumwollfasern. Die Fasern werden in Bündeln in Längsrichtung ausgerichtet auf einem Tambour geführt und liegen dabei auf dessen Mantelfläche auf. Der Tambour weist die Form einer zylindrischen Walze auf, die horizontal liegend gelagert ist.
Die in Umfangsrichtung auf dem Tambour geführten Fasern stehen in Eingriff mit Garnituren, die an Deckelstäben fixiert sind. Die einzelnen Garnituren wei­ sen Kammstrukturen in Form von metallischen Nadelkämmen auf.
Dabei ist jede Garnitur an der Unterseite eines Deckelstabs befestigt, wobei die Abmessungen der Deckelstäbe an die Abmessungen der Garnituren angepasst sind. Die Deckelstäbe mit den Garnituren werden an einer Kardierschiene ge­ führt, die über ein Walzensystem bewegt wird.
Die Garnituren verlaufen in Längsrichtung des Tambours entgegen der Bewe­ gungsrichtung des Tambours dicht oberhalb dessen Oberfläche, so dass durch die Kammstrukturen die Fasern gekämmt und in Längsrichtung ausgerichtet werden.
Die Deckelstäbe weisen typischerweise eine ebene Unterseite auf, auf welcher jeweils eine Garnitur aufliegt. Die Garnitur ist an die Oberfläche des Deckelstabes angepasst, so dass dementsprechend die Oberfläche der Kammstruktur in einer Ebene verläuft.
Da die Mantelfläche des Tambours zylindrisch ausgebildet ist und daher eine vorgegebene Krümmung aufweist, liegen die ebenen Kammstrukturen der Gar­ nituren in ihrem Zentrum sehr dicht an der Mantelfläche des Tambours an, wo­ gegen sich der Abstand zwischen den Kammstrukturen und der Mantelfläche zu den Rändern der Garnituren hin kontinuierlich vergrößert.
Dementsprechend ist die Kardierwirkung einer Garnitur in ihrem Zentrum am größten und nimmt zu ihren Rändern hin ab. Die Kardierwirkung ist somit auf einen relativ kleinen Abschnitt der Oberfläche der Garnitur begrenzt. Entspre­ chend gering ist der Wirkungsgrad der Kardierwirkung. Weiterhin ist bekannt, die Garnitur in einem geringen Anstellwinkel zu neigen. Dadurch wird erreicht, dass die Kardierfläche der Garnitur während eines Umlaufes des Deckelstabes in schmalen Bereichen der Kammstrukturen wirksam wird, wobei diese Berei­ che wandern können und über die gesamte Fläche der Garnitur verteilt sein können.
Um dennoch eine ausreichende Kardierwirkung zu erreichen, kann prinzipiell auch der Abstand der Garnituren zum Tambour so gewählt werden, dass die Kammstrukturen in den Zentren der Garnituren sehr dicht an der Mantelfläche des Tambours anliegen.
Nachteilig hierbei ist jedoch, dass durch den geringen Abstand zwischen den Kammstrukturen und der Mantelfläche des Tambours die Fasern in diesen Zwi­ schenräumen stark beansprucht werden, so dass bei empfindlichen Faserstruk­ turen, insbesondere langstapeligen Baumwollfasern erhebliche Beschädigungen auftreten können. Insbesondere können die langstapeligen Baumwollfasern beim Durchgang durch die Karde reißen, was zu erheblichen Qualitätseinbußen der Fasern führt.
Prinzipiell kann auch, wie in der DE 78 11 691 U1 beschrieben, die Oberseite ei­ nes Deckelstabes eine an die Krümmung des Tambours angepasste konkave Krümmung aufweisen. Damit wird erreicht, dass der Abstand zwischen dem Tambour und der Garnitur im Wesentlichen konstant ist. Trotz der dadurch erzielten Vergrößerung der für den Kardierprozess wirksamen Fläche zwischen Garnitur und Tambour ist die dabei erzielte Kardierwirkung dennoch unzurei­ chend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Karde der eingangs genannten Art so auszubilden, dass bei hoher Kardierwirkung gleichzeitig eine schonende Behandlung der Fasern gewährleistet ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale der Ansprüche 1 und 15 vorge­ sehen. Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Die erfindungsgemäße Karde zur Parallelisierung von Fasern weist einen Tam­ bour auf, auf dessen Mantelfläche die Fasern in Umfangsrichtung umlaufend angeordnet sind. Deckelstäbe dienen zur Aufnahme von Garnituren, deren Kammstrukturen in Eingriff mit den Fasern stehen. Die Garnituren weisen je­ weils einen flexiblen Grundkörper auf, von deren Oberseite die Kammstruktu­ ren hervorstehen. Der Grundkörper ist auf der Oberseite eines Aufsatzes aufge­ bracht. Die Oberseite weist eine vorgegebene Anzahl von in Längsrichtung des Aufsatzes verlaufenden Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien auf. Der Aufsatz ist mit der Garnitur auf der Unterseite des jeweiligen Deckelstabes fixiert.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch ein möglichst dichtes Führen der Garnituren in möglichst gleichmäßigem Abstand zur Tambourober­ fläche zwar die effektive Kardierfläche erhöht wird, nicht jedoch die Kardier­ wirkung.
Erfindungsgemäß ist die Oberfläche eines Aufsatzes, auf welcher der flexible Grundkörper einer Garnitur aufliegt, nicht als ebene Fläche oder Fläche mit homogener Krümmung ausgebildet. Vielmehr sind vorzugsweise zwei oder mehrere in Längsrichtung der Garnitur verlaufende Abgangsaufnahmeschwer­ punktlinien vorgesehen, welche vorzugsweise in Form von lokalen Erhöhungen der Oberseite des Aufsatzes gebildet sind. An diesen Abgangsaufnahme­ schwerpunktlinien wird eine verstärkte Kardierwirkung erhalten. Durch eine geeignete Anzahl von Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien sowie durch eine geeignete geometrische Ausbildung der Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien wird insbesondere eine stark erhöhte Nissenauflösung erhalten, das heißt in den Fasern enthaltene Faserelemente in Form kleiner Partikel werden mittels der Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien mit hohem Wirkungsgrad ausgekämmt. Auch wird an den Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien ein erhöhter Austrag an Deckelputz, das heißt eine Entfernung von in den Fasern enthaltenen Schmutz­ resten und dergleichen erhalten.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Ausbildung der Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien durch eine geeignete Formgebung der Oberseiten der Aufsätze flexibel vorgegeben werden kann. Beispielsweise kann die Oberseite eines Aufsatzes eine Wellenform aufweisen, wobei die einzelnen Wellenkämme die Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien bilden. Ebenso kann die Oberseite eines Aufsatzes aufeinander zulaufende Schrägflächen aufweisen, an deren Grenzlinien die Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien bildende Absät­ ze vorgesehen sind.
Prinzipiell können die Aufsätze aus Metall bestehen. Besonders vorteilhaft bestehen die Aufsätze aus Kunststoff, bei welchen die Oberseite nahezu belie­ big frei gestaltbar ist.
Die Aufsätze selbst werden auf die vorzugsweise ebenen Oberseiten der De­ ckelstäbe aufgesetzt und an diesen mittels Befestigungsmitteln reversibel lösbar befestigt.
Zum Auswechseln von Aufsätzen und damit auch zur Veränderung der Struk­ turen der Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien können die Aufsätze auf einfa­ che Weise an den Deckelstäben ausgetauscht werden.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die Aufsätze auch ebene Auflageflächen zur Aufnahme der Garnituren aufweisen.
Zur Erzeugung der Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien wird dann die Kamm­ struktur einer Garnitur in unterschiedlichen Zonen unterschiedlich geschliffen, so dass die Kammstrukturen in verschiedenen Zonen unterschiedliche Höhen aufweisen. Dadurch entsteht an der Grenzlinie zwischen zwei Zonen ein Ab­ satz in den Kammstrukturen, welche eine Abgangsaufnahmeschwerpunktlinie bildet.
Erfindungsgemäß werden die Garnituren mittels einer Schweißklebung an den Oberseiten der Aufsätze fixiert. Durch dieses Verfahren wird ein sicherer Halt der Garnituren an den Aufsätzen erhalten. Dabei ist insbesondere gewährleistet, dass die flexiblen Grundkörper der Garnituren dicht an den strukturierten Ober­ flächen der Aufsätze anliegen. Besonders vorteilhaft ist, dass bei Anbringen der Garnituren auf die Aufsätze mittels Schweißklebung Beschädigungen der Gar­ nituren ausgeschlossen sind.
Die Erfindung wird im nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Schematische Darstellung einer Karde zur Parallelisierung von Fasern.
Fig. 2 Ausschnitt der Karde gemäß Fig. 1 mit in Eingriff mit den Fasern stehenden, mittels Aufsätzen an Deckelstäben befes­ tigten Garnituren.
Fig. 3-5 Verschiedene Ausführungsformen von Aufsätzen gemäß Fig. 2.
Fig. 6 Draufsicht auf eine an Deckelbögen seitlich geführte Garni­ tur.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Karde 1 zur Parallelisierung von Fasern 2, insbesondere Baumwollfasern.
Die Karde 1 weist einen Tambour 3 auf, der in Form einer zylindrischen Walze 5 ausgebildet ist, deren Längsachse in horizontaler Richtung liegt. Der Tam­ bour 3 ist um eine in der Längsachse verlaufenden Drehachse drehbar gelagert und wird mittels nicht dargestellten Antrieben in eine Drehbewegung versetzt.
An die Oberseite der Mantelfläche des Tambours 3 schließt eine Kardierschie­ ne 4 an, die über ein Walzensystem angetrieben wird. Die Walzen 5, 5a des Walzensystems sind so angeordnet, dass über ein Winkelsegment von nahezu 180° die Kardierschiene 4 in geringem Abstand zur Mantelfläche geführt ist und dabei in Umfangsrichtung des Tambours 3 verläuft.
Über eine Einführvorrichtung mit einem Einführschuh 6 werden die Fasern 2 auf den Tambour 3 geführt. Die Fasern 2 werden dabei als Faserbündel in Um­ fangsrichtung auf der Mantelfläche des Tambours 3 aufliegend geführt.
Wie aus dem in Fig. 2 dargestellten Ausschnitt der Karde 1 ersichtlich ist, werden dabei die Fasern 2 zwischen der Mantelfläche des Tambours 3 und an Deckelstäben 7 gelagerten Garnituren 8 geführt.
Die Deckelstäbe 7 weisen Führungen 7a auf und sind in geringen Abständen hintereinander liegend an der Kardierschiene 4 angeordnet. Die Längsachsen der Deckelstäbe 7 verlaufen in Längsrichtung des Tambours 3.
Die Garnituren 8 weisen Abmessungen auf, welche den Auflageflächen 16 der Unterseiten der Deckelstäbe 7 entsprechen. Sie weisen flexible Grundkörper aus streifenförmigen, langstapeligen und bahnenförmigen Stofflagen 9 auf, von deren Oberseiten Kammstrukturen 10 abstehen. Alternativ können die Grund­ körper von flexiblen, streifenförmigen Gummi- oder Kunststoffschichten ge­ bildet sein. Die Kammstrukturen 10 sind von metallischen Nadelkämmen ge­ bildet, die sich nahezu über die gesamte Oberfläche der Garnitur 8 erstrecken. Wie aus Fig. 2 ersichtlich sind die einzelnen Nadeln dieser Nadelkämme i­ dentisch ausgebildet und in regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet. Prinzipiell kann eine Kammstruktur 10 auch Nadelkämme mit unterschiedli­ chen Nadeln aufweisen, die gegebenenfalls in unregelmäßigen Abständen an­ geordnet sind.
Diese Kammstrukturen 10 stehen in Eingriff mit den auf dem Tambour 3 ge­ führten Fasern 2. Dadurch werden die Fasern 2 in Längsrichtung gekämmt und somit parallel ausgerichtet.
Erfindungsgemäß sind die Garnituren 8 nicht unmittelbar an den Deckelstäben 7 sondern an Aufsätzen 11 fixiert, welche an den Deckelstäben 7 befestigt sind.
Die Aufsätze 11 bestehen aus Metall oder besonders bevorzugt aus Kunststoff. Der Querschnitt der Aufsätze 11 entspricht dem rechteckigen Querschnitt der Garnituren 8, wobei die Aufsätze 11 eine ebene Unterseite aufweisen, mit wel­ cher diese auf der ebenfalls ebenen Unterseite der Deckelstäbe 7 aufliegen. Die Garnituren 8 sind an der Oberseite der Aufsätze 11 fixiert.
Die Aufsätze 11 sind an den Deckelstäben 7 mittels Befestigungsmitteln 12 reversibel lösbar befestigt, das heißt die Befestigungsmittel 12 können zerstö­ rungsfrei gelöst werden, um einen Aufsatz 11 an einem Deckelstab 7 auszutau­ schen. Die Befestigungsmittel 12 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel von Spangen gebildet, welche an den Seitenwänden eines Deckelstabs 7 und des darauf liegenden Aufsatzes 11 anliegen.
Die Oberseiten der Aufsätze 11 weisen eine Profilierung auf, die derart ausge­ bildet ist, dass die Oberseiten der Aufsätze 11 und damit die darauf aufge­ brachten Garnituren 8 eine vorgegebene Anzahl von Abgangsaufnahme­ schwerpunktlinien aufweisen.
Diese Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien sind von in Längsrichtung der Auf­ sätze 11 lokalen Erhöhungen gebildet. In den Bereichen der Abgangsaufnah­ meschwerpunktlinien wird eine verstärkte Kardierwirkung erhalten, da durch den geringen Abstand der jeweiligen Garnitur 8 zur Tambouroberfläche ein verstärkter Eingriff der Kammstrukturen 10 in die Fasern 2 erhalten wird. Die Struktur der Oberseite eines Aufsatzes 11 ist dabei in dessen Längsrichtung konstant. Insbesondere verlaufen die Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien in Längsrichtung des Aufsatzes 11, wobei bevorzugt wenigstens zwei Abgangs­ aufnahmeschwerpunktlinien pro Aufsatz 11 vorgesehen sind.
In den Fig. 3-5 sind verschiedene Aufsätze 11 mit unterschiedlichen Aus­ bildungen von Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien dargestellt. Der Aufsatz 11 gemäß Fig. 3 weist an den längsseitigen Rändern Erhöhungen auf, an welche sich jeweils eine konkav gekrümmte Fläche anschließt. Die an der Oberseite des Aufsatzes 11 liegenden gekrümmten Flächen laufen zum Zentrum des Auf­ satzes 11 aufeinander zu. Der dadurch gebildete Wellenkamm 13 bildet eine erste Abgangsaufnahmeschwerpunktlinie. Entsprechend der Relativbewegung der Fasern 2 zu der auf dem Aufsatz 11 aufgebrachten Garnitur 8 sammeln sich die Fasern 2 verstärkt an einer Flanke des Wellenkamms 13 und im Bereich eines der erhöhten Ränder des Aufsatzes 11, welcher eine weitere Abgangsauf­ nahmeschwerpunktlinie bildet.
Fig. 4 zeigt eine Abwandlung des Aufsatzes 11 gemäß Fig. 3. In diesem Fall weist die Oberseite des Aufsatzes 11 eine wellenförmige Kontur auf, wobei wiederum die Wellenkämme 13' und ein längsseitiger erhöhter Rand des Auf­ satzes 11 die Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien bilden.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Aufsatzes 11. Dieser weist an seiner Oberseite zwei aufeinander zulaufende Schrägflächen auf, die durch einen Absatz 14 getrennt sind. Hier bilden der Absatz 14 und ein erhöhter Rand des Aufsatzes 11 die Abgangsaufnahmeschwerpunktlinie. Vorteilhaft können die aufeinander zulaufenden Schrägflächen des Aufsatzes 11 auch leicht ge­ krümmt sein.
Erfindungsgemäß wird eine Garnitur 8 mittels Schweißklebung an der Ober­ seite des Aufsatzes 11 fixiert.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich werden die Garnituren 8 an der Kar­ dierschiene 4 geführt, die die Walzen 5, 5a in entgegengesetzter Richtung zur Bewegungsrichtung des Tambours 3 umläuft. Prinzipiell können die Kardier­ schienen 4 auch in gleicher Bewegungsrichtung wie der Tambour 3 umlaufen.
Die am Einführschuh 6 der Einführvorrichtung auslaufenden Fasern 2 laufen im Bereich eines Einführspalts in den schmalen Zwischenraum zwischen den Garnituren 8 und der Mantelfläche des Tambours 3 ein.
Der Bereich des Einführspalts ist in Fig. 2 mit der Bezugsziffer a gekenn­ zeichnet.
Die Garnitur 8 im Bereich des Einführspalts ist somit die erste Garnitur 8, die in Eingriff mit den Fasern 2 steht. Um ein Einführen der Fasern 2 in den Zwi­ schenraum zwischen dieser Garnitur 8 und der Mantelfläche zu erleichtern, ist der Abstand dieser Garnitur 8 zum Tambour 3 gegenüber den Abständen der nachfolgenden in Eingriff mit den Fasern 2 stehenden Garnituren 8 etwas ver­ größert. Dies wird dadurch erreicht, dass die jeweilige im Einführspalt befind­ liche Garnitur 8 etwas angehoben wird.
Zur Anhebung der Garnitur 8 im Bereich des Einführspalts ist die Anordnung gemäß Fig. 6 vorgesehen. Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt von zwei parallel, in Abstand zueinander verlaufenden Deckelbögen 1 S. die seitlich an der als Transportwalze ausgebildeten Walze 5a angeordnet sind. Die Deckelbögen 15 weisen jeweils eine Auflagefläche 16 auf, auf welche von den Seitenrändern des Deckelstabs 7 hervorstehende Stäbe 17 aufliegen. Dabei ste­ hen von jedem Seitenrand jeweils zwei parallel verlaufende Stäbe 17 hervor, welche den Führungen 7a gemäß Fig. 2 entsprechen. Die Stäbe 17 sind vor­ zugsweise zylindrisch ausgebildet und liegen über nahezu die gesamte Breite der Auflagefläche 16 auf dem jeweiligen Deckelbogen 15 auf.
Am Ort des Einführspalts ist auf den Auflageflächen 16 der Deckelbögen 1 S jeweils eine Kulisse 18 vorgesehen. Jede Kulisse 18 bildet eine lokale Erhö­ hung der Auflagefläche 16 und erstreckt sich über die gesamte Breite des je­ weiligen Deckelbogens 15. Die Kulissen 18 erstrecken sich jeweils nur über einen kurzen Längenabschnitt des jeweiligen Deckelbogens 15. Zweckmäßi­ gerweise ist die Länge der Kulisse 18 kleiner als die Ausdehnung eines Deckel­ stabs 7 in dessen Transportrichtung.
Die Kulissen 18 weisen jeweils in ihrem Zentrum die größte Höhe auf. Die Höhe der Kulisse 18 vermindert sich kontinuierlich zu ihren vorderen und hin­ teren Rändern hin und münden schließlich kontinuierlich in die ebene Auflagefläche 16 ein. Dadurch ist gewährleistet, dass der Deckelstab 7 bei Überqueren der Kulisse 18 auf einer kontinuierlichen Bahn verläuft.
Sobald die Stäbe 17 an der Vorderseite des Deckelstabes 7 über die Kulisse 18 geführt sind, wird das Vorderende des Deckelstabs 7 angehoben. Dadurch wird im Bereich des Einführspalts der Abstand zwischen dieser Garnitur 8 und der Mantelfläche so vergrößert, dass die Fasern 2 ohne Widerstand zwischen die Garnitur 8 und die Mantelfläche des Tambours 3 geführt werden.
Durch eine geeignete Wahl der Höhe der Kulissen 18 kann auf einfache Weise vorgegeben werden, wie weit die jeweilige Garnitur 8 von der Oberfläche des Tambours 3 abgehoben wird.
Durch eine geeignete Vorgabe der Ausdehnung der Kulissen 18 in Längsrich­ tung der Deckelbögen 15 und/oder eine entsprechende Dimensionierung der Führungen 7a an den Deckelstäben 7 kann auf einfache Weise vorgegeben werden, über welchen Bereich der Deckelstab 7 im Bereich des Einfuhrspalts angehoben wird.
Bezugszeichenliste
1
Karde
2
Fasern
3
Tambour
4
Kardierschiene
5
Walze
5
a Walze
6
Einführschuh
7
Deckelstäbe
7
a Führung
8
Garnituren
9
Stofflagen
10
Kammstrukturen
11
Aufsätze
12
Befestigungsmittel
13
Wellenkamm
13
' Wellenkämme
14
Absatz
15
Deckelbögen
16
Auflagefläche
17
Stäbe
18
Kulisse
a Bereich des Einführspalts

Claims (15)

1. Karde zur Parallelisierung von Fasern mit einem Tambour, auf dessen Mantelfläche die Fasern in Umfangsrichtung umlaufend angeordnet sind, und mit Deckelstäben zur Aufnahme von Garnituren, deren Kammstruk­ turen in Eingriff mit den Fasern stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Garnituren (8) jeweils einen flexiblen Grundkörper aufweisen, von deren Oberseite die Kammstrukturen (10) hervorstehen, dass der Grundkörper auf der Oberseite eines Aufsatzes (11) aufgebracht ist, wobei die Ober­ seite eine vorgegebene Anzahl von in Längsrichtung des Aufsatzes (11) verlaufenden Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien aufweist und dass der Aufsatz (11) mit der Garnitur (8) auf der Unterseite des jeweiligen De­ ckelstabes (7) fixiert ist.
2. Karde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper einer Garnitur (8) von einer streifenförmigen Stofflage (9) oder einer streifenförmigen Gummischicht oder Kunststoffschicht gebildet ist.
3. Karde nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Garnitur (8) durch Schweißklebung an der Oberseite des Aufsatzes (11) fixiert ist.
4. Karde nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (11) aus Kunststoff oder aus Metall besteht.
5. Karde nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien von lokalen Erhöhungen der Ober­ seite des Aufsatzes (11) gebildet sind.
6. Karde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Aufsatzes (11) eine Wellenform aufweist, wobei die Wellenkämme (13) die Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien bilden.
7. Karde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Aufsatzes (11) aufeinander zulaufende Schrägflächen aufweist, wobei zwischen den aneinander angrenzenden Längsseiten der Schrägflächen ein eine Abgangsaufnahmeschwerpunktlinie bildender Absatz (14) liegt.
8. Karde nach einem der Ansprüche 5-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur der Oberseite des Aufsatzes (11) in dessen Längsrichtung kon­ stant ist.
9. Karde nach einem der Ansprüche 5-8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (11) wenigstens zwei Abgangsaufnahmeschwerpunktlinien auf­ weist.
10. Karde nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammstrukturen (10) Zonen unterschiedlicher Schliffe aufweisen, wobei die Absätze an den Grenzlinien zweier Zonen jeweils eine Abgangsauf­ nahmeschwerpunktlinie bilden.
11. Karde nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (11) eine ebene Unterseite aufweist, welche auf der ebenen Unterseite des Deckelstabes (7) aufliegt.
12. Karde nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckelstab (7) und der Aufsatz (11) identische Auflageflächen (16) aufweisen.
13. Karde nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (11) mit der darauf aufgebrachten Garnitur (8) an dem jewei­ ligen Deckelstab (7) mittels Befestigungsmitteln (12) reversibel lösbar befestigt ist.
14. Karde nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Befesti­ gungsmittel (12) von an den Seitenwänden des Deckelstabs (7) und des Aufsatzes (11) anliegenden Spangen gebildet sind.
15. Verfahren zur Fixierung von Garnituren an Deckelstäben einer Karde gemäß einem der Ansprüche 1-14, gekennzeichnet durch folgende Ver­ fahrensschritte:
  • - Fixieren einer auf der Oberseite eines Aufsatzes (11) aufliegenden, ei­ nen flexiblen Grundkörper mit darauf angeordneten Kammstrukturen (10) aufweisenden Garnitur (8) durch Schweißklebung,
  • - anschließendes mechanisches Fixieren des Aufsatzes (11) mit der dar­ auf aufgebrachten Garnitur (8) am Deckelstab (7).
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