DE100896C - - Google Patents

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DE100896C
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piston
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N15/00Lubrication with substances other than oil or grease; Lubrication characterised by the use of particular lubricants in particular apparatus or conditions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom al. Dezember 1897 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbstthätige OeI - Schmiervorrichtung für Wellen- und Zapfenlager, und zwar auf ein Rührwerk, um Stoffe, welche die Klebrigkeit des gebräuchlichen Schmieröles vermehren, z. B. Graphit, mit dem Schmieröl zu vermischen.
Die Vorrichtung selbst besteht aus einem Oelgefäfs a mit unterem Auslauf αΛ, innerem Verdrängerkolben b und einem Differentialschneckenantrieb für den Kolben und das Rührwerk.
Der centrale Kolben b hängt an einer Schraubenspindel έ1, die in zwei über einander liegenden Schneckenrädern c1 c2 steckt. Beide Räder arbeiten mit derselben Schnecke d zusammen und werden oben im Oelgefäfs gegen axiale Verschiebung festgehalten. Die Zähnezahl der beiden Schneckenräder mit gleichem Theilkreis ist um ein Geringes verschieden, beispielsweise hat das eine Rad cl 40 Zähne und das andere Rad c2 41 Zähne. Das Rad mit gröfserer Zähnezahl bezw. kleinerer Theilung, also c'2, ist mit der Spindel b1 durch Feder und Nuth gepaart, während das andere Rad c1 mit Muttergewinde auf der Spindel sitzt. Der Unterschied in der Theilung beider Räder ist so gering, dafs die Räder mit derselben Schnecke zusammen arbeiten können, wenn der Eingriff ein wenig ungenau ist.
Die nach aufsen ragende Welle der Schnecke d trägt irgend einen Antrieb, z. B. ein Schnurrad dl, welches beim Betrieb in Bewegung gesetzt wird. Hierdurch wird das Schneckengetriebe gleichfalls in Bewegung gesetzt und bewirkt eine Drehung und hierbei eine ganz langsame Verschiebung des Kolbens b nach unten, weil die Spindel b1 in dem Muttergewinde des Schneckenrades c1 durch das andere Schneckenrad a2 um ein äufserst geringes Mafs zurückgehalten und gedreht wird. Dadurch gelangt OeI durch das Rohr α1 ganz allmählich zum Lager.
In dem Mafse, wie das Schmiermittel aus dem Behälter abfliefst, taucht der Kolben tiefer ein, so dafs der Höhenstand des Schmiermittels zum Ablaufrohr a1 immer constant bleibt.
Mit der Spindel bl bezw. mit dem sich drehenden Kolben b ist das Rührwerk verbunden, welches nach Fig. 1 aus einem mittleren Rohr e mit Rührarmen e1 und nach Fig. 3 aus mehreren unsymmetrisch um die Mittelachse des Kolbens angeordneten Rohren / besteht. Das mittlere Rohr e wird durch Prismenpaarung in einem mittleren Kanal des Kolbens geführt, während die Rohre f den Kolben frei durchsetzen. In den Rohrwandungen können Löcher sein, um etwa in die Rohre gelangtes Schmiermittel wieder austreten zu lassen.
Es können auch profilirte Rührstäbe, Spiralen und dergl. als Rührwerke angeordnet sein.
Wenn der Kolben seine tiefste Stellung erreicht hat, mufs die Spindel bl aus dem Muttergewinde des Schneckenrades c1 ausgetreten sein, damit das in Bewegung bleibende Schneckengetriebe den Kolben nicht weiter hinabzudrücken vermag. Zum Wiedereinstellen des Kolbens in seine Hochlage mufs die Spindel zunächst einen gewissen Aufdruck erhalten, damit sie beim Rückwärtsdrehen des Schneckenrades c1 wieder in dessen Muttergewinde eintritt. Der Aufdruck erfolgt durch den Auf-
trieb des Holzkolbefls im OeI und kann durch Federn g unterstützt werden. Ein schnelles Rückdrehen des Rades c1 und Anheben des Kolbens mittels eines Schlüssels nach Abnahme des Gefäfsdeckels ist möglich, nachdem der Befestigungsstift der Schnecke d gelöst, die Schneckenwelle und die Schnecke selbst von den Schneckenrädern entfernt ist. Noch einfacher lä'fst sich die Schnecke aufser Eingriff mit den Rädern bringen, wenn die Welle zusammen mit der Schnecke etwas axial verschoben werden kann.
Trotzdem der Kolben b und die Spindel b1 sich nur sehr langsam abwärts bewegen, sind sie wegen ihrer schnelleren Drehbewegung doch geeignet, das Rührwerk zu bethätigen, welches beständig in Bewegung erhalten werden mufs, wenn den Lagerstellen Schmiermittel zugeführt wird. Es wird also das abfliefsende Schmieröl mit dem Zusatzmittel immer gehörig durchmischt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbstthätige OeI - Schmiervorrichtung mit einem in langsame Abwärtsbewegung und schnellere Umdrehung versetzten Prefskolben, dadurch gekennzeichnet, dafs ein oder mehrere Rührtheile (Rohre, Stäbe, Federn) den Kolben durchsetzen, zum Zwecke, verschiedenartiges Schmiermittel während der Zufuhr zu den Lagerflä'chen durchzurühren und zu mischen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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