DE1007103B - Ruehrwerk fuer Kaesewannen - Google Patents
Ruehrwerk fuer KaesewannenInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J25/00—Cheese-making
- A01J25/06—Devices for dividing curdled milk
Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Rührwerk für langgestreckte Käsewannen beliebigen Quer- und Längsschnittes,
insbesondere mit ebenen Stirnflächen und mit ebenem und gewölbtem Boden.
Es sind Käserei-Rührwerke mit auf einen Käsekessel aufsetzbarer Brücke bekannt, wobei die Brücke
eine horizontale Welle und eine ein Winkelgetriebe aufweisende Antriebsvorrichtung für den Rührer
trägt. Die bekannten Rührwerke sind nur für Rundkessel unter Verwendung jeweils eines Rührers geeignet,
wobei der Nachteil besteht, daß diese Rührwerke nur für den zugehörigen Kessel benutzbar sind.
Außerdem mußten besondere, außerhalb des Käsekessels gelagerte Antriebsmotoren vorgesehen werden.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß außer dem auf die Wannenlängsränder auflegbaren,
zweckmäßig zusammenlegbaren oder zusammenklappbaren Traggestell ein weiterer auf dieses Gestell aufsetzbarer,
den Antriebsmotor mit Getriebe und die Antriebsglieder, beispielsweise unter Vermittlung
eines Riementriebes für zwei oder mehr Rührflügel, tragender Rahmen vorgesehen ist. Hierbei bilden das
auf die Ränder der Wanne auflegbare Traggestell und der eigentliche Rahmen für die Antriebselemente
nebst angehängten Flügeln selbständige Baueinheiten.
Im besonderen besteht das untere, auflegbare Traggestell aus zwei parallelen Haupttragstäben, deren
Länge zweckmäßigerweise etwas länger als die vorkommende breiteste Käsewanne bemessen ist, und aus
zwei parallel angeordneten Querstäben, die mit ihren Enden an die Haupttragstäbe angelenkt sind, wobei
die Länge der Querstäbe etwas länger als der Abstand aller Rührwerke voneinander bemessen ist.
Hierbei können die Haupttragstäbe zwecks Anpassung an die jeweilige Wannenbreite entweder auswechselbar
oder teleskopartig ausgebildet sein. Ferner besitzen die Haupttragstäbe an ihren Enden verschiebbar
und feststellbar gelagerte Begrenzungsglieder, die das Traggestell nach Auflage auf die
Ränder der Wanne an dieser gegen Verschieben sichern.
Vorteilhafterweise sind die Querstäbe relativ eng beieinander vorgesehen, derart, daß der äußere Querstab
knapp vor den einen Enden der Haupttragstangen drehbar gelagert sind. Dadurch wird trotz der
Gelenkverbindungen zur Schaffung eines zusammenklappbaren unteren Traggestells ausreichender freier
Raum für die Antriebswellen der Rührflügel geschaffen.
Weiterhin besitzen die Haupttragstäbe gegebenenfalls einstellbare Begrenzungsglieder für die Lagebegrenzung
des selbständigen Motor- und Getrieberähmens. Diese Begrenzungsglieder sind vorteilhafterweise
so einstellbar ausgebildet bzw. so beschaffen,
Anmelder:
Ferd.KühneK.G.,
Kempten (Allgäu), Klostersteige 18
Emil Grad, Durach (Allgäu),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
daß nach Auflage des Motor-Getriebe-Rahmens die Längsachsen der Rührwerke sich in der Wannenmittellängsachse
befinden. Hierbei kann der Motor-Getriebe-Querrahmenteil, zweckmäßigerweise an dem
den Begrenzungsgliedern entgegengesetzten Ende, Dorne besitzen, die in entsprechende Lochungen in
den Haupttragstäben eingreifen, derart, daß der Rahmen auf die Haupttragstäbe aufsetzbar und auf
diesen so lange verschiebbar ist, bis die Dorne in die Lochungen einrasten. Diese Verschiebbarkeit des
Motor-Getriebe-Rahmens auf den Tragstäben bis zum Anstoß an die Begrenzungsglieder ist auch bei Vermeidung
von Dornen gegeben.
Die Rührflügel sind mit ihren Schäften leicht auswechselbar in Muffen-, Kupplungen od. dgl. der Antriebswellen
des Motors und der Riemenscheiben gelagert, wobei die Muffen oder Kupplungen gleichzeitig
der Höheneinstellung der Flügel dienen können.
Weiterhin ist es im Rahmen der Erfindung zweckmäßig, an den Haupttragstäben oder am Motor-Getriebe-Rahmen
eine in Wannenlängsachse sich erstreckende der Beruhigung der durch die Rührung in
Bewegung befindlichen Käsemasse dienende Platte vorzusehen. Diese Platte ist zweckmäßigerweise als
ein an den Kanten abwärts gekantetes Blech ausgebildet. Die Platte kann an zwei Schäften gehalten
sein, die in Augen auf- und abfahrbar gelagert sind. Diese Augen sind zweckmäßigerweise mit Klemmschrauben,
Exzentern, Knebeln od. dgl. für die Arretierung der Stangen versehen.
Ferner kann je eine Platte zu beiden Seiten des Auflegerahmens vorgesehen sein, um die Beruhigungswirkung zu erhöhen. Die Praxis 'hat aber gezeigt, daß
normalerweise eine Beruhigungsplatte genügt. Es ist sehr vorteilhaft, die Lageraugen für die Tragstangen
der Beruhigungsscheibe um 90° versetzt vorzusehen, um den An- und Ausbau leicht bewerkstelligen zu
können.
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Ferner kann der Auflege rahmen abwärts gerichtete Füße besitzen, die so lang bemessen sind, daß beim
Absetzen des Tragrahmens auf den Fußboden oder eine sonstige Lagerfläche die Antriebswellen bzw.
deren Muffen oder Kupplungen noch einen Abstand gegenüber der Abstellfläche besitzen.
Die Erfindung ist im besonderen wertvoll bei langen Behältern oder Käsewannen üblicher Bauart mit
ebenen Stirnseiten und mit ebenem oder gewölbtem Boden bei Verwendung von zwei oder mehreren auf
einer Traverse angeordneten, senkrechten Rührwerkwellen zum Rühren des Behälterinhaltes bzw. der
Käsemasse. Während bisher Käsewannenrührwerke nur mit zugehörigen, also entsprechend bzw. angepaßt
geformten Käsewannen bekannt waren, die zur Herstellung von nur wenigen Käsesorten: geeignet waren,
ermöglicht das Rührwerk nach der Neuerung das Rühren des Käsebruc'hes auch in gewöhnlichen, handelsüblichen
Käsewannen, welche für die verschiedensten Käsesorten verwendet werden können. Bisher
mußte bei der Herstellung von Schnittkäsen in solchen Wannen der Käsebruch von Hand gerührt
werden. Das erfindungsgemäße Rührwerk ersetzt die bisherige manuelle Tätigkeit. Der wesentliche wirtschaftliche
Vorteil liegt jedoch nicht nur in diesem Umstand, sondern darin, daß nunmehr in gewöhnlichen",
handelsüblichen Käsewannen auch Schnittkäse wirtschaftlich hergestellt werden können.
Das Rührwerk nach der Erfindung kann auf die Wanne überlegbar am oder neben dem Behälterrand
seitlich angelenkt aufklappbar, über der Wanne ortsfest oder auf die Wanne absenkbar angeordnet sein.
Das Traggestell kann bei Nichtbenutzung im zusammengeklappten Zustand weggelegt werden, so· daß es
sehr raumsparend ist.
Die Rührwerkwellen können jede für sich durch ein Motorgetriebe oder gemeinsam von einem Getriebe in
A^erbindung mit geeigneten Übertragungsmitteln angetrieben
sein. Als Motorgetriebe können1 solche mit fester oder veränderlicher Drehzahl verwendet werden.
Es können zwei oder mehrere Rührflügel aus beliebigem Material verwendet werden, wobei es gleichgültig
ist, ob die Drehrichtung bei einem Flügel beispielsweise mit Rechtsdrall rechts oder links gewählt
wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und es bedeutet
Fig. 1 Grundriß einer Wanne mit gewölbtem Boden und senkrechten Stirnwänden mit aufgelegtem Rührwerk,
Fig. 2 Schnitt aA> gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 Schnitt c-d gemäß Fig. 1.
Zur Erreichung einer leichten Handhabung besteht die Tragvorrichtung für das eigentliche Rührwerk
aus den Haupttragstangen 6, an die die Querstangen 4 in den Drehpunkten 5 angelenkt sind. Der Rahmen
für den Rührwerkantrieb besteht aus den Längsstangen 2 und deren Querbalken 7, wobei die vorkragenden
Enden 2' der leichten Tragbarkeit des Rahmens dienen.
Die Länge der gegebenenfalls ausziehbaren Haupttragstangen 6 ist so bemessen, daß sie auf Wannen
verschiedener Breite aufsetzbar sind. Durch die Anlenkung der Querstangen 4 ist das Tragwerk leicht
zusammenlegbar. Dadurch ist der Überlegrahmen 6, 4 bei Aufbewahrung raumsparend. Das Tragwerk 2, 7
für das Rührwerk ist zusammen mit deren Motor 9 und dem Triebwerk eine selbständige bauliche Einheit,
die auf den Stangen 6 bequem verschoben werden kann, und zwar bis zu den beiden Anschlägen 8
der Tragstangen 6.
Auf dem Tragwerk 2, 7 sind das Motorgetriebe 9 für den einen Rührflügel 14 und das Rührwellenlager
10 für einen zweiten Rührflügel 14 gelagert. Letzterer kann von dem Motorgetriebe 9 über Keilriemenscheiben
11 und Keilriemen 12 angetrieben werden. Das Rührwellenlager 10 ist durch die Riemenspannschraube
13 nachstellbar. Die Rührflügel 14 sind mittels Kupplungen oder Muffen 15 leicht lösbar mit den
Antriebswellen verbunden.
Zum Glätten von eventuell auftretenden Wellenbewegungen des Rührgutes ist die Beruhigungsscheibe 16 vorgesehen. Mittels an dieser angeordneter
Augen 17 kann dieselbe an den dem Wanneninhalt entsprechend in der Höhe verstellbaren Stangen 18
ein- oder ausgehängt werden. Die Bohrungsachse des eines Auges 17 ist gegenüber dem anderen um 90°
versetzt, um eine stabile Lage und leichte Handhabung beim Ein- bzw. Aushängen der Beruhigungsscheibe 16 zu erreichen. Die längs verschiebbaren
Stangen 18 sind mit Festhalteschrauben, Knebeln, Exzentern u. dgl. 19 fixierbar.
Die Haupttragstangen 6 tragen an ihren Enden verschiebbare Muffen od. dgl. 3, die nach unten vorkragende
Lappen 3' besitzen, die der jeweiligen Wannenbreite entsprechend einstellbar sind und der
Fixierung des Tragwerkes dienen. Diese Schiebemuffen sind durch Schrauben oder Knebel 3" feststellbar.
Beim Wegstellen des Tragwerkes 4, 6 wird die Beruhigungsplatte 16 abgenommen, und die Stangen 4,6
werden zusammengeklappt. Vorher wird das Tragwerk 2, 7 mit dem Triebwerk nach vorangegangener
Abnahme der Flügel 14 mit deren Schäften 14' abgenommen
und auf den in der Zeichnung nicht dargestellten Füßen des Tragwerkes abgestellt.
Claims (5)
1. Rührwerk für langgestreckte Käsewannen beliebigen Quer- und Längsschnittes, insbesondere
mit ebenen Stirnflächen, mit einem auf die Wannenränder auflegbaren Gestell, dadurch gekennzeichnet,
daß außer einem zusammenlegbar oder -klappbar ausgebildeten unmittelbar auf die Längsränder der Wanne (1) auflegbaren Traggestell
(4, 6) ein weiterer selbständiger auf dieses Gestell (4, 6) aufsetzbarer Rahmen (2, 7) vorgesehen,
ist, der den Antriebsmotor mit Getriebe (9) und die Antriebsglieder (10), beispielsweise
einen Riementrieb (11, 12), für zwei oder mehr Rührflügel (14) trägt.
2. Rührwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Traggestell aus zwei parallelen etwas länger als die vorkommende breiteste Käsewanne
(1) bemessenen, gegebenenfalls teleskopartig ausgebildeten Haupttragstäben (6) und aus
zwei parallelen mit ihren Enden an die Haupttragstäbe (6) angelenkten Querstäben (4) besteht,
deren Länge etwas größer als der Abstand, der im Rahmen (2, 7) gelagerten Rührwerke (14) voneinander
ist.
3. Rührwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haupttragstäbe (6)
einerseits an ihren Enden verschiebbar und feststellbar gelagerte Begrenzungsglieder (3) tragen,
die das Traggestell (4, 6) nach Auflage auf die
Ränder der Wanne (1) an dieser gegen Verschieben sichern, und andererseits weitere Begrenzungsglieder
(8) für die Lagebegrenzung des selbständigen Motor- und Getrieberahmens (2, 7) besitzen.
4. Rührwerk nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Haupttragstäbe
(6) oder an beiden oder am Rahmen (2, 7) eine in Wannenlängsachse sich erstreckende,
der Beruhigung der durch die Rührung in Bewegung befindlichen Käsemasse dienende Platte (16)
vorgesehen ist, die zweckmäßigerweise als ein an den Kanten abwärts gekantetes Blech ausgebildet
ist, wobei die Lageraugen (17) die Tragstangen
(18) der Beruhigungsplatten (16) um 90° versetzt sind.
5. Rührwerk nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflegerahmen
(2, 7) abwärts gerichtete Füße besitzt, die so lang bemessen sind, daß beim Absetzen des Tragrahmens
auf den Fußboden oder eine sonstige Lagerfläche die Antriebswellen bzw. deren Muffen
bzw. Kupplungen (15) noch einen Abstand gegenüber der Abstellfläche besitzen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschriften Nr. 10 820, 47 951, 960.
Schweizerische Patentschriften Nr. 10 820, 47 951, 960.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK25462A DE1007103B (de) | 1955-04-07 | 1955-04-07 | Ruehrwerk fuer Kaesewannen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK25462A DE1007103B (de) | 1955-04-07 | 1955-04-07 | Ruehrwerk fuer Kaesewannen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1007103B true DE1007103B (de) | 1957-04-25 |
Family
ID=7217316
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK25462A Pending DE1007103B (de) | 1955-04-07 | 1955-04-07 | Ruehrwerk fuer Kaesewannen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007103B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH10820A (de) * | 1895-09-07 | 1896-02-15 | Gottfr Spycher | Milchrührwerk |
| CH47951A (de) * | 1909-06-15 | 1910-09-01 | Otto Fleschhut | Mechanisches Rührwerk für Käsekessel |
| CH112960A (de) * | 1925-03-26 | 1926-04-16 | Liechti & Co | Käserei-Rührwerk. |
-
1955
- 1955-04-07 DE DEK25462A patent/DE1007103B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH10820A (de) * | 1895-09-07 | 1896-02-15 | Gottfr Spycher | Milchrührwerk |
| CH47951A (de) * | 1909-06-15 | 1910-09-01 | Otto Fleschhut | Mechanisches Rührwerk für Käsekessel |
| CH112960A (de) * | 1925-03-26 | 1926-04-16 | Liechti & Co | Käserei-Rührwerk. |
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