DE1007014B - Kationaktive Emulgatoren fuer Fettlickeremulsionen zur Behandlung von Haeuten, Fellen und Leder - Google Patents

Kationaktive Emulgatoren fuer Fettlickeremulsionen zur Behandlung von Haeuten, Fellen und Leder

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Publication number
DE1007014B
DE1007014B DEF15641A DEF0015641A DE1007014B DE 1007014 B DE1007014 B DE 1007014B DE F15641 A DEF15641 A DE F15641A DE F0015641 A DEF0015641 A DE F0015641A DE 1007014 B DE1007014 B DE 1007014B
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DE
Germany
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leather
cation
skins
treatment
emulsions
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Pending
Application number
DEF15641A
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English (en)
Inventor
Dr Gerhard Theilig
Dr Hanns-Joachim Grunewald
Dr Walter Pense
Werner Asch
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/18Quaternary ammonium compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C14C9/02Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes using fatty or oily materials, e.g. fat liquoring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents

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Description

  • Kationaktive Emulgatoren für Fettlickeremulsionen zur Behandlung von Häuten, Fellen und Leder Es ist bekannt, Häute, Felle und Leder mit kationaktiven Emulsionen von natürlichen Fetten und Ölen zu behandeln. Mit diesen Emulsionen können teilweise Effekte erzielt werden, die bei Verwendung der bisher im allgemeinen üblichen anionischen Fettemulsionen nicht möglich waren. Als kationaktive Emulgatoren wurden z. B. die Salze von Aminen, quaternäre Ammoniumsalze und andere basische Derivate von natürlichen und synthetischen Fettkörpern vorgeschlagen. Diese Emulgatoren besitzen meist nur geringe Emulgierwirkung und müssen in großer Menge oder aber unter Mitverwendung von nichtionogenen Emulgatoren eingesetzt werden, wenn sie mit wasserunlöslichen Fettkörpern kombiniert werden sollen.
  • Es wurde gefunden, daß sich Thiuroniumsalze hochmolekularer Chlorkohlenwasserstoffe in hervorragender Weise als kationaktive Emulgatoren zur Herstellung von Fettlickeremulsionen zur Behandlung von Häuten, Fellen und Leder eignen. Die als Emulgatoren in Betracht kommenden Thiuroniumsalze hochmolekularer Chlorkohlenwasserstoffe können z. B. nach den in der Patentanmeldung F 15342 IVc/12 o beschriebenen Verfahren gewonnen werden.
  • Die Emulsionen werden in üblicher Weise hergestellt.
  • Zweckmäßig ist es, das Wasser in die Mischung aus Öl und Thiuroniumsalz einzuemulgieren.
  • Mit relativ geringen Mengen an Thiuroniumsalzen lassen sich erhebliche Mengen wasserunlöslicher natürlichter Fette und Öle, wie Tran, Spermöl, Klauenöl, Rizinusöl, Talg usw. sowie Mineralöl oder synthetische Kohlenwasserstoffe bzw. Chlorkohlenwasserstoffe emulgieren. Die erhaltenen Emulsionen sind außerordentlich beständig und eignen sich besonders für die Fettung und den Licker von Chromledern, Lederfasern, Pelzfellen sowie in gewissen Kombinationen zum Abölen und Nachfetten lohgarer Leder.
  • Die mit Thiuroniumsalzen erhaltenen Emulsionen sind geeignet für alle Anwendungsbereiche, in denen kationaktive Fettkörper eingesetzt werden, so z. B. beim Fetten und Lickern von Chromleder und Pelzfellen vor, während und nach der Gerbung, in allen Fällen, in denen eine Reaktion zwischen den kationaktiven Fettkörpern und anionaktiven Substanzen herbeigeführt werden soll, wie z. B. eine Farbvertiefung und Echtheitsverbesserung anionischer Färbungen, die Erzielung oberflächlicher Fettungen auf gewissen Lederarten durch Reaktion zwischen den kationischen Fettstoffen und anionischen Ölen und schließlich die Fixierung anionischer (vegeta bilischer und synthetischer) Gerbstoffe.
  • Beispiel 1 100 kg chromgegerbtes Kalbleder für Velour werden gelickert mit 2 kg einer Emulsion aus 90 Gewichtsteilen chloriertem Kohlenwasserstoff und 10 Gewichtsteilen w, w, -Trichloralkylthiuroniumchlorid, hergestellt nach Beispiel 3 der Patentanmeldung F 15342 IVc/12 o.
  • Die Emulsion, die einen p-Wert von etwa 4,5 aufweist, zieht im Laufe einer Stunde bei 600 C auf das Leder auf. Das Leder wird in üblicher Weise getrocknet, geschliffen und gefärbt; es weist einen feinen Velourschliff und eine sehr tiefe, satte, egale Farbe auf.
  • Beispiel 2 100 kg gepickelte Kalbsblöße werden mit 10 kg eines 260/, Chromoxyd enthaltenden Chromsalzes von 330/, Basizität gegerbt, wobei der Chromgerbflotte eine Emulsion von 1 kg Klauenöl, 2 kg chloriertem Kohlenwasserstoff, 0,3 kg Thiuroniumchlorid aus o, e, w-Tetrachloralkan der durchschnittlichen Kettenlänge C16, 0,2 kg eines hochmolekularen Polyglykoläthers zugesetzt wird.
  • Das Leder kann ohne weitere Fettung in üblicher Weise als Oberleder gefärbt und fertiggestellt werden, wobei mit anionischen Farbstoffen sehr tiefe, egale Färbungen erhalten werden.
  • Beispiel 3 10 kg chromgare, zwischengetrocknete Handschuhleder werden aufgewalkt mit 0,1 kg eines hochmolekularen Polyglykoläthers und im frischen Bade gelickert mit 0,5 kg Trichloralkylthiuroniumchlorid, hergestellt nach Beispiel 3 der Patentanmeldung F 15342 IVc/12 o, und 1,5 kg Spermöl. Bei einer anschließenden Bürst- und Faßfärbung mit anionischen Farbstoffen, wie z. B. Naphthylaminbraun (Schulz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, S. 205) werden sehr satte Färbungen erhalten. Bürstfärbungen schlagen nicht auf die Fleischseite des Leders durch. Die Leder weisen einen angenehmen, schmalzigen Griff auf.
  • Beispiel 4 100 kg chromgegerbte Rindoberleder werden mit einem anionischen Licker, z. B. 2 kg sulf. Tran, gelickert und sodann in frischem Bad nachbehandelt mit einer Mischung aus 0,5 kg Thiuroniumchlorid, wie im Beispiel 3 beschrieben, und 1 kg eines chlorierten Kohlenwasserstoffes.
  • Durch Reaktion zwischen dem anionischen sulfierten Öl und der kationischen Fettemulsion wird eine oberflächliche Fettungswirkung erzielt, wie sie für Leder, die nach dem Pastingverfahren getrocknet werden sollen, erwünscht ist.
  • Beispiel 5 100 kg nachgegerbtem, lohgarem Unterleder werden im Faß im Anschluß an die Nachgerbung 3 kg einer Mischung aus 95 Gewichtsteilen eines chlorierten Kohlenwasserstoffes und 5 Gewichtsteilen Trichloralkylthiuroniumchlorid der durchschnittlichen Kettenlänge Q zugesetzt. Die kationaktive Emulsion übt eine gerbstofffixierende Wirkung aus und läßt die Leder hell und gleichmäßig auftrocknen.
  • Beispiel 6 Ein geweichtes Lammfell wird im Haspel mit einer Lösung behandelt, die im Liter 20g Kalialaun, 50g Nah1, 10 g cu, (0, e-Trichloralkylthiuroniumchlorid (hergestellt nach Beispiel 3 der Patentanmeldung F 15342 IV c/12 o) und 20 g Spermöl enthält. Nach üblicher Zurichtung trocknet das Fell besonders zügig und weich auf.
  • Ein besonderes Lickerbad ist nicht mehr erforderlich.
  • Beispiel 7 100 kg gemahlene Lederfasern werden vor der Verarbeitung zu Lederfaserwerkstoffen mit einer Emulsion behandelt, die aus 1 kg Thiuroniumchlorid aus co, w, -Tetrachloralkan der durchschnittlichen Kettenlänge C18 und 4 kg Tran besteht.
  • Die kationaktive Emulsion zieht schnell auf die Lederfasern auf, die dann in üblicher Weise weiterverarbeitet werden. Die kationische Emulsion ergibt eine oberflächliche Fettablagerung, die sich günstig auf den Griff des daraus hergestellten Lederfaserwerkstoffs auswirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Thiuroniumsalzen hochmolekularer Chlorkohlenwasserstoffe als kationaktive Emulgatoren für Fettlickeremulsionen zur Behandlung von Häuten, Fellen und Leder.
DEF15641A 1954-09-04 1954-09-04 Kationaktive Emulgatoren fuer Fettlickeremulsionen zur Behandlung von Haeuten, Fellen und Leder Pending DE1007014B (de)

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