DE10037503C2 - An einem Gleitgerät verankerbare Halteeinrichtung für einen Schuh - Google Patents

An einem Gleitgerät verankerbare Halteeinrichtung für einen Schuh

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DE10037503C2 DE2000137503 DE10037503A DE10037503C2 DE 10037503 C2 DE10037503 C2 DE 10037503C2 DE 2000137503 DE2000137503 DE 2000137503 DE 10037503 A DE10037503 A DE 10037503A DE 10037503 C2 DE10037503 C2 DE 10037503C2
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C9/00Ski bindings
    • A63C9/003Non-swivel sole plate fixed on the ski

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine an einem Gleitgerät verankerbare Halteeinrichtung für einen Schuh.
Unter den Gleitgeräten sind hier vor allem Ski, aber auch andere aufkantende Sportgeräte mit Bindungen zu verstehen.
Es ist bekannt, Skibindungen in fester Zuordnung am Ski zu verschrauben.
Es ist ferner bekannt, die Bindung leicht lösbar und längsverstellbar am Ski zu verankern, um z. B. die Fußposition den jeweiligen Pistenverhältnissen bzw. dem jeweils bevorzugten Fahrstil mit geringem Zeitaufwand anpassen zu können.
Moderne Ski weisen konkave Seitenkonturen auf, die die Kurvenstabilität begünstigen. Sie sind daher in den Endbereichen relativ breit. Bei einer Kurvenfahrt stützen sie sich im wesentlichen an den Seitenkanten ab, während der Schuh im Bereich der Mittelachse des Skis verankert ist. Daraus entsteht eine Hebelwirkung des Skis gegen die Beine des Fahrers quer zur Fahrtrichtung und besonders im unteren Beinbereich ein entsprechend großes Kippmoment, das durch ein entsprechendes Gegenmoment des Fußes kompensiert werden muß. Während der Kurvenfahrt können auf den Ski zusätzlich zu den Zentrifugalkräften und Gravitationskräften starke Stoßimpulse entstehen, die ebenfalls über die Seitenkanten auf den Körper übergeleitet werden. Dies steigert die Belastung des betroffenen Bewegungsapparates bis hin zu Schädigungen der Stützorgane, Gelenke und Bänder. In diesem Sinne schädlich kann auch eine individuelle Fehlstellung der Fußlängsachse zur Skilängsachse wirken.
Durch DE 689 06 709 T2 ist und die WO 96/37270 A2 sind Verstelleinrichtungen bekannt geworden, durch die die Skibindung z. B. mittels einer Stellspindel in einfacher Weise und mit geringem Zeitaufwand quer zur Längsachse eines Ski verstellt werden kann. Durch die schnelle Verstellmöglichkeit kann die Stellung der Bindung an die jeweils beabsichtigte Fahrweise angepaßt werden. Bei stark geschnittenen Schwüngen wird z. B. der kurveninnere Ski entlastet und besonders der kurveäußere Ski auf seinen Innenkanten belastet, so daß sich ein Verstellen der Bindung zur Innenseite hin empfiehlt, um die Kippbelastung der Beine zu verringern. Für Fahrten auf weicherem Untergrund z. B. im Tiefschnee mit stärkerem Gleitcharakter kann die Bindung mehr zur Skimitte verlagert werden, um dann eine einseitige Kantenbelastung zu vermeiden.
Durch eine Entkopplung des Vorderteils und des Hinterteils der Bindung ist es möglich, die Winkelstellung zwischen der Fußlängsachse und der Skilängsachse zu verändern, um Fehlstellungen zu kompensieren.
Eine derartige Handverstellung ist aber immer noch relativ zeitaufwendig und erfolgt z. B. mit Hilfe einer Skala, die nur mit Sorgfalt abgelesen werden kann. Eine kurzfristig wiederholte Verstellung im Hinblick auf sich verändernde Fahrbedingungen ist damit in der Praxis weitgehend undurchführbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anpassung der Fußstellung in kurzen Intervallen ohne Unterbrechung der Fahrt zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst. Die Verstellmittel mit Servoantrieben ermöglichen schnelle Verschiebehübe der Bindung und eine rapide Anpassung der Fußposition an momentane Fahrstellungen nicht nur zur Innenseite des Außenskis, sondern auch beim Durchfahren zur Außenseite des Innenskis hin. Es ergibt sich hierbei ein Effekt, der einem Zug mit Neigetechnik entspricht, bei der die Neigebewegung gegen die Fliehkraft des Pendelteils erzwungen wird. Es können somit ähnliche Steueralgorithmen verwendet werden.
Durch die Verstellung während der Fahrt ist es vor allem möglich, auch die Fußstellung beim weniger belasteten Innenski durch Verschieben der Bindung nach Außen zu verbessern. Auf einem Geradeausabschnitt wird die Bindung z. B. zur Mitte verschoben, wodurch die Beine entsprechend entlastet werden und wodurch auch die das Fahrergewicht besser auf den Ski verteilt und das Gleitverhalten verbessert wird.
Es versteht sich, daß für die Verschiebung geeignete, möglichst nachladbare Energiespeicher wie Akkumulatoren oder z. B. Gasdruckspeicher eingesetzt werden müssen, wobei z. B. die Verformung der Ski während der Fahrt schwingungsdämpfend zur Druckerzeugung genutzt werden kann.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den Ansprüchen 2 bis 7 gekennzeichneten Merkmalen.
Die Sensoren nach Anspruch 2 können z. B. als im Bindungsbereich angebrachte Dehnmeßstreifen ausgebildet sein, um die Spannungsverhältnisse unmittelbar zu detektieren, um die Bindungsposition schnell steuern und/oder regeln zu können.
Die Steuermittel nach den Ansprüchen 3 und 4 haben den Vorteil, daß die Bindungsposition mit zeitlichem Vorlauf auf Richtungsänderungen eingestellt werden kann. Dabei kann davon ausgegangen werden, daß sich die Bedienvorgänge nach einer Eingewöhnungs- und Trainingsphase in intuitiver Weise weitgehend automatisieren und unmittelbar am subjektiven Eindruck des Fahrers flexibel orientieren.
Der z. B. von einem Elektromotor angetriebene selbsthemmende Spindelantrieb nach Anspruch 5 hat den Vorteil einer hohen Verstell- und Haltekraft und kann nach Erreichen der Wunschposition energiesparend abgeschaltet werden.
Die Anschläge nach Anspruch 6 ermöglichen in einfacher Weise eine einstufige Verstellung zwischen den beiden Anschlagstellungen. Dabei ermöglichen verstellbare Endanschläge die individuelle Anpassung an die persönlichen Vorzugseinstellungen des Fahrers und die schnelle Umstellung zwischen den beiden Stellungen.
Die Weiterbildung nach Anspruch 7 ermöglicht eine optimale Anpassung der Fußstellung an die momentane Fahrsituation.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Paar Ski mit einer Halteeinrichtung für Schuhe,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus einem der Ski nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Ski nach Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt durch den Ski mit der Halteeinrichtung nach Fig. 3.
Fig. 1 zeigt zwei in einem Paar angeordnete, als Ski 1 ausgebildete Gleitgeräte mit je einer Halteeinrichtung 2 für einen Schuh 11 eines Skifahrers. Die Seitenkanten 3 der stark taillierten Ski 1 verlaufen konkav gekrümmt. Eine Mittelachse 4 der Halteeinrichtung 2 ist gegenüber einer Längsachse 5 des Ski 1 zum Nachbarski hin versetzt.
Nach den Fig. 2, 3 und 4 besteht die Halteeinrichtung 2 aus einem am Ski befestigten Bodenteil 6 und einem beweglichen Teil 7, das in einer Schlittenführung 8 senkrecht zu Längsachse 5 mittels einer Schraubenspindel 9 verschiebbar ist. Diese ist elektrisch mittels eines angesetzten Motors 10 verdrehbar. Die Schraubenspindeln 9 wirken mit den Bodenteilen 6 und den beweglichen Teilen 7 in üblicher Weise derart zusammen, daß eine gleichsinnige Verdrehung die beweglichen Teile 7 in beiden Schlittenführungen 8 seitlich in die gleiche Richtung verschiebt.
Bei einer Kurvenfahrt stützt sich der Ski im wesentlichen an der kurveninneren Seitenkante 3 des Ski mit einer resultierenden Kraft R ab. Eine vom Fahrer aufgebrachte Gegenkraft G liegt im Bereich der Mittelachse des beweglichen Teils 7. Der seitliche Versatz zwischen diesen Kräften ergibt ein Kippmoment, das durch ein Gegenmoment des Fahrers abgefangen werden muß. Durch die seitliche Verstellbarkeit des beweglichen Teils 7 insbesondere in Richtung der Innenkante des Skis 1 ist es möglich, den Versatz und damit das Kippmoment zu verringern, wodurch der Bewegungsapparat des Fahrers erheblich entlastet werden kann.
Bezugszeichen
1
Ski
2
Halteeinrichtung
3
Seitenkante
4
Mittelachse
5
Längsachse
6
Bodenteil
7
bewegliches Teil
8
Schlittenführung
9
Schraubenspindel
10
Motor
11
Schuh
R Resultierende Kraft
G Gegenkraft

Claims (7)

1. An einem Gleitgerät (z. B. 1) verankerbare Halteeinrichtung (2) für einen Schuh (11),
wobei die Halteeinrichtung (2) eine leicht verstellbare Verstelleinrichtung zum Verändern der Schuhposition quer zur Längsrichtung des Gleitgeräts aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellmittel durch Aktoren oder Motoren, insbesondere elektrisch reversibel, betätigbar sind und
daß die schnell antreibbaren Verstellmittel während der Fahrt betätigbar sind.
2. Halteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmittel automatisch mittels die momentanen Fahrhaltungen und/oder Fahrzustände detektierenden Sensoren steuerbar sind.
3. Halteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmittel vom Fahrer willentlich steuerbar sind.
4. Halteeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Griffbereich der Hände oder Skistöcke Signalgeber vorgesehen sind, mit denen die Verstellmittel steuerbar sind.
5. Halteeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmittel als Spindelantrieb mit einer Schraubenspindel (9) als Antriebselement ausgebildet sind.
6. Halteeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein bewegliches Teil (7) der Halteeinrichtung zwischen zwei Endanschlägen verschiebbar ist.
7. Halteeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellmittel das bewegliche Teil (7) in Zwischenstellungen halten können.
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DE68906709T2 (de) * 1988-04-12 1993-09-16 Rossignol Sa Befestigungsvorrichtung von schuhen auf skiern.
WO1996037270A2 (en) * 1995-05-26 1996-11-28 Macpod Enterprises Ltd. Connection system for sports footwear

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