DE1001263C2 - Verfahren zur Herstellung von Cortison und dessen Estern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cortison und dessen Estern

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DE1001263C2 DE1954L0018686 DEL0018686A DE1001263C2 DE 1001263 C2 DE1001263 C2 DE 1001263C2 DE 1954L0018686 DE1954L0018686 DE 1954L0018686 DE L0018686 A DEL0018686 A DE L0018686A DE 1001263 C2 DE1001263 C2 DE 1001263C2
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Dr Gerard Nomine
Julien Warnant
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT 1001263 ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER PATENTSCHRIFT:
DBP 1001263 KL.12Ö 25/06
INTERNAT. KL. C 07 C 2 7. APRIL 1954
24. JANUAR 1957 4. JULI 1957
STIMMT ÜBEREIN MIT AUSLEGESCHRIFT
1 001 263 (L 18686 IV b / 12 o) <
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Cortison und dessen Estern.
Seit den Arbeiten von Gallagher (vgl. Journ. Amer. Chem. Soc, Bd. 74, 1952, S. 483) ist das 21-Brompregnan-3ct, 17a-diol-li, 20-dion (Verbindung I, deren Formel in Fig. 1 der Zeichnung wiedergegeben ist) ein leicht zugänglicher Körper geworden. Das allgemein angewendete Verfahren, um von diesem Produkt zum Cortison (Verbindung II, Fig. 2) oder dessen Estern zu gelangen, besteht darin, das Brom in 21-Stellung durch eine Acyloxygruppe oder eine Hydroxylgruppe, die man dann acylieren kann, zu ersetzen, die Alkoholgruppe in 3-Stellung- zu einer Ketogruppe zu oxydieren und dieses Keton in α-Stellung, d. h. in diesem Fall in 4-Stellung, zu bromieren. Man gelangt so zu der Verbindung III (Fig. 3). Durch Bromwasserstoff abspaltung nach dem Verfahren von Kendall und Mattox (vgl. Journ. Amer. Chem. Soc, Bd: 72, 1950, S. 2290) führt man schließlich die Doppelbindung in die 4 (5)-Stellung ein, die. für das Cortison charakteristisch ist.
Das Bromketon III ist immer durch Nebenprodukte verunreinigt, die man sorgfältig entfernen muß, um zum reinen Cortisonacetat zu gelangen. x
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Herstellungsverfahren von Cortison und dessen Estern, -aus der Verbindung I, wobei die durch diese mühevolle Reinigung hervorgerufenen Schwierigkeiten ausgeschaltet werden.
Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, das 21-Brompregnan-3 a, 17a-diol-ll, 20-dion zu oxydieren und zu bromieren, wobei man das 4, 21-Dibrom-pregnan-17a-ol-3, 11,20-trion erhält, das so erhaltene Trion mit einem Derivat des Hydrazins umzusetzen, wobei gleichzeitig das Auftreten einer Doppelbindung in 4-Stellung durch Brom wasserstoff abspaltung und die Bildung eines 3-Hydrazons hervorgerufen wird, das so erhaltene Hydrazon unter Bildung des 21-Brom-4-pregnen-17a-ol-3, 11,20-trions zu spalten und die letztgenannte Verbindung zu Cortison zu verseifen oder in einen Ester des Cortisons überzuführen.
Aus dem Vergleich der Gesamtausbeute an Cortisonacetat, die gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren einerseits und gemäß dem von Kritchevsky, Carmaise und Gallagher (Journ. Amer. Chem. Soc, Bd. 74, 1952, S. 483 bis 486) beschriebenen andererseits erzielt wird, ergibt sich, daß die von den amerikanischen Autoren erhaltene Gesamtausbeute an reinem Cortisonacetat etwa 20 °/0 beträgt, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dagegen bei 35% liegt, d.h., es ,ist eine Ausbeutesteigerung um 75 % erreicht worden.
Ein weiterer technischer Fortschritt des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß man bei Verwendung des 21-Bromderivats als Ausgangsmaterial in der letzten Stufe einfach das Bromatom in 21-Stellung Verfahren zur Herstellung von Cortison und dessen Estern
Patentiert für:
Les Laboratoires Frangais de Chimiotherapie, Paris
Beanspruchte Priorität: Frankreich vom 20. Mai 1953
Julien Warnant, Paris, und Dr. Gerard Nomine, Noisy-le-Sec, Seine (Frankreich), sind als Erfinder genannt worden
gegen eine Hydroxylgruppe austauschen kann, um zum freien Cortison zu gelangen. Nach den in der genannten Literaturstelle beschriebenen Verfahren erhält man am Ende der Reaktion einen Cortisonester, dessen Verseifung schwierig ist, was aus der französischen Patentschrift 1 076 931 hervorgeht: Hiernach beträgt die Ausbeute bei der Verseifung von Cortisonacetat zu Cortison nicht über 75%. Da weder die Bromierung noch die Oxydation bei Vorhandensein einer freien Hydroxylgruppe durchführbar ist, mußte nach dem einzigen bisher bekannten Verfahren zur Herstellung des freien Cortisons der Umweg über das Acetat eingeschlagen werden. Das Verfahren der vorhegenden Anmeldung bietet demnach außerdem den Vorteil, daß bei der Herstellung von freiem Cortison eine Verfahrensstufe entfällt.
Das Ergebnis des Verfahrens der vorliegenden Anmeldung ist insofern überraschend, als sich, wie Hershberg (Journ. Amer. Chem. Soc, Bd. 74, 1952, S. 3849) festgestellt hat, bei der Bromierung eines Pregnan-21-olacetats neben dem 4-Bromderivat auch das 21-Brompregnan-21-ol-acetat bildet. Man mußte daher erwarten, daß ein 21-Bromderivat bei der Behandlung mit einem Bromierungsmittel ein21-Dibrom-Derivat ergeben würde. Dies tritt j edoch auf Grund der Selektivität des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht ein, und die Bildung des 4, 21-Dibrompregnan-17a-ol-3,11, 20-trions erfolgt mit erhöhter Ausbeute und ohne die Schwierigkeiten einer Reinigung.
Das Verfahren wird durch das in Fig. 4 der Zeichnung wiedergegebene Schema erläutert. Die verschiedenen bei der Reaktion auftretenden Verbindungen wurden mit
709 573/433
römischen Ziffern bezeichnet. Wenn eine der Verbindungen bereits in den anderen Figuren erwähnt wurde, ist sie in Fig. 4 mit derselben römischen Ziffer bezeichnet (dies ist bei den Verbindungen I und II der Fall).
Die erste Stufe des Verfahrens, die in der Oxydation und Bromierung der Verbindung I zur Verbindung IV besteht, wird beispielsweise gemäß der Umsetzung durchgeführt, die in der Patentanmeldung L 15685 IVb/20 beschrieben ist. Diese Reaktion besteht darin, ein Ketosteroid der Einwirkung eines N-Bromimids, N-Bromamids oder N-Bromhydantoins und vorzugsweise des N-Bromsuccinimids, in Gegenwart eines oxydierbaren Alkohols, wie Isopropanol oder Benzylalkohol, zu unterwerfen, wobei im wesentlichen 2 Mol N-Bromsuccinimid oder eine analoge Verbindung und 1 Mol oxydierbarer Alkohol je Bromatom, das in dem Steroidmolekül fixiert werden soll, verwendet werden. Nach einer Variation, die in dem vorliegenden Verfahren angewandt wird, kann das Steroidmolekül selbst zur Lieferung des oxydierbaren Alkohols beitragen, wobei das Steroid in Form des Oxysteroids angewandt wird, das im Verlauf der Reaktion in das entsprechende bromierte Ketosteroid umgewandelt wird.
Bei dem vorliegenden Verfahren ist es also möglich, die 3ständige Oxygruppe zur Sständigen Ketogruppe durch jedes klassische Verfahren zu oxydieren und dann die4-Stellung durch die vorstehend genannte Bromierungsreaktion in Gegenwart eines oxydierbaren Alkohols zu bromieren (Schema I ->- VII -*- IV).
Man kann auch direkt von der Verbindung I zur Verbindung IV mit guten Ausbeuten gelangen, indem die Oxydation und die Bromierung gleichzeitig durchgeführt werden, wobei der zur Bromierung notwendige oxydierbare Alkohol durch das Molekül der Verbindung I selbst geliefert wird, obwohl man gegebenenfalls einen Teil des Alkohols aus einer äußeren Quelle zuführen kann.
Das Dibromketon IV wird so leicht und in hinreichender Reinheit erhalten.
Bei der zweiten Stufe des Verfahrens wird die Verbindung IV mit einem Derivat des Hydrazins, wie 2, 4-Dinitrophenylhydrazin oder vorzugsweise Semicarbazid, zur Reaktion gebracht. Wenn man z. B. Semicarbazid mit diesem Keton IV umsetzt, so bildet sich das 3-Semicarbazon (V), wobei gleichzeitig Brom Wasserstoffabspaltung in 4 (5)-Stellung stattfindet, ohne daß das Brom in 21-Stellung entfernt wird. Unter den gewählten Bedingungen findet eine Bildung von 3,20-Disemicarbazon nicht statt. Das Semicarbazon kann hergestellt werden entweder durch Einwirkung von freiem Semicarbazid auf das Dibromketon IV in alkoholischem Medium oder durch die klassische Methode mit Semicarbazidchlorhydrat, dem Natriumacetat zugesetzt wurde, in alkoholischem Medium oder auch in essigsaurem Medium mit Semicarbazidchlorhydrat in Gegenwart von Natriumacetat. Zur Erzielung guter Ausbeuten ist es angezeigt, in einem inerten Gas und bei nicht zu hoher Temperatur zu arbeiten.
Die Spaltung des so erhaltenen 3-Semicarbazons (Verbindung V) wird vorzugsweise durch Brenztraubensäure oder p-Oxybenzaldehyd bewirkt, d. h. durch Austausch der Funktionen, wobei bei der sauren Hydrolyse weniger gute Ausbeuten an dem 21-Bromketon VI entstehen. Es genügt dann, anschließend das Brom in 21-Stellung zu verseifen, um zum Cortison zu gelangen. Das 21-Bromketon VI kann mit methanolischer Natronoder Kalilauge zu Cortison verseift werden, wobei vorzugsweise zwischen 20 und 30° gearbeitet wird.
Wenn man, statt das Brom zu verseifen, das in 21-Stellung bromierte Produkt mit Natrium-, Kalium- oder Silbersalzen organischer Säuren umsetzt, gelangt man zu den Estern des Cortisons. Nach einer Variation kann man, um beispielsweise das Cortisonacetat zu erhalten, zunächst Natriumjodid mit der Verbindung VI umsetzen, wodurch das Brom durch Jod ersetzt wird. Mit Kaliurnacetat erhält man dann das gewünschte Cortisonacetat unter Bildung von Kaliumjodid.
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren. Die Schmelzpunkte sind die augenblicklichen Schmelzpunkte auf dem Block Maquenne (vgl. Kempf — ίο Kutter, Schmelzpunktstabellen zur organischen Molekularanalyse, Friedr. Vietweg &Sohn, Braunschweig, 1928, S. 28, Z. 24).
Beispiel
Herstellung von 4,21-Dibrompregnan-l 7 ct-ol-3,11,20-trion (Verbindung IV)
In einen 3-1-Dreihalskolben, der mit einem aufsteigenden Kühler, einem Rührer und einem Thermometer versehen ist, führt man ein:
2 l-Brompregnan-3 et, 17ct-diol-
11,20-dion (Verbindung I); F. = 215° 100 g
tertiäres Butanol 700 ecm
Wasser , 70 ecm
Man setzt den Rührer in Gang und erhitzt auf dem Wasserbad. Wenn die Innentemperatur 65° erreicht, entfernt man das Wasserbad und führt in die gebildete homogene Lösung auf einmal 88 g N-Bromsuccinimid ein. Die Oxydation vollzieht sich rasch; das Bromsuccinimid löst sich auf, und die Lösung färbt sich durch das freigesetzte Brom rot. Die Reaktion ist stark exotherm; man muß mit einem Eisbad kühlen, um die Temperatur auf 65 bis 70° zu halten. Nach einigen Minuten kristallisiert ein Teil des nicht bromierten Triketons, um sich dann nach Maßgabe der Bromierung wieder zu lösen. Die Temperatur wird weiter bei 65 bis 70° gehalten, und die Lösung entfärbt sich allmählich. Nach 35 Minuten ist die Auflösung vollständig und die Flüssigkeit hellgelb geworden.
Dann gibt man zu dieser Lösung innerhalb von 10 Minuten unter Aufrechterhaltung derselben Temperatur 1150 ecm Wasser, das vorher auf 65 bis 70° erwärmt wurde. Hierdurch wird die Kristallisation des gewünschten bromierten Derivats bewirkt. Man läßt abkühlen; wenn die Temperatur 60° beträgt, saugt man ab, wäscht mit Wasser derselben Temperatur und trocknet. Man erhält 76,5 g eines farblosen Produktes. Ausbeute = 65%. F. =204°;
[a]D= + 100° ±1° (C = I0I0 in Aceton).
Analyse: C21H28O4Br2;
berechnet: Br 31,7%; gefunden: Br. 30,8%.
Dieses Produkt ist für die weiteren Umsetzungen genügend rein. Da es sich jedoch hierbei um ein neues Produkt der vorliegenden Erfindung handelt, wurde es gereinigt, um seine weiteren physikalischen Eigenschaften zu bestimmen. Um es vollständig zu reinigen, teigt man es 30 Minuten in 2 Volumteilen Aceton unter Rückfluß an und kühlt dann auf — 10°. Man saugt ab, suspendiert dann in 10 Volumteilen Wasser bei 90 bis 100° unter Rühren, um das Kristallaceton zu entfernen.
Nach dem Trocknen zeigt das in einer Ausbeute von 80% erhaltene gereinigte Produkt einen Schmelzpunkt von 210 bis 212°, der durch Umkristallisieren unverändert bleibt. Drehungsvermögen: [α] β = + 105° ± 1° (c = 1 % in Aceton).
Analyse: C21H28O4Br2;
berechnet: C 50,01 %, H 5,60%, Br 31,7%;
gefunden: C 50,00%, H 5,80%, Br 31,1 %.

Claims (4)

  1. 5 6
    3-Semicarbazon des 21-Brom-4-pΓegnen-17α-ol- über Ätzkali getrocknet. Man erhält so 2,55 g Cortison-
    .3, 11, 20-trions (Verbindung V) acetat (Ausbeute = 89,5%) vom F. =241°;
    Man gibt zu 40 ecm reiner Essigsäure, die 1 % Wasser [α]ΰ = + 170° (c = 0,5% in Aceton),
    enthält, 1,1 g Semicarbazidchlorhydrat und 0,8 g wasserfreies Natriumacetat. Man leitet Stickstoff durch und 5 Dieses Rohprodukt wird in 40 Volumteilen Aceton erwärmt auf 45 bis 50°. Man erhält so eine essigsaure unter Rückfluß gelöst.' Die warme Lösung wird nitriert Semicarbazidlösung und Natriumchlorid, das ungelöst und auf 3 bis 4 Volumteile konzentriert und dann über bleibt. Man gibt 2g 4,21-Dibrompregnan-17a-ol-3, 11, 20- Nacht bei —5° stehengelassen. Man saugt ab und trion vom F. = 210° bei 45° zu und beläßt 15 Minuten bei trocknet im Vakuum. Ausbeute bei der Reinigung: 92%. dieser Temperatur. Dann gibt man 10 ecm Wasser zu. 10 Die Ausbeute in bezug auf das brpmierte Keton VI Es erfolgt vollständige Auflösung und anschließend beträgt 82%; F. = 243° (keine Schmelzpunkterniedrigung Kristallisation. Man läßt auf + 20° abkühlen und bei mit einer authentischen Probe von Cortisonacetat); dieser Temperatur 1 Stunde stehen. Dann gibt man [«j^, = -}-178° (c = 0,5°/ in Aceton).
    30 ecm Wasser zu und saugt das kristallisierte Produkt
    ab, das man dann mehrmals mit Wasser anteigt. Nach 15 . Cortison (Verbindung II)
    dem Trocknen bei 50° erhält man 1,72 g lösungsmittel- Wenn man zu dem in Alkohol gelösten Bromketon VI haltiges Semicarbazon. Ausbeute 80%. Br = 14,7% unter Stickstoff bei 25° die theoretische Menge (der theoretische Bromgehalt für das mit 1 Mol Essigsäure 0,1 η methanolische Kalilauge innerhalb 1 Stunde zukristallisierte Semicarbazon beträgt 14,8%). Das Pro- setzt, so erhält man eine Lösung, die nach der Destilladukt zersetzt sich ab 210° und schmilzt oberhalb 370°. 20 tion im Vakuum Cortison liefert. Nach dem Umkristalli-
    Um es zur Analyse zu reinigen, löst man es in 170 Volum- sieren aus Äthanol — Chloroform (1:1) gibt dieses keine
    teilen Äthanol in der Siedehitze. Durch Abkühlen Schmelzpunktdepression mit authentischem Cortison;
    kristallisiert das Semicarbazon mit 1 Mol Äthanol in F. = 236 bis 237°.
    farblosen Nadeln. Ausbeute 61%. Man kann jedoch auch folgendermaßen arbeiten:
    Amalv^· Γ TT DNRr-UTH OTT — Γ H O N Br · 2S 21-Brompregnan-3a, 17 ot-diol-11, 20-dion wird in bekann-
    Analyse. C22H3 O1N^Br+C H OH - C2 H3 O,N Br, ^ ψ^ J2UB ηΛ7α_ο1.3> n ^0n (vn)
    ΤΪΓι R«7 ' /o> ' /o>/o> ' /o> oxydiert. Hierauf erfolgt die Bromierung des 21-Brom-
    Br 15,18 J0, pregnan-17a-ol-3, 11, 20-trions. Man führt in einen
    gefunden: C 54,60%, H 6,90%, O 15,40%, N 8,00%, 50-ccm-Dreihalskolben ein:
    Br 14,80%. 30 ai-Brompregnan-^a-ol-S, 11, 20-trion, F. = 245°, [a]D
    Herstellung des 21-Brom-4-pregnen-17α-ol- = +85,8° ± 1° (c = 1% in Chloroform) 2 g
    3,11, 20-trions (Verbindung VI) tertiäres Butanol 20 ecm
    * Wasser 0,3 ecm
    Eine Suspension aus 2 g des rohen wie vorstehend Benzylalkohol 0,56 ecm (1,1 Mol)
    erhaltenen 3-Semicarbazons des 21-Brom-4-pregnen-17a- 35
    ol-3.ll·, 20-trions in 20 ecm reiner Essigsäure, die 1 °/0Man e™ärmt auf 60 und fügt'zu der erhaltenen
    Wasser enthält, wird unter Einleiten von Stickstoff auf Suspension unter Rühren 1,84 g (2,2 Mol) N-Brpm-
    60° gebracht. Man gibt 2 ecm reine Brenztraubensäure, !^T™,. Z1\ 1^ T?11!**^ ™rd *U -6? /eha!ten"
    die 50% Wasser enthält, zu. Die Temperatur wird Df Mischung färbt sich rot und beginnt sich dann fort-
    innerhalb von 15 Minuten auf 90° gebracht, und es erfolgt 40 f^tend entfärben Nach V^ündigenv Erhitzen
    dann vollständige Auflösung. Man hält die Temperatur lst ß allf gelöst ™d die Färbung verschwunden. Man
    1 Stünde auf 90 bis 95°; während dieser Zeit erfolgt fleßt dam 10° ccm einer Eis-Wasser-Mischung die
    fortschreitende Kristallisation. Man kühlt auf + 15° ab. ί can handelsübliche Natnumbisulntlösung enthält.
    Das kristallisierte Produkt wird abgesaugt, mit etwas ^as farblose kristallisierte Produkt wird abgesaugt mit
    Essigsäure und dann mit Wasser gespült. Nach dem 45 Wasser und dann viermal mit ]e 5 ecm Äther gewaschen.
    Trocknen bei 50° erhält man 1,3 g Produkt. Ausbeute: Man trocknet bei 40 Man erhält 1,75 g eines Produktes
    83 5 °/ · F '— 297° (Blocki (Ausbeute = 75 % der Theorie) vom F. = 188 ,
    Zur "Reinigung für die Analyse löst man dieses Produkt M-» = + 9^1 ° (c = ί °/o in Aceton); Br = 28,2%.
    unter Erhitzen am Rückflußkühler in 40 Volumteilen Das Rohprodukt wird in 3 Volumteilen 75%iger Essigsiedender Essigsäure und läßt kristallisieren. F. =297 bis 50 säure 5 Minuten zum Sieden unter Rückfluß gebracht. 300° (Block). Dieses Produkt ist neu. Man läßt mehrere Stunden bei gewöhnlicher Temperatur Analyse: C21H27O4Br; stehen, filtriert, saugt ab und trocknet bei 40°. Die
    berechnet: C 59,57 %, H 6,43 %, Br 18,88 %; Ausbeute bei der Reinigung beträgt 87 % Das Produkt
    gefunden: C 59 60« 0° H 6,50%, Br 19,40« , ff dann bei 197°; [α]«= +97° ± 1° (c = 1% m
    „ . . 55 Aceton). Die bei diesem Beispiel erhaltene Ausbeute
    Cortisonacetat (Verbindung II bis, in der R = CH3 ist) beträgt schließlich 67o/o.
    Man gibt in einen lOO-ccm-Dreihalskolben, der mit Zur Analyse wird das Produkt nochmals aus 2 Volum-
    einem Kühler und einem Rührer versehen ist, 1,45 g teilen Aceton umkristallisiert. Es schmilzt dann bei 210°;
    Natriumiodid mit 5,8% Wasser und 30 ecm Aceton mit · [a]D = _|_ .105° ±1° (c = 1 % in Aceton).
    0,3% Wasser. Zu der leicht trüben Lösung gibt man bei ge- 60
    wohnlicher Temperatur 3 g der vorstehend erhaltenen Analyse: L21H28O4Br2;
    Verbindung VI. Man rührt 15 Minuten bei gewöhnlicher berechnet: C 50,01%, H 5,6%, Br 31,7%;
    Temperatur, dann fügt man 3,6 g wasserfreies Kalium- gefunden: C 50,00%, H 5,8%, Br 31,1%.
    acetat und 0,7 ecm destilliertes Wasser zu. Die Mischung
    wird zum Sieden unter Rückfluß gebracht und hierbei 65 Patentansprüche:
    1 Stunde belassen. Das suspendierte Produkt löst sich 1. Verfahren zur Herstellung von Cortison und
    allmählich; und am Boden des Gefäßes scheidet sich dessen Estern, dadurch gekennzeichnet, daß man
    eine wäßrige Schicht ab. Der Inhalt des Kolbens wird 21 - Brompregnan - 3 a, 17a-diol-ll, 20-dion in
    in 300 ecm Eiswasser gegossen. Das ausgefallene Produkt bekannter Weise oxydiert und bromiert, das erhaltene
    wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum 70 4, 21-Dibrompregnan-17a-ol-3,11, 20-trion in bekann-
    ter Weise mit einem Derivat des Hydrazins umsetzt, das so gebildete Hydrazon in bekannter Weise durch Umsetzung mit einer Carbonylverbindung spaltet und das erhaltene 21-Brom-4-pregnen-17ct-ol-3, 11,20-trion verseift oder in einen Ester des Cortisons überführt oder daß man das 21-Brompregnan-3 a, 17a-diol-ll, 20-dion zuerst in bekannter Weise oxydiert, anschließend in ebenfalls bekannter Weise mit N-Bromsuccinimid oder dessen Analogen, jedoch in Gegenwart eines oxydierbaren Alkohols bromiert und sodann das erhaltene 4,21-Dibrompregnan-17a-ol-3, 11,20-trion, wie vorstehend beschrieben, weiterverarbeitet.
  2. 2. Verfahren nach' Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der gleichzeitigen Oxydation und Bro-
    mierung des 21 -Brompregnan-3 α, 17 α-diol-l 1,20-dions das Steroid selbst wenigstens teilweise als oxydierbarer Alkohol dient.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man etwa 2 Mol N-Bromsuccinimid oder dessen Analoge je Mol Steroid verwendet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das 21-Brom-4-pregnen-17a-ol-3,11, 20-trion mit Natrium- oder Kaliumhydroxyd in alkoholischer Lösung verseift.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Journ. Amer. Chem. Soc, 71: 1165 (1949); 73: 184 (1951); 74: 3849 (1952).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 767/434 1. 709. 573/433 «.
DE1954L0018686 1953-05-20 1954-04-27 Verfahren zur Herstellung von Cortison und dessen Estern Expired DE1001263C2 (de)

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