DD297084A5 - Vorrichtung zum biegen von stahlstaeben zu betonbewehrungselementen - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zum Biegen von Stahlstaeben zu Betonbewehrungselementen, mit einer Einrichtung (3) zum Zufuehren von Staeben zu einer UEberfuehreinrichtung * mit der jeweils eine Stabschar in Stabquerrichtung zwischen Biegeorgane (11, 12) einfuehrbar ist, wobei die UEberfuehreinrichtung zumindest eine gesteuert betaetigbare Greifzange (10) aufweist, die aus einer ersten Stellung, in welcher sie von der Stabzufuehreinrichtung mehrere Staebe aufnimmt und diese festklemmt, in eine zweite Stellung verschwenkbar ist, in welcher sie die Staebe in den Zwischenraum zwischen den Biegeorganen einfuehrt. Fig. 1{Biegen; Stahlstaebe; Betonbewehrungselemente; UEberfuehreinrichtung; Stabschar; Biegeorgane; Greifzange; Stabzufuehreinrichtung}
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen von Stahlstäben zu Betonbewehrungselementen, mit einer Einrichtung zum Zuführen von Stäben zu einer Überführeinrichtung, mit der jeweils eine Stabschar in Stabquerrichtung zwischen Biegeorgane einführbar ist.
Bei einer aus der DE-PS 3010923 bekannten Vorrichtung dieser Art werden auf einer Schrägebene mittels Anschlägen zusammengefaßte Stabscharen nacheinander der Überführeinrichtung zugeführt, welche die Scharen mit vertikal übereinanderliegenden Stäben auf einem Rollengang einer nachgeschalteten Bindeeinrichtung zum Abbinden der Schar sowie einer Biegemaschine zuführt, in welcher die Schar in die gewünschte Gestalt gebogen wird. Der wesentliche Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß die Stabscharen ohne Führung an die mehrere Reihen von senkrecht stehenden Walzenpaaren aufweisende Überführeinrichtung übergeben werden, was zu Störungen und Fehlausrichtungen der Stäbe führen kann. Nachteilig ist bei der bekannten Ausführung außerdem, daß die Stabscharen zuerst mit Bändern oder Draht umwickelt oder durch Schweißen aneinander gebunden werden müssen, damit sie anschließend in Längsrichtung der Biegeeinrichtung zugeführt werden können.
Die DE-PS 3644482 offenbart eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Stahlstäben mit einem Werkzeug, z. B. einem Biegeschlitten, bei welcher jeweils mehrere Stäbe sowohl zum Biegeschlitten hin als auch nach der Bearbeitung vom Schlitten weg quer zur Längsrichtung mittels Armen transportiert werden, die zu beiden Seiten des Werkzeuges gelagert und als Einheit verschwenkbar sind. Bei dieser Konstruktion müssen die Stäbe von Hand auf die Schwenkarme aufgelegt werden. Nachteilig ist ferner, daß die Stäbe auf den Schwenkarmen nicht fixiert sind und beim Schwenken der Arme nur durch eine Stufe im jeweiligen Schwenkarm gehalten werden. Als weiterer Nachteil ergibt sich, daß die zu biegenden Stäbe auf geneigten, rampenförmigen Elementen abgelegt werden und nach dem Absenken der Schwenkarme nur auf Grund der Schwerkraft quer zur Längsrichtung in einen Arbeitskanal der Biegeeinrichtung rutschen. Infolge des gleichzeitigen Zuführen^ mehrerer Stäbe kann dabei, insbesondere wenn die Stäbe lang und gerippt sind, eine gegenseitige Behinderung beim Abrutschen stattfinden und dadurch eine definierte geordnete Anordnung im Arbeitskanal erschwert werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die Nachteile der bekannten Vorrichtungen vermeidet und ein sicheres gleichzeitiges Überführen einer Schar von Stäben von der Zuführeinrichtung zur Biegeeinrichtung gewährleistet. Die Vorrichtung soll zugleich die einwandfreie Bearbeitung von in unterschiedlichen Formen vorliegendem Stabmaterial ermöglichen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat die Merkmale, daß die Überführeinrichtung zumindest eine gesteuert betätigbare Greifzange aufweist, die aus einer Aufnahmestellung, in welcher sie von der Stabzuführeinrichtung mehrere Stäbe
aufnimmt und diese festklemmt, in eine Einführstellung verschwenkbar ist, in welcher sie die Stäbe in den Zwischenraumzwischen den Biegeorganen einführt.
nicht Andern können.
verstellbaren Schwenkarmes angeordnot. Dabei sind zweckmäßig die Zangenbacken der Greifzange in Form eines
gegenseitigen Ausrichten des einen Endes der Stäbe zugeordnet ist. Dabei weist die Stabzuführeinrichtung vorteilhaft oberhalbder Auflauffläche eine Stababwurfeinrichtung auf, mit welcher der Auflauffläche Stäbe einzeln nacheinander zuführbar sind.
verstellbare Gestelle vorgesehen, die je mit Biegeorganen und an ihrer Innenseite mit Greifzangen tragenden Schwenkarmenausgestattet sind, wobei den Gestell η eine gemeinsame Stabzuführeinrichtung und eine gemeinsame Stabausrichteinrichtungzugeordnet ist.
je Greifzange aufweist, wobei jede Greifzange ihrerseits zum gesteuerten öffnen und Schließen derselben mit einer gesonderten
des Betriebes der Vorrichtung gewährleistet.
Fig. 1: zeigt in einer perspektivischen Ansicht schematisch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2: schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel der Vorrichtung im Schnitt und Fig. 3: in einer Detailansicht eine andere Ausführungsform der Vorrichtung.
Die in Fig. 1 dargestellte Biegevorrichtung 1 weist zwei mit Abstand voneinander angeordnete Biegegestelle 2,2' zum gleichzeitigen Biegen mehrerer Stäbe S auf. Oberhalb der Biegevorrichtung 1 ist eine Stabzuführeinrichtung mit einer Stababwurfeinrichtung 3 vorgesehen, der von einer seitlichen Zuführeinrichtung 4 Stäbe S einzeln in Richtung des Pfeiles Pi, d. h. in Stabslängsrichtung, zugeführt werden. Die schematised dargestellte Zuführeinrichtung 4 eignet sich zum Zuführen von gerichteten, geraden Stäben in Standardlängen und ist mit nicht dargestellten Vorschubrollen, einer Längenmeßeinrichtung und einer Schere ausgestattet. Der Zuführeinrichtung 4 kann eine Richteinrichtung vorgeschaltet sein, so daß auch von Trommeln oder Haspeln kommendes Stabmaterial verarbeitet werden kann. Liegt das Stabmaterial bereits in der geforderten endgültigen Fertigungslänge vor, sind die Längenmeßeinrichtung und die Schere nicht erforderlich bzw. außer Betrieb. Die Stababwurfeinric! llung 3 weist zumindest eine schwenkbar angeordnete Abwurfrinne 5 auf. Nach dem Verschwenken der Abwurfrinne 5 fällt der Stab S in Richtung des Pfeiles P3 auf ein geneigtes Auflauf- und Gleitblech 7 an der Oberseite der Biegestelle 2,2' und rollt in eine sich in Aufnahmestellung für mehrere Stäbe befindliche Überführeinrichtung 8, die zwei Schwenkarme 9 und zugeordnete Greifzangenköpfe 10 aufweist.
Jeder Schwenkarm 9 ist an der Innenseite eines der Biegestelle 2 bzw. 2' schwenkbar gelagert und entsprechend dem Pfeil P4 aus der Stabaufnahmestellung in eine Biegestellung verschwenkbar. Die Biegestellung ist durch die Lage eines aus Biegedorn 11 und Biegebolzen 12 bestehenden Biegekopfes 13 bzw. 13' definiert, der in jedem der Biegestelle 2 bzw. 2' zweckmäßig absenkbar und gesteuert betätigbar gelagert ist. Bei einer alternativen Ausführung ist lediglich der Bingebolzen 12 absenkbar. Jeder Schwenkarm 9 ist zweigeteilt und mit seinem den Greifzangenkopf 10 tragenden Oberteil gegenüber dem am Biegegestsll gelagerten Unterteil entsprechend dem Doppelpfeil Pg teleskopartig höhenverstellbar, um die Stäbe in die Biegestellung zwischen Biegedorn 11 und Biegebolzen 12 des Biegekopfes 13 einbringen zu können. Der Greifzangenkopf 10 ist am Oberteil des Schwenkarmes 9 entsprechend dem Doppelpfeil P8 schwenkbar befestigt, um in der Aufnahmestellung genau positioniert werden zu können und um die Stäbe S den Biegeköpfen 13,13' der Biegegestelle 2,2' genau übergeben zu können. Der Greifzangenkopf 10 ist mit einer unteren Zangenbacke 14' und mit einer entsprechend dem Doppelpfeil P7 schwenkbaren oberen Zangenbacke 14" versehen, die in der Lage sind, die Stäbe S bei der Schwenkbewegung P^ des Schwenkarmes 9 aus der Aufnahmestellung in die Biegestellung und auch während des Biegens festzuhalten. Ferner können die Stäbe S, die durch die Zangonbacken 14', 14" festgehalten werden, mit Hilfe der Schwenkarme 9 bei dem zum Biegerichtungswechsel erforderlichen Positionswechsel der Biegewerkzeuge so weit aus der Biegestellung herausgehoben werden, daß für den Positionswechsel ein Absenken des Biegekopfes oder eines der Biegewerkzeuge nicht erforderlich ist. Vielmehr werden die Greifzangen zum Überführen der Stäbe von einer Seite des zentralen Biegedornes 11 auf die andere Seite desselben entsprechend angesteuert. Außerdem kann die Greifzangenbacke 14" vor der Schwenkbewegung P4 des Schwenkarmes 9 zurück in die Aufnahmestellung soweit zurückgeklappt werden, daß die Zangenbacke 14" mit den Stäben in den Biegeköpfen 13,13' nicht kollidiert. Die die Biegeorgane 11,12 tragenden Biegeköpfe 13,13' sind entsprechend dem Doppelpfeil P2i, d.h. in Stablängsrichtung in den jeweiligen Biegestellen 2 bzw. 2' verschiebbar angeo.dnet. Durch diese Anordnung sind die Biegeorgane 11,12 jeweils relativ zur Greifzange 10 verschiebbar, so daß das Biegen eines Sollbogens mit einem Radius größer als der Krümmungsradius des zentralen Biegedornes 11 durch Aufteilung der Gesamtbiegung in mehrere nacheinander folgenden Teilbiegungen möglich
wird. Dabei wird der Sollbogen in mehrere Teilabschnitte und der Gesamtblegewinkel In mehrere Teilbiegewinkel aufgeteilt, wobei ein absatzweises Verschieben der Biegeorgane 11,12 relativ zur das Stabmaterial festklemmenden Greifzange 10 entsprechend der Länge der Teilabschnitte so lange mit einer Teilbiegung um den Teilbiegewinkel abwechselt, bis der gewünschte Sollbogen vollendet ist.
Nachdem der Greifzangenkopf 10 mit einer vorbestimmten Anzahl von Stäben S gefüllt Ist, werden diese mit Hilfe der Zangenbacke 14" fixiert. Die Stäbe S werden vor dem Festlegen im Zangenkopf 10 mit Hilfe einer an einem nicht gezeigten ortsfesten Bauteil angeordneten, ausfahrbaren Ausrichteinrichtung 1S gegen einen ortsfesten Anschlag 15" ausgerichtet. Die Ausrichteinrichtung 15 ist dazu mit einem entsprechend dem Doppelpfeil P9 verschiebbaren Anschlagtau 15' versehen. Die Biegestelle 2,2' der Biegevorrichtung 1 sind entsprechend dem Doppelpfeil P8 auf nur schematisch angedeuteten Schienen 16 verschiebbar, um die Stäbe entsprechend den herzustellenden Bewohrungsbügeln an verschiedenen Biegepunkten biegen zu können. Während des Versteilens der Biegegestelle werden die Stäbe mittels der Greifzange 10 eines der Gestelle festgehalten. Die Greifzange 10 des anderen Gestells wird dagegen zum Führen der übereinander angeordneten Stäbe beim Verstellen der Gestolle im Sinne eines geringfügigen Öffnens der Zange angesteuert, um ein Gleiten der Stäbe in den Greifbacken ohne Veränderung der Stabanordnung zu ermöglichen.
Zum sicheren Abstützen von Bügeln mit großen Schenkollängen ist die Biegevorrichtung 1 außer mit Auflageflächen 17,17' auf den Biegegestellon 2,2' mit einem entsprechend geformten ortsfesten Auflageblech 17" versehen, das gleichzeitig als Abdeckblech für die Abwurfoinrichtung 3 dient. Das Auflageblech 17" kann auch zweiteilig ausgebildet sein, wobei in diesem Fall jeder Teil mit einem Biegegestell 2 bzw. 2' verbunden und mit diesem verschiebbar ist.
Wie das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt, ist es im Rahmen der Erfindung möglich, mit Hilfe einer an der Hinterseite der Biegevorrichtung 1 angeordneten zusätzlichen Stabzuführoinrichtung 18 Stäbe S in deren Querrichtung entsprechend dem Pfeil P10, vorzugsweise horizontal, dem Auflaufblech 7 und damit der Überführeinrichtung 8 zuzuführen. Die Stabzuführeinrichtung 18 besteht zweckmäßig aus einem oder mehreren parallelen endlosen Förderbändern 19, die an einem Ende um in Richtung des Doppelpfeiles Pt) umlaufende Rollen 21 geführt und mittels einer nicht gezeigten Einrichtung angetrieben sind.
In Fig. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Bei dieser Vorrichtung werden die Stäbe S einer Abwurf- und Verteileinrichtung 22, welche im wesentlichen der Abwurfeinrichtung 3 gemäß Fig. 1 entspricht, über eine Zuführeinrichtung 4 gemäß Fig. 1 zugeführt, die wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit verschiedenen Formen von Stabmaterial beschickt werden kann. Die Stababwurfeinrichtung 22 weist zumindest eine schwenkbare Abwurfrinne 5 auf, die an einem Rinnenträger 6 angeordnet und entsprechend dem Doppelpfeil P2 verschwenkbar ist. Unterhalb der Stababwurfeinrichtung 22 schließt ein mit seitlichen, in Längsrichtung der Stäbe verlaufenden Führungsblechen 23 versehener Abwurfkanal 24 an, der die Stäbe S in Richtung des Pfeiles P3 zu einer entsprechend dem Doppelpfeil P,2 verschwenkbaren Verteilklappe 25 leitet. Je nach der Stellung der Verteilklappe 25 können die Stäbe S entweder durch ein über der Stab/uführeinrichtung 18 angeordnetes, geneigtes Leitblech 26 in Richtung des Pfeiles Pi.· an die Stabzuführeinrichtung 18 übergeben odor alternativ über ein weiteres von der Stabzuführeinrichtung 18 wegweisendes, ebenfalls geneigtes Leitblech 27 in Richtung des Pfeiles Pt4 einem nicht dargestellten Ablage- und Zwischenmagazin zugeleitet werden. Diese Form der Abwurf- und Verteileinrichtung ist besonders zum Ausscheiden von nicht verwertbaren Restlängen vorteilhaft, und insbesondere für den Fall gedacht, daß die gegenüber der relativ langsamen Produktionsgeschwindigkeit der Biegeeinrichtung höhere Arbeitsgeschwindigkeit der Abwurf- und Verteileinrichtung 22 voll ausgenützt werden soll, um einen kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten.
Die Stäbe S werden mit Hilfe der Stabzuführeinrichtung 18 in Richtung des Pfeiles P)0 in die Greifzangenköpfe 10 tier Überführeinrichtung 8 gefördert, die gemäß Fig. 2 in ihrer ersten Stellung zwischen die parallelen, endlos umlaufenden Fördereinheiten der Stabzuführeinrichtung eingreifen. Nachdem die Zangenköpfe 10 mit der zu biegenden Anzahl von Stäben gefüllt sind, schließen die Zangenbacken 14", gegebenenfalls erst nachdem ehe in Fig. 2 nicht dargestellte Ausrichteinrichtung die Stäbe endseitig ausgerichtet hat, und die Schwenkarme 9 schwenken aus der Aufnahmestellung in die Biegestellung. Um die Positionierung der Stäbe S zwischen dem Biegedorn 11 und dem Biegabolzen 12 zu ermöglichen, ist es, wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 dargestellt, möglich, entweder den Oberteil des Schwenkarmes 9 in seiner Höhe entsprechend dem Doppelpfeil P6 zu verschieben oder den gesamten Biegekopf 13 oder auch nur den Biegebolzen 12 entsprechend dem Doppelpfeil P16 abzusenken. Ein zur Abstützung von Bügeln mit langen Schenkellängen dienendes Auflageblech 17"', das ortsfest und für beide Gestelle 2,2' gemeinsam oder in zwei mit den Gestellen verbundenen Teilen ausgebildet sein kann, ist nur schematisch dargestellt.
Die für die Bewegung der einzelnen Einrichtungen notwendigen Antriebs- und Betätigungselemente sind in bekannter Weise ausgebildet und der Übersicht halber in den Fig. 1 und 2 weggelassen.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform könnten die Greifzangen statt in der Aufnahmestellung zwischen parallele Fördereinheiten der Stabzuführeinrichtung 18 einzugreifen auch vor dem Ablaufende bzw. unterhalb des Ablaufendes der Fördereinheiten bzw. eines einzigen endlos umlaufenden Förderorganes angeordnet sein.
Eine alternative Ausführung der Überführeinrichtung 8' weist zwei Greifzangen 28 auf, die je gemäß Fig.3 ausgebildet sind, in welcher eine Ansicht der Innenseite des Biegegestells 2 gezeigt ist. Die Greifzange 28 weist einen abgewinkelten Klemmarm 29 und einen ebenfalls abgewinkelten Klemmhebel 30 auf, der aus einem kurzen Hebelarm 30' und einem langen Hebelarm 30" gebildet ist. Der Klemmarm 29 ist an einem Ende und der Klemmhebel 30 an seiner Abwinkelungsstelle auf einem gemeinsamen, exzentrisch angeordneten Lagerzapfen 31 einer nur strichliert angedeuteten Exzenterkurbel 32 schwenkbar gelagert. Am Klemmarm 29 ist als Antriebseinrichtung ein hydraulisch betätigbarer Arbeitszylinder 33 montiert, dessen Kolbenstange 34 am kurzen Hebelarm 30' des Klemmhebels 30 angelenkt ist.
Durch Betätigung der Antriebseinrichtung 33 führt die Kolbenstange 34 eine Linearbewegung entsprechend dem Doppelpfeil P16 aus, so daß der Klemmhebel 30 entsprechend dem Doppelpfeil P17 relativ zum Klemmarm 29 verschwenkt wird, wodurch die Stäbe S zwischen Klemmbacken 35 am freien Ende des Klemmarmes 29 und des Hebelarmes 30" festgeklemmt v/erden. Die in der Schließstellung zueinander parallelen Klemmbacken 35 bestehen aus nachgiebigem, möglichst verschleißfestem Material, so daß mehrere Stäbe S auch bei nicht vollkommen paralleler Stellung der Klemmbacken und bei Schwankungen im Durchmesser der einzelnen Stäbe sicher festgeklemmt werden können.
Die den Schwenkarm für die Greifzange bildende Exzenterkurbel 32 ist mit ihrer Schwenkachse 36, die auf der Achse X-X des zentralen Biegedornes 11 liegt, an der Innenseite des jeweiligen Blegegestelles 2 bzw. 2' gelagert und führt unter der Wirkung einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung eine Schwenkbewegung entsprechend dem Doppelpfeil Pi8 aus. Konzentrisch zur Schwenkachse 36 der Exznnterkurbel 32 ist außerdem ein Schwenkarm 37 an der Innenseite des jeweiligen Biegegestelles 2 bzw. 2' schwenkbar gelagert, der unter der Wirkung einer weiteren, ebenfalls nicht dargestellten Antriebseinrichtung eine Schwenkbewegung entsprechend dem Doppelpfeil P^ ausführt. Dabei kann die Lagerung des Schwenkarmes 37 beispielsweise durch eine nicht dargestellte Hohlwelle gebildet sein, in der wiederum die Exzenterkurbel 32 konzentrisch gelagert ist. Das freie Ende des Schwenkarmes 37 ist über eine Verbindungslasche 38 mit dem Klemmarm 29 gekuppelt, wobei sich der Anlenkpunkt möglichst nahe am freien Ende des Klemmarmes 29 befindet. Die Verbindungslasche 38 bewirkt eine zwangsweise Koppelung der Bewegungen des Klemmarmes 29 und des Klemmhebels 30.
Die vorstehend geschilderte Überführeinrichtung arbeitet wie folgt: Die Stabe S gelangen über ein entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ausgebildeten Auflauf- und Gleitblech 7 in eine Sammeleinrichtung 39, die nur schematisch angedeutet und an einem nicht gezeigten, ortsfesten Bauteil der Vorrichtung angeordnet ist. Die Sammeleinrichtung 39 hat vorzugsweise U-förmlgen Querschnitt und solche Tiefe, daß alle gleichzeitig zu biegenden Stäbe lagerichtig übereinander angeordnet und von der Greifzange 28 aufgenommen werden können. Zur Anpassung der Sammeleinrichtung 39 an unterschiedliche Durchmesser der zu biegenden Stäbe kann eine Seitenwand 40 der Sammeleinrichtung 39 gegebenenfalls relativ zur gegenüberliegenden Seitenwand parallel verschiebbar ausgebildet sein.
Zur Übernahme der Stäbe aus der Sammeleinrichtung 39 wird die Greifzange 28 durch Betätigung der Exzenterkurbel 32 und des Schwenkarmes 37 entsprechend dem Doppelpfeil P20 in die durch die Sammeleinrichtung 39 definierte Aufnahmestellung geschwenkt. Durch Betätigung der Antriebseinrichtung 33 schwenkt der Klemmhebel 30 entsprechend dem Doppelpfeil Pu gegen den Klemmarm 29, so daß alle Stäbe zwischen den Klemmbacken 35 sicher festgeklemmt werden. Vor dem Festlegen der Stäbe in der Greifzange 28 werden die Stäbe gegebenenfalls mit einer in Fig. 3 nicht dargestellten, unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschriebenen Ausrichteinrichtung endseitig ausgerichtet.
Durch weitere Betätigung der Exzenterkurbel 32 und des Schwenkarmes 37 gelangen die Stäbe nunmehr zwischen Klemmarm 29 und Klemmhebel 30 festgeklemmt in die Biegestellung zwischen die auf dem Biegeteller 13 angeordneten Biegeorgane 11,12.
Während des Versteilens des oder der Biegestelle 2 bzw. 2' werden die Stäbe mittels der Greifzange 28 eines der Biegegestelle festgehalten, wogegen die Greifzange 28 des anderen Biegegestelles zum Führen der übereinanderliegenden Stäbe geringfügig geöffnet wird, um ein Gleiten der Stäbe zwischen den Klemmbacken 35 ohne Veränderung der Stabanordnung zu ermöglichen. Im Rahmen der Erfindung ist es alternativ auch möglich, die Greifzange 28 des oben erwähnten anderen Biegegestelles ganz zu öffnen und die Stäbe nur durch die einen entsprechend engen Führungsspalt bildenden Biegeorgane 11,12 zu führen. Um bei dem unter Bezugnahme auf Fig. 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel einer er'ndungsgemäßen Vorrichtung einen Biegerichtungswechsel durchführen zu können, wird die Exzenterkurbel 32 betätigt und der Schwenkarm 37 so verschwenkt, daß der Klemmarm entsprechend dem Doppelpfeil P6 gemeinsam angehoben und die von den geschlossenen Greifzangen 28 gehaltenen Stäbe 29 und der Klemmhebel 30 aus der Biegestellung herausgehoben, anschließend durch gemeinsames Schwenken des Klemmarmes 29 und des Klemmhebels 30 entsprechend dem Doppelpfeil P20 von einer Seite des zentralen Biegedornes 11 auf die andere Seite desselben übergeführt und anschließend, nach erfolgtem Positionswechsel des Biegebolzens 12 durch gemeinsames Absenken des Klemmarmes 29 und des Klemmhebels 30 entsprechend dem Doppelpfeil P6 in die neue Biegestellung abgesenkt werden. Die Exzenterkurbel 32 und der Schwenkarm 37 sind in ihren Bewegungsabläufen so aufeinander abgestimmt, daß die übereinanderliegenden Stäbe bei den Überführbewegungen immer parallel zum zentralen Biegedorn 11 ausgerichtet bleiben. Nach Beendigung aller Biegevorgänge werden die Exzenterkurbel 32 und der Schwenkarm 37 erneut betätigt, so daß die Stäbe bei geschlossener Greifzange 28 durch gemeinsames Heben des Klemmarmes 29 und des Klemmhebels 30 entsprechend dem Doppelpfeil P6 aus der Biegestellung herausgehoben werden. Anschließend werden die Stäbe durch gemeinsames Schwenken des Klemmarmes 29 und des Klemmhebels 30 entsprechend dem Doppelpfeil P20 aus dem Bereich der Auflagefläche 17 des Biegegestelles 2 geschwenkt und anschließend durch gemeinsames Absenken des Klemmarmes 29 und des Klemmhebels 30 und nach Öffnen der Greifzange 28 mit Hilfe der Klernmantriebseinrichtung 33 auf ein vorzugsweise geneigtes Ablaufblech 41 abgelegt.
Die Überführeinrichtung 8' gemäß Fig. 3 sowie die erläuterte Sammeleinrichtung können auch bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform Anwendung finden.
Um bei der Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 einen Biegerichtungswechsel durchführen zu können, werden wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig.3 die Schwenkarme 9 und die Greifzangen 10 zum Überführen der Stäbe von einer Seite des zentralen Biegedornes 11 auf die andere Seite desselben angesteuert. Ferner werden diese Schwenkarme und Greifzangen zum Herausheben und Abwerfen der Stäbe nach Beendigung aller Biegevorgänge angesteuert.
Zur Steuerung der ansteuerbaren, beweglichen Einrichtungen und zur Abstimmung der Bewegungen dieser Einrichtungen aufeinander, sowie zum Steuern und Überwachen des Stabtransportes von den Zuführeinrichtungen bis in die Biegeeinrichtung, insbesondere zum individuellen Steuern der Schwenkarme und Greifzangen, und zur Durchführung der geforderten Biegungen an den Stäben ist eine nicht dargestellte Steuereinrichtung vorgesehen, mit welcher die Antriebs- und Betätigungselemente gesteuert werden.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist, diese können vielmehr im Rahmen des allgemeinen Erfindungsgedankens verschiedentlich abgewandelt werden. Insbesondere könnten bei den gezeigten Ausführungsbeispielen mehr als zwei Schwenkarme mit Greifzangen vorgesehen sein, die abwechselnd arbeiten, um einen kontinuierlichen Betrieb zu ermöglichen.
Claims (22)
1. Vorrichtung zum Biegen von Stahlstäben zu Betonbewehrungselementen, mit einer Einrichtung zum Zuführen von Stäben zu einer Überführeinrichtung, mit der jeweils eine Stabschar in Stabquerrichtung zwischen Biegeorgane einführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Überführeinrichtung (8; 8') zumindest eine gesteuert betätigbare Greifzange (10; 28) aufweist, die aus einer Aufnahmestellung, in welcher sie von der Stabzuführeinrichtung (3,18) mehrere Stäbe aufnimmt und diese festklemmt, in eine Einführstellung verschwenkbar ist, in welcher sie die Stäbe in den Zwischenraum zwischen den Biegeorganen (11,12) einführt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzange (10) am Ende eines gesteuert teleskopartig verstellbaren Schwenkarmes (9) angeordnet Ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangenbacken (14', 14") der Greifzange in Form eines Greifzangenkopfes (10) am Schwenkarm (9) gemeinsam verschwenkbar gelagert sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm (9) an einem die Biegeorgane (11,12) tragenden Gestell (2) schwenkbar montiert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestell (2) im Bereich der Aufnahmestellung der Greifzange (10) eine Auflauffläche (7)fürvonderStabzuführeinrichtung (3, 18) in Stabquerrichtung zugeführte Stäbe aufweist, wobei der Auflauffläche (7) eine Ausrichteinrichtung (15) zum gegenseitigen Ausrichten des einen Endes der Stäbe zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabzuführeinrichtung eine oberhalb der Auflauffläche (7) angeordnete Stababwurfeinrichtung (3) aufweist, mit welcher der Auflauffläche Stäbe einzeln nacheinander zuführbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabzuführeinrichtung (18) parallele, endlose umlaufende Fördereinheiten (19) aufweist, zwischen welche die Greifzange (10) in ihrer Aufnahmestellung eingreift.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Zulaufendes der Fördereinheiten (19) eine Abwurfeinrichtung (3) für die Stäbe (S) angeordnet ist, die zumindest eine Schwenkrinne (5) zum Abwerfen je eines Stabes aufweist, wobei zwischen der Abwurfeinrichtung und den Fördereinheiten vorzugsweise eine Verteilklappe (25) od. dgl. zum Überleiten des Stabes auf die Fördereinheiten oder von diesen weg vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach oinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzange (10) in ihrer Aufnahmestellung im Bereich des Ablaufendes eines endlosen umlaufenden Förderorganes der Stabzuführeinrichtung (18) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei mit gegenseitigem Abstand in Stablängsrichtung relativ zueinander verstellbare Gestelle (2,2') vorgesehen sind, die je mit Biegeorganen (11,12) und an ihrer Innenseite mit Greifzangen (10) tragenden Schwenkarmen (9) ausgestattet sind, wobei den Gestellen (2,2') eine gemeinsame Stabzuführeinrichtung (3,18) und eine gemeinsame Stabausrichteinrichtung (15) zugeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die bzw. eine der Greifzangen (10) zum Festklemmen der Stäbe während des Biegevorganges und/oder während des Verstellens der Gestelle (2,2') ansteuerbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das jeder Greifzange (10) zugekehrte Biegeorgan (12) zum Einführen der Stäbe zwischen die Biegeorgane (11,12) im Gestell (2,2') absenkbar angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Biegeorgane (11,12) tragender Biegekopf (13,13') zum Einführen der Stäbe zwischen die Biegeorgane (11,12) im Gestell (2,2') absenkbar angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Biegekopf (13,13') in Stablängsrichtung im Gestell (2,2') verschiebbar angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß dem bzw. jedem Gestell (2,2') eine Auflagefläche (17) für die gebogenen Stäbe zugeordnet ist, von der sich zumindest ein Teil (17"; 17'") oberhalb des Schwenkbereiches der Greifzange (10) befindet.
16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Überführeinrichtung (8,8') eine gesonderte Betätigungseinrichtung je Greifzange (10,28) aufweist und jede Greifzange ihrerseits zum gesteuerten Öffnen und Schließen derselben mit einer gesonderten Betätigungseinrichtung ausgestattet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß jode Greifzange (28) einen Klemmarm (29) und einen gegen diesen verschwenkbaren Klemmhebel (30) aufweist, die mittels eines Lagerzapfens (31) aneinander angelenkt und mittels einer an beiden Teilen angreifenden Antriebseinrichtung (33,34) relativ gegeneinander und voneinander weg bewegbar sind, und daß die Überführeinrichtung (8') als Betätigungseinrichtung für jede Greifzange (28) eine den Lagerzapfen (31) tragende, an der Innenseite des Biegegestells (2 bzw. 2') gelagerte, antreibbare Exzenterkurbel (32), einen zu dieser konzentrischen, an der Innenseite des Biegegestells gelagerten, getrennt antreibbaren Schwenkarm (37) sowie eine den Schwenkarm (37) mit dem Klemmarm (29) verbindende Lasche (38) aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen der Überführeinrichtung (8,8') zum Überführen der Stäbe von einer Seite eines zentralen Biegedornes (11) auf die andere Seite desselben zum Zwecke des Biegerichtungsweghsels ansteuerbar sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung einer der Greifzangen (10,28) zum Führen mehrerer übereinander angeordneter Stäbe beim Verstellen der Biegegestelle (2,2') im Sinne eines geringfügigen Öffnens der Greifzange (10,28) ansteuerbar is'..
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen der Überführeinrichtung (8,8') nach Beendigung aller Biegevorgänge zum Herausheben der Stäbe aus der durch die Biegeorgane (11,12) definierten Biegestellung und zum Herausführen der Stäbe aus dem Bereich der Biegegestelle (2,2') sowie die Betätigungseinrichtung der Greifzangen zum Öffnen derselben zwecks Abwerfen der Stäbe, vorzugsweise auf ein geneigtes Ablaufblech (41), ansteuerbar sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabzuführeinrichtung (3,18) an ihrem Ablaufende eine Sammeleinrichtung (39) für die Stäbe aufweist, aus welcher die Stäbe mit Hilfe der Greifzangen (10,28) in die Biegestellung überführbar sind.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammeleinrichtung (39) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist und eine entsprechend dem Durchmesser der zu biegenden Stäbe quer zur Stablängsrichtung verschiebbare Seitenwand (40) aufweist.
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