DD294398B5 - Vorrichtung zum befestigen der seilumlenkung bei nachmelk- und melkzeugabnahmevorrichtungen - Google Patents
Vorrichtung zum befestigen der seilumlenkung bei nachmelk- und melkzeugabnahmevorrichtungen Download PDFInfo
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Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen der Seilumlenkung bei Nachmelk- und Melkzeugabnahmevorrichtungen, die eine variable Arretierung unterhalb des Kuheuters gestattet und bei allen Melkständen Anwendung finden kann.
Es gibt eine Vielzahl vcn Nachmelk- und Mei .gabnahmevorrichtungen. Während einfache Melkzeugabnahmevorrichtungen überwiegend aus einem Abzugszylinder und einem, mit dem Milchsammeistück verbundenen Seil bestehen, bestehen die kombinierten Einrichtungen meist aus Hebelmechanismen, die einen getrennten Antrieb für die Zugausübung am Euter und einen Antrieb für die Abnahme und das Ausschwenken des Melkzeuges besitzen.
Hebelmechanismen neigen leicht zur Deformierung durch das Tier und zur Störanfälligkeit und erhöhen den manuellen Bedienungsaufwand. Seilabzugsvorrichtungen sind einfacher, führen aber bei unsachgemäßer Handhabung und durch Seilumlenkung über Ösen zu erhöhtem Seilverschleiß.
Eine bekannte Nachmelk- und Melkzeugabnahmevorrichtung nach DD-PS146784 ist einfach im Aufbau, hat aber noch einige Nachteile. Unterhalb des Euters befindet sich eine Haltevorrichtung, die aus einer dreizinkigen Gabel besteht und die mittels Feder vorgeschoben, bzw. durch eine pneumatische Vorrichtung (Kolben, Membrandose) zurückgezogen wird. Bisher wurde je nach Euterlage ein Karabinerhaken an einem der drei Gabelzinken befestigt, und zwar so, daß der Zug senkrecht oder in Richtung der Vorderbeine der Kuh erfolgte. Am Karabinerhaken befindet sich eine Umlenkrolle oder öse, durch die das Nachmelk· bzw. Abzugseil geführt ist. Durch pulsierendes kurzzeitiges Einziehen des Seiles am Zylinder wird mit geringer Kraft über die Umlenkstelle eine senkrechte oder schräg nach vorn wirkende Kraft auf das Euter ausgeübt, wobei die Melkbecher nach unten gezogen werden und die Restmilch in die Zitze nachfließen kann.
Nach Beendigung des Nachmelkvorganges wird die Gabel pneumatisch zurückgezogen und dabei der Karabinerhaken freigegeben. Somit kann das Melkzeug schräg nach oben abgezogen werden. Das Einhängen mittels Karabinerhaken war umständlich, die Feder des Karabinerhakens verrostete, und die Funktion war nicht mehr gewährleistet. Der Karabinerhaken wurde durch einen offenen Haken ersetzt. Dabei kam es vor, daß der Haken um 180° versetzt eingehangen wurde. Durch die schlechte Seilführung verschleißt das Seil stärker, weil sich die Seilenden kreuzen. Der offene Haken löste sich oftmals selbst von der Arretiergabel, und der Melker mußte öfters die bereits angesetzten Melkzeuge kontrollieren, ob sich der Haken noch in der Haltegabel befindet. Das bedeutet Zeitverlust - und wenn nicht darauf goachtet wird, entfällt der automatische Nachmelktakt. Maschinelles Nachmelken durch erneutes Einschalten der Melkeinrichtung nach erfolgter automatischer Abschaltung führt zu hohem manuellen Aufwand und stört den zügigen Melkablauf im Melkstand. Ein geringer Prozentsatz Kühe hat ein so tief hängendes Euter, daß diese Kühe nicht mit in den automatischen Nachmelkprozeß einbezogen werden können. Es muß also die Seilumlenkung so tief wie möglich unterhalb des Euters angeordnet sein. In der Praxis wurde die gesamte Platte, an welcher sich die Arretiervorrichtung befindet, gegenüber der Standfläche versenkt angeordnet.
Nach Beendigung des Nachmelkvorganges wird - ausgelöst durch ein Milchflußüberwachungsgerät - der vom Melkzeug kommende Milchschlauch durch eine pneumatische oder elektrische Abklemmvorrichtung abgeklemmt, so daß über das Milchsammeistück das Melkvakuum langsam abgebaut wird. Die mechanische Verbindung der Schlauchklemme mit der gabelförmigen Arretierung der Seilumlenkrolle erwies sich als nachteilig, weil bei gleichzeitiger Umsteuerung des Nachmelkvorganges auf den Abnahmevorgang die Belüftung des Milchsammeistückes noch unzureichend ist und ein erfheblicher Teil von Restmilch ausfließt und den Standplatz bzw. Melkflur verschmutzt. Es muß eine Schaltverzögerung zwischen Melkzeugbelüftung und Melkzeugabnahme vorgesehen werden. Das erreicht man am besten durch getrennte Steuerung des Lösens der Seilarretierung und der Melkzeugabnahme.
Die Erfindung hat das Ziel, den gesamten automatisierten Nachmelkproxeß zu verbessern, die Arbeitsproduktivität beim Einhängen der Umlenkrolle zu erhöhen, die Störanfälligkeit zu verringern, die Abreißquote en Melkreugen und den Seilverschleiß zu senken, unempfindlich zu sein gegen Verschmutzung und den prozentualen Anteil automatisch nachgemolkener Kühe erheblich zu steigern.
Die technische Aufgabe besteht In einer leicht betätigbaren Verriegelung der Umlenkrolle, Drallfreiheit des Abzugsseiles, Eignung für alle Melkstandstypen, Verkürzung des Abstandes zwischen der Seilumlenkrolle und der Rollenarretierung - damit größere Bodenfreiheit und automatisches Nachmelken auch bei tief hängendem Euter.
Erfindungsgemäß wird die technische Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Platte mindestens drei Bohrungen enthält, die im Bereich der Euterlage angeordnet sind, daß die Umlenkrollenachse mit einem senkrecht zu ihr angeordneten Bolzen verbunden ist, der an seinem Ende einen kegeligen sich nach unten verjüngenden oder einen doppelkegeligon Ansatz aufweist. Die Platte weist an den Enden der Bohrungsreihe je ein Lager und entlang der Bohrungsreihe, tangential zu den Bohrungen einen Anschlag auf. Eine aus Blech gefertigte Klappe ist außerhalb der Bohrungsreihe gelagert und mit einem Gegengewicht versehen. Anstelle der Blechklappe kann auch eine Verriegelung dienen, die die Form einer Kurbelwelle besitzt. Ein axiales Teil dieser Kurbelwelle ist wiederum mit einem Betätigungshebel verbunden. Die Welle ist so gekröpft, daß jede Bohrung mit etwa ein Drittel ihres Durchmessers durch die Kurbelwelle abgedeckt ist. Der Betätigungshebel der Klappe oder Kurbelwelle ist über einen Ring mit einem bekannten linearen Bewegungsapparat so verbunden, daß die freie Beweglichkeit der Arretiervorrichtung zum Einrasten der Umlenkrolle gegeben ist. Axial wird die Einrichtung durch Führung des Betätigungshebels im Ring arretiert. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Wird der Kegel oder Doppelkegel in eine der zur Auswahl stehenden Bohrungen eingeführt, dann wird durch den Kegel die Klappe oder die Kurbelwelle in Schwenkbewegung versetzt; das Gegengewicht wird angehoben und sorgt dafür, daß nach vollständiger Einführung des Kegels oder Doppelkegels die Klappe oder Kurbelwelle wieder in die gesperrte Ruhelage zurückfällt. In dieser Lage arretiert entweder die Klappe die Stirnfläche des Kegels, oder es wird der obere Kegel bei Zugbelastung gegen die Kröpfung und damit der gesamte Kegel gegen den Anschlag gedrückt. In beiden Fällen ist es unmöglich, ohne Entriegelung die Rolle wieder freizubekommen. Nach Beendigung des Nachmelkvorganges wird nach vorheriger Zugseilentlastung durch einen Kolben oder eine Membrane über einen Ring die Klappe oder Kurbelwelle durch Zug am Betätigungshebel in Schwenkbewegung versetzt; die Arretierung der Rolle wird gelöst.
Diese Vorrichtung hat den Vorteil, daß grobe Passungen möglich sind. Schmutz durch die Klappenbewegung selbsttätig beseitigt wird, die Arretierung bei Zugbeanspruchung noch fester, der Abstand zwischen Seilumlenkrolle und Bodenplatte kleiner wird und dadurch weitere Kühe mit sehr tief hängendem Euter automatisch maschinell nachgemolken werden können. Die Rolle kann sich im unbelasteten Zustand in die günstigste Lage drehen; dadurch entsteht geringerer Seilverschleiß. Ein selbsttäges Aushängen der Verriegelung ist nicht mehr möglich; dadurch erfolgt Zeiteinsparung und völliges Ausmelken der Tiere.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es zeigen
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Umlenk- und Arretiereinrichtung für das Seil der Nachmelk- und Melkzeugabnahmevorrichtung aus der Grundplatte 1, auf deren Unterseite ein beiderseitig abgewinkelter Steg 2 angeschweißt ist. Die abgewinkelten Stegenden 2a weisen Bohrungen 3 auf, in welchen eine kurbeiförmige Arretiervorrichtung 4 gelagert ist. Diese Arretiervorrichtung weist ein Gegengewicht 5 auf, das zweckmäßigerweise ein dickes Blech ist. An der parallelen Kröpfung 6 ist ein Hebel 7 angeordnet, der von einem Ring 8 umfaßt wird. Der rechteckige Ring 8 arretiert über den Hebel 7 die gesamte Arretiervorrichtung 4 in axialer Richtung. Mit dem Ring β ist eine Betätigungseinrichtung 9 verbunden. Diese kann ein
' kleiner Arbeitszylinder, eine im Gehäuse eingespannte Membran mit Stößel oder ein Elektromagnet sein. Die Grundplatte 1
weist Bohrungen 10 auf, die etwas größer als der Durchmesser des Doppelkegels 11 sind. Die Bohrungen 10 tangieren am Steg 22. Um mehr Bodenfreihoit zu erreichen - damit auch die Kühe mit sehr tief hängendem Euter maschinell nachgemolken werden können - ist es zweckmäßig, die Grundplatte 1 muldenförmig auszubilden. Das hat den weiteren Vorteil, daß die Betätigungsvorrichtung 9 mit dem Ring 8 eine günstige Angriffsrichtung am Hebel 7 besitzt.
Die Seilumlenkvorrichtung besteht aus dem Nachmelk· und Abnahmeseil 12, das um die Rolle 13 geführt ist. Die Rolle 13 ist in der Gabel 14 gelagert. Am Gabelzapfen ist der Doppelkegel 11 befestigt.
* Arretiorvorrichtung 4 nach unten gedrückt; das Gegengewicht 5 schwenkt um den erforderlichen Winkel nach oben. Sobald der
' größte Kegeldurchmesser an der Arretiervorrichtung 4 vorbeigeglitten ist, senkt sich bei Drehung der kurbeiförmigen
Ring 8 am Hebel 7 anliegt. Der Kegel 11 ist unbelastet und kann sich während des Melkvorganges entsprechend der Seillage einstellen.
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die Arretiervorrichtung 4 und diese wiederum den Kegel 11 gegen den Steg 2. Solange eine Zugkraft auf das Euter wirkt, ist der
gering. Große Toleranzen in der Lagerung machen die Einrichtung unempfindlich gegen Verschmutzung. Das Seil kann sich immer in die richtige Lage einstellen. Dadurch wird die Seilreibung und der Seilverschleiß gemindert.
1 Grundplatte
2 abgewinkelter Steg
2 a abgewinkelte Stegenden
3 Bohrungen
4 kurbeiförmige Arreiiervorrichtung
5 Gegengewicht
6 parallele Kröpfung
7 Hebel
8 Ring
9 Betätigungseinrichtung
10 Bohrungen
11 Doppelkegel 11a einfacher Kegel
12 Nachmelk-und Abnahmeseil
13 Seilrolle
14 Gabel
15 Klappe
16 Zapfen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Befestigen der Seilumlenkung bei Nachmelk* und
Melkzeugabnahmevorrichtungen, bei welcher das Seil um eine Umlenkrolle geführt ist, diese Rolle mit einer Vorrichtung versehen ist, die entsprechend der Euterlage an einer unter dem Euter installierten Platte arretiert werden kann, die die Zugkräfte beim Nachmelkvorgang aufnimmt und nach Beendigung des Nachmelkvorganges durch eine Fremdbetätigung von der Arretiereinrichtung lösbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) mehrere in einer Reihe angeordnete Bohrungen (10) aufweist, an welchen ein fest mit der Platte (1) verbundener Step (2) tangiert, eine schwenkbare gekröpfte Welle (4) mit ihren Enden in Lagern gelagert ist, die Welle (4) ein Gegengewicht (5) und einen Hebel (7) aufweist, der über den Ring (8) mit der Betätigungsvorrichtung (9) verbunden ist und dessen Hebel (7) gleichzeitig der axialen Arretierung der Welle (4) dient und daß die Seilumlenkung mit einem Arretierungskegel (11) versehen ist.
2. Vorrichtung zum Befestigen der Seilumlenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gekröpfte Welle (4) durch eine Klappe (15) aus Blech ersetzt ist, die Lagerzapfen (16) aufweist.
3. Vorrichtung zum Befestigen der Seilumlenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) muldenförmig ausgebildet ist.
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| DD34070090A DD294398B5 (de) | 1990-05-16 | 1990-05-16 | Vorrichtung zum befestigen der seilumlenkung bei nachmelk- und melkzeugabnahmevorrichtungen |
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| DD294398A5 DD294398A5 (de) | 1991-10-02 |
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1990
- 1990-05-16 DD DD34070090A patent/DD294398B5/de unknown
Also Published As
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| DD294398A5 (de) | 1991-10-02 |
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