DD288291A7 - Verfahren zur herstellung von palladiumtetrammindihydrogencarbonat - Google Patents
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Abstract
Das Verfahren betrifft die Herstellung von Palladiumtetrammindihydrogencarbonat * aus beliebigen loeslichen Pd-Verbindungen, die zunaechst mit NH3 in einen &Pd(NH3)4!Xn-Komplex ueberfuehrt werden. Aus dieser Loesung wird unter Zusatz von Carbonat- oder Hydrogencarbonationen bei p H * * ausgefaellt. Das Verfahren hat einen hohen Raffinationseffekt fuer Pd und fuehrt zu einem reinen Salz, das vorteilhaft vielfaeltig einsetzbar ist in der Galvanik, zur Herstellung von Pd-Pulver sowie anderer reiner Pd-Verbindungen.{Herstellungsverfahren; Palladiumtetrammindihydrogencarbonat; Faellungstechnologie}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Palladiumtetrammindihydrogencarbonat [Pd(NHO4](HCO3I2.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
In der Fachliteratur (Gmelin, Handbuch der anorg. Chemie, System Nr.65, Pd, 8.Auflage, Verlag Chemie 1942; 1.1. ternjaev: Synthese komplexer Verbindungen der Platinmetalle, Verlag Nauka, Moskau 1964; F. R. Hartley: The chemistry of platinum and palladium, Appl. Sei. Publ. ltd. London 1973) werden weder die Existenz von [Pd(NH3I4](HCO3I2 noch dessen Herstellung beschrieben.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von Palladiumtetrammindihydrogencarbonat bereitzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das die Herstellung von reinem Palladiumtetrammindihydrogencarbonat mittels Fällungstechnologie gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bekannte Palladiumverbindungen in wäßriger Lösung zunächst mittels Ammoniak, das gasförmig oder in Form einer wäßrigen Lösung zugesetzt wird, in eine Palladium-Amminkomplexverbindung des Typs (Pd(NH3I4]Xn überführt werden, wobei X ein für Palladiumkomplexsalze bekanntes Anion darstellt. Hierbei sind die Reaktionsbedingungen so zu wählen, daß der Pd-inhalt möglichst vollständig in den obigen Tetramminkomplex überführt wird.
Das kann am sichersten durch einen Umsatz bei Temperaturen über 5O0C sowie mit einem stöchiometrischen Überschuß an Ammoniak erreicht werden. Es können auch bekannte Palladium-Tetramminkomplexverbindungen, wie IPd(NH3I4](NO3I2, in wäßriger Lösung direkt als Vorlaufmaterial dienen.
Anschließend werden der Lösung Carbonat- oder Hydrogencarbonatanionen zugesetzt, vorzugsweise in Form von Ammoniumsalzen, und der pH-Wert der Lösung wird auf pH 6,5 bis 9,0 gesenkt. Das erfolgt vorzugsweise durch Einleiten von Kohlendioxid in die Lösung.
Dabei fällt [Pd(NH3I4](HCO3I2 als kristalliner Niederschlag von schwach gelblicher Farbe aus. Der Niederschlag wird durch Filtration von der flüssigen Phase getrennt und durch Waschen, zweckmäßigerweise mit einer wäßrigen Lösung von Ammoniumcarbonat oder -hydrogencarbonat, von Resten der Mutterlauge befreit.
Im allgemeinen wird bereits hiermit ein reines Palladiumtetrammindihydrogencarbonat erhalten. Zur weiteren Erhöhung der Reinheit kann die Verbindung umgefällt werden. Dazu wird eine wäßrige Aufschlämmung dieses Palladiumsalzes in Lösung gebracht, z. B. durch Erhitzen der Lösung, oder durch Einleiten von Ammoniak oder durch Zusatz einer wäßrigen Ammoniaklösung. Anschließend erfolgt wieder die Ausfällung von Palladiumtetrammindihydrogencarbonat durch Absenken des pH-Wertes der Lösung. Dabei ist es zweckmäßig, im Überschuß Carbonat- oder Hydrogencarbonat zuzusetzen, wodurch eine hohe Ausbeute erreicht wird. Vorteilhaft setzt man (NH4I2COj oder NH4HCO3 zu.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
Durch Lösen von 100g metallischen Palladiums in Königswasser und nachfolgendern Abdampfen der Salpetersäure wurde eine ungefähr 10%ige Palladiumchloridlösung hergestellt. Diese wurde mit halbkonzentrierter, wäßriger ammoniakhaltiger Lösung im Überschuß versetzt und zum Sieden gebracht. Nach kurzer Zeit löste sich der anfangs ausgefallene fleischfarbene Niederschlag des [Pd(NH3I4] · (PdCI4] auf und es entstand eine klare, nahezu ''arblose Lösung. Gegebenenfalls muß weitere ammoniakhaltige Lösung zugesetzt werden. Danach wurde soweit eingedampft, daß eine Lösung mit ca. 10% Pd vorliegt. Man ließ die Lösung abkühlen und versetzte mit ca. 290g festem Ammoniumcarbonat. Das Gemisch wurde ca. 10 min bis zur vollständigen Lösung des Ammoniumcarbonates gerührt, und anschließend wurde CO2 eingeleitet. Nach kurzer Zeit begann die Ausfällung von Palladiumtetrammindihydrogencärbonat. Man setzte das Einleiten von CO2 fort, bis ein pH-Wert von pH 8,0 orreicht.und keine Salzausfällung mehr erkennbar war. Anschließend wurde der Niederschlag abfiltriert und ca. 5 mal mit wenig, möglichst kalter 10-15%iger Ammoniumcarbonatlösung gewaschen. Nach der Trocknung wurden 263g Salz ausgebracht mit einem Pd-Gehalt von 35,0% (theoretisch 35,8%). Das entspricht einer Ausbeute von 92% Pd. Der Cr-Gehalt im Salz betrug <0,25%.
220g feuchtes (Pd(NH3I2]CI2, wie es im Laufe der üblichen Palladiumraffination anfällt und das ca. 100g Pd enthält, wurde wie im Beispiel 1 unter Zusatz von NH3 gelöst. Nach dem Eindampfen auf ca. 11 Lösung und Abkühlen wurden 220g festes NH4HCO3 zugefügt. Anschließend wurde durch Einleiten von CO2 das (Pd(NH3I4)(HCO3)J ausgefällt. Nach Filtration, Auswaschen und Trocknen erhält man 260g Salz mit einem Pd-Gehalt von 35,2%, das einer Ausbeute von ca. 91 % Pd entspricht. Der Cl~-Gehalt betrug ca. 0,38%. Um ein noch reineres Produkt zu erhalten, wurde das Salz in 0,91 heißer halbkonzentrierter NH3-Lösung gelöst, und es wurde weitere 15min erhitzt. Nach dem Abkühlen wurden ca. 70g festes NH4HCO3 zur Lösung gegeben, und durch Einleiten von CO2 wurde wiederum [Pd(NH3)4](HCO3)2 ausgefällt. Man erhielt 239g Salz mit einem Pd-Gehalt von 35,3%. Das entspricht einer Ausbeute von ca. 93%. Der Cl'-Gehalt lag unter 0,01 %.
440g NH4HCO3 wurden mit 750ml Wasser versetzt, danach wurden 350g festes (Pd(NH3M(NO3I2 eingetragen. Man ließ das
gewaschen. Nach dem Trocknen erhielt man 297g Salz mit einem Pd-Gehait von 36,0%. Das entspricht einer Ausbeute von 89%
bekannten Palladiumverbindungen. Das Verfahren ist gleichermaßen geeignet, Palladium zu raffinieren, indem störende
einsetzbar zur Herstellung galvanischer Bäder oder zur Herstellung anderer technisch wichtiger Palladiumverbindungen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Palladiumtetrammindihydrogencarbonat, dadurch gekennzeichnet, daß einer Palladium-Amminkomplexverbindung des Typs [Pd(NH3)^Xn in wäßriger Phase Carbonat- oder Hydrogencarbonationen zugesetzt werden und der pH-Wert der Lösung auf pH 6,5 bis 9,0 eingestellt wird und daß der Niederschlag gegebenenfalls durch erneutes Lösen und Ausfällen nachbehandelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Carbonat- oder Hydrogencarbonationen in Form von Ammoniumsalzen zugesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert durch Einleiten von Kohlendioxid auf den Bereich pH 6,5 bis 8,5 eingestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederschlag zwecks Umfällung unter Erwärmen in eine wäßrige Lösung überführt wird, aus der durch Einleiten von Kohlendioxid Palladiumtetrammindihydrogencarbonat ausgefällt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD31915588A DD288291A7 (de) | 1988-08-24 | 1988-08-24 | Verfahren zur herstellung von palladiumtetrammindihydrogencarbonat |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD31915588A DD288291A7 (de) | 1988-08-24 | 1988-08-24 | Verfahren zur herstellung von palladiumtetrammindihydrogencarbonat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD288291A7 true DD288291A7 (de) | 1991-03-28 |
Family
ID=5601925
Family Applications (1)
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| DD31915588A DD288291A7 (de) | 1988-08-24 | 1988-08-24 | Verfahren zur herstellung von palladiumtetrammindihydrogencarbonat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD288291A7 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20110168566A1 (en) * | 2008-05-07 | 2011-07-14 | Sascha Berger | PD and Pd-Ni Electrolyte Baths |
| CN112897600A (zh) * | 2021-03-15 | 2021-06-04 | 徐州浩通新材料科技股份有限公司 | 一种硫酸四氨钯(ⅱ)的制备方法 |
| CN112939100A (zh) * | 2021-03-15 | 2021-06-11 | 徐州浩通新材料科技股份有限公司 | 一种碳酸氢四氨钯(ⅱ)的制备方法 |
-
1988
- 1988-08-24 DD DD31915588A patent/DD288291A7/de unknown
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20110168566A1 (en) * | 2008-05-07 | 2011-07-14 | Sascha Berger | PD and Pd-Ni Electrolyte Baths |
| US8900436B2 (en) * | 2008-05-07 | 2014-12-02 | Umicore Galvanotechnik Gmbh | Pd and Pd-Ni electrolyte baths |
| CN112897600A (zh) * | 2021-03-15 | 2021-06-04 | 徐州浩通新材料科技股份有限公司 | 一种硫酸四氨钯(ⅱ)的制备方法 |
| CN112939100A (zh) * | 2021-03-15 | 2021-06-11 | 徐州浩通新材料科技股份有限公司 | 一种碳酸氢四氨钯(ⅱ)的制备方法 |
| CN112939100B (zh) * | 2021-03-15 | 2021-11-09 | 徐州浩通新材料科技股份有限公司 | 一种碳酸氢四氨钯(ⅱ)的制备方法 |
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