DD139986B1 - Abschalteinrichtung fuer membranpulsatoren - Google Patents
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- A01J5/00—Milking machines or devices
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Description
Abschalteinrichtung für Membranpulsatoren
Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abschalteinrichtung für Membranpulsatoren für Melkmaschinen, bei denen die Ventile mechanisch unabhängig voneinander betätigt werden. Der Pulsator kann sowohl nach dem Gleichtakt- als auch nach dem Wechseltaktprinzip im gleichen oder im verschobenen Phasenverhältnis arbeiten. Dieser kann allein oder in Abhängigkeit von der Melkzeugabnahmevorrichtung abgeschaltet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen: Im WP 41 O38 ist eine Einrichtung beschrieben, bei welcher die Ivülchf!^überwachungseinrichtung bei Unterschreiten eines bestimmten Milchvolutnenstromes diese ein unmittelbar vor dem Pulsator in der Vakuumleitung eingeschaltetes Ventil ansteuert, welches die Luftabsaugung unterbricht, so daß die Melkbecherzwischenräume nicht mehr vom pulsierenden Vakuum beaufschlagt werden, sich dadurch ständig atmosphärische Luft in diesen befindet, der MeIkvorgang unterbrochen wird und das Melkzeug durch das konstante Melkvakuum am Euter hängen bleibt. Dazu ist ein Ventil großen Durchflußquerschnittes erforderlich. Magnetventile mit großem Durchgangsquerschnitt sind teuer in der Anschaffung. Der Energieaufwand für die Vielzahl von Abschaltventilen bei einer Melkanlage und. der Energieaufwand für die ohne Vakuumzufuhr bis zur Melkzeugabnahme betriebenen Elektropulsatoren ist hoch.
Beim Υ/Ρ 88 (589 wurde dieses "Ventil eingespart, indem der Elektropulsator, der aus zwei Magnetventilen besteht, so geschaltet ist, daß das Vakuum im stromlosen Zustand durch die Magnetventile selbsttätig abgesperrt wird. Die Anwendung ist jedoch auf diese Qiype von Elektropulsator en beschränkt. Membranpulsatoren haben gegenüber Elektropulsatoren den Vorteil, daß sie die sowieso für den Melkprozeß erforderliche pneumatische Energie nutzen und damit die kostspielige elektrische Installation entfällt. Auch die Beseitigung von Störungen erfordert beim pneumatischen Pulsator nicht so hohe Fachkenntnisse, wie ein elektronisch gesteuerter Pulsator.
Ein wesentlicher Nachteil ist, wie auch bei der Lösung nach WP 4-1 Ο38, daß diese Schalteinrichtungen verhältnismäßig groß und auch auf Grund des Gewichtes nur für stationäre Anlagen geeignet sind.
Ziel der Erfindung:
Ziel der Erfindung ist eine breite Anwendung der Abschaltung pneumatisch gesteuerter Pulsatoren sowohl beim einfachen Melkprozeß als auch bei automatischer Melkzeugabnahme. Die Abschalteinrichtung soll leicht und handlich sein, um sie auch für tragbare Melkeinheiten, wie beispielsweise Kannen- und Rohrmelkanlage, einsetzen zu können.
Darlegung des Wesens der Erfindung:
Die technische Aufgabe besteht darin, den vom MiIchflußüberwachungsgerät oder einer anderen Steuereinrichtung kommenden elektrischen oder pneumatischen Impuls für die unmittelbare Abschaltung des Pulsators zu nutzen. Die Abschaltung soll auch in Verbindung mit der automatischen Melkzeugabnahmevorrichtung möglich sein und so erfolgen, daß stets im Abschaltzustand alle Melkbecherζwischenräume dem atmosphärischen Luftdruck ausgesetzt sind und das Melkzeug am Euter gehalten wird.
Merkmale der Erfindung: Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die mit einem
Melkbecheranschluß in Verbindung stehende Steuerleitung, welche zum Drosselventil für die S teuer kammer, bzw. bei Wechseltaktmembranpulsatoren mit Phasenverschiebung auch zur Stabilisierungskammer führt, durch ein pneumatisch 5 oder elektrisch gesteuertes Ventil geringen Durchlaßquerschnittes mittels des vom Milchflußüberwachungsgerät kommenden Impulses absperrbar ist und die abgesperrten Kammern über dieses Ventil mit dem konstanten Vakuum verbunden sind.
Ю Bei Gleichtaktpulsatoren mit Melkzeugabnahmevorrichtung besteht die Möglichkeit einer weiteren Vereinfachung, indem der Ausgang des Steuerventils der Abzugsvorrichtung über ein Rückschlagventil mit der Steuerkammer des Gleichtaktmembranpulsators verbunden ist.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Nachdem der Milchfluß auf den eingestellten Wert abgefallen ist, gibt das Milchflußkontrollgerät ein elektrisches oder pneumatisches Signal, welches das im Steuerkanal des Wechseltaktmembranpulsators eingebaute Ventil so umsteuert, daß die Steuerkammern mit konstantem Vakuum verbunden werden. In dieser Arbeitsstellung stehen beide Melkbecheranschlüsse mit Frischluft in Verbindung, und der Pulsator bleibt in dieser Arbeitslage stehen. Zum Zwecke des maschinellen Kachmelkens kann der Melker durch die Rückschaltung des Ventils den Pulsator wieder in Gang setzen. Die automatische Abschaltung des Pulsators kann auch mit der LIeIkzeugabnahmevorrichtung gekoppelt sein. Bei Gleichtaktmembranpulsatoren mit Melkzeugabnahmevorrichtung wird die Steuerkaanner des Pulsators über eine zum Steuerventil der Abnahmevorrichtung führende Leitung evakuiert. Die geringfügige, über die Drosseleinrichtung nachströmende Luft wird mit abgesaugt. In dieser Arbeitslage stehen die Melkbecherzwischenräume mit der frischluft in Verbindung. Mit dem Umschalten des Steuerventils auf Frischluft, sperrt ein in der Verbindungsleitung befindliches Rückschlagventil die Frischluftzufuhr ab, wodurch der Pulsator wieder selbsttätig anläuft.
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen und den zugehörigen Zeichnungen erläutert werden.
Es zeigen:
Pig· 1: einen Wechseltaktmembranpulsator mit eingebautem Absperrventil und
Fig. 2: einen Gleichtaktmembranpulsator mit Rückschlagventil, beispielsweise in Verbindung mit einer Melkzeugabnahmevorrichtung.
Der aus dem Gehäuse 1, den Membranen 2;3;4 und den Ventilen 5;6 bestehende Pulsator weist Arbeitskammern 7, eine Stabilisierungskammer 8, eine Kammer für Frischluft 9 und Kammern für konstantes Vakuum 10, sowie Wechseldrucickaoimern 11;12 auf. Die Wechseldruckkammern 11·12 stehen mit den Melkbecherzwischenräumen über Schläuche in Verbindung. Die Wechseldruckkammer 11 steht über eine Verbindungsleitung 13 und ein Absperrventil 1A- mit der Stabilisierungskammer 8 ungedrosselt in Verbindung. Über eine Drossel 15 ist die Kammer 8 mit der Arbeitskammer 7 verbunden (Fig. 1).
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Umsteuerung der Ventile 5;6 erfolgt durch den Druckwechsel in den Kammern 7;8. Der Druckauf- und -abbau erfolgt über die Verbindungsleitung 13· Zwecks Abschaltung des Pulsators wird über einen elektrischen oder pneumatischen Impuls das Ventil 1A- so umgesteuert, daß die Wechsel druckkammer 11 von den Kammern 7;8 abgesperrt wird und die Kammern 7;8 mit konstantem Vakuum verbunden werden. In dieser Arbeitslage des Pulsators befindet sich in beiden Wechseldruckkammern 11;12 Frischluft, die über die Verbindungsschläuche in die Melkbecherzwischenräume strömt. Damit werden die Zitzen entlastet, der Melkvorgang ruht. Zum Zwecke des maschinellen Nachmelkens kann durch eine Umsteuerung des Absperrventils 14- der Pulsator wieder eingeschaltet werden. Gegenüber der herkömmlichen Abschaltung des Pulsators handelt es sich hierbei um ein Ventil mit
sehr geringen Abmessungen und Energieverbrauch. Diese Lösung kann auch bei Gleichtaktpulsatoren Anwendung finden.
Fig. 2 zeigt eine einfachere Schaltung für Gleichtaktpulsatoren. Der Pulsator 20 besitzt die Steuerkammer 21, die über die Drossel 22 mit der Wechsel druckkammer 23 in Verbindung steht. Zum Zwecke der Abschaltung des Pulsators steht die Steuerkammer 21 über einen Kanal 24·, in dem sich ein Rückschlagventil 25 befindet, mit einer pneumatischen Steuereinrichtung 26 in Verbindung. Die pneumatisehe Steuereinrichtung 26 kann sowohl ein Milchflußüberwachungsgerät mit pneumatischen Ausgangssignalen sein, wenn nur abgeschaltet werden soll und das Melkzeug am Euter zum maschinellen ITachmelken verbleibt, als auch eine MeIkzeugabnahmevorrichtung sein, wenn das Melkzeug gleichzeitig abgenommen werden soll. Bei dieser Schaltung strömt im Abschaltzustand über die Drossel 22 eine geringe Luftmenge in die Steuerkammer 21 ein, die über das Rückschlagventil 25 und das Steuerventil 26 mit abgesaugt wird. Die Luftmenge ist so gering, daß sie auf die Betriebskosten keinen Einfluß hat. Der Aufbau hingegen ist einfacher als in Fig. 1, weil das Ventil einfacher ist und eine vorhandene Steuereinrichtung genutzt werden kann. Wird über die Steuereinrichtung 26 der Kanal 24· belüftet, schließt das Rückschlagventil 25, und der Pulsator läuft wieder an.
Claims (3)
1. Abschalteinrichtung für Wechseltakt-ifembraiipulsatoren, bei denen die Ventile durch Membranen unabhängig voneinander betätigt werden, gekennzeichnet dadurch, daß ein Ventil (14) in die Verbindungsleitung (13), die die Wechseldruckkammer (11) mit der Stabilisierungskammer (8) und der Arbeitskammer (7) verbindet, so eingeschaltet ist, daß im Abschaltzustand die Verbindung nach der Wechseldruckkamiaer (11) abgesperrt und die Verbindung der Stabilisierungskammer (8) zum konstanten Vakuum geöffnet ist.
2. Abschalteinrichtung nach Punkt 1 t gekennzeichnet dadurch, daß das Ventil ^14-j in Abhängigkeit vom Kilchflußüberwachungsgerät pneumatisch oder elektrisch ansteuerbar ist.
3· 15 Abschalteinrichtung für Gleichtakt-Membranpulsatoren, bei denen die Steuerkammer ) über eine Verbindungsleitung und !Drossel ) mit der i7echseldruckkammer in Verbindung steht, gekennzeichnet dadurch, daß die Steuerkammer (21) im Abschaltzustand über ein Rückschlagventil (25) an das konstante Vakuum angeschlossen ist.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DD20939478A DD139986B1 (de) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Abschalteinrichtung fuer membranpulsatoren |
| CS726879A CS222981B1 (en) | 1978-11-29 | 1979-10-24 | Apparatus for disconnecting diaphragm pulsators |
| YU284079A YU284079A (en) | 1978-11-29 | 1979-11-20 | Device for disconnecting membrane pilsators |
| FR7929167A FR2442581B1 (fr) | 1978-11-29 | 1979-11-27 | Dispositif de mise hors circuit pour pulsateur a membrane notamment de trayeuse mecanique |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD20939478A DD139986B1 (de) | 1978-11-29 | 1978-11-29 | Abschalteinrichtung fuer membranpulsatoren |
Publications (2)
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|---|---|
| DD139986A1 DD139986A1 (de) | 1980-02-06 |
| DD139986B1 true DD139986B1 (de) | 1981-10-28 |
Family
ID=5515544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (4)
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Families Citing this family (2)
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Family Cites Families (1)
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|---|---|---|---|---|
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1979
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- 1979-11-27 FR FR7929167A patent/FR2442581B1/fr not_active Expired
Also Published As
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| FR2442581B1 (fr) | 1985-07-19 |
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