Biegsamer elektrischer Heizstab. Die für gewerbliche und industrielle Zwecke benützten stabförmigen, elektrischen Heizkörper haben den Nachteil, dass sie in axialer Richtung mehr oder weniger starr sind, was schon durch :die bisherigen Herstel lungsverfahren bedingt ist.
Wenn infolgedessen diese Heizkörper in den Apparaten auswechselbar angeordnet sein sollen, so muss vor allen diesen Heizvorrioli- tungen ein freier Raum von mindestens der oft recht beträchtlichen Heizkörperlänge ver fügbar sein, um ein Ausziehen der Heizkör per zwecks Revision oder Reparatur zu er möglichen. Auch. sind diese langen Stücke für den Transport usw., unhandlich und wer den leicht beschädigt. Da .ausserdem das Ein setzen dieser starren Heizkörper schwierig ist, werden die letzteren oft schon bei der Montage beschädigt.
Es sind zwar schon biegsame elektrische Heizstäbe vorgeschlagen worden, bei welchen eine Widerstandsspule von mehr oder weni ger langen Isolationshülsen gleicher oder ver schiedener Länge je nach Verwendung umge- ben war. Indessen waren dieselben nur für Heizapparate kleiner Leistung, bei welchen eine vollständige Öffnung des Apparaten körpers zwecks Einlegen oder Herausnehmen der Widerstandsspule möglich war, verwend bar.
Ein Einführen derselben durch- enge Öffnungen mit wenig freiem Raum davor oder durch enge gewundene Kanäle, Bedin gungen, wie sie zum Beispiel bei Bodenbehei- zung und Boilern vorkommen, , war sehr schwierig, gänzlich unmöglich indessen deren Herausnehmen unter solchen Bedingungen, da hierbei einfach die Heizspule abgewickelt oder zerrissen wurde und die Isolationshülsen zurückblieben.
Die genannten Übelstände werden nun vollständig behoben durch den Gegenstand vorliegender Erfindung, einen biegsamen elektrischen Heizstab mit aneinandergereih- ten, die elastischen Widerstandskörper tra genden Isolationsstücken.
Gemäss der Erfindung sind die Isolations stücke durch mindestens ein durch sie hin durchgehendes Zugorgan, z. B. Drahtseil, zu- sammengehalten und durch mindestens eine an einem Ende .des Heizstabes vorgesehene Feder elastisch aneinander gepresst.
Dank dieser Anordnung ist es möglich, sehr lange Heizstäbe auch dann in Heizvor- richtungen ein- und auszubauen, selbst wenn der freie Raum vor denselben nur sehr ge ring ist und nur eine kleine Einführöffnung zur Verfügung steht, ebenso wenn der Heiz- stab in engen, gewundenen Kanälen unterge bracht ist.
Die Anordnung ist hierbei vorzugsweise derart getroffen, dass eine Schraubenfeder einen am Ende des Drahtseils festen Schrau benbolzen umgibt, auf welchem zugleich eine Reguliermutter zum Regulieren des Zusam- menpressdruckes sitzt.
Jedes Isolat@onsstü,k hat zweckmässiger weise am einen Ende einen Fortsatz und am andern Ende eine diesem entsprechende Ver tiefung, zum Zwecke, durch das Einlegen der Fortsä.tze der Isolationsstücke in die Ver tiefungen der anstossenden eine genaue Zen trierung derselben zu erzielen.
Jedes Isolationsstück ist zweckmässiger weise mit mehreren Längsbohrungen zum Einlegen einer entsprechenden Anzahl Wi derstandsspulen versehen. Dadurch kann man, je nach dem man die Spulen einzeln oder gruppenweise in Serie oder parallel schaltet, auf einfache Weise eine Regulierung der Wärmeerzeugung und Anpassung an die Spannung erzielen.
Eine Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes ist in beiliegender Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar ist: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Reizele mentes, teilweise im Längsschnitt, Fig. 2 ein Querschnitt des Tsolationskör- pers; Fig. 3 zeigt ein Heizelement, wie es in den zu heizenden Gegenstand (in diesem Falle ein Rohr) eingeschoben wird.
In Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 die Isola tionsstücke, welche zylindrischen Querschnitt haben und in axialer Richtung neben einer kleineren zentralen Bohrung 2 am Umfang vier grössere Bohrungen 3 aufweisen. Jedes Isolationsstück besitzt am einen Stirnende einen Fortsatz 4 und am andern eine Vertie fung 5, in .der Weise, dass der Fortsatz des einen Isolationsstückes mit dem nötigen Spiel in die Vertiefung des andern passt.
Mittelst eines Drahtseils 6, das durch die zentrale Bohrung der Isolationsstücke hindurchgezo gen ist, werden die letzteren zu einem Gan zen vereinigt. Das Drahtseil endigt auf der einen Seite in einen Kopf 7, der durch eine Isolierhülle 8 vor Berührung mit dem Wider standsmaterial geschützt ist, während auf der andern Seite ein Gewindebolzen 9 befestigt ist, der eine mit einer Mutter 10 spannbare Schraubenfeder 11 trägt. Auf diese Weise ist es möglich, die Isolierstüoke mit einem belie big einstellbaren Druck aneinanderzupressen, und zwar' .auch dann, wenn das Heizelement gebogen wird, sich also die Länge der Mittel axe vergrössert.
Durch die Aneinanderreihung der Isola tionsstücke entstehen, aus den Längsbohrungen 3 gebildet, röhrenartige Hohlräume, in welche die spulenförmig aufgewickelten Wider standsdrähte 12 eingezogen werden. Da diese ebenfalls in der Längsrichtung elastisch sind, so passen sie sich der veränderlichen Länge des Heizkörpers ohne weiteres an.
Die Enden der Widerstandsspulen werden in bekannter Weise miteinander verbunden oder an die Klemmen der Stromzuführung 13 angeschlossen, und zwar können hierbei je nach Bedarf die Widerstandsspulen einzeln oder gruppenweise in Serie oder parallel ge schaltet werden, wodurch eine Regulierung der Heizwirkung und Anpassung an die vor handene Spannung erzielt werden kann.