CH98084A - Neuer Brennstoff für Verbrennungskraftmaschinen und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents
Neuer Brennstoff für Verbrennungskraftmaschinen und Verfahren zur Herstellung desselben.Info
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Description
Neuer Brennstoff für Verbrennungskraftniaschinen und Vorfahr-en zur Herstellung desselben. Beim Betriebe von Verbrennungskraft- maschinen bestellt die Schwierigkeit, die der Fettreihe angehörigen Rohölbestandteile, de ren Siedepunkt zwischen<B>130' C</B> und 400'<B>C</B> liegt und welche besonders grosse Mengen von Wärmekalorien beim Verbrennen ergeben, vollkommen und so leicht wie die leichtsie denden Ole vom Siedepunkt unter<B>130'</B> zu verbrennen.
Die Erfindung bezweckt, die an--eführten liochsiedenden Rohölbestandteile zum Betrieb von Verbrennungskra.ftmaschi- nen, zum Beispiel von Explosionsmotoren, brauchbar zu machen, so dass man zum Bei spiel bei Explosionsmotoren die gleichen Ver gaser, die allgemein für Benzin üblich sind, verwenden kann. Der neue Brennstoff ist dadurch gekennzeichnet, dass er folgende drei Bestandteile aufweist: <B>1.</B> Wenigstens einen der Fettreihe ange hörigen Rohölbestandteil, dessen Siedepunkt zwischen<B>130' C</B> und 400'<B>C</B> liegt.
2. Unter<B>300' C</B> siedende Kohlenwasser- stoffe von einer solchen Zusammensetzung, wie sie bei der Destillation von einem Teer erhalten werden können.
<B>3.</B> Kleinere Zusätze anderer, leicht brenn barer Stoffe, wie Ketone, zum BeispielAce- ton, Aldellyde, zum Beispiel Acetaldeliyd, ferner Äther, Ester oder Alkohole, wie zum Beispiel Methylalkohol oder Äthylalkohol oder Mischungen hiervon.
Das Verfahren besteht darin, dass man einer aus wenigstens einem der Fettreihe an gehörigen Rohölbestandteil, dessen Siede punkt zwischen<B>130' C</B> und 400'<B>C</B> liegt, und aus unter<B>800' C</B> siedenden Kohlenwasser- stoffen von einer solchen Zusammensetzung, wie sie bei der Destillation von einem Teer er halten werden können, gebildeten Mischung t' kleinere Zusätze anderer leicht brennbarer Stoffe hinzufügt.
Als der Feitreille angehörige, zwischen <B>130'</B> und 400' siedende Rohölbestandteile sind Kolilenwasserstoffe anzasehen, welche im rohen Erdöl vorkommen oder die Be- sc'haffenheit desselben besitzen.
Man kann dementsprechend Erdölbestandteile oder auch züm Beispiel ans der Tieftemperaturteer- destillation der Kohle herrührende Kohlen- wasserstoffe, die den rohen Erdölen analog sind, oder Generatorteeröle verwenden. Der Brennstoff Ini.nn -auch andere der Fettreille an-elibrige l,'oliölbestaiiclteile als diejenigen, welche zwischen<B>130 '</B> und <B>-100 '</B> sieden, auf weisen.
Er kann zum Beispiel auch diejeni gen Kohlenwasserstoffe des Erdöls, -welche zwisf,hen <B>--"0'</B> und <B>130'</B> über.-ehen, enthalten. In diesem Falle kann man die ganze 7wi- sühen <B>30'</B> bis<B>360'</B> bezw. 400' übergebende Fraktion des Erdöls für die Herstelluno, t' des Brennstoffes verwenden.
Zu den andern, unter<B>300 '</B> qiedend#,-n, unter Ziffer 2- #genann- fen Kohlen-wasserstoffen gehören Kohlen- wasserstoffe, wie sie zum Beispiel bei der Destillation von Steinkohlenteer, Braunkoh lenteer. Turfteer, Ilolzteer oder dergleichen erhalten werden und in gewissen Erdölpri, züm Beispiel im Borneo-Rohöl, schon eift- halten sind.
<I>I. Beispiel:</I> Rohes Ostindisches Erdöl (Boriieoiil), welches neben der Fettreihe .iiioeIiöri(reii Rkohölbestandteilen, deren Siedepunld zwi- sehen <B>130 '</B> und 400<B>'</B> liegt, bekanntlich bis 40 '/'o Kohlenwasserstoffe, wie sie oben unter Ziffer 2 definiert worden sind, enthält, -wird in der allgemeinen üblichen \#Veise einmal, nötigenfalls auch ein zweites Mal gründlich gereinigt,
damit der erdige Schmutz und die osplialtigen S toffe ausscheiden. Dieses ge- reinigte <B>01</B> wird ein-, unter Umständen zwei mal von<B>30'</B> bis 400' diskontinuierlich de stilliert. Dem ge-,vonnenen, zwischen<B>30'</B> bis 400' übergebenden Destillat wird sofort<B>5</B> % Aeeton zugesetzt und das Ganze gut verrührt.
Hierauf #vird das Cranze gut filtriert, damit die etwa darin verbliebenen Wasserteilchen oder winzi2:en Festkörperchen ausgeschieden werden. Nunmehr ist der Betriebsstoff ge- braunlisfertig. Der Zusatz von Aceton hann auell während der Destillation erfohren.
el II. <I>Beispiel:</I> <B>50</B> bis<B>60</B> Teile eines rohen Erdöls, welclie zwischen 130'und 400' sieden, werden gründ- lieh gereinigt und destilliert; alsdann werden 50-40 Teile Sipiiiliolilerifeeröl einmal in der üblichen Weise "-ereiiii-t und destilliert. Die von <B>75 '</B> bis<B>110'</B> überoehende Frahtion wird für sich gewonnen.
Unter weiterem Zusatz von<B>5</B> '/,) Apeton werden die beiden Destil- hate unter o,utem -Umrühren miteinander ver- inischt und filtriert. Die Vereinigung dt#i- beiden Rohöle kann aueli während der Dr- stillation -eschehen. indem die Dämpfe zilsammen geloitet <B>und</B> kondensiert -werden.
III. <B>60</B> bis -10 Teile eines rohen<B>E,</B> rdöls und 10 bis <B>60</B> Teile, 'I'c#erijl werden destilliert.
Wäli- rend der Destillation werden die 1)#iini)fc- unter Zusatz von r) bis<B>8</B> Teilen Acefon (was serfrei) vereinigt und hondensiert. Dieses<B>De-</B> <B>s</B> illat ist, für schwer(, und aueli für Di,-sel- motoren <U>geeignet</U> und kann bis züi <B>IM) %</B> mit I <B>-</B> absolutem Alkohol,
Spiritus usw. gemiseht werden. ohne in seinen Leistungen gegenüber andern Befrielissioffen. wie Benzin oder Ben zol, im Verhältnis we-,enilich zuriielzzii--elieit.
Für die Gewinnung der obengenannten unter<B>300'</B> siedend-n Koblenwasserstoffe yon einer solchen ZusammseNung, wie sie 1)(,i der Destillation von einem Teer erhalten wer den können, verfährt" man ain besten fol-eii- dermassen:
Man nimmt Teer, welcher b(-im Verkohen von Steinkoble, Braunli-,ohle usw. erhalten wird, reiiii--t denselben einmal und destilliert einmal in einem Zug eitt%v(#(ler-die von<B>75'</B> bis<B>130,</B> oder, wenn man gan7 sehwere Motoren hat, die von<B>75'</B> bis<B>1,50'</B> oder1.80oderbis210-VibergebendenBestand- teile. Wenn man Verbrennungsmotoren<B>be-</B> treiben will, dann kann man den Teer von 75' bis 2,50,
oder von<B>75'</B> bis<B>300</B> desfil- lieren.
Der neue Brennstoff ist namentlieh für l#',xplosionsmotoren, aber auch für Piesel- motoren und andere Notoren brauchbar. Er liefert im Vergleich zu Benzin und andern Brennstoffen einen höheren Nutzeffekt, ver russt und verschmiert nicht und ist billiger herzustellen. Er hat ausserdem die vorzii-g- liche Eigenschaft, sich mit absolutem Alko- hol, Sprit oler Spiritus in beliebigem Ver hältnis mischen<I>zu, lassen.</I>
Claims (1)
- PATENTANS1InüCHE: <B>1.</B> Neuer Brennstoff für den Betrieb voll Verbrennungskraftmaseliinen, dadurch ge- kennzeielinet, dass er wenigstens einen der Fettreilie <B>,</B> an-ehörigen el -Rohölbestandt.eil, dessen Siedepunkt zwischen<B>130 '</B> und 400<B>' C</B> lie"t, unter<B>300</B> 'siedende Kohlen- wasserstoffe, von einer solchen Zusammen setzung, wie sie bei der Destillation<B>voll</B> einem Teer erhalten -werden können,und kleinere Zusätze anderer leicht brennba rer Stoffe aufweist.. 11. Verfahren zur Herstellung des Brenn- sioffes nach Patenanspruch T, dadurch gekennzeichnet, dass man einer aus wenig stens einem der Feitreihe angehörigen Rohölbestandteil, dessen Siedepunkt zwi- sehen <B>130 , C</B> Lind 400 <B>'</B> C liegt,lind aus unter<B>300 '</B> siedenden Kohilenwasser- stoffen von einer solchen Zusammenset zung, wie sie, bei der Destillation von einem Teer erhalten werden können, gebildeten Mischun- kleinere Zus. tze anderer leicht brennbarer Stoffe hinzufügt.TINTERANSPRVCHE: <B>1.</B> Neuer Brennstoff nach Patentanspurch T, dadurch gekennzeichnet, dass er die zwi- sehen dem Siedebeginn des Rohöls (30') und<B>360'</B> siedenden Rohölbestandteile aufweist. 2. Neuer Brennstoff nach Patentanspruc'h <B>1,</B> dadurch gekennzeiehnet, dass er die #om Siedebeginn des Rohöls (30') bis 400 siedenden Rohölbestandteile aufweist.<B>3.</B> Neuer Brennstoff nach Patentanspruch.<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Rohölbestandteile aus Produkten der Tieffemperaturteerdestillation der Kohle bestehen. Neuer Brennstoff nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet., dass die unter <B>300'</B> siedenden Ko-hlenwasserstoffe aus Steinkolllenteeröldestillationsprodukten be stehen.<B>5.</B> Neuer Brennstoff nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er aus dem zwischen<B>30'</B> bis 400' überdestillierenden Teil des Borneoöls und ans kleineren Zu sätzen anderer leicht brennbarer Stoffe besteht. <B>6.</B> Neuer Brennstoff nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Zusätze Methylalkohol enthalten. <B>7.</B> Neuer Brennstoff nach Patenfanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Zusätze Holzgeist enthalten. <B>8.</B> Neuer Brennstoff nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Zusätze Keione enthalten.<B>9.</B> Neuer Brenlistof <B>f</B> nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Zusätze Aceton enthalten. <B>10.</B> Neuer Brennstoff nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Zusätze Aldehyde enthalten. <B>11.</B> Neuer Brennstoff nach Patentanspruch T, dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Zusätze Äther enthalten. 19-. Neuer Brennstoff nacli Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die genann ten Zusätze Ester enthalten.<B>13.</B> Neuer Brennstoff nach Patentansprucli I, dadurch gekennzeichnet, dass er als Zu satz noch Äthylalkohol enthält. 14. Neuer Brennstoff nach Patentanspruch. II, dadurch gekennzeichnet, dass die lii- schung sämtlicher Bestandteile durch<B>De-</B> stillieren erfolgt.
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