CH95655A - Verfahren zum ununterbrochenen, schnellen Eintrocknen. - Google Patents

Verfahren zum ununterbrochenen, schnellen Eintrocknen.

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CH95655A
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Welter Dr Adolf
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Welter Dr Adolf
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/16Evaporating by spraying
    • B01D1/18Evaporating by spraying to obtain dry solids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


  



  Verfahren zum ununterbrochenen, schnellen Eintrocknen.



   Es ist bekannt, Flüssigkeiten, die beim Eintrocknen einen festen Rückstand liefern, in einem Turm fein zu verteilen und so die Oberfläche so stark zu vergrössern, dass durch entgegengeführte Luft ein sehr schnelles Eintrocknen erfolgt und der feste Rückstand sich in fein verteilter Form auf dem Boden des Turmes niederschlägt. Es hat sich nun   gezeigt, daB    vielfach die so gebildete grosse Oberfläche noch nicht genügt, um bei den praktisch in Betracht kommenden Turmhöhen und Eindampfzeiten Niederschläge zu erhalten, die genügend trocken sind und nicht mehr zusammenbacken.



   Um   diesen Übelständen    abzuhelfen, ver  grössert    man nach vorliegender Erfindung die Oberfläche noch dadurch, dass man in den Zerstäubungsnebel der Flüssigkeit durch passende Mittel, zum Beispiel durch stark bewegte Luft, auch durch Einsieben, zum Schweben gebrachte, fein verteilte, feste Stoffe einführt, die mit den einzelnen Tropfchen des Flüssigkeitsnebels in Berührung kommen und diesen so eine aussergewonlich grosse Verdunstungsfläche bieten.

   Wenn nun diesen so mit Flüssigkeit benetzten oder vollgesaugten kleinen Staubteilchen,   wahrend    sie in dem Turm   niedersinken,    stark bewegte Luft der Fallrichtung   entgegengeführt    wird, so genügt schon eine sehr kurze Zeit und eine geringe   Turmhohe,    um eine vollständig trockene Masse zu erhalten, die nicht mehr zusammenbackt und sofort   verpaokungsfähig    ist. Das Verfahren ist besonders wirkungsvoll, wenn man als feinverteilte, feste Stoffe pulver-oder   staubformige    Salze verwendet, die die aufgestäubte, wässrige Flüssigkeit ganz oder teilweise als Kristallwasser zu binden vermögen.



   Die Ausführung dieses Verfahrens geschieht am   zweckmässigsten    so : In einem Turm aus beliebigem Material zerstäubt man oben die zu trocknende Flüssigkeit so fein wie möglich, wobei es gleichgültig ist, ob die Zerstäubungsvorrichtung selbst innerhalb oder ausserhalb des Turmes liegt. Durch seitliche Öffnungen im obern Teile des Turmes presst oder saugt man alsdann die zur Aufnahme der Staubnebel geeigneten, festen kleinen Teilchen in den Turm hinein. Man kann sie auf mechanische Weise zerstäuben, worauf sofort eine sehr starke Benetzung und   ausserordentliche Oberflachenbildung eintritt.   



  Die benetzten Teilchen fallen jetzt durch den Turm auf den Boden hinunter und werden durch   entgegengefüirte    Saug-oder Pressluft auf diesem Wege vollständig getrocknet, so dass sie niebt mehr zusammenbacken. Die oben aus dem Turm austretende Saug-oder Pressluft kann, im Falle sie noch kleine   Mengen schwebender    Teilchen enthält, leicht von diesen durch die bekannten   Filtermetho-    den getrennt werden.



   Beispiel :
In einem Turm von etwa   2 1/s    m   Durch-    messer und etwa 10 m   Hoche    zerstäubt man eine Lösung von   unterehlorigsaurem    Natron und saugt gleichzeitig fein gepulverte Am  moniaksoda    ein. Das Wasser der ersterwähnten   Losung    verdunstet teilweise, teilweise geht es als Kristallwasser an die Soda. Das so entstehende Gemisch bildet feine   Kristall-    teilchen, die, sobald sie einen bestimmten Durchmesser erreicht haben, von der nach oben strömenden Luft nicht mehr getragen werden und in den untern Teil des Turmes hinunterfallen.

   Hier wird die   griesförmige,    nicht mehr zusammenbackende Masse selbst  tatig abgefiihrt.    Der vorstehend beschriebene Arbeitsgang gestattet die Herstellung eines von katalytischen Stoffen freien, sehr halt  baren : E, rzeugnisses,    das als   Bleich-und    Waschmittel vorteilhafte Verwendung findet.



   Das   Eintrocknen nach vorliegendem    Verfahren kann ohne Wärmezufuhr durchgeführt werden. Infolge der auftretenden Verdun  stungskalte liegt    die in dem Arbeitsraum herrschende Temperatur meist erheblich unter derjenigen der ihn umgebenden Luft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum ununterbrochenen, schnellen Eintrocknen von Flüssigkeiten, die einen festen Rückstand hinterlassen, dadurch ge kennzeiclnet, daR man die F'Lüssigkeit im obern Teile eines Turmes fein verteilt und in den so gebildeten Flüssigkeitsnebel zum Schweben gebrachte, fein verteilte, feste Stoffe einführt, so dass die in dem Turm herabfallenden Staubteilchen mit der Flüssigkeit in Berührung kommen, wobei man stark bewegte Luft der Fallrichtung entgegenführt, so dass die Teilchen trocken und nicht mehr zusammenbackend am Boden des Turmes anlangen, nachdem sich der aus der Flüssig- keit abgeschiedene Verdunstungsrückstand auf ihnen niedergeschlagen hat.
CH95655D 1920-07-09 1920-07-09 Verfahren zum ununterbrochenen, schnellen Eintrocknen. CH95655A (de)

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