CH95147A - Verfahren zur Mästung von pathogenen Bakterien, zum Zwecke, dieselben zur Gewinnung besonders heilkräftiger, alle Partialantigene enthaltender Vaccine geeignet zu machen. - Google Patents
Verfahren zur Mästung von pathogenen Bakterien, zum Zwecke, dieselben zur Gewinnung besonders heilkräftiger, alle Partialantigene enthaltender Vaccine geeignet zu machen.Info
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Description
verfahren zur lllüstuug von pathogenen Bakterien, zaen Zwecke, dieselben zur Gewinnung besonders heilkräftiger, alle Partialantigene enthaltender Yaccine geeignet zu machen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Mästung von pathogenen Bakterien, zum Zwecke, dieselben zur Ge winnung besonders heilkräftiger, alle Partial antigene enthaltender Vaccine geeignet zu machen.
Das Verfahren ist sowohl auf nicht säurefeste, pathogene Bakterien, als auch auf säurefeste Bakterien, wie Staphylokokken oder dergleichen und Tuberkelbazillen oder dergleichen, anwendbar. Das Neue besteht darin, dass diese in Bouillonlösung von hohem, 2% übersteigendem Zuckergehalt gezüchtet werden.
Es wurde nämlich gefunden, dass diese Bakterien in solchen Nährböden in besonders grossen Mengen wachsen und dass sich die einzelnen Bakterienindividuen besonders gut entwickeln, wobei infolge der Mästung eine reichlichere Bildung von Partialantigenen, insbesondere Fettpartialantigenen, erzielt wird.
Bei den gemäss dem Mästungsverfahren nach der vorliegenden Erfindung vorgenom menen Versuchen hat sich ergeben, dass je stärker die Zuckerkonzentration; desto grösser auch die Ausbeute an Mastbakterien ist.
Bei der Mästung von Staphylokokken er scheinen in den höheren Konzentrationen die auf Agar so charakteristischen Farbentöne. der drei Staphylokokkenar ten - staphylo- kokkus aureus, staphylokokkus albus und staphylokokkus citreus - sehr deutlich und schön und die gemästeten Staphylokokken- bakterien zeigen bei besserer Färbbarkeit sehr grosse Kugelform,
während bei gewöhn liehen Staphylokokkenbouillonkulturen ohne oder mit geringem Zuckergehalt diese Farben töne nicht zu erkennen sind.
Bei Tuberkelbazillen ist ein besonders üppiges und fettes Wachstum bei höherer Zuckerkonzentration zu beobachten und die gemästeten Tuberkelbazillen sind länger, dicker und grösser als die nicht gemästeten; auch enthalten sie, wie chemisch ermittelt wurde, mehr Fettstoffe als gewöhnliche urgemästete Tuberkelbazillen. Es hat sich bei diesen Untersuchungen herausgestellt, dass die Bakterien Fettbildner ans Zucker sind.
<I>Beispiele:</I> Menschentuberkelbazillen wurden im Erl- meier-Kolben in Bouillon teils mit 5% Gly- zerin, teils in Bouillon ohne Glyzerin, teils in Bouillon mit Saccharose oder Glykose (2-1011/o) mit oder ohne 5"/o Glyzerin an gesetzt.
Auf Bouillon ohne Glyzerin und ohne Zucker wuchsen überhaupt keine Tuberkel- bazillen, auf der Bouillon mit 5% Glyzerin allein wuchsen binnen 55 Tagen Tuberkel bazillen nur in einem spärlichen, kaum Zwei blarkstückgrösse erreichenden Oberflächen wachstum.
Auf Bouillonkulturen, die mit 2-10% Saccharose oder Glykose versetzt worden waren (mit oder ohne Zusatz von 5 % Glyzerin), wuchsen Tuberkelbazillen in der selben Zeit ausserordentlich reichlich, fett und iippig,
so dass sie die ganze Oberfläche der Bouillon im Erlmeier-Kolben vollständig be deckten und noch die Neigung zeigten, am Rande des Kolbens emporzukriechen. Die aus solchen fettigen Kulturen entnommenen Tu berkelbazillen zeigten im Mikroskop besonders grosses Längenwachstum und Kettenform; chemisch enthielten sie bedeutend mehr Fett stoffe als gewöhnliche Tuberkelbazillen, näm- lich bis 48 % gegen 20 0% bei gewöhnlichen Tuberkelbazillen.
Auch waren die so fett reichen Bazillen als solche toxischer als ge wöhnliche, auf Glyzerinbouillon gezüchtete. Filtrate von auf Saccharosebouillon gewach senen Tuberkelbazillen waren toxischer als die Filtrate von auf Glyzerinbouillon ge wachsenen.
Die gemästeten Bakterien (Tuberkelbazil len oder Staphylokokken) sind besonders ge eignet, um daraus ein wirksames, heilkräftiges Vaccin zu gewinnen, welches bei Menschen und Tieren zur aktiven Immunisierung gegen die betreffenden Erkrankungen verwendet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Mästung von pathogenen Bakterien, zum Zwecke, dieselben zur Ge winnung besonders heilkräftiger, alle Partial antigene enthaltender Vaccine geeignet zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass diese in Bouillonlösung mit hohem, 2 % über- steigendem Zuckergehalt gezüchtet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE95147X | 1914-02-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH95147A true CH95147A (de) | 1922-06-16 |
Family
ID=5645359
Family Applications (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH100316D CH100316A (de) | 1914-02-11 | 1920-06-23 | Verfahren zur Gewinnung eines besonders heilkr@aftigen, alle Partialantigene enthaltenden Vaccins aus Tuberkelbazillen. |
| CH95147D CH95147A (de) | 1914-02-11 | 1920-06-23 | Verfahren zur Mästung von pathogenen Bakterien, zum Zwecke, dieselben zur Gewinnung besonders heilkräftiger, alle Partialantigene enthaltender Vaccine geeignet zu machen. |
| CH96962D CH96962A (de) | 1914-02-11 | 1920-06-23 | Verfahren zur Gewinnung eines besonders heilkräftigen, alle Partialantigene enthaltenden Vaccins aus Staphylokokken. |
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Country Status (2)
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|---|---|
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-
1920
- 1920-06-23 CH CH100316D patent/CH100316A/de unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH96962A (de) | 1922-11-16 |
| CH100316A (de) | 1923-07-16 |
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