CH95093A - Vorrichtung zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Druckes von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen. - Google Patents

Vorrichtung zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Druckes von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen.

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CH95093A
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      Vorrichtung    zur     Aufieehterhaltung    eines bestimmten Druckes von     Flüssi,heiten,          Dämpften    oder Gasen.    Die Aufrechterhaltung eines bestimmten       Druckes    von Flüssigkeiten, Dämpfen oder  Gasen ist bei verschiedenen Anlagen von  hoher Bedeutung.

   So kann es nötig sein,  bei Pumpen und Kompressoren, bei Gaser  zeugern aller Art und auch bei     Dampfkesseln     und bei manchen andern Einrichtungen eine  solche Regelung des Ganges der Maschine  (Pumpe oder dergleichen), der Gaserzeugung       bezw.    der Kesselfeuerung usw.

   kurz, eine  solche Regelung des den Druck erzeugenden  Mittels durchzuführen, dass tatsächlich ein  bestimmter Druck aufrechterhalten wird, der  art, dass, -wenn nach Inbetriebsetzung der  Anlage der Druck die     gewünsehte    Höhe er  reicht hat und diese nun überschreiten wollte,  die von dein erzeugten Druck abhängig ge  machte Regelungseinrichtung das den Druck  erzeugende Mittel so beeinflussen     soll,    dass  die     Druckerzeugung    gehemmt wird, also die  Pumpenarbeit vermindert, die Feuerung ge  dämpft wird usw., wogegen bei dein darauf  folgenden Sinken des Druckes ein Unter-    schreiten des gewünschten Druckes durch       Beeinflussung    des Regelungsorganes in einem  solchen Sinne stattfinden muss,

   dass die Druck  erzeugung wieder gefördert wird. So gibt es  beispielsweise bei Dampfheizungen     Feuerungs-          regler,    durch welche die Zuführung der Ver  brennungsluft den Druckschwankungen im  Kessel entsprechend geregelt werden soll,  derart, dass, wenn der Druck steigt, die Luft  zuführung vermindert wird und umgekehrt.

    Zur Übertragung des     Kesseldruckes    auf das  Regelungsorgan werden dabei mechanische  oder     hydrauliche    Mittel benutzt, die aber die       Druckschwankungen    im Kessel mit einer stets  gleichbleibenden     Pröportionalität    auf das Rege  lungsorgan übertragen, was eine     "schleichende"     Regelung zur Folge hat, die zur wirklichen       Aufreehterhaltung    eines bestimmten Druckes  nicht geeignet ist. Denselben Nachteil haben  auch die bisher bekanntgewordenen Regelungs  einrichtungen der andern     Druckerzeugungs-          anlagen,    deren einige oben beispielsweise an  geführt worden sind.

        Gemäss der vorliegenden Erfindung wird  nun     zur    Vermeidung der Nachteile der     "schlei-          chenden    Regelung" die Einrichtung zur Über  tragung des Druckes auf das Regelungsorgan  so ausgestaltet, dass eine     Druckübertragungs-          einrichtung    vorgesehen ist, die ein Flüssig  keitsgefäss enthält, von dem eine verhältnis  mässig enge Steigleitung ausgeht, die in einer  dem aufrechtzuerhaltenden Druck entsprechen  den Höhe eine     Querschnittserweiterung    besitzt,  von der aus der Druck weiter auf das Rege  lungsorgan durch ein flüssiges Medium über  tragen wird.  



  Das flüssige     Medium    kann zum Beispiel  ein Gas oder eine tropfbare Flüssigkeit sein.  In der beiliegenden Zeichnung ist ein  Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäss  der Erfindung für eine     Dampfkesselanlage     für Dampfheizungen schematisch dargestellt.  



  Dabei besteht der eigentliche Regler aus  einem Flüssigkeitsgefäss 1, in das eine Tauch  glocke 2 fest eingesetzt ist, deren unterer  Rand schräge verläuft und in die das Ende  eines Rohres 3 hineinragt; das zur Kessel  feuerung 4 führt. Die obere Öffnung des Ge  fässen 1 kann einen Regelungsschieber 5 zur  groben Einstellung des     Lufteintrittsquerschnit-          tes    enthalten.  



  Die Luft tritt oben in das Gefäss 1 ein,  strömt ausserhalb der     Tauchglocke    2 abwärts,  um den untern Rand in ihr Inneres und von  hier aus durch das Rohr 3 zur Feuerung 4.  Steht die Flüssigkeit im Gefäss 1 nur so  hoch, dass der Rand der     Tauchglocke    2 gänz  lich frei ist, so ist der     Luftzuströmung    der  höchstmögliche Querschnitt geboten. Je höher  die Flüssigkeit steigt, desto kleiner wird der       Durchtrittsquerschnitt    für die     .Luft,    und ist  der ganze Rand der     Tauchglocke    von der  Flüssigkeit umgeben, so kann die Luft über  haupt nicht mehr ins Innere der Glocke ge  langen und die Luftströmung hört auf.  



       Alit    dem     Reglergefäss    1 steht durch ein  Rohr 6 ein Vorratsgefäss 7 in Verbindung,  in welchem die Flüssigkeit normalerweise so  hoch steht, wie im     Reglergefäss    1, und zwar  so hoch; dass die     Tauchglocke    2 frei ist.    Wächst der Druck, der im Vorratsgefäss 7  auf der Flüssigkeit lastet, so wird diese dort  niedergedrückt und steigt im     Reglergefäss    1,  so dass es also nur nötig ist, den Druck im  Vorratsgefäss vom Kesseldruck abhängig zu  machen, um die Luftzuführung, wenn auch  mittelbar, vom Kesseldruck beeinflussen zu  lassen.  



  Zu diesem Zwecke ist der Luftraum des  Vorratsbehälters 7 durch eine Rohrleitung 8,  13 mit einem Gefäss 9 verbunden, von dem  ein Rohrstutzen 10 abgedichtet in ein Wasser  standsrohr 11 des Dampfkessels 12 verschieb  bar hineinragt. Das Standrohr 11 ist so hoch,  dass es bei einem bestimmten Kesselwasser  stand gänzlich mit Wasser gefüllt ist, das  auch in den Rohrstutzen 10 von unten her  eindringt.  



  Wächst beim Anheizen der Kesseldruck  allmählich, so steigt das Wasser im Rohr  stutzen 10, ohne dass aber hierdurch der  Luftdruck im Gefäss 9 merklich beeinflusst  werden würde, weil das aus dem Rohrstutzen  10 verdrängte Luftvolumen infolge des ge  ringen Querschnittes dieses Rohrstutzens im  Verhältnis zum Rauminhalt des Gefässes 9  so gering ist, dass eine merkliche Druck  steigerung im Gefässe 9 und dem damit ver  bundenen     Luftraum    des Vorratsgefässes 7  nicht eintritt.

   Die Höhe des Flüssigkeits  spiegels im     Vorratsbehältergefäss    7 und des  Flüssigkeitsspiegels im     Reglergefäss    1 wird  sich daher ganz     unmerklich    ändern, so     daCi     also auch der     Lufteintrittsquerschnitt    im       Reglergefäss    1, praktisch genommen, nicht  geändert wird und die Intensität der Feue  rung gleichfalls, praktisch genommen, unver  ändert bleibt.  



  Wächst aber der Kesseldruck weiter, so  tritt schliesslich das Wasser aus dem Rohr  stutzen 10 in die durch das Gefäss 9 gebildete  Erweiterung des Standrohres     bezw.    des Rohr  stutzens 10 ein, es bietet sich also dem  steigenden Wasser eine plötzliche grosse Quer  schnittserweiterung, und dies hat zur Folge,  dass die der Druckzunahme entsprechende  Volumenzunahme der Wassersäule im Stand  rohr 11     bezw.    im Rohrstutzen 10 plötzlich      stark gesteigert wird.

   Die Steighöhe der  Flüssigkeitssäule im Verhältnis zur Druck  einheit ist ja bekanntlich vom Querschnitt  des Steigrohres unabhängig, so dass also jeder  Druckzunahme um eine Einheit stets die       gleicheHöhenzunahme    entspricht, gleichgültig,  ob der Querschnitt der Steigleitung gleich  bleibt oder geändert wird. Ändert sich der  Querschnitt der Steigleitung, so ändert sich  demnach auch die     Volumszunahme    der Flüs  sigkeitssäule, welche     Volumszunahme    immer  das Produkt ist aus der Höhenzunahme mul  tipliziert mit dem jeweiligen Querschnitt der  Steigleitung.

   Die beim Eintritt der Flüssig  keit in das Gefäss 9 sich     ergebende    plötzliche       Volumszunahme    bewirkt aber, dass der Luft  druck im Gefäss 9 plötzlich wächst, weil der  Luftraum in diesem Gefäss 9 im Masse der  Steigerung     derVolumszurrahme    des eindringen  den Wassers vermindert wird und eine dem  entsprechende Kompression der Luft entsteht,  die sich durch die Rohrleitung 13 und 8 hin  durch in das Vorratsgefäss 7 fortsetzt, wo       nunmehr    die Flüssigkeit rasch     niedergedrückt     wird,

   was ein ebenso rasches Ansteigen der  Flüssigkeit im     Reglergefäss    1 und damit ein  rasches Sperren der     Luftzuführung    zur Kessel  feuerung zur Folge hat. Es wird also, so  wie der Druck im Kessel so weit ange  wachsen ist, dass das Wasser aus dem Stand  rohr in das Gefäss 9 eindringt, die Luftzu  führung zur Kesselfeuerung sofort     gesperrt;     wodurch die Feuerung gedämpft und ein  weiteres Anwachsen des Druckes unmöglich  gemacht wird. Sinkt aber der Druck im  Kessel, so wird die     Volumsabnahme    der  Wassersäule so lange gross sein und ein  rasches     Öffnen    der Luftzuführung zur Kessel  feuerung bewirken, als sich der Wasserspiegel  noch innerhalb der Erweiterung 9 befindet.

    Es tritt also eine rasche     Entspannung    der  Luft in den Gefässen 9 und 7 ein, die ein  rasches Steigen der Flüssigkeit im Vorrats  gefäss 7 und ein ebenso rasches Sinken der  Flüssigkeit im     Reglergefäss    1 zulässt, so dass  die     Luftzuführungswege    zur Kesselfeuerung  wieder rasch     eröffnet    werden, wodurch die  Feuerung wieder lebhafter wird und einem    weiteren- Zurückgehen des Druckes entgegen  wirkt.

   Ist also einmal der aufrecht     zri    er  haltende Druck erreicht, so spielt sich der  Regelungsvorgang so ab, dass die Flüssigkeit  im Standrohr 11     bezw.    im Stutzen 10 stets  so hoch bleibt, dass ihr Niveau sich im unter  sten Teile des Gefässes 9 befindet, also an  der     Eintrittstelle    vom Stutzen 10 zum Ge  fäss 9 schwankt.  



  Um die Einrichtung zur Aufrechterhaltung  verschiedener Fesseldrücke geeignet zu ma  chen, ist die Höhenlage des Gefässes 9 ver  stellbar, und (im diese     Verstellbarkeit    möglich  zu machen, ist bei dem dargestellten Aus  führungsbeispiel der Teil 13 der Leitung 8  aus einem biegsamen Schlauch oder dergleichen  hergestellt. Wird das Gefäss 9 höher gestellt,  so wird das Wasser erst bei einem höheren  Kesseldruck so weit steigen, dass es in das  Gefäss 9 eindringt und dort auf die Luft  einen erheblichen Druck ausübt, und versieht  man das Gefäss 9 mit einem Zeiger 14, der  vor einer lotrechten Skala 15 spielt, welche  die aufrecht zu erhaltenden Kesseldrücke an  gibt, so kann man durch Einstellen des Ge  fässes 9 auf die entsprechende Höhe den  Regelungsbereich in einfachster Weise dem  jeweils gewünschten Kesseldruck anpassen.  



  Auf die Regelungsflüssigkeit im Regler  gefäss 1 kann man eine Ölschicht oder der  gleichen lagern, um Verdunstungsverluste,  welche die Regelung allmählich ungenau  machen würde, zu verhindern.  



  Wie man sieht, findet also bei dieser  Regelungseinrichtung, solange die Flüssig  keit im Standrohr 11     bezw.    10 noch nicht  das Gefäss 9 erreicht hat, gewissermassen ein  Leergang in der Einrichtung zur Drucküber  tragung vom Kessel zum Regelungsorgan  statt, welcher Leergang erst aufhört, wenn  der Druck im Kessel die gewünschte Höhe  erreicht hat. Erst von hier ab wird der  Regler     mehr    oder minder     plötzlich'rasch    in  Wirksamkeit gesetzt und er wird ebenso  plötzlich ausser Wirksamkeit gesetzt, wenn  die Flüssigkeit im Standrohr 11     bezw.    10  wieder unterhalb des Gefässes 9 sinkt.

   Das      schleichende Heben und Senken der Flüssig  keit im     Reglergefäss    1 ist also hier vermieden,  und zwar infolge der Einschaltung der Quer  schnittserweiterung 9 und der verhältnis  inässig engen     Querschnittsbemessung    des  Rohrstutzens 10.  



  Natürlich ist es nicht unbedingt nötig,  dass das Standrohr oder Gefäss 11 unmittelbar  mit dein Wasserraum des Kessels 12 in Ver  bindung steht, da es ja klar ist, dass es nur  darauf ankommt, dass die     Flüssigkeit    in die  sem Gefäss 11 in irgend einer Weise     voll     dem Druck im Kessel 12 beeinflusst wird.

    Es kann also auch ein mit irgend einer  Flüssigkeit gefülltes Gefäss sein, das mit  dem Dampfraum des Kessels verbunden ist,  und es kann dann auch irgend eine beliebige  Flüssigkeit in das Gefäss eingefüllt werden  zum Beispiel auch     Quecksilber.    Die Über  tragung der Bewegung der Flüssigkeitssäule  im Rohrstutzen 10     bezw.    im Gefäss 9 auf  die Flüssigkeit im Vorratsbehälter 7 braucht  auch nicht notwendig durch Luft zu ge  schehen, wie dies eben geschildert worden  ist, da auch jedes andere beliebige Gas hier  zu benutzt werden kann.

   Es kann auch eine  Flüssigkeit anstatt der Luft oder dieses Gases  benutzt werden, die den ganzen freien     Raum     zwischen dein Flüssigkeitsspiegel im Rohr  stutzen 10     bezw.    im Gefäss 9 den Flüssig  keitsspiegel im Vorratsgefäss 7 erfüllt, also  auch die Rohrleitung 13, 8, wenn nur diese  Übertragungsflüssigkeit ein spezifisches Ge  wicht hat, das von dem der Flüssigkeit im  Gefäss 11     bezw.    im Rohrstutzen 10 verschieden,  und zwar kleiner ist. Natürlich hat man es  darin mit einer nur geringen elastischen Nach  giebigkeit des     Druckübertragungsmittels    zwi  schen den Gefässen 9 und 7 zu tun, und es  findet im Wesen nur eine einfache Ver  schiebung des     Druckübertragungsmittels    statt.  



  Auch das Regelungsorgan selbst kann von  dem beschriebenen verschieden sein, da es ja  nur darauf ankommt, auf ein den Querschnitt  der     Luftzuführungswege    zur     Kesselfeuerung     beeinflussendes Organ verstellend zu wirken,  so dass also jedes beliebige Regelungsorgan,    das etwa von einem hydraulischen Kolben  oder dergleichen betätigt wird, benutzt werden  kann. An Stelle der biegsamen Rohrverbindung  13 kann natürlich auch ein     Teleskoprohr    oder  dergleichen verwendet werden, wie denn über  haupt in konstruktiver Beziehung mannigfache  Änderungen möglich sind.  



  Was hier anhand eines Beispiels für       eitlen        Feuerungsregler    gesagt worden ist, gilt  natürlich auch für Regelungseinrichtungen der  andern eingangs erwähnten Anlagen, und es  sei     noch    hinzugefügt, dass auch bei     Feue-          rungsreglern    selbst noch insofern eine Er  weiterung des Anwendungsgebietes möglich  ist, als man nicht bloss die     Feuerungsluft    in  der geschilderten Weise regeln kann, sondern  auch die Brennstoffzuführung, mag es sich  um feste; flüssige;

   dampf- oder gasförmige  Brennstoffe handeln Es kann auch die Brenn  stoff- und     Luftzuführung    oder das Mischungs  verhältnis zwischen beiden mit ähnlichen  Mitteln selbsttätig geregelt werden, womit  in jedem Falle ein ganz bestimmter und  zwar einstellbarer Druck in genauester Weise       aufrecherhalten    werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur .Aufrechterhaltung eines bestimmten Druckes von Flüssigkeiten, Dämp fen oder Gasen unter Benützung eines auf das den Druck erzeugende Mittel wirkenden, vorn Druck auf hydraulischem Wege beein- flussten Regelungsorganes, dadurch gekenn- zeicIlnet, dass eine Druckübertragungseinrich- tung vorgesehen ist, die ein Flüssigkeits gefäss enthält, von dem eine verhältnismässig enge Steigleitung ausgeht,
    die in einer den auf recht zu erhaltenden Druck erstsprechenden Höhe eine Querschnittserweiterung besitzt, von der aus der Druck weiter auf das Rege lungsorgan durch ein flüssiges Medium über tragen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck auf das Regelungsorgan durch eine Flüssigkeit übertragen wird, deren spezifisches Ge wicht gegenüber dem der in die Quer schnittserweiterung der Steigleitung auf steigenden Flüssigkeit kleiner ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Quer schnittserweiterung der Steigleitung ver stellbar ist.
CH95093D 1919-07-30 1921-03-15 Vorrichtung zur Aufrechterhaltung eines bestimmten Druckes von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen. CH95093A (de)

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