CH95047A - Schnellchiffrierapparat zur Herstellung von besonders zur telegraphischen Beförderung bestimmten chiffredokumenten. - Google Patents

Schnellchiffrierapparat zur Herstellung von besonders zur telegraphischen Beförderung bestimmten chiffredokumenten.

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CH95047A
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      Schnellchifrierapparat    zur     Zierstellung    von besonders zur telegraphischen       Beförderung    bestimmten     Chiffredokumenten.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein       Schnellchiffrierapparat    zur Herstellung von  besonders zur telegraphischen     Beförderung     bestimmten Chiffredokumenten in Form von  Zeichenstreifen, zum Beispiel in Form von       Typendruckstreifen,    Lochstreifen und der  gleichen, mit einer gemäss dein zu chiffrieren  den Text zu betätigenden Tastatur und einer  durch diese Tastatur gesteuerten, elektrisch  betriebenen Vorrichtung zur Herstellung der  Chiffredokumente,

       geliennzeichret    durch zwei  in ihrer gegenseitigen Lage zeitweise umzu  stellende symmetrisch angeordnete,     kollektor-          ähnliche    Organe, die mit der zur     Zierstellung     der     Chiffredokumente    dienenden Vorrichtung  elektrisch     verbunden    sind und deren Bewe  gungen regeln, wobei die Bewegung eines  jeden dieser Organe durch das gemäss einem  beliebig gewählten Gesetze stattfindende  Schliessen oder Offnen einer     Kontaktvorrieh-          tung    geregelt werden, jedoch mit der Be  schränkung, dass die gewählten Gesetze vor  übergehend ausgeschaltet werden,

   und zwar  beim Chiffrieren durch die von     einer    beliebig    gewählten Taste der Tastatur     aus    bewirkte  Betätigung eines Schalters, welcher beim  Betätigen der gewähltes Taste die Strom  kreise der beiden Kontaktvorrichtungen der       kollektorähnlichen    Organe unterbricht und bei  der nächsten Betätigung einer andern Taste  wieder schliesst.  



       Mittelst    des     Schnellchiffrierapparates    kön  nen für mit dem Chiffreschlüssel nicht ver  traute Personen theoretisch und praktisch       undeutbare    Chiffreschriftsätze in der Form  von Typendruck oder damit äquivalenten  Zeichen, wie zum Beispiel einem telegraphi  schen Alphabet, hergestellt werden.  



  Insbesondere wird eine schnelle     Chiffrierung     und Dechiffrierung von telegraphischen, zum  Beispiel für drahtlose Telegraphie     bestimmten     Mitteilungen bezweckt, die einerseits eine der  artige Länge besitzen, dass eine genügende  Sicherheit gegen Deutung der     Chiffre    durch  Unberufene bisher lediglich durch Umstellung  der Schlüsselmechanismen der gebräuchlichen  Chiffrierapparate erreicht wurde, und die      anderseits in einer so grossen Anzahl her  gestellt werden,     daf,    bei Verwendung einer  und derselben Anordnung derartiger Apparate  bisher keine dauernde Sicherheit gegen Deu  tung durch     Unbefugte    gewährleistet war.

    Bei der telegraphischen Übermittlung von       chiffrierten        Pressenaehriehten    zum Beispiel       kommen    häufig Texte von viel tausend  Wörtern vor, und da die     Perrnutationsperiode,     die mit den bisher verwendeten Apparaten  ohne zeitweise Umstellung des     Apparates          herbeigeführt    werden konnte;

   in den besten  Fällen kaum je 1000     Zeiehen    betrug, ist es  klar, dass der Sicherheitsgrad der     Chiffrierung     bei derartig langen Mitteilungen entweder  reduziert wurde, oder dass diese Mitteilungen  in mehrere     Chiffrier        ungen,    deren Schlüssel  entweder ganz oder teilweise     unabhängig     voneinander waren, geteilt werden mussten,  was Zeitverlust verursachte, verwickelte Ver  abredungen zwischen den Korrespondenten  voraussetzte und leicht Irrtümer oder     Chiff-          rierungsfehler    hervorrief.  



  Bei der Benützung des vorliegenden     Chiff-          rierapparates    kommt nun eine Art von Per  mutationsreihen zur Verwendung, die bisher  nicht bei     elektrischen    oder mechanischen       Chiffrierapparaten    benutzt worden ist, und  welche den Vorteil darbietet, eine sehr ver  wickelte,     seheinbarregelloseZusammensetzung     des     chiffrierten    Textes ohne     Ausweehslung     von     Sehlüsselteilen    des Apparates zu ergeben.

    Die     Notwendigkeit    der Auswechslung von  Schlüsselteilen ist dadurch beseitigt, dass die       Wirkung    der beiden     Kontaktvorrichtungen     der     kollektorähnlichen    Organe beim Chiffrie  ren in einer für jeden einzelnen Text variablen  Weise beeinflusst wird.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist eine  beispielsweise Ausführungsform des Erfin  dungsgegenstandes dargestellt, und zwar ver  anschaulicht     Fig.    1 den     Chiffrierapparat     schematisch;     Fig.    2 zeigt die     kollektorähn-          lichen    Organe teilweise im Schnitt und teil  weise in Seitenansicht;     Fig.    3 stellt eine       Endansicht    einer Antriebsvorrichtung eines       kollektorähnlichen    Organes dar;     Fig.    4 ist    ein Schnitt nach der Linie     ai---bi    in     Fig.    2;

         Fig.    5 zeigt Schlüsselräder, von zwei Seiten  gesehen,     Fig.    6 eine Abänderung, und     Fig.    7  eine Einzelheit;     Fig.    8 zeigt eine     Abänderung     der in     Fig.    1 dargestellten Schaltung.  



  In     Fig.    1 bezeichnet T eine Taste einer  Tastatur. die in Übereinstimmung mit dem  zu chiffrierenden Text betätigt wird.     T,    ist  eine Taste einer gewöhnlichen Schreibmaschine  und     T2    eine Taste einer Vorrichtung zur  Herstellung der Chiffredokumente in Form von  Zeichenstreifen, beispielsweise einer Schreib  maschine oder einer     Maschine    zur Herstellung  telegraphischer Zeichen, zum Beispiel in der  Form von Perforationen in Papierstreifen  nach     bekannten    Systemen. An der Taste T  ist eine     abwärtshängende    Stange a     angelenkt,     die unten mit einem     bretallzapfen    s versehen  ist.

   Unterhalb der letzteren befindet sich ein  starr befestigter rhombischer Metallteil     r,    der  durch eine Leitung     d    mit dem positiven Pole  einer Stromquelle     ,8'    elektrisch verbunden ist.  Auf jeder Seite des rhombischen Teils r ist  eine Metallfeder     ki        bezw.    k 2 in derartiger  Entfernung von demselben angeordnet, dass  der Zapfen s sich zwischen dein Teil r und  einer der Federn einklemmen und somit  elektrische Verbindung zwischen der Feder  und der     Stromquelle    herbeiführen kann.

   Bei  der     Herabdrückung    der Taste T stösst der  Zapfen s gegen die obere schräge Kante des  Rhombus     r    und wird dadurch zwischen den  Rhombus     r    und die     Kontaktfeder        ki    gebracht,  bis er an der untersten Ecke des Rhombus  vorbei gelangt ist, wobei er durch die ge  nannte Feder gegen die Drittellinie des Rhom  bus geführt wird und     darin,    bei der durch  die     Wirkung    der Schraubenfeder     li    erfolgten  Aufwärtsbewegung der Taste T gegen  die untere schräge Kante des Rhombus  stossend, zwischen den Rhombus     r    und die  Kontaktfeder     k2    gelangt,

   um hierauf, nach  dem er an der obersten Ecke vorbei ge  gangen ist, von der letztgenannten Feder  wieder gegen die Mittellinie des Rhombus  geführt zu werden, so dass sich der be  schriebene Bewegungsvorgang beim nächsten  Niederdrücken der Taste wiederholen     kann.         Die Kontaktfeder     ki    ist durch Leitungen 2, 3  mit dem einen Ende der Wicklung eines       Solenoides        Si    verbunden,     dessen    beweglicher  Anker mit einem Hebel     b    gelenkig verbunden  ist, der bei der     Herabziebung    die oben er  wähnte Schreibmaschinentaste     Ti    betätigen  kann.

   Das andere Ende der Wicklung des       Solenoides        Si    ist durch Leitungen 4,     5a,    5  mit dem negativen Pole der Stromquelle ver  bunden. Das     Solenoid    19.1 wird deshalb bei  der     Rerabdrückung    der Taste T erregt und  bewirkt die     Herabdrückung    der Schreib  maschinentaste     Ti,    wodurch ein mit dem  auf der Taste T befindlichen Typenzeichen  identisches Schriftzeichen erhalten wird.

   Bei  der     Herabdrückung    der Taste T wird gleich  zeitig ein anderer Stromkreis geschlossen, der  durch die unten näher beschriebenen Chiffrier  organe     Ci,    C2 des Apparates geht, welche  in     Fig.    1 nur schematisch als zwei zylin  drische     kollektorähnliche    Organe angegeben  sind, die durch relative Drehung verschiedene  gegenseitige Stellungen einnehmen und da  durch elektrische Verbindungen zwischen     ver-          schiedenerr    Paaren der gegen jedes Organ  anliegenden Kontaktfedern     k3    und     k4    herbei  führen können.

   Die erwähnte Kontaktfeder     Ici     steht nämlich durch die Leitungen 2, 6 mit  einer gegen das Organ     Ci    anliegenden Kon  taktfeder     ks    in Verbindung und letztere ist  in oben erwähnter Weise mit -einer gegen  das Organ     C2    anliegenden Kontaktfeder     k4     in     Verbindung.    Die Feder<I>14</I> ist durch eine  Leitung 7 mit dem einen Ende der Wicklung  eines     Solenoides    82 verbunden, dessen anderes  Wicklungsende durch Leitungen 8,     5a,    5 mit  dem negativen Pole der Stromquelle ver  bunden ist.

   Bei der Erregung betätigt des  halb das     Solenoid    82 durch seinen am Hebel c  gelenkig     verbundenen,    beweglichen Anker  eine Schreibmaschinen- oder Lochmaschinen  taste     T2,    die ein dem Zeichen der Taste<I>T</I>  entsprechendes     Chiffrezeicherr    ergibt, dessen  Beschaffenheit von der relativen Einstellung  der     Chiffrierungsorgane    C,     C2    in der .unten  beschriebenen Weise abhängig ist.  



  Wie oben erwähnt, gelangt die Kontakt  feder k 2 bei der Aufwärtsbewegung der Taste T    in leitende Verbindung mit der Stromquelle     S,     wodurch auch ein Stromkreis durch eine  Leitung 9, ein     Solenoid        S3    und Leitungen  10, 11,     5b,    5 geschlossen wird.

   Der beweg  liche Anker des     Solenoids        83    ist mit einer  in     Fig.    1 summarisch angedeuteten Schalt  vorrichtung gelenkig     verbunden,    die für jede  Aufwärtsbewegung des Ankers eine Kreis  scheibe     Ni    um einen gewissen Betrag, zum  Beispiel     r/is    einer Umdrehung dreht, welche  Drehung durch ein Getriebe v,     vi,        v2    auf  eine andere Kreisscheibe     N2    übertragen wird,  die dadurch eine einem andern Betrag, zum  Beispiel     '/ii    einer Umdrehung, entsprechende  Bewegung ausführt.  



  Die Umfänge der Scheiben     Ni,        N2    sind  in eine entsprechende Anzahl von Teilen, und  zwar z. B. in 13 und 11 Teile, geteilt; in  diesen Teilen können Vorsprünge vorgesehen  werden, die bei der schrittweisen Schaltung  der Scheiben unter Kontakten     ks        bezw.        k6     vorbeigehend, je einen Teil der Kontakte  anheben und letztere schliessen.  



  Der eine Kontaktteil jedes Kontaktes     k5,     steht durch Leitungen 13     bezw.    14 mit  dem einen Ende einer     Solenoidwicklung    84       bezw.   <B>Sä</B> und der andere     Kontaktteil    durch  Leitungen 12, 12" mit dem positiven Pole  der Stromquelle in Verbindung.

   Die andern  Enden der Wicklungen der     Solenoide        S4,        55     sind durch Leitungen 15     bezw.    16, 11,     5b,    5  mit dem negativen Pole verbunden, so dass,  wenn zwei Vorsprünge     u    gegebenenfalls der  art gelegen sind, dass sie bei der Herab  drückung der Taste T infolge der Erregung  des     Solenoids        83    unter den Kontakten     lcs,        k6     vorbeigeführt werden und diese Kontakte  schliessen, die beiden     Solenoide    84 und     S5     ebenfalls - erregt werden.

   Die beweglichen  Anker letzterer     Solenoide    sind mit den in       Fig.    1 summarisch angedeuteten und unten  näher beschriebenen Schaltmechanismen der       Chiffrierungsorgane        C,    und     C2    verbunden, die  somit unter der genannten Voraussetzung  eine gewisse Drehung ausführen, welche,  da sie in entgegengesetzter     Richtung    bei  den beiden Organen stattfindet, immer eine      gegenseitige Verstellung der Organe bewirkt,  deren Resultat ein geändertes Verhältnis zwi  schen den betreffenden Text- und Chiffre  zeichen ergibt.

   Falls lediglich ein einziger  Vorsprung     zi    derart gelegen ist, dass er     einen     der Kontakte     lei    oder     1c    schliesst, wird natür  lich nur das eine     Chiffrierungsorgan    umge  stellt, wodurch das     Chiffrierungsverhältnis     ebenfalls geändert wird. Nimmt dagegen     kein     Vorsprung der beiden Scheiben     14T1    und N3  eine derartige Stellung ein, so bleibt die  relative Stellung der     Chiffrierungsorgane    un  verändert.  



  Durch die Anordnung der Vorsprünge     as     wird ein Gesetz für die Regelung der Be  wegungen der     Chiffrierungsorgane    festgelegt.  Wenn zum Beispiel der Umfang der Kreis  scheibe     Ni    vier Vorsprünge mit einem Zwi  schenraum von je einem Kreisteile aufweist,  welche Anordnung durch die     Ziffernreihe     1010101000000 angegeben werden kann, falls  1 eine Bewegung, 0 ein Stillstand bedeutet,  wird ein     13-maliges        Herabdrücken    der Taste T,  unter Bezugnahme auf die bis jetzt beschrieb e       nen    Anordnungen allein,

   immer 4 Bewegungen  und 9 Stillstände des     Chiffrierungsorganes        C2     in der durch die obige     Ziffernreihe    ange  gebenen Abwechslung bewirken. Wenn nun  die Scheibe     IV-.    beispielsweise sechs     Vor-          sprünge-ii    besitzt, die zum Beispiel in analoger  Weise gemäss der Ziffernreihe 01001110011  angeordnet sind, so werden die relativen  Bewegungen der beiden     Chiffrierungsorgane     im Verhältnis zueinander, unter Bezugnahme  auf die bis jetzt beschriebenen     Anordnungen     allein, gemäss eines durch Addition der beiden  vorerwähnten,

   wiederholten     Ziffernreihen    ent  standenen und mit der Ziffernreihe 111021200  110110212011101002<B>...</B> usw. anzugebenden  Gesetzes stattfinden, wobei 1 eine relative  Bewegung von einem     Chiffrierungsorgan        bezw.     von einem Schritt, 2 eine     Bewegung    von beiden       Chiffrierungsorganen        bezw.    von zwei     Schritten     und 0 keine Bewegung angeben würden.  



  Uni nun die Bewegung und das Still  stehen der     Chiffrierungsorgarie    von dein Vor  kommen und der Stellung eines bestimmten       Influenzbuchstabens        iin    Texte oder in andern    Worten davon teilweise abhängig zu machen,  welche Taste T während der     Chiffrierung     gelegentlich     herabgedrückt    wird, ist ein  Schalter in die Leitung 12 eingeschaltet, be  stehend aus einem festen Kontaktteil     di,     einem um seinen     Mittelpunkt    drehbaren Kon  taktarm     d    und einem     Elektromagnet        1U,

      der  bei seiner Erregung den     Kontakt    d,     di    unter  bricht. Das eine Ende der Wicklung dieses  Magnetes ist durch eine Leitung 18 mit der  Leitung 5 verbunden. Falls zum Beispiel der  Buchstabe     a    zum     Infiuenzbuchstaben    gewählt  wird, verbindet man das andere Ende der       Elektromagnetwicklung        h1    durch eine Leitung  17 mit der Leitung 2 der mit dem Buch  staben<I>a</I> bezeichneten Taste<I>T.</I> Dann findet  offenbar ein Stillstehen der     Chiffrierungs-          organe    statt, sobald der Textbuchstabe     a     chiffriert wird,

   wodurch eine von der will  kürlichen Textauswahl abhängige Unregel  mässigkeit der     Chiffrierung    stattfindet. Der  Arm d hat einen Vorsprung e, gegen welchen  eine Feder f derart anliegt, dass der Kontakt  arm d in Ausschaltstellung auch dann fest  gehalten wird, wenn der Magnet     1U    unwirk  sam wird. In dieser Stellung wird der  Arm d so lange festgehalten, bis bei der  nächsten Betätigung einer andern Taste der  bewegliche     Anker    des     Solenoides    3 am Ende  seines Weges     mittelbar    oder unmittelbar  gegen den Arm d     stossend,    ihn zur Berührung  mit     di    zurückbewegt.

   Zur     Dechiffrierung    wird  derselbe Magnet     11T    statt in die Leitung 17  in die Leitung 7 desjenigen     Solenoids        k92    ein  geschaltet, das die Schreib- oder     Lochma-          schinentaste        T2    des     Buchstabens    a betätigt,  so dass offenbar dasselbe Stillstehen und die  selbe     Unregelmässigkeit    eintreten,     jedesrnal     wenn ein dem Textbuchstaben     a    entsprechen  des Chiffrezeichen irgend welcher Ausgangs  taste T angeschlagen worden ist.

   Die De  chiffrierung findet ausserdem derart statt; dass  die Tastatur T in     fIbereinstimmung    mit der  erhaltenen Chiffre betätigt wird, wobei der  ursprüngliche Text in der Schreibmaschine     T--,     erhalten wird.  



  Falls für die zu dechiffrierende     Chiffre     mehr als ein     Influenzbuchstabe    verwendet      worden ist, müssen die den     Influenzbuch-          staben    entsprechenden     Solenoide    82 mit je  einem Elektromagnet     M    verbunden werden,  weil sonst die sämtlichen den     Influenzbuch-          staben    entsprechenden     Solenoide        Ss    erregt  werden würden, jedesmal wenn ein einem  dieser Buchstaben entsprechendes Zeichen  dechiffriert wird.  



  Falls man statt eines Stillstehens der       Chiffrierungsorgane,    jedesmal wenn der In  fluenzbuchstabe     chiffriert    wird, eine Bewegung  jener Organe     unabhängig    von der durch die       Kontakte        k5,,        kc    bewirkten Bewegung zu er  reichen     wünscbt,    braucht man nur das Schal  tungsschema in bezug auf den     Kontaktarm    d  und die Kontakte     ke,        k6,    wie durch     Fig.    8  gezeigt, zu ändern.  



  Die Leitungen 12, 12" werden dann direkt  mit der Stromquelle verbunden, während der  Arm d durch die Leitung     12"    mit den Lei  tungen 14 und 13 verbunden wird. Mit der  Leitung 12 wird der feste Kontaktteil     dr     durch die Leitung 12b verbunden.

   Beim An  ziehen des Armes d durch den Elektromag  net     i'll    wird dann der Kontakt<I>d, dl</I> ge  schlossen, wobei ein Impuls über die Leiter  12,     12b,   <I>dl, d,</I>     12"    14 und 13 an die Solen  oide     8s,    84 gelangt und durch diese eine  Bewegung der beiden     Chiffrierungsorgane        C2,    C  in schon beschriebener Weise bewirkt, unab  hängig davon, ob die     Kontakte        7c5"        kc    ge  schlossen oder nicht geschlossen sind.  



  Nachdem der allgemeine Verlauf der     Wir-          kungen    der verschiedenen Organe oben sche  matisch erläutert worden ist, werden nun diese  Organe in ihren tatsächlichen Ausführungs  formen unten beschrieben werden, wobei. auf  die     Fig.    2, 3, 4, 5, 6 und 7 hingewiesen sei.  



  Die beiden in     Fig.    2 gezeigten     Chiffrie-          rungsorgane    C,     C2    sind je au einer Welle  21, 22 angebracht, die     koachsial    angeordnet  sind und in Lagern 26, 27, 28 gedreht werden       können,    welche in den Seitenwänden 68, 68"  des Apparates und in einem festen Zwischen  stück 36 verlegt sind; jedes Organ besteht  aus einem die Welle in einer gewissen Ent  fernung konzentrisch umgebenden Metallrohr  23, 23" das durch zwei an der Welle    befestigte Teile 29, 30     bezw.        29a,    30" fest  gehalten wird.

   Die Teile 29, 29" sind als  Schalt- oder Sperräder, die Teile 30, 30" als  Kreisscheiben mit zylindrischem Flansche  ausgebildet. Auf die Rohre sind unter- sich  und von den Rohren isolierte     Metallringe     25, 25" aufgesetzt. Die Anzahl der Ringe  jedes der beiden     Chiffrierungsorgane    ist gleich  der Anzahl der Ausgangstasten T des Appa  rates     (Fig.    1). Auf den Wellen sind ferner  Kreisscheiben 34,     34a    aus isolierendem Mate  rial mit in gleicher Entfernung voneinander  angebrachten     Kontaktstiften    35,     35a    angeord  net, deren Anzahl bei jeder Kreisscheibe mit  der Anzahl der Metallringe 25     bezw.    25"  übereinstimmt.

   Jeder     Kontaktstift    35, 35"  ist durch eine isolierte Leitung 67" mit einem  der genannten Metallringe 25,     25a    in gewähl  ter Reihenfolge elektrisch verbunden. Die  gewählte Ordnung der erwähnten Verbindun  gen ist bei den beiden     Chiffrierungsorganen,     von den Sperrädern 29, 29" aus gerechnet,  ganz dieselbe, so dass die Verbindungen des  einen Organes zu denjenigen des andern  Organes symmetrisch umgekehrt sind.

   In  dem festen Zwischenstück 36 sind Kontakt  stifte 38,     38a    in Metallhülsen 37 an beiden  Seiten eingesteckt, wobei die Stifte .durch  Schraubenfedern 39 nach aussen gedrückt  werden und kreisförmig in gleicher Ent  fernung voneinander wie die oben erwähnten  Stifte 35, 35" angeordnet sind, so dass die  Metallringe 25,     25a    der     Chiffrierungsorgane     C,     02,    durch entsprechende Einstellung der  Organe paarweise in elektrische Verbindung  miteinander kommen können. Gegen jeden  Metallring liegt eine an einem festen Teil 69       bezw.    69" aus isolierendem Material befestigte  Kontaktfeder 66 an.

   Diese Federn ent  sprechen den in     Fig.    1 gezeigten Kontakt  federn     k3        bezw.        k4.     



  Die an den     Aussenenden    der     Chiffrierungs-          organe    C. C angebrachten Schalt- und     Sperr-          räder    29, 29" sind mit Sperrzähnen 41, 41"  in gleicher Anzahl wie die Anzahl der oben  erwähnten Kontaktstifte 35, 35"     (Fig.    3)  versehen. Jedes Sperrad wird durch eine       Sperrklinke    42 eines um einen Zapfen 44      drehbaren Hebels 43 gedreht.

   Die Hebel 43  werden durch Federn 46 gegen feste An  schläge 45 gedrückt, können aber bei der  Erregung der den     Solenoiden        ,S4,        8s        (Fig.    1)  entsprechenden Elektromagnete 47 von den  letzteren gegen ihre Ankerenden geführt  werden, wobei die Sperräder 29,     29a    um einer.  Zahn     fortgeschaltet    und durch an den Hebeln  43 angebrachte Nasen 48, die sich am Ende  der Bewegung vor die Sperrzähne 41, 41"  legen, daran gehindert werden, sich infolge  der Trägheit weiter zu bewegen. Der Ein  fachheit halber ist in     Fig.    2 nur einer der  Elektromagnete 47 dargestellt.  



  Die Erregung beider oder eines der er  wähnten Magnete 47 wird durch folgende  Vorrichtung bewirkt, die der. Teilen     14i,        tV2,          k:,,        Icc,        8s    und den zugehörigen Getrieben       (Fig.    1) entspricht.

   Um einen im Gestell des  Apparates befestigten Zapfen 49 ist ein  Sehalt- und Sperrad 51 derselben Art wie  die oben erwähnten Räder 29.     29a    drehbar       gelagert    und kann in derselben Weise wie  die letzteren durch eine     Klinke    55 eines um  einen Zapfern 59 beweglichen Armes 56 fort  geschaltet werden, welch letzterer von     eineiri     Elektromagnet 76 gehoben werden kann und  ebenfalls mit einem Sperrzahn 57 versehen  ist, der dazu dient, die weitere Bewegung  des Rades 51 infolge der Trägheit zu ver  hindern.

   Am Sperrad 51 ist ein Zahnrad 52  mit eben so viel Zähnen wie das Sperrad  befestigt und greift in ein um einen Zapfen  48 drehbares Zahnrad 53 ein, das mit einem  um einen Zapfen 50 drehbaren Zahnrad 54  in     Eingriff    steht. Seitlich jedes Zahnrades  52, 54 ist an demselben Zapfen ein zylin  drischer Teil 60     bezw.    61 gelagert, der durch       3Iitnehmer    62     bezw.    63 dazu gebracht wird,       -in    der Drehung des Zahnrades 52     bezw.     54 teilzunehmen (siehe     Fig.    4).

   Wie aus       Fig.    5 hervorgeht, sind die beiden Teile aus  Kreisscheiben     60a,        60b,    beziehungsweise     61a,          61b    zusammengesetzt, von denen die mit a  bezeichneten am Umfange einen Flansch mit  einer gewissen Anzahl von Ausschnitten und  mit derselben Anzahl von konzentrisch inner  halb des Flansches angeordneten Löchern     60"            bezw.        61e    besitzen.

   In diese Ausschnitte  können lose Teile     60d    eingesetzt werden, so  dass sie durch in ihnen angebrachte, in die  Löcher     60e,        61e    eingreifende Stifte 60e fest  gehalten werden und, nachdem die Scheiben  60b,     61b    durch     Einschraubung    der oben er  wähnten     Mitnehme.    62, 63 mit den Teilen       60a,,        61a,        verbunden    worden sind, nicht heraus  fallen können.  



  Die Teile     60,1,    die wie Nasen aus dem  Umfange der Scheiben 60a,<B>61"</B> herausragen,  dienen dazu, bei der schrittweisen     Fortschal-          tung    des Schaltrades 51 die eine oder beide  der Kontaktvorrichtungen 64, 65 zu schliessen,  von denen in     Fig.    2 der Einfachheit halber  bloss die Vorrichtung 64 dargestellt ist. Wenn  eine Nase<B>60,1</B> unter der     Kontaktvorrichtung    64       hinwegpassiert,    die denn Kontakte     kc    in     Fig.    1  entspricht, wird, wie oben beschrieben, ein  Stromkreis geschlossen, der den einen der  Elektromagnete 47 an einer Seite des Appa  rates erregt.

   Falls eine Nase<B>60,1</B> unter der       Kontaktvorrichtung    65     hinwegpassiert,    die  dem Kontakte     k5    in     Fig.    1 entspricht, wird  der Elektromagnet 47 an der andern Seite  des     .Apparates    erregt.

   Bei der in     Fig.    2, 3, 4  und 5 gezeigten     Ausführungsform    sind die  Teil-     bezw.    die Übersetzungsverhältnisse der  Schalträder      ?9,        29a,    51, der Zahnräder 52,  53, 54 und der Scheiben     60a,        61a,,    welch  letztere unten     "Schlüsselräder"    benannt wer  den, derart dass die erforderlichen Bedingungen  für die Erreichung einer     Permutationsreihe          maximaler    Länge erfüllt werden, indem -die  Räder 29,     29"    z.

   B. 29 Zähne, das Rad 51  13 Zähne, das Schlüsselrad     6011    1<B>3</B> Aus  schnitte und das Schlüsselrad<B>61"</B> 11 Aus  schnitte zum Aufnehmen der nach Wahl an  gebrachten Nasen<B>60,1</B> besitzen. Bei der ge  zeigten     Ausführungsform    entspricht somit die  ganze Bewegungsperiode der     Chiffrierungs-          organe    13 X 11 X 29     ---    4147 Tastenan  schlägen.  



  In der beschriebenen Vorrichtung werden  die beiden     Chiffrierungsorgane        Ci,        G2    bei  jeder Bewegung. um denselben Winkel ge  dreht: Der Apparat kann indessen derart  geändert werden, dass sie durch Austausch      der     Getriebteile    verschiedene Umdrehungs  winkel im Verhältnis zueinander erhalten.

    Ferner kann natürlich die Drehung des  Schlüsselrades     61p,    durch zweckmässige An  ordnung der     Getriebteile    eine gewünschte  Grösse im Verhältnis zu der Drehung des  Schlüsselrades 60a erhalten.     Fig.    6 zeigt eine  Variante des Getriebes zur     Erzielung.    einer  gewünschten Drehung eines der     Chiffrierungs-          o-rgane.    Statt auf derselben Welle 70, die  das     Chiffrierungsorgan    71 trägt, ist hier das  Schaltrad 75 auf einem drehbar gelagerten  Zapfen 74 befestigt, der auch das Zahnrad 73  trägt.

   Letzteres greift in ein auf der Welle  70 des     Chiffrierungsorganes    befestigtes Zahn=       rad    '72 ein, so dass die Drehung des Organes  71 für jede     Fortschaltung    des Schaltrades 75  durch die Klinke 42, des Armes 43 von dem  Verhältnis zwischen den Durchmessern der  Zahnräder 72, 73 abhängig wird. Diese Zahn  räder sind auswechselbar. Die Zähnezahl des  Schaltrades -75 ist dagegen immer gleich der  Anzahl Tasten des Apparates.

   Bei Anord  nung eines zweiten derartigen Getriebes zum  Antrieb des andern     Chiffrierungsorganes    kann  man durch .geeignete Auswahl der Zahn  räder 72, 73 somit zum Beispiel erreichen,  dass das eine     Chiffrierungsorgan,    falls die  Zahl der Tasten 29 ist, sich um     2/2s    und  das andere sich zum Beispiel     4/29    einer Um  drehung dreht.  



  Durch Abänderung der Zähnezahl der  Räder 51, 52, 54     (Fig.    2 und 4) und ent  sprechende Abänderung der Anzahl der Aus  schnitte zum Einsetzen der Nasen<B>60,1</B> in die  Räder 60a, 61a können natürlich beliebige  Verhältnisse zwischen den Drehbewegungen  der beiden Schlüsselräder für jeden Tasten  anschlag erreicht werden, und ferner ergeben  verschiedene Anordnungen der Nasen<B>60,1</B>  verschiedene Wirkungsreihen. Die Drehwin  kel der Schlüsselräder 60a,<B>61"</B> müssen immer  einem so grossen Teil einer Umdrehung ent  sprechen, als durch die Anzahl ihrer Aus  schnitte bestimmt wird.  



  Unter Annahme folgender Verhältnisse  17 Zähne am     Rade    51, 34 Zähne     am-Rade    52,  46 Zähne am     Rade    54 und 17     bezw.    23    Ausschnitte für einschaltbare Nasen in den  Schlüsselrädern 60a,<B>61"</B> würde natürlich eine  Periode von 17 X 23 = 39I Tastenanschläge  erforderlich sein, um die Schlüsselmechanis  men ganz unabhängig von der Anzahl ein  geschalteter Nasen in die     Ausgangstellung     zurückzuführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schnellehiffrierapparat zur Herstellung von besonders zur telegraphischen Beförderung be stimmten Chiffredokumenten in Form von Zeichenstreifen mit einer gemäss dem zu chiffrierenden Text zu betätigenden Tastatur und einer durch diese Tastatur gesteuerten, elektrisch betriebenen Vorrichtung zur Her stellung der Chiffredokumente, gekennzeichnet durch zwei in ihrer gegenseitigen Lage zeit weise umzustellende symmetrisch angeordnete, kollektorähnliche Organe, die, mit der zur Herstellung der Chiffredokumente dienenden Vorrichtung elektrisch verbunden sind und deren Bewegungen regeln,
    wobei die Bewe gungen eines jeden dieser Organe durch das gemäss einem beliebig gewählten Gesetze stattfindende Schliessen oder Öffnen einer Kontaktvorrichtung geregelt werden, jedoch mit der Beschränkung, dass die gewählten Gesetze vorübergehend ausgeschaltet werden, und zwar beim Chiffrieren durch die von einer beliebig gewählten Taste der Tastatur aus bewirkte Betätigung eines Schalters, welcher beim Betätigen der gewählten Taste die Stromkreise der beiden Kontaktvorrich tungen der kollektorähnlichen Organe unter bricht und bei der nächsten Betätigung einer andern Taste wieder schliesst.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. SchnellchiffrierapparatnachPatentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter mit elektrischen Leitungen verbunden wer den kann, die so angeordnet sind, dass beim Betätigen der beliebig gewählten Taste eine von den Kontaktvorrichtungen unab hängige Bewegung der beiden kollektor- ähnlichen Organe bewirkt wird, während zum Dechiffrieren der Schalter an eine Leitung anzuschliessen ist, durch die er von der zur Herstellung der Chiffredoku mente dienenden Vorrichtung aus bei Wiedergebung desjenigen Zeichens, das der beliebig gewählten Taste der Tastatur ent spricht,
    betätigt wird und somit in der selben Weise wie beim Chiffrieren die für die Betätigung der beiden Kontaktvorrich tungen gewählten Gesetze vorübergehend ausschaltet. 2. Schnellchiffrierapparatnach Patentanspruch, bei welchem Apparat die Tasten der Tastatur nach deren Herunterdrückung sich selbst- tätig aufwärtsbewegen können, gekennzeich net durch Kontaktvorrichtungen, die jede durch eine beliebig gewählte Taste der Tastatur betätigt werden kann und derart beschaffen und angeordnet ist, dass beim Herunterdrücken dieser Taste entsprechende Organe der die Chiffredokumente herstellen den Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt wer den, während bei der selbsttätigen Auf wärtsbewegung der.
    Tasten Bewegungen verschiedener Organe des Schnellchiffrier- apparates stattfinden.
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