Schnellchifrierapparat zur Zierstellung von besonders zur telegraphischen Beförderung bestimmten Chiffredokumenten. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Schnellchiffrierapparat zur Herstellung von besonders zur telegraphischen Beförderung bestimmten Chiffredokumenten in Form von Zeichenstreifen, zum Beispiel in Form von Typendruckstreifen, Lochstreifen und der gleichen, mit einer gemäss dein zu chiffrieren den Text zu betätigenden Tastatur und einer durch diese Tastatur gesteuerten, elektrisch betriebenen Vorrichtung zur Herstellung der Chiffredokumente,
geliennzeichret durch zwei in ihrer gegenseitigen Lage zeitweise umzu stellende symmetrisch angeordnete, kollektor- ähnliche Organe, die mit der zur Zierstellung der Chiffredokumente dienenden Vorrichtung elektrisch verbunden sind und deren Bewe gungen regeln, wobei die Bewegung eines jeden dieser Organe durch das gemäss einem beliebig gewählten Gesetze stattfindende Schliessen oder Offnen einer Kontaktvorrieh- tung geregelt werden, jedoch mit der Be schränkung, dass die gewählten Gesetze vor übergehend ausgeschaltet werden,
und zwar beim Chiffrieren durch die von einer beliebig gewählten Taste der Tastatur aus bewirkte Betätigung eines Schalters, welcher beim Betätigen der gewähltes Taste die Strom kreise der beiden Kontaktvorrichtungen der kollektorähnlichen Organe unterbricht und bei der nächsten Betätigung einer andern Taste wieder schliesst.
Mittelst des Schnellchiffrierapparates kön nen für mit dem Chiffreschlüssel nicht ver traute Personen theoretisch und praktisch undeutbare Chiffreschriftsätze in der Form von Typendruck oder damit äquivalenten Zeichen, wie zum Beispiel einem telegraphi schen Alphabet, hergestellt werden.
Insbesondere wird eine schnelle Chiffrierung und Dechiffrierung von telegraphischen, zum Beispiel für drahtlose Telegraphie bestimmten Mitteilungen bezweckt, die einerseits eine der artige Länge besitzen, dass eine genügende Sicherheit gegen Deutung der Chiffre durch Unberufene bisher lediglich durch Umstellung der Schlüsselmechanismen der gebräuchlichen Chiffrierapparate erreicht wurde, und die anderseits in einer so grossen Anzahl her gestellt werden, daf, bei Verwendung einer und derselben Anordnung derartiger Apparate bisher keine dauernde Sicherheit gegen Deu tung durch Unbefugte gewährleistet war.
Bei der telegraphischen Übermittlung von chiffrierten Pressenaehriehten zum Beispiel kommen häufig Texte von viel tausend Wörtern vor, und da die Perrnutationsperiode, die mit den bisher verwendeten Apparaten ohne zeitweise Umstellung des Apparates herbeigeführt werden konnte;
in den besten Fällen kaum je 1000 Zeiehen betrug, ist es klar, dass der Sicherheitsgrad der Chiffrierung bei derartig langen Mitteilungen entweder reduziert wurde, oder dass diese Mitteilungen in mehrere Chiffrier ungen, deren Schlüssel entweder ganz oder teilweise unabhängig voneinander waren, geteilt werden mussten, was Zeitverlust verursachte, verwickelte Ver abredungen zwischen den Korrespondenten voraussetzte und leicht Irrtümer oder Chiff- rierungsfehler hervorrief.
Bei der Benützung des vorliegenden Chiff- rierapparates kommt nun eine Art von Per mutationsreihen zur Verwendung, die bisher nicht bei elektrischen oder mechanischen Chiffrierapparaten benutzt worden ist, und welche den Vorteil darbietet, eine sehr ver wickelte, seheinbarregelloseZusammensetzung des chiffrierten Textes ohne Ausweehslung von Sehlüsselteilen des Apparates zu ergeben.
Die Notwendigkeit der Auswechslung von Schlüsselteilen ist dadurch beseitigt, dass die Wirkung der beiden Kontaktvorrichtungen der kollektorähnlichen Organe beim Chiffrie ren in einer für jeden einzelnen Text variablen Weise beeinflusst wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes dargestellt, und zwar ver anschaulicht Fig. 1 den Chiffrierapparat schematisch; Fig. 2 zeigt die kollektorähn- lichen Organe teilweise im Schnitt und teil weise in Seitenansicht; Fig. 3 stellt eine Endansicht einer Antriebsvorrichtung eines kollektorähnlichen Organes dar; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie ai---bi in Fig. 2;
Fig. 5 zeigt Schlüsselräder, von zwei Seiten gesehen, Fig. 6 eine Abänderung, und Fig. 7 eine Einzelheit; Fig. 8 zeigt eine Abänderung der in Fig. 1 dargestellten Schaltung.
In Fig. 1 bezeichnet T eine Taste einer Tastatur. die in Übereinstimmung mit dem zu chiffrierenden Text betätigt wird. T, ist eine Taste einer gewöhnlichen Schreibmaschine und T2 eine Taste einer Vorrichtung zur Herstellung der Chiffredokumente in Form von Zeichenstreifen, beispielsweise einer Schreib maschine oder einer Maschine zur Herstellung telegraphischer Zeichen, zum Beispiel in der Form von Perforationen in Papierstreifen nach bekannten Systemen. An der Taste T ist eine abwärtshängende Stange a angelenkt, die unten mit einem bretallzapfen s versehen ist.
Unterhalb der letzteren befindet sich ein starr befestigter rhombischer Metallteil r, der durch eine Leitung d mit dem positiven Pole einer Stromquelle ,8' elektrisch verbunden ist. Auf jeder Seite des rhombischen Teils r ist eine Metallfeder ki bezw. k 2 in derartiger Entfernung von demselben angeordnet, dass der Zapfen s sich zwischen dein Teil r und einer der Federn einklemmen und somit elektrische Verbindung zwischen der Feder und der Stromquelle herbeiführen kann.
Bei der Herabdrückung der Taste T stösst der Zapfen s gegen die obere schräge Kante des Rhombus r und wird dadurch zwischen den Rhombus r und die Kontaktfeder ki gebracht, bis er an der untersten Ecke des Rhombus vorbei gelangt ist, wobei er durch die ge nannte Feder gegen die Drittellinie des Rhom bus geführt wird und darin, bei der durch die Wirkung der Schraubenfeder li erfolgten Aufwärtsbewegung der Taste T gegen die untere schräge Kante des Rhombus stossend, zwischen den Rhombus r und die Kontaktfeder k2 gelangt,
um hierauf, nach dem er an der obersten Ecke vorbei ge gangen ist, von der letztgenannten Feder wieder gegen die Mittellinie des Rhombus geführt zu werden, so dass sich der be schriebene Bewegungsvorgang beim nächsten Niederdrücken der Taste wiederholen kann. Die Kontaktfeder ki ist durch Leitungen 2, 3 mit dem einen Ende der Wicklung eines Solenoides Si verbunden, dessen beweglicher Anker mit einem Hebel b gelenkig verbunden ist, der bei der Herabziebung die oben er wähnte Schreibmaschinentaste Ti betätigen kann.
Das andere Ende der Wicklung des Solenoides Si ist durch Leitungen 4, 5a, 5 mit dem negativen Pole der Stromquelle ver bunden. Das Solenoid 19.1 wird deshalb bei der Rerabdrückung der Taste T erregt und bewirkt die Herabdrückung der Schreib maschinentaste Ti, wodurch ein mit dem auf der Taste T befindlichen Typenzeichen identisches Schriftzeichen erhalten wird.
Bei der Herabdrückung der Taste T wird gleich zeitig ein anderer Stromkreis geschlossen, der durch die unten näher beschriebenen Chiffrier organe Ci, C2 des Apparates geht, welche in Fig. 1 nur schematisch als zwei zylin drische kollektorähnliche Organe angegeben sind, die durch relative Drehung verschiedene gegenseitige Stellungen einnehmen und da durch elektrische Verbindungen zwischen ver- schiedenerr Paaren der gegen jedes Organ anliegenden Kontaktfedern k3 und k4 herbei führen können.
Die erwähnte Kontaktfeder Ici steht nämlich durch die Leitungen 2, 6 mit einer gegen das Organ Ci anliegenden Kon taktfeder ks in Verbindung und letztere ist in oben erwähnter Weise mit -einer gegen das Organ C2 anliegenden Kontaktfeder k4 in Verbindung. Die Feder<I>14</I> ist durch eine Leitung 7 mit dem einen Ende der Wicklung eines Solenoides 82 verbunden, dessen anderes Wicklungsende durch Leitungen 8, 5a, 5 mit dem negativen Pole der Stromquelle ver bunden ist.
Bei der Erregung betätigt des halb das Solenoid 82 durch seinen am Hebel c gelenkig verbundenen, beweglichen Anker eine Schreibmaschinen- oder Lochmaschinen taste T2, die ein dem Zeichen der Taste<I>T</I> entsprechendes Chiffrezeicherr ergibt, dessen Beschaffenheit von der relativen Einstellung der Chiffrierungsorgane C, C2 in der .unten beschriebenen Weise abhängig ist.
Wie oben erwähnt, gelangt die Kontakt feder k 2 bei der Aufwärtsbewegung der Taste T in leitende Verbindung mit der Stromquelle S, wodurch auch ein Stromkreis durch eine Leitung 9, ein Solenoid S3 und Leitungen 10, 11, 5b, 5 geschlossen wird.
Der beweg liche Anker des Solenoids 83 ist mit einer in Fig. 1 summarisch angedeuteten Schalt vorrichtung gelenkig verbunden, die für jede Aufwärtsbewegung des Ankers eine Kreis scheibe Ni um einen gewissen Betrag, zum Beispiel r/is einer Umdrehung dreht, welche Drehung durch ein Getriebe v, vi, v2 auf eine andere Kreisscheibe N2 übertragen wird, die dadurch eine einem andern Betrag, zum Beispiel '/ii einer Umdrehung, entsprechende Bewegung ausführt.
Die Umfänge der Scheiben Ni, N2 sind in eine entsprechende Anzahl von Teilen, und zwar z. B. in 13 und 11 Teile, geteilt; in diesen Teilen können Vorsprünge vorgesehen werden, die bei der schrittweisen Schaltung der Scheiben unter Kontakten ks bezw. k6 vorbeigehend, je einen Teil der Kontakte anheben und letztere schliessen.
Der eine Kontaktteil jedes Kontaktes k5, steht durch Leitungen 13 bezw. 14 mit dem einen Ende einer Solenoidwicklung 84 bezw. <B>Sä</B> und der andere Kontaktteil durch Leitungen 12, 12" mit dem positiven Pole der Stromquelle in Verbindung.
Die andern Enden der Wicklungen der Solenoide S4, 55 sind durch Leitungen 15 bezw. 16, 11, 5b, 5 mit dem negativen Pole verbunden, so dass, wenn zwei Vorsprünge u gegebenenfalls der art gelegen sind, dass sie bei der Herab drückung der Taste T infolge der Erregung des Solenoids 83 unter den Kontakten lcs, k6 vorbeigeführt werden und diese Kontakte schliessen, die beiden Solenoide 84 und S5 ebenfalls - erregt werden.
Die beweglichen Anker letzterer Solenoide sind mit den in Fig. 1 summarisch angedeuteten und unten näher beschriebenen Schaltmechanismen der Chiffrierungsorgane C, und C2 verbunden, die somit unter der genannten Voraussetzung eine gewisse Drehung ausführen, welche, da sie in entgegengesetzter Richtung bei den beiden Organen stattfindet, immer eine gegenseitige Verstellung der Organe bewirkt, deren Resultat ein geändertes Verhältnis zwi schen den betreffenden Text- und Chiffre zeichen ergibt.
Falls lediglich ein einziger Vorsprung zi derart gelegen ist, dass er einen der Kontakte lei oder 1c schliesst, wird natür lich nur das eine Chiffrierungsorgan umge stellt, wodurch das Chiffrierungsverhältnis ebenfalls geändert wird. Nimmt dagegen kein Vorsprung der beiden Scheiben 14T1 und N3 eine derartige Stellung ein, so bleibt die relative Stellung der Chiffrierungsorgane un verändert.
Durch die Anordnung der Vorsprünge as wird ein Gesetz für die Regelung der Be wegungen der Chiffrierungsorgane festgelegt. Wenn zum Beispiel der Umfang der Kreis scheibe Ni vier Vorsprünge mit einem Zwi schenraum von je einem Kreisteile aufweist, welche Anordnung durch die Ziffernreihe 1010101000000 angegeben werden kann, falls 1 eine Bewegung, 0 ein Stillstand bedeutet, wird ein 13-maliges Herabdrücken der Taste T, unter Bezugnahme auf die bis jetzt beschrieb e nen Anordnungen allein,
immer 4 Bewegungen und 9 Stillstände des Chiffrierungsorganes C2 in der durch die obige Ziffernreihe ange gebenen Abwechslung bewirken. Wenn nun die Scheibe IV-. beispielsweise sechs Vor- sprünge-ii besitzt, die zum Beispiel in analoger Weise gemäss der Ziffernreihe 01001110011 angeordnet sind, so werden die relativen Bewegungen der beiden Chiffrierungsorgane im Verhältnis zueinander, unter Bezugnahme auf die bis jetzt beschriebenen Anordnungen allein, gemäss eines durch Addition der beiden vorerwähnten,
wiederholten Ziffernreihen ent standenen und mit der Ziffernreihe 111021200 110110212011101002<B>...</B> usw. anzugebenden Gesetzes stattfinden, wobei 1 eine relative Bewegung von einem Chiffrierungsorgan bezw. von einem Schritt, 2 eine Bewegung von beiden Chiffrierungsorganen bezw. von zwei Schritten und 0 keine Bewegung angeben würden.
Uni nun die Bewegung und das Still stehen der Chiffrierungsorgarie von dein Vor kommen und der Stellung eines bestimmten Influenzbuchstabens iin Texte oder in andern Worten davon teilweise abhängig zu machen, welche Taste T während der Chiffrierung gelegentlich herabgedrückt wird, ist ein Schalter in die Leitung 12 eingeschaltet, be stehend aus einem festen Kontaktteil di, einem um seinen Mittelpunkt drehbaren Kon taktarm d und einem Elektromagnet 1U,
der bei seiner Erregung den Kontakt d, di unter bricht. Das eine Ende der Wicklung dieses Magnetes ist durch eine Leitung 18 mit der Leitung 5 verbunden. Falls zum Beispiel der Buchstabe a zum Infiuenzbuchstaben gewählt wird, verbindet man das andere Ende der Elektromagnetwicklung h1 durch eine Leitung 17 mit der Leitung 2 der mit dem Buch staben<I>a</I> bezeichneten Taste<I>T.</I> Dann findet offenbar ein Stillstehen der Chiffrierungs- organe statt, sobald der Textbuchstabe a chiffriert wird,
wodurch eine von der will kürlichen Textauswahl abhängige Unregel mässigkeit der Chiffrierung stattfindet. Der Arm d hat einen Vorsprung e, gegen welchen eine Feder f derart anliegt, dass der Kontakt arm d in Ausschaltstellung auch dann fest gehalten wird, wenn der Magnet 1U unwirk sam wird. In dieser Stellung wird der Arm d so lange festgehalten, bis bei der nächsten Betätigung einer andern Taste der bewegliche Anker des Solenoides 3 am Ende seines Weges mittelbar oder unmittelbar gegen den Arm d stossend, ihn zur Berührung mit di zurückbewegt.
Zur Dechiffrierung wird derselbe Magnet 11T statt in die Leitung 17 in die Leitung 7 desjenigen Solenoids k92 ein geschaltet, das die Schreib- oder Lochma- schinentaste T2 des Buchstabens a betätigt, so dass offenbar dasselbe Stillstehen und die selbe Unregelmässigkeit eintreten, jedesrnal wenn ein dem Textbuchstaben a entsprechen des Chiffrezeichen irgend welcher Ausgangs taste T angeschlagen worden ist.
Die De chiffrierung findet ausserdem derart statt; dass die Tastatur T in fIbereinstimmung mit der erhaltenen Chiffre betätigt wird, wobei der ursprüngliche Text in der Schreibmaschine T--, erhalten wird.
Falls für die zu dechiffrierende Chiffre mehr als ein Influenzbuchstabe verwendet worden ist, müssen die den Influenzbuch- staben entsprechenden Solenoide 82 mit je einem Elektromagnet M verbunden werden, weil sonst die sämtlichen den Influenzbuch- staben entsprechenden Solenoide Ss erregt werden würden, jedesmal wenn ein einem dieser Buchstaben entsprechendes Zeichen dechiffriert wird.
Falls man statt eines Stillstehens der Chiffrierungsorgane, jedesmal wenn der In fluenzbuchstabe chiffriert wird, eine Bewegung jener Organe unabhängig von der durch die Kontakte k5,, kc bewirkten Bewegung zu er reichen wünscbt, braucht man nur das Schal tungsschema in bezug auf den Kontaktarm d und die Kontakte ke, k6, wie durch Fig. 8 gezeigt, zu ändern.
Die Leitungen 12, 12" werden dann direkt mit der Stromquelle verbunden, während der Arm d durch die Leitung 12" mit den Lei tungen 14 und 13 verbunden wird. Mit der Leitung 12 wird der feste Kontaktteil dr durch die Leitung 12b verbunden.
Beim An ziehen des Armes d durch den Elektromag net i'll wird dann der Kontakt<I>d, dl</I> ge schlossen, wobei ein Impuls über die Leiter 12, 12b, <I>dl, d,</I> 12" 14 und 13 an die Solen oide 8s, 84 gelangt und durch diese eine Bewegung der beiden Chiffrierungsorgane C2, C in schon beschriebener Weise bewirkt, unab hängig davon, ob die Kontakte 7c5" kc ge schlossen oder nicht geschlossen sind.
Nachdem der allgemeine Verlauf der Wir- kungen der verschiedenen Organe oben sche matisch erläutert worden ist, werden nun diese Organe in ihren tatsächlichen Ausführungs formen unten beschrieben werden, wobei. auf die Fig. 2, 3, 4, 5, 6 und 7 hingewiesen sei.
Die beiden in Fig. 2 gezeigten Chiffrie- rungsorgane C, C2 sind je au einer Welle 21, 22 angebracht, die koachsial angeordnet sind und in Lagern 26, 27, 28 gedreht werden können, welche in den Seitenwänden 68, 68" des Apparates und in einem festen Zwischen stück 36 verlegt sind; jedes Organ besteht aus einem die Welle in einer gewissen Ent fernung konzentrisch umgebenden Metallrohr 23, 23" das durch zwei an der Welle befestigte Teile 29, 30 bezw. 29a, 30" fest gehalten wird.
Die Teile 29, 29" sind als Schalt- oder Sperräder, die Teile 30, 30" als Kreisscheiben mit zylindrischem Flansche ausgebildet. Auf die Rohre sind unter- sich und von den Rohren isolierte Metallringe 25, 25" aufgesetzt. Die Anzahl der Ringe jedes der beiden Chiffrierungsorgane ist gleich der Anzahl der Ausgangstasten T des Appa rates (Fig. 1). Auf den Wellen sind ferner Kreisscheiben 34, 34a aus isolierendem Mate rial mit in gleicher Entfernung voneinander angebrachten Kontaktstiften 35, 35a angeord net, deren Anzahl bei jeder Kreisscheibe mit der Anzahl der Metallringe 25 bezw. 25" übereinstimmt.
Jeder Kontaktstift 35, 35" ist durch eine isolierte Leitung 67" mit einem der genannten Metallringe 25, 25a in gewähl ter Reihenfolge elektrisch verbunden. Die gewählte Ordnung der erwähnten Verbindun gen ist bei den beiden Chiffrierungsorganen, von den Sperrädern 29, 29" aus gerechnet, ganz dieselbe, so dass die Verbindungen des einen Organes zu denjenigen des andern Organes symmetrisch umgekehrt sind.
In dem festen Zwischenstück 36 sind Kontakt stifte 38, 38a in Metallhülsen 37 an beiden Seiten eingesteckt, wobei die Stifte .durch Schraubenfedern 39 nach aussen gedrückt werden und kreisförmig in gleicher Ent fernung voneinander wie die oben erwähnten Stifte 35, 35" angeordnet sind, so dass die Metallringe 25, 25a der Chiffrierungsorgane C, 02, durch entsprechende Einstellung der Organe paarweise in elektrische Verbindung miteinander kommen können. Gegen jeden Metallring liegt eine an einem festen Teil 69 bezw. 69" aus isolierendem Material befestigte Kontaktfeder 66 an.
Diese Federn ent sprechen den in Fig. 1 gezeigten Kontakt federn k3 bezw. k4.
Die an den Aussenenden der Chiffrierungs- organe C. C angebrachten Schalt- und Sperr- räder 29, 29" sind mit Sperrzähnen 41, 41" in gleicher Anzahl wie die Anzahl der oben erwähnten Kontaktstifte 35, 35" (Fig. 3) versehen. Jedes Sperrad wird durch eine Sperrklinke 42 eines um einen Zapfen 44 drehbaren Hebels 43 gedreht.
Die Hebel 43 werden durch Federn 46 gegen feste An schläge 45 gedrückt, können aber bei der Erregung der den Solenoiden ,S4, 8s (Fig. 1) entsprechenden Elektromagnete 47 von den letzteren gegen ihre Ankerenden geführt werden, wobei die Sperräder 29, 29a um einer. Zahn fortgeschaltet und durch an den Hebeln 43 angebrachte Nasen 48, die sich am Ende der Bewegung vor die Sperrzähne 41, 41" legen, daran gehindert werden, sich infolge der Trägheit weiter zu bewegen. Der Ein fachheit halber ist in Fig. 2 nur einer der Elektromagnete 47 dargestellt.
Die Erregung beider oder eines der er wähnten Magnete 47 wird durch folgende Vorrichtung bewirkt, die der. Teilen 14i, tV2, k:,, Icc, 8s und den zugehörigen Getrieben (Fig. 1) entspricht.
Um einen im Gestell des Apparates befestigten Zapfen 49 ist ein Sehalt- und Sperrad 51 derselben Art wie die oben erwähnten Räder 29. 29a drehbar gelagert und kann in derselben Weise wie die letzteren durch eine Klinke 55 eines um einen Zapfern 59 beweglichen Armes 56 fort geschaltet werden, welch letzterer von eineiri Elektromagnet 76 gehoben werden kann und ebenfalls mit einem Sperrzahn 57 versehen ist, der dazu dient, die weitere Bewegung des Rades 51 infolge der Trägheit zu ver hindern.
Am Sperrad 51 ist ein Zahnrad 52 mit eben so viel Zähnen wie das Sperrad befestigt und greift in ein um einen Zapfen 48 drehbares Zahnrad 53 ein, das mit einem um einen Zapfen 50 drehbaren Zahnrad 54 in Eingriff steht. Seitlich jedes Zahnrades 52, 54 ist an demselben Zapfen ein zylin drischer Teil 60 bezw. 61 gelagert, der durch 3Iitnehmer 62 bezw. 63 dazu gebracht wird, -in der Drehung des Zahnrades 52 bezw. 54 teilzunehmen (siehe Fig. 4).
Wie aus Fig. 5 hervorgeht, sind die beiden Teile aus Kreisscheiben 60a, 60b, beziehungsweise 61a, 61b zusammengesetzt, von denen die mit a bezeichneten am Umfange einen Flansch mit einer gewissen Anzahl von Ausschnitten und mit derselben Anzahl von konzentrisch inner halb des Flansches angeordneten Löchern 60" bezw. 61e besitzen.
In diese Ausschnitte können lose Teile 60d eingesetzt werden, so dass sie durch in ihnen angebrachte, in die Löcher 60e, 61e eingreifende Stifte 60e fest gehalten werden und, nachdem die Scheiben 60b, 61b durch Einschraubung der oben er wähnten Mitnehme. 62, 63 mit den Teilen 60a,, 61a, verbunden worden sind, nicht heraus fallen können.
Die Teile 60,1, die wie Nasen aus dem Umfange der Scheiben 60a,<B>61"</B> herausragen, dienen dazu, bei der schrittweisen Fortschal- tung des Schaltrades 51 die eine oder beide der Kontaktvorrichtungen 64, 65 zu schliessen, von denen in Fig. 2 der Einfachheit halber bloss die Vorrichtung 64 dargestellt ist. Wenn eine Nase<B>60,1</B> unter der Kontaktvorrichtung 64 hinwegpassiert, die denn Kontakte kc in Fig. 1 entspricht, wird, wie oben beschrieben, ein Stromkreis geschlossen, der den einen der Elektromagnete 47 an einer Seite des Appa rates erregt.
Falls eine Nase<B>60,1</B> unter der Kontaktvorrichtung 65 hinwegpassiert, die dem Kontakte k5 in Fig. 1 entspricht, wird der Elektromagnet 47 an der andern Seite des .Apparates erregt.
Bei der in Fig. 2, 3, 4 und 5 gezeigten Ausführungsform sind die Teil- bezw. die Übersetzungsverhältnisse der Schalträder ?9, 29a, 51, der Zahnräder 52, 53, 54 und der Scheiben 60a, 61a,, welch letztere unten "Schlüsselräder" benannt wer den, derart dass die erforderlichen Bedingungen für die Erreichung einer Permutationsreihe maximaler Länge erfüllt werden, indem -die Räder 29, 29" z.
B. 29 Zähne, das Rad 51 13 Zähne, das Schlüsselrad 6011 1<B>3</B> Aus schnitte und das Schlüsselrad<B>61"</B> 11 Aus schnitte zum Aufnehmen der nach Wahl an gebrachten Nasen<B>60,1</B> besitzen. Bei der ge zeigten Ausführungsform entspricht somit die ganze Bewegungsperiode der Chiffrierungs- organe 13 X 11 X 29 --- 4147 Tastenan schlägen.
In der beschriebenen Vorrichtung werden die beiden Chiffrierungsorgane Ci, G2 bei jeder Bewegung. um denselben Winkel ge dreht: Der Apparat kann indessen derart geändert werden, dass sie durch Austausch der Getriebteile verschiedene Umdrehungs winkel im Verhältnis zueinander erhalten.
Ferner kann natürlich die Drehung des Schlüsselrades 61p, durch zweckmässige An ordnung der Getriebteile eine gewünschte Grösse im Verhältnis zu der Drehung des Schlüsselrades 60a erhalten. Fig. 6 zeigt eine Variante des Getriebes zur Erzielung. einer gewünschten Drehung eines der Chiffrierungs- o-rgane. Statt auf derselben Welle 70, die das Chiffrierungsorgan 71 trägt, ist hier das Schaltrad 75 auf einem drehbar gelagerten Zapfen 74 befestigt, der auch das Zahnrad 73 trägt.
Letzteres greift in ein auf der Welle 70 des Chiffrierungsorganes befestigtes Zahn= rad '72 ein, so dass die Drehung des Organes 71 für jede Fortschaltung des Schaltrades 75 durch die Klinke 42, des Armes 43 von dem Verhältnis zwischen den Durchmessern der Zahnräder 72, 73 abhängig wird. Diese Zahn räder sind auswechselbar. Die Zähnezahl des Schaltrades -75 ist dagegen immer gleich der Anzahl Tasten des Apparates.
Bei Anord nung eines zweiten derartigen Getriebes zum Antrieb des andern Chiffrierungsorganes kann man durch .geeignete Auswahl der Zahn räder 72, 73 somit zum Beispiel erreichen, dass das eine Chiffrierungsorgan, falls die Zahl der Tasten 29 ist, sich um 2/2s und das andere sich zum Beispiel 4/29 einer Um drehung dreht.
Durch Abänderung der Zähnezahl der Räder 51, 52, 54 (Fig. 2 und 4) und ent sprechende Abänderung der Anzahl der Aus schnitte zum Einsetzen der Nasen<B>60,1</B> in die Räder 60a, 61a können natürlich beliebige Verhältnisse zwischen den Drehbewegungen der beiden Schlüsselräder für jeden Tasten anschlag erreicht werden, und ferner ergeben verschiedene Anordnungen der Nasen<B>60,1</B> verschiedene Wirkungsreihen. Die Drehwin kel der Schlüsselräder 60a,<B>61"</B> müssen immer einem so grossen Teil einer Umdrehung ent sprechen, als durch die Anzahl ihrer Aus schnitte bestimmt wird.
Unter Annahme folgender Verhältnisse 17 Zähne am Rade 51, 34 Zähne am-Rade 52, 46 Zähne am Rade 54 und 17 bezw. 23 Ausschnitte für einschaltbare Nasen in den Schlüsselrädern 60a,<B>61"</B> würde natürlich eine Periode von 17 X 23 = 39I Tastenanschläge erforderlich sein, um die Schlüsselmechanis men ganz unabhängig von der Anzahl ein geschalteter Nasen in die Ausgangstellung zurückzuführen.