CH94685A - Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Unentzündlichmachen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Unentzündlichmachen.

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  Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum     Unentzündlichmachen.       In einem früheren Patentgesuche hat der  Erfinder ein Verfahren zur Herstellung       eines    derartigen Mittels beschrieben, gemäss  welchem eine Verbindung eines     Metalles    der       Antimongruppe    in einem     Kohlenstoffohlorid,     vorzugsweise     Tetrachlorkohlenstoff,    gelöst       wird.    Er hat nun weiter gefunden, dass ge  wisse organische Lösungsmittel sich noch  besser zur Herstellung solcher als Mittel  zum     Unentzündlichmachen    dienender Lösun  gen der genannten     Metallverbindungen    eignen.  



  Gemäss vorliegender Erfindung werden  diese Metallverbindungen in einem sauer  stoffhaltigen, neutralen,     aliphatischen    Lö  sungsmittel gelöst. Die Erfindung umfasst  ferner das auf diese Weise erhaltene Mittel  zum     Unentzündlichmachen.     



  Es können auch Gemische solcher Lö  sungsmittel zur Anwendung kommen und es  können der Lösung in einem geeigneten Lö  sungsmittel gelöste Lackstoffe, wie Harze,       Zellulösederivate,    ferner Farbstoffe, bei  gemengt werden.  



  Nach vorliegendem Verfahren erhaltene       Lösungen        eignen    sich besonders zum Unent-         zündlichmachen    von Holz, Holzstoff, Papier  masse, Papier, Geweben, Harzen, harzartigen  Stoffen, feuergefährlichen Zellstoffderivaten  und dergleichen. Die Anwendung des Mit  tels kann in der Weise geschehen, dass die       unentzündlicli    zu machenden Materialien  oder Gegenstände damit überzogen oder im  prägniert werden. Die Behandlung kann auch  auf     irgendwelche    andere, wirksame Art er  folgen.

   Kunststoffen verleibt man das     Mittel          zweckmä.ssigerweise    vor der Formgebung ein,  während sie sich noch im gelösten, brei  förmigen oder     teigartigen    Zustande be  finden.  



  Der Ausdruck     "unentzündlich"    ist hier  so zu verstehen, dass mit dem Mittel behan  deltes Material in unmittelbarer Berührung  mit einer Flamme bloss verkohlt, ohne Feuer  zu fangen, und dass es nach dem Entfernen  der Flamme nicht     weiterbrennt.     



  Als Verbindung eines     Metalles    der     Anti-          mongruppe    kommt vorzugsweise Antimon  chlorid in Betracht, welches in reinem, was  serfreiem Zustande den Anforderungen der  Erfindung in ausgezeichneter Weise ent-           spricht.    Ausserdem fällt die     Benützung        voii          Wismutliverbindunben    in     den    Erfindungs  bereich. Statt der Chloride können auch an  dere Salze dieser Metalle zur     Anwendung    ge  langen.  



  Von den     säuerstoffhaltigen    neutralen Lö  sungsmitteln der     aliphatischen        Reihe    sind  namentlich Alkohole, Äther und Ester für  das vorliegende Verfahren von Bedeutung.  Unter den diesen Klassen     angehörigen    Ver  bindungen hat sich das     Amylacetat    als be  sonders     geeignetes    Lösungsmittel erwiesen.

    Eine derartige,     gesättigte        Lösung    wird leicht  erhalten, indem man zum     Beispiel    kristalli  siertes     Antimonchlorid    mit     Amylacetat    schüt  telt und das Gemisch einige Stunden bei ge  wöhnlicher Temperatur stehen     lä.sst.    Die durch  Auflösen von     Antimontrichlorid    in     Amylacetat     erhaltene     Lösung    kann entweder allein oder  zusammen mit andern Substanzen     Anwendung     finden Ihre Konzentration kann innerhalb  weiter Grenzen schwanken; in der Praxis  wurde indessen der Gebrauch einer gesättig  ten Lösung als zweckmässig befunden.

   Eine  solche     gesättigte        Lösung    kann, nach     Massbake     des zu behandelnden Materials, nötigenfalls  verdünnt werden.  



  Trocknende     Öle,    namentlich Leinöl, bil  den ebenfalls sehr brauchbare     Lösungsmittel     für die     Metallverbindungen    der     benannten     Art. Die mit. trocknenden Ölen     hergestellten     Lösungen besitzen insofern einen -Vorzug.  als sie den damit behandelten Materialien  und     Gegenständen    neben der     Urentzündlich-          keit        gleichzeitig    vollkommene Wasserdichtig  keit verleihen.

   Noch vorteilhafter ist     es,    in  der Weise     zrr    verfahren, dass man einer     mit     einem andern Lösungsmittel der     Erfindung     gemäss bereiteten Lösung ein trocknendes       Öl    beimengt. Ein Gemisch     bleicher    Raum  teile Leinöl und einer     gesättigten    Lösung  von     Antimontrichlorid    in     Amylaeetat        hat     sich zum Beispiel     praktisch        besonders    be  währt.  



  Von den zahlreichen Materialien, auf     wel-          ehe    das nach vorliegenden Verfahren     hcr-          -Oestellte    Mittel Anwendung finden kann,         seien    hier bloss zwei besonders hervor  gehoben.  



  Ein     Amylacetat-Antimontrichloridlösunb     kann     vorteilhafterweise    Lacken aller     Art;     beigemengt werden, wodurch man Gemische  erhält, welche     sich,    gleich     gewöhnlichen     Lacken, zur     Herstellung    schützender     Über-          züge        eignen,    dabei aber, im Gegensatz zu  jenen, urentflammbar sind. Der Ausdruck  "Lacke" ist hier im weitesten Sinne zu ver  stehen.

   Es sollen damit nicht allein     Lösungen     natürlicher oder künstlicher Gummiarten  oder     Harze,    sondern auch Lösungen von  Zellulose und     Zellulosederivaten,    wie     Zellu-          losenitrat,        Zelluloseacetat,    Viskose     etc.,    be  zeichnet werden. Ausser Lacken lassen sich  auch andere     flüssige    Z     berzubs-    und     Imprä-          gnierungsmittel,    wie     Anstrichfarben,    Bein  farben und dergleichen, auf dieselbe Weise  urentzündlich machen.

   Eine     wichtige    An  wendung solcher Lacke betrifft die Her  stellung geformter, urentzündlicher Zellulose  massen, welche in der     Technik    eine Neuheit,  bilden. So kann man zum     Beispiel        Kinema-          tographenfilms    aus Zelluloid oder Zellulose  acetat     urentzündlich    machen, indem man     sie     mit einem     geeigneten    Lacke,     zwecl@inä.ssigL1r-          weise        Kollodium,    überzieht, dem eine Lösung  eines     Hetalles    der     Antimongruppe,

      vorzugs  weise eine solche von     Antimontrichlorid    in       Amylacetat,        beigemengt    ist. Wenn, wie hier,  der betreffende Lack schon eines der der  Erfindung gemäss nötigen Lösungsmittel ent  hält, kann ihm die     Verbindung    eines     'Netalles     der     Antimongruppe    auch unmittelbar, das  heisst trocken, zugesetzt werden. -Die An  wesenheit von     Amylacetat    ist allerdings in  den meisten Fällen     wiinschenswert.     



  Anstatt fertig geformte     Gegenstände    aus       Zelluloseestern    oder sonstigen,     plastischen          Zellulosemassen    mit einer     Lösung    einer Ver  bindung eines     i@Tetalles    der     Antimongruppe     zu behandeln,     kann    man derartigen plasti  schen Materialien die betreffende     Verbindung     einverleiben, bevor sie in den     endgiiltigen     starren Zustand gebracht sind.

   Die Metall  verbindung kann zum Beispiel den     Zellrilose-          esteriösnngen,    welche nach bekannten 1VIe.-           tlioden    zur Herstellung     kineinatographisclier     oder anderer photographischer Films dienen,  beigemengt werden.

   Ebenso kann bei der       Fabrikation    von     Zelluloidwaren    die Verbin  dung aus der     Antimongruppe    der noch  plastischen Masse der     zelluloidbildenden    31a  terialien     mittelst    des Alkohols, beziehungs  weise des zur Anwendung gelangenden Lö  sungsmittels, oder mit Hilfe von Hitze ein  verleibt     werden.    In der Regel geschieht dies  am besten so, dass man zum Beispiel eine  Lösung von     Antimontrichlorid    in Alkohol,       Xther-Alkohol    oder     Amylacetat    durch. Mi  schen oder Kneten in die plastische Masse  hineinarbeitet.

   Das Gesagte bezieht sich auf  Zelluloid und alle     zelluloid.artigen    Kompo  sitionen, gleichviel, ob diese dem gewöhn  lichen     Pyroxylin-Kampfer-Typus    angehören  oder nicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Unentzündlichmachen, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine Verbindung eines Me- tall.es der Antimongruppe in einem sauerstoff- haltigen, neutralen, aliphatiscben Lösungs- 'inittel löst. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, d.ass Antimontri- Chlorid in einem Lösungsmittel der ge nannten Art gelöst wird. ?. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man. ein Wismuthsalz in einem Lösungsmittel der genannten Art löst. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verbin dung eines lbletalles der Antimongruppe in Amylacetat gelöst wird. 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 3. dadurch ge kennzeichnet, dass man Antimontrichlorid in Amylacetat löst. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die V erbin- düng eines Metalles der Antimongruppe in einem trocknenden Öle gelöst wird. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass Antimontrichlorid in Leinöl gelöst wird. 7. Verfahren" gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, class der Lösung ein trocknendes Öl zugesetzt wird. B.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Lösung ein in einem passenden Lösungsmittel gelöster F'irnisstoff beigemengt wird. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet; dass der Lösung eine Harzlösung bezw. eine Lösung eines harzartigen Stoffes zugesetzt wird. 10. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man der Lösung eine Zellulocederivatlösung beimengt. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Lösung ein Farbstoff zugesetzt wird.
    PATENTANSPRUCH II: Mittel zum Unentzündliclimachen, erhal ten nach dem im Patentanspruch I gekenn zeichneten Verfahren, bestehend aus einer Lösung einer Verbindung eines Metalles der Antimongruppe in einem sauerstoffhaltigen, neutralen, aliphatischen Lösungsmittel.
CH94685D 1919-02-05 1920-02-04 Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Unentzündlichmachen. CH94685A (de)

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