Vorrichtung zum Verhindern des Durchgehens von Hornvieh.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung, um ein Durchgehen von lioriivieh dadurch zu verhindern, dass dessen Augen überdeckt werden.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen- standes dargestellt, und zwar zeigt : l ? ig. 1 eine Seitenansicht,
Fig. 2 bis 6 Details.
Die dargestellte Vorrichtung weist zwei Bügelteile 1, 2 auf, die mittelst Schrauben 3 verstellbar miteinander verbunden sind. Zwisclien den Teilen 1 und 2 ist eine Schiene 4 festgeklemmt, die auf die Stirne des Tieres zu liegen kommt und die mit einer Schnalle 5 versehen ist, mit welcher Riemen 6, die an den Bügelteilen 1, 2 befestigt sind, verbunden werden können, nachdem die Riemen 6 um die Hörner des Tieres geschlungen worden sind. Die Bügelteile 1, 2 liegen hinter den Augen des Tieres nahe am Kopf. An jedem Bügelteil 1, 2 ist mittelst einer Lasche 8 eine B#chse 9 verstellbar angeordnet. In der Büchse 9 ist ein Rohr 11 mittelst einer Klemmschraube 12 festgehalten.
Im Rohr 11 ist ein zweites Rohr, 13, versehiebbar und drehbar gelagert, in dem ein Bolzen 14 verschiebbar angeordnet ist. Am Bolzen 14 ist ein Hebel 15 mittelst eines Stiftes 16 angelenkt, welcher Hebel die Klappe 17 trägt, die zum Überdecken des einen Auges des Tieres bestimmt ist. Der Bolzen 14 steht unter der Wirkung der Feder 18, die in gespanntem Zustande zwischen einer Schulter des Bolzens 14 und einem im Rohr 11 befestigten Zapfen 20 angeordnet ist. Das hintere Ende des Bolzens 14 besitzt eine Bohrung, in welche ein Stift 21 ragt. Letzterer besitzt einen Querstift 22, der in eine Nut 23 eines Fortsatzes 24 des Bolzens 14 ragt. Die Feder 18 ist bestrebt, den Bolzen 14 nach aussen zu bewegen.
Der Bolzen 14 ist aber gewöhnlich in der in Fig. 3 gezeigten Lage gehalten mittelst eines Lederstreifchens 25, das am Hebel 15 angeordnet ist und über einen Stift 26 greift, der am Rohr 11 befestigt ist. Zwischen dem Lederstreifen 25 und dem Rohr 11 sitzt auf dem Stift 26 ein-Auslöser 28, dessen freies Ende 29 vom Rohr 11 abgebogen ist.
Der Auslöser 28 ist an einem Lederriemen 30 befestigt. Wird letzterer im Sinne des Pfeiles gezogen, so drückt das Ende 29 den Leder streifen 25 vom Stift 26 ab, der Auslöser fällt ab, und nun kann die Feder 18 sich entspannen. Dabei wird der Hebel 15 nacli vorn umgelegt, indem er zirka um 90# um den mit Bolzen 14 naeli vorn rückenden Zapfen 16 gedreht wird. Die nacll au#en vorstehende . Nase 32 des Hebels 15 tritt dabei in eine Au, s- sparung des Bolzens 14.
Sobald sich die Feder 18 entspannt, findet gleichzeitig mit dem Nachvornschwenken des Hebels 15 auch eine Drehung des Bolzens 14 um seine Achse .tatt. und zwar infolge des Stiftes 22, der in die Nut 23 ragt. Letztere ist so geformt, dass # beim Entspannen der Feder 18 der Bolzen 14 sieh zunächst auch so dreht, dass die Klappe 17vomKopfdes Tieres abgehoben wird, währenddem sich der Bolzen 14 nach vor w#rts bewegt und die Klappe 17 nach vorn geschnellt wird. Nachher mu# die Elappe 17 wieder gegen den Kopf zu bewegt werden, um die Klappe vor das Auge des Tieres einzustellen. Zu diesem Zweck ist am Rohr 13 ein Schlitz 33 vorgesehen, in welchen das Ende 34 des Stiftes 26 ragt.
Der Schlitz 33 ver liiuit in einem Halbkreis ; er gestattet, da# Mch das Rohr 13 mit dem Bolzen 14 beim Entspannen der Feder 18 dreht. Sobalcl aber Stift 22 hinten aus der Nut 23 austritt, so wird beim weiteren Entspannen der Feder 18 das Rohr 13 und damit infolge der Kupp- lung von Rohr 13 und Bolzen 14 durch den Hebel 15 auch der Bolzen 14 im entgegen- fi. @esetzten Sinne gedreht, da dann der Kopf 34 in der zweiten Bogenhälfte von 33 sich bewegt.
Die Klappe 17 weist einen Bel-36 aus weichem Leder auf. dessen Rtnd sich der Kopfpartie um das Auge herum anpassen kann. Die Klappe 17 ist mit dem Hebel 15 gelenkig verbunden. Statt eines Lederbelages konnte auch ein Formk#rper aus Gummi vorgesehen sein.
ITm die Klappe 17 wieder in die urspr#ng- liche Lage zu bringen, wird sie erfasst, nach r#ckw#rts, entgegen der Wirkung der Feder 18, geschoben, bis die Nase 32 aus der Aus- sparung 39 des Rohres 11 austreten liant, worauf der Riemen 25 wieder auf den Stift 26 aufgesetzt wird. nachdem vorher der Aus- loyer 28 auf letzteren aufgesetzt worden ist.
Die Riemen 30 sind mit einem Handriemen verbunden, der von dem Wärter des Tieres in der Hand gehalten wird. Wird nun zum Beispiel der Warter vom Tier auf die Seite geworfen, so werden die Riemen 30 im Sinne des Pfeiles (Fig. l) gezogen. Der Riemen 2 ;) @ vom Stift 26 ab, dabei werden aber. wie oben besehrieben die Klappen 17 aus- gelöst und treten über die Augen des Tieres.