CH91094A - Verfahren zur Vermehrung der in den Abgasen von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme. - Google Patents
Verfahren zur Vermehrung der in den Abgasen von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme.Info
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Description
<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr.<B>81825.</B> Verfahren zur Vermehrung der in den Abgasen von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme. Die vorliegende Erfindung betrifft. ein Verfahren zur Vermehrung der in den Ab gasen von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme nach dem Hauptpatent Nr. 87825, bei welchem Verfahren Brenn stoff in den Abgasstrom eingeführt. und darin zur Verbrennung gebracht wird, zum Zweck, den Wärmeinhalt der Abgase zu er höhen.
Die Erfindung besteht darin, class nur ein Teil der Abgase zur Verbrennung der jeweils erforderlichen Brennstoffmenge herangezogen wird, zum Zweck, dieser Teil vom andern Teil gesondert über die 'Heiz fläche einer Wärmeaustauschvorricht.ung zu leiten und dadurch das Wärmegefälle und damit den Wärmedurchgang in der Wärme- austauschvorrichtung zu erhöhen.
Der in der Regel ganz erhebliche Sauer stoffgehalt der Abgase von Verbrennungs motoren ermöglicht es, die Abgastempera tur dadurch beträchtlich zu erhöhen, dass im Abgasstrom ein Brennstoff zur Verbren nung gebracht wird. Eine solche Tempera turerhöhung kann zum Beispiel erwünscht sein, wenn die Abgase in sogenannten Ab- gasdampfkesseln verwertet werden. Durch die Temperaturerhöhung wird die Kessel leistung wesentlich gesteigert.
Bis heute war bekannt, die ganze Abgasmenge einer sol chen Nacherhitzung zu unterwerfen, in der Annahme, der Wärmezuwachs. werde zum grössten Teil von der Wärmeaustauschvor- richtung aufgenommen. Dies ist wohl zu treffend, wenn es sich um hohe Nacherhit zung handelt und wenn so viel Brennstoff zugesetzt wird, class der Sauerstoffrest der Abgase zum grösstmöglichen Teil mit dem selben verbrennt.. Ist aber der Wärme bedarf nicht sehr gross und wird die Nach erhitzung weniger gut, getrieben, so ver schlechtert sich infolge des geringeren Wärmegefälles im Kessel der wärmewirt schaftliche Wirkungsgrad, und zwar um so mehr, je niedriger die Nacherhitzung ist.
Die Erfindung bezweckt, auch bei gerin gerer als der maximal erreichbaren Erl..iö- hung des Wärmeinhaltes der Abgase eine günstigere Wärmeausnützung zu erzielen.
Die Menge der Abgase, die jeweils zu er hitzen ist, richtet. sich zweckmässigerweise nach der Menge des zu verbrennenden Brennstoffes und dem Sauerstoffgehalt der Abgase, derart, dass die Verbrennung mit dem kleinstmöglichen Sauerstoffüberschuss erfolgt.
Es wird in den meisten Fällen wirtschaft lich sein, die nicht erhitzten Abgase an einem Teil der Heizflächen der Wärmeaus tauschvorrichtung vorbeistreichen zu lassen und die nacherhitzten Abgase getrennt an den übrigen Heizflächen vorbeizuleiten. Es ist aber unter Umständen wirtschaftlicher, wenn die gesamte Heizfläche nur für die nacherhitzten Abgase benützt wird und die nichterhitzten Abgase unbenützt an der Wärmeaustauschvorrichtung vorbeigeführt werden.
Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in der Zeichnung beispiels weise dargestellt.
a ist die mit einem Abschlussorgan o ver sehene Abgasleitung einer nicht gezeichne ten Verbrennungsmotorenanlage. b und c sind Rauchröhrenkessel mit den Rauch röhren d, dem Feuerraum e, dem Aschen fall<I>f,</I> der Feuer- und Aschenfalltüre g bezw. ia und dem Abzug<I>i.</I> Die Abgasleitung ist vermittelst Zweigleitungen k und<I>1.</I> in wel che regelbare Abschlussorgane m bezw. <I>n</I> eingebaut sind,
an die Aschenfälle f der Kessel angeschlossen. Stehen die Organe m und n bei geschlossenem Organ o offen, dann streichen die Abgase unter Abgabe eines Teils ihrer Wärme an den Kessel inhalt, durch die Rauchröhren c1 hindurch. In der Regel ist jedoch die auf diese Weise gewonnene Wärme zu gering, um die er forderliche Dampfmenge zu erzeugen. Der Fehlbetrag wird auf bekannte Weise da durch aufgebracht, dass man die Roste je nach Bedarf mit einem Brennstoff beschickt und denselben in den Abgasen zur Verbren nung bringt. Dadurch werden die Abgase auf eine Temperatur erhitzt, welche, je nach der Menge des eingeführten Brennstoffes, zwischen einer überhaupt erreichbaren Höchsttemperatur und der ursprünglichen Abgastemperatur schwankt.
Da der Wärme- durchgang in den Rauchröhren mit dem Wärmegefälle zwischen den Rauchgasen und dem Kesselinhalt abnimmt, so ist der Wirkungsgrad der Anlage um so schlechter. je weniger hoch die Nacherhitzung getrie ben wird. Um dies nach Möglichkeit zu vermeiden, wird gemäss der vorliegenden Erfindung so verfahren, dass, sofern die Menge des jeweils erforderlichen Brenn stoffes geringer als die in den Abgasen überhaupt verbrennbare Menge ist, nur ein Teil der Abgase zur Verbrennung herange zogen wird, und zwar ist es zweckmässig. diesen Teil so klein zu wählen, dass er zur Verbrennung des erforderlichen Brennstof fes gerade genügt. Die Temperatur dessel ben wird alsdann auf den höchstmöglichen Wert gebracht und damit der wärmewirt schaftliche Wirkungsgrad der Anlage er heblich verbessert.
Zur Durchführung des Verfahrens wird bei kleinem Brennstoff bedarf nur der eine Kessel mit Brennstoff beschickt und der zu dessen Verbrennung erforderliche Teil des Abgasstromes durch entsprechende Einstellung der Abschluss- organe durch diesen Kessel hindurch gelei tet, während der restliche Teil durch den andern unbeschickten Kessel hindurch ge leitet, oder auch an demselben vorbei in die Atmosphäre hineingelassen wird. Bei grö sserem Brennstoffbedarf werden beide Kes sel mit Brennstoff beschickt. Natürlich kön nen an Stelle von zwei Kesseln auch deren mehrere vorhanden sein.
Die Anordnung kann auch so getroffen sein, dass die nach erhitzten und die nichtnacherhitzten Abgase gesondert, und zwar in veränderlichem Ver hältnis ein und denselben Kessel durch strömen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Vermehrung der in den Abgasen von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme nach Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Teil der Abgase zur Verbren nung der jeweils erforderlichen Brennstoff menge herangezogen wird, zum Zwecke, diesen Teil vom andern Teil gesondert über die Heizflächen von Wärmeaustauschvor- richtungen zu leiten und dadurch das Wärmegefälle und damit den Wärmedurch- gang in der Wärmeaustauschvorrichtung zu erhöhen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH91094T | 1920-08-11 | ||
| CH87825T | 1920-08-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH91094A true CH91094A (de) | 1921-10-17 |
Family
ID=25703769
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH91094D CH91094A (de) | 1920-08-11 | 1920-08-11 | Verfahren zur Vermehrung der in den Abgasen von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH91094A (de) |
-
1920
- 1920-08-11 CH CH91094D patent/CH91094A/de unknown
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