DE348557C - Verfahren zur Verwertung der Abgase von Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Verwertung der Abgase von VerbrennungskraftmaschinenInfo
- Publication number
- DE348557C DE348557C DE1920348557D DE348557DD DE348557C DE 348557 C DE348557 C DE 348557C DE 1920348557 D DE1920348557 D DE 1920348557D DE 348557D D DE348557D D DE 348557DD DE 348557 C DE348557 C DE 348557C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- exhaust gases
- heat
- combustion engines
- fuel
- internal combustion
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01N—GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; GAS-FLOW SILENCERS OR EXHAUST APPARATUS FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
- F01N5/00—Exhaust or silencing apparatus combined or associated with devices profiting by exhaust energy
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02T—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
- Y02T10/00—Road transport of goods or passengers
- Y02T10/10—Internal combustion engine [ICE] based vehicles
- Y02T10/12—Improving ICE efficiencies
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verwertung der in den Abgasen
von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme nach dem Patent 338454, bei welchem
Verfahren Brennstoff in den Abgasstrom eingeführt und darin zur Verbrennung gebracht
wird, zum Zweck, den Wärmeinhalt der Abgase zu erhöhen. Die vorliegende Erfindung
besteht darin, daß unterhalb der höchst erreichbaren Vermehrung des Wärmeinhalts nur
ein Teil der Abgase zur Verbrennung der jeweils erforderlichen Brennstoffmenge herangezogen
und dieser Teil vom andern Teil gesondert über die Heizfläche einer Wärme-
»5 austauschvorrichtung geleitet wird, das Ganze zum Zweqk, durch diesen auf möglichst hohe
Temperatur zu bringenden Teil der Abgase das Wärmegefälle und damit den Wärmedurchgang
in der Wärmeaustauschvorrichtung zu erhöhen.
Der in der Regel erhebliche Sauerstoffgehalt der Abgase von Verbrennungsmotoren
ermöglicht es, die Abgastemperatur dadurch beträchtlich zu erhöhen, daß im Abgasstrom
irgendein Brennstoff zur Verbrennung gebracht wird. Eine solche Temperaturerhöhung
kann z. B. erwünscht seinj, wenn die Abgase
in sogenannten Abgasdampfkesseln verwertet werden. Durch die Temperaturerhöhung wird die Kesselleistung wesentlich gesteigert.
Bisher wurde die ganze Abgasmenge einer solchen Nacherhitzung unterworfen, iti
der Annahme, der Wärmezuwachs werde zum größten Teil von der Wärmeaustauschvorrichtung
aufgenommen. Dies ist wohl zutreffend, wenn es sich um hohe Nacherhitzung handelt,
mit anderen Worten, wenn so viel Brennstoff zugesetzt wird, daß der Sauerstoff rest der
Abgase zum größtmöglichen Teil mit demselben verbrennt. Ist aber der Wärmebedarf
nicht sehr groß und wird die Nacherhitzung weniger weit getrieben, so verschlechtert sich
infolge des geringeren Wärmegefälles im Kessel der wärmewirtschaftliche Wirkungsgrad,
und zwar um so mehr, je niedriger die Nacherhitzung eingestellt wird.
Die Erfindung bezweckt auch bei geringerer als der höchst erreichbaren Erhöhung des
Wärmeinhalts der Abgase eine günstige Wärmeausnutzung· zu erzielen, und zwar wird
. dies dadurch erreicht, daß anstatt der gesamten Abgasmenge jeweils nur ein Teil derselben
der Nachverbrennung und Temperaturerhöhung unterworfen wird. Je kleiner dieser Teil ist, desto höher wird für einen gewissen
Wärmezuschuß die Temperatur werden. Mit dem höheren Wärmegefälle wächst xo aber bekanntlich der Wirkungsgrad jeder
Feuerung.
Die Menge der Abgase, die jeweils zu erhitzen ist, ergibt sich aus der Menge des zu
verbrennenden Brennstoffes und aus dem Sauerstoffgehalt der Abgase. Für jeden Fall
wird die Abgasmenge gerade so groß zu wählen sein, daß die Verbrennung mit dem kleinstmöglichen
Sauerstoffüberschuß erfolgt.
Es wird in den meisten Fällen wirtschaftao lieh sein, die nicht erhitzten Abgase an einem
Teil der Heizflächen der Wärmeaustauschvorrichtung vorbeistreichen zu lassen und die
nacherhitzten Abgase getrennt an den übrigen Heizflächen vorbeizuleiten., Es ist aber unter
as Umständen sogar wirtschaftlicher, wenn die gesamte Heizfläche nur für die nacherhitzten
Abgase benutzt wird und die nichterhitzten Abgase unbenutzt an der Wärmeaustauschvorrichtung
vorbeigeführt werden. Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in der Zeichnung beispielsweise
dargestellt.
α ist die mit einem Abschlußorgan 0 ver- ·
sehene Abgasleitung einer nicht gezeichneten Verbrennungsmotorenanlage, b und c sind an
sich bekannte Heizröhrenkessel mit den Heizrohren d, dem Feuerraum e, dem Aschenfall f,
der Feuer- und Aschenfalltür g bzw. h und dem Abzug i. Die Abgasleitung ist durch
Zweigleitungen k und /, in welche Regelorgane m bzw. η eingebaut sind, an die
Aschenfälle/ der Kessel angeschlossen. Stehen
die Organe m und η bei geschlossenem Organ 0 offen, · dann streichen die Abgase
unter Abgabe eines Teils ihrer Wärme an. den Kesselinhalt durch die Röhren d hindurch.
In der Regel ist jedoch die auf diese Weise gewonnene Wärme zu gering, um die erforderliche Dampfmenge zu erzeugen. Der
Fehlbetrag wird auf bekannte Weise dadurch aufgebracht, daß man die Roste je nach Bedarf
mit einem Brennstoff beschickt und denselben in den Abgasen zur Verbrennung
bringt. Dadurch werden die Abgase Ά\χί eine
Si) Temperatur erhitzt, welche je nach der Menge
des eingeführten Brennstoffes zwischen einer überhaupt erreichbaren Höchsttemperatur und
der ursprünglichen Abgastemperatur schwankt. Da der Wärmedurchgang in den Heizrohren
mit dem Wärmegefälle zwischen den Heizgasen und dem Kesselinhalt abnimmt, so ist
der Wirkungsgrad der Anlage um so schlechter, je weniger hoch die Nacherhitzung getrieben
wird. Um dies nach Möglichkeit zu vermeiden, wird nun gemäß der vorliegenden Erfindung so verfahren, daß, sofern die
Menge des jeweils erforderlichen Brennstoffes geringer als die in den Abgasen überhaupt
verbrennbare Menge ist, nur ein Teil der Abgase zur Verbrennung herangezogen wird,
und zwar ist es zweckmäßig, diesen Teil so klein zu wählen, daß er zur Unterhaltung der
Verbrennung gerade genügt. Die Temperatur desselben" wird alsdann auf den höchstmöglichen
Wert gebracht und damit der wärmewirtschaftliche Wirkungsgrad der Anlage verbessert.
Zur Durchführung des Verfahrens wird bei kleinem Dampfbedarf und dementsprechend
geringen Brennstoffbedarf nur der eine Ke'ssel mit Brennstoff beschickt und der
zu dessen Verbrennung erforderliche Teil des Abgasstromes durch1 entsprechende Einstellung
der Abschlußorgane durch diesen Kessel hindurchgeleitet, während der restliche Teil
durch den anderen unbeschickten Kessel hindurchgeleitet oder auch an demselben vorbei
in die Atmosphäre hinausgelassen wird. Bei größerem Brennstoff bedarf werden beide Kessel
mit Brennstoff beschickt. Natürlich können an Stelle von zwei Kesseln auch deren
mehrere vorhanden sein. Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß die nacherhitzten
und die nicht nacherhitzten Abgase gesondert, und zwar in veränderlichem Verhältnis
ein und denselben Kessel durchströmen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:"Verfahren zur Verwertung der in den Abgasen von Venbrennung'skraftmaschinen enthaltenen Wärme nach dem Patent 338454, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der höchst, erreichbaren Vermehrung des Wärmeinhalts nur ein Teil der Abgase zur Verbrennung der jeweils erforderlichen Brennstoffmenge herangezogen und dieser Teil vom andern Teil gesondert über die Heizflächen von Wärmeaustauschvorrichtungen geleitet wird, das Ganze zum Zweck, durch diesen auf mögliehst hohe Temperatur zu bringenden Teil der Abgase das Wärmegefälle und damit den Wärmedurchgang in der Wärmeaustauschvorrichtung zu erhöhen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348557T | 1920-08-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348557C true DE348557C (de) | 1922-02-11 |
Family
ID=6257475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920348557D Expired DE348557C (de) | 1920-08-03 | 1920-08-03 | Verfahren zur Verwertung der Abgase von Verbrennungskraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE348557C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1178645B (de) * | 1962-03-08 | 1964-09-24 | Kohlenscheidungs Ges Mit Besch | Heizkraftwerk mit Gasturbine und Abhitzekessel |
-
1920
- 1920-08-03 DE DE1920348557D patent/DE348557C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1178645B (de) * | 1962-03-08 | 1964-09-24 | Kohlenscheidungs Ges Mit Besch | Heizkraftwerk mit Gasturbine und Abhitzekessel |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2926663A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur abtrennung von schadstoffen aus abgasen, insbesondere bei der holzspaenetrocknung | |
| DE348557C (de) | Verfahren zur Verwertung der Abgase von Verbrennungskraftmaschinen | |
| DE2538413A1 (de) | Anlage zur verbrennung von schadstoffe enthaltender abluft, z.b. aus einer trocknungskammer o.dgl. | |
| DE2757783C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung flüssiger Abfälle | |
| DE3136480A1 (de) | Verfahren und anordnung zum wiederaufheizen von nassentschwefelten rauchgasen | |
| DE2138664C3 (de) | Gas-Dampfturbinenanlage | |
| DE1166964B (de) | OElbeheizter Heizungskessel mit Muellverbrennungsschacht | |
| DE2304649C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur gleichzeitigen Veraschung von brennbaren Abfällen und Schlamm | |
| CH91094A (de) | Verfahren zur Vermehrung der in den Abgasen von Verbrennungskraftmaschinen enthaltenen Wärme. | |
| DE3842325C2 (de) | Mehrzug-Abhitzekessel mit Zusatzfeuerung | |
| DE3402063C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Rauchgasen | |
| DE274780C (de) | ||
| LU88388A1 (de) | Kesselfeuerung zur Verbrennung von Muell, insbesondere von feuchtem Muell | |
| DE514262C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Erhitzen von Kohlenwasserstoffoelen und zur Erzeugung von ueberhitztem Dampf | |
| DE80500C (de) | ||
| DE903934C (de) | Verfahren zur Verwertung von Abdampf in einer Dampfkraftanlage und Einrichtung hierzu | |
| DE571739C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Karburieren von Wassergas | |
| DE821492C (de) | Schaltung fuer Speisewasservorwaermer mit mehreren rauchgasseitig hintereinanderliegenden Vorwaermergruppen | |
| DE911180C (de) | Heizkessel mit Fuellschachtfeuerung, unterem Abbrand und nachgeschalteter Brennkammer | |
| DE3020798A1 (de) | Verfahren zur energiegewinnung aus stroh | |
| CH89616A (de) | Verfahren zum Betrieb von Abgasverwertungsanlagen, die normalerweise von Abgasen, bei ungenügendem Abgaswärme-Anfall mit Feuergasen und Abgasen beheizt werden. | |
| DE1426443A1 (de) | Waermekraftanlage | |
| DE199874C (de) | ||
| DE363834C (de) | Dampfkesselfeuerung aus Wanderrost und diesem vorgeschalteten Treppenrost | |
| DE962801C (de) | Abhitzekessel |