DE400149C - Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme eines Wassergaserzeugers in einem Waermespeicher und Dampfkessel - Google Patents

Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme eines Wassergaserzeugers in einem Waermespeicher und Dampfkessel

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DE400149C
DE400149C DEB101161D DEB0101161D DE400149C DE 400149 C DE400149 C DE 400149C DE B101161 D DEB101161 D DE B101161D DE B0101161 D DEB0101161 D DE B0101161D DE 400149 C DE400149 C DE 400149C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
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    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ausnutzung der Abwärme eines Wassergaserzeugers in einem Wärmespeicher und Dampfkessel. Bei Wassergasanlagen, die mit Abhitzekessel verbunden sind, werden die beim. Heißblasen des Wassergaserzeugers entstehenden Abgase in der Weise ausgenutzt, daß während der Blasezeit ein Teil der Eigenwärme der Abgase sowohl als auch die durch Verbrennung der brennbaren Bestandteile der Abgase entstehende Wärme im Steingitterwerk eines zwischen dem Wassergaserzeuger und dem Abhitzekessel angeordneten @,#'ärmespeichers aufgespeichert wird. Diese aufgespeicherte Wärme soll während der Gasezeit des Wassergaserzeugers durch das erzeugte Wassergas bei seinem Durchgang durch den Wärmespeicher aufgenommen und auf den Abhitzekessel übertragen werden.
  • Es besteht nun aber ein Mißverhältnis zwischen der in der Zeiteinheit während der Blasezeit einerseits und der Gasezeit anderseits erzeugten Gasmenge, welches zur Folge hat, daß die Menge des erzeugten Wassergases nicht ausreicht, die in dem Wärmespeicher während der Blasezeit aufgesammelte Wärme im Verlaufe der Gasezeit an den Dampfkessel zu übertragen. Die Folge ist eine unvollkommene Wärmeausnutzung. Mit dem Verfahren und der Einrichtung nach vorliegender Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden. ' Es sei erwähnt, daß bei früheren Verfahren die in der Zeiteinheit zur Wärmeübertragung an den Dampfkessel verfügbaren bezüglichen Mengen Abgase und Wassergas sich wie 12:1 verhalten. Ein solches Mißverhältnis tut der Haltbarkeit des Kessels durch die wechselnde Beanspruchung großen Abbruch und hat mangelhafte Ausnutzung c'_er in den Abgasen verfügbaren Wärme zur Folge.
  • Nach den früheren Verfahren werden die Heißblasegase in einer mit Steingitterwerk ausgesetzten Vorkammer entzündet und verbrannt. Hierbei entsteht die höchste Temperatur an der Entzündungsstelle. Das nach dem Heißblasen in die Vorkammer (Wärmespeicher) eintretende Wassergas kann wegen seiner geringen Menge (1/12) nur wenig Wärme weitertragen. Die Folge ist, daß beim ferneren Heißblasen das Steingitterwerk überhitzt und schmilzt und zerstört wird, wenn nicht zeitweilig die Zündung und vollkommene Verbrennung der Abgase (Heißblasegase) unterlassen wird. Das bedeutet aber einen beträchtlichen Verlust an Wärme insoweit, als Abgase unverbrannt entweichen und die Verbrennungswärme der nicht gezündeten Abgase verlorengeht.
  • Weiter wurde beobachtet, daß die den Abhitzekessel verlassenden abgekühlten Abgase eine Temperatur von beispielsweise 230 'hatten; das Wassergas, welches in der Zeiteinheit denselben Abhitzekessel mit 1/l2 der Menge der Abgase durchströmt hatte, wies überraschenderweise am Kesselausgang die gleiche Temperatur auf. Daraus ist zu folgern, daß der Kessel mit Leichtigkeit auch in der Zeiteinheit der Gasezeit die Ufache N,%'ärmemenge aufnehmen kann, wenn die Bedingungen der Blasezeit hergestellt werden, d. h. wenn statt der einfachen Menge im Wärmespeicher erhitzten Wassergase die 12fache Menge eines auf gleiche Weise erhitzten Gases (oder Luft) durch den Kessel geleitet wird.
  • Nach der Erfindung wird die Ausnutzung der Heißblasegase eines Wassergaserzeugers sowie die Schonung des Steingitterwerkes, überhaupt des Wärmespeichers, und des angeschlossenen Abhitzekessels dadurch erreicht, daß durch den Wärmespeicher und den Dampfkessel während des Heißblasens die Abgase aus dem Wassergaserzeuger, dagegen während des Gasens an Stelle des Wassergases ein anderes wärmeübertragendes Gas geleitet werden. Auf diese Weise wird es ermöglicht, die Wärmeübertragung an den Kessel in der Gasezeit genau so wirkungsvoll zu gestalten wie während des Heißblasens.
  • Auf der Zeichnung sind in den Abb. i bis 3 drei verschiedene Einrichtungen zur Durch= führung des neuen Verfahrens dargestellt. In den drei Ausführungen ist a der Wassergas-. erzeuger, b der an den Wassergaserzeuger anschließende Wärmespeicher und c der Abhitzekessel. a1 bedeutet die Windzuführung zum Wassergaserzeuger. Von dieser M indzuführung zweigt die Leitung a3 ab für die Speisung des Wärmespeichers und der Vorkammer mit Nachluft. a'= ist ein Absperrglied zwischen Wassergaserzeuger und Wärmespeicher, f und ä sind Rohrleitungen, welche das Wassergas aus dem Wassergaserzeuger abführen. In Abb. i und 2 ist h ein Aufsatz auf dem Wärmespeicher, der von der Wassergasleitung im Zickzack durchzogen wird. In Abb. 3 ist k ein Bläser zum Zurückführen der den Kessel verlassenden, auf etwa 230' abgekühlten Abgase zum Wärmespeicher.
  • Die Wirkungsweise dieser Anlage ist bezüglich des Heißblasens für die Ausführung nach Abb. i bis 3 die gleiche. Nach früheren Verfahren erfolgt das Heißblasen des Wassergaserzeugers durch den diesem vermittels des Rohres a1 zugeführten Gebläsewind. Die den Wassergaserzeuger a alsdann oben verlassenden Abgase werden in dem als Verbrennungskammer ausgebildeten Wärmespeicher b unter Luftzuführung durch das Rohr a3 verbrannt. Die hierbei entstehenden Verbrennungsgase erhitzen das Gitterwerk und treten danach mit noch verhältnismäßig hoher Temperatur zum Abhitzekessel c über, den sie nach Abgabe ihrer Wärme durch den Schornsteine verlassen. Nach Abb. i und 2 treten die im Kessel abgekühlten Abgase ins Freie, während nach Abb. 3 die den Kessel mit etwa 23o' verlassenden Abgase während der Heizzeit zwar auch durch den Schornstein ins Freie entweichen, aber bei einsetzenden Gasen vermittels des Bläsers k zum Wärmespeicher b zurückgeführt werden.
  • Nachdem das Blasen beendet ist, wird der zwischen Wassergaserzeuger und Wärmespeicher liegende Schieber a2 geschlossen und in den Wassergaserzeuger Dampf eingeführt, wodurch sich Wassergas bildet. Dieses gelangt durch die Rohrleitung f oder g entweder gemäß Abb. 3 in üblicher Weise zur Abkühlung in den Wascher und weiter zum Gasbehälter, oder es wird nach Abb, i und 2 die Wassergasleitung, welche das heiße `Wassergas führt, im Zickzack durch den Luftüberhitzer lt geleitet und erst von hier aus gelangt das Wassergas, wie sonst üblich, zum Wascher und Gasbehälter.
  • Während der Gasezeit sind nun die Vorgänge bei den dargestellten drei Ausführungen zunächst insoweit gleich, als während derselben zur Übertragung der im ,Wärmespeicher in der Blasezeit aufgesammelten Wärme an den Kessel das Wassergas grundsätzlich ausgeschaltet wird. Damit nun der Kessel auch während dieser Gasezeit Wärme in ausreichendem Maße erhält, wird gemäß der Anlage nach Abb. 2 die Übertragung der Wärme aus dem Wärmespeicher an den Kessel durch Luft bewirkt, welche durch das zur Wassergaserzeugung während des Heißblasens des Wassergaserzeugers benutzte Gebläse nach Schließung des Schiebers cc2 in den «:7ärmespeicher b gedrückt wird. Die Luft kann vor ihrem Eintritt in den Wärmespeicher durch den Aufsatz h vermittels der Eigenwärme des Wassergases, welches in der Rohrleitung den Überhitzer durchzieht, vorgewärmt werden. Durch die Ausschaltung des Wassergases von der Durchleitung durch den Wärmespeicher und den Abhitzekessel sowie durch Verwendung der Luft als Wärmeüberträger an Stelle des Wassergases ist es mit Hilfe des Gebläses möglich, auch in der Gasezeit dem Kessel in der Zeiteinheit die der Heizzeit entsprechende Gasmenge und `Äärmemenge zuzuführen. Der Wärmespeicher wird so in der Gasezeit hinreichend abgekühlt, und es findet eine weitgehende Ausnutzung der Heißblasegase und eine gleichmäßigere Beanspruchung des Kessels während der Blase- und der Gasezeiten statt. Ferner wird durch das grundsätzliche Ausschalten des Wassergases als Wärmeübertrager ein Vermischen von Nutz- und Abgasen innerhalb der Anlage vermieden.
  • Bei der in Abb. 3 dargestellten Anlage erfolgt die Wärmeübertragung von dem Wärmespeicher b auf den Abhitzekessel c durch kreisende Abgase, die von dem vorangegangenen Heißblasevorgang noch imWärmespeicher und Kessel verblieben sind, in der Weise, daß die Abgase aus dem Dampfkessel c durch das Gebläse k im Kreislauf durch den Wärmespeicher b und Dampfkessel c geleitet werden. Nachdem nämlich die Blasezeit des Wassergaserzeugers vorüber ist, werden die Schieber in der Luftleitung a1 und a3 geschlossen, ebenso wird die Verbindung zwischen W assergaserzeuger und Wärmespeicher unterbrochen und der Bläser k, saugt aus dem Kessel c die abgekühlten Abgase an und drückt sie in den Wärmespeicher b zurück, wobei die Klappe l sich selbsttätig öffnet. Die Abgase werden dann in dem Wärmespeicher b wieder stark erhitzt und dem Kesselc abermals zugeführt. Es findet demnach während des Gasens ein ununterbrochener Kreislauf der Abgase, d. h. eine dauernde Erhitzung in dem Wärmespeicher und Abkühlung im Kessel statt. Der Wärmeinhalt der den Kessel nach dem ersten Durchgang verlassenden Abgase geht also nicht verloren. Auch für diesen Fall nach Abb. 3 kann mit Hilfe des Bläsers k die Geschwindigkeit der kreisenden Gase so abgestimmt werden, daß die Wärmeübertragung an den Kessel während der Gasezeit derjenigen der Blasezeit entspricht.
  • Das Wesen der Erfindung bleibt bestehen, auch bei einer Arbeitsweise, gemäß welcher während der Gasezeit das unmittelbar erzeugte Wassergas durch Wärmespeicher und Kessel geleitet und das den Dampfkessel verlassende abgekühlte Wassergas nach Abb. 3 durch das Gebläse k im Kreislauf durch den Wärmespeicher b und Dampfkessel c zurückgeleitet wird.
  • In Abb. r ist eine Anlage dargestellt, mit welcher die Wärmeübertragung aus dem Wärmespeicher an den Kessel während der Gasezeit gleichfalls durch Luft erfolgt. In diesem Falle jedoch wird die die Anlage durchstreichende Luft durch Schornsteinzug bewegt. Man hat es in der Hand, durch Anbringung von künstlichem Zug die Menge so weit zu steigern, daß die Wärmeübertragung aus dem Wärmespeicher in den Kessel während der Gasezeit derjenigen der während der Blasezeit an den Kessel übertragenen entspricht.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Ausnutzung der Abwärme eines Wassergaserzeugers in einem Wärmespeicher und Dampfkessel, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Wärmespeicher (b) und den Dampfkessel (c) während des Heißblasens die Abgase aus dem Wassergaserzeuger (a), dagegen während des Gasens ein anderes wärmeübertragendes Gas geleitet werden.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase aus dem Dampfkessel (c) in bekannter Weise durch ein Gebläse (k) im Kreislauf durch den Wärmespeicher (b) und Dampfkessel (c) geleitet werden.
DEB101161D 1921-08-16 1921-08-16 Verfahren zur Ausnutzung der Abwaerme eines Wassergaserzeugers in einem Waermespeicher und Dampfkessel Expired DE400149C (de)

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