Schere. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schere beliebiger Art, bietet aber besondere Vorteile, wenn sie auf chirurgische Scheren angewendet wird, ebenso bei Anwen dung auf Scheren, wie sie Barbiere und Zu schneider oder andere Berufe brauchen, deren Betrieb den fortwährenden Gebrauch einer Schere bedingt, und bei welchem auf eine gleichmässige Schnittwirkung Wert gelegt wird, und bei denen anderseits die Verände rung der Form gebräuchlicher Scheren, wie sie durch wiederholtes Schleifen verursacht wird, nachteilig wäre.
Gemäss Erfindung besitzt die Schere ab nehmbare Schneidelemente. Die Vorzüge der abnehmbaren Schneidelemente bestehen darin, dass diese durch ein Paar neue ersetzt werden können, wobei die Kosten ungefähr gleich- . gross sein können wie diejenigen., welche dass Schleifen einer gewöhnlichen Schere ver ursacht. Ferner kann das Material, welches für die Schneidelemente verwendet wird, mit.
Bezug auf die Schneidefähigkeit von aller bester Qualität gewählt werden, was für die Schere als Ganzes nicht tunlich ist, nicht bloss wegen der hohen Anschaffungskosten JesMa- terials, sondern weil es beim Stanzen oder einem andern für die Herstellung der Scheren= körper benützten Verfahren Schaden leiden würde. Auch ermöglicht die Anwendung be sonderer Schneidelemente die Verwendung von rostsicherem oder nicht anlaufendem Stahl für die Hauptteile der Schere, was ein wiclh- tiges Moment für die in der Chirurgie be nützten Scheren darstellt, welche bekanntlich häufig gekocht und sterilisiert werden.
Es ist bekannt,, dass der rostsichere Stahl . sich für die Herstellung von Schneideteilen nicht eignet. _ .
Die beilieende Zeichnung zeigt eine bei- 2# spielsweise Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes, un:d zwar Fig. 1 die Draufsicht auf eine Schere mit abnehmbaren. Blättern, . 'Fig. 2 die Draufsicht auf. den Vorder teil eines Scherengliedes mit dem abnehm baren Blatt, - Fig. 3 das Bild ähnlich Fig. 2, aber mit abgenommenem Blatt; Fig. 4 ein abgenommenes Blatt in Drauf sicht, .
Fig:.5 ein Querschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 1, Fig. 6, 7 und $ Querschnitte nach den Li nien 6-6, 7-7 und 8-8 der Fig. 2.
Die Scherengriffe 10 sind in üblicher Weise drehbar angeordnet. Gemäss Zeichnung ist der sogenannte "französiseb,.Drehzapfen"- @benützt, der einen mit einem Kopf versehenen Bolzen 11 darstellt, der im einen Scheren glied sitzt, \nährend das andere eine diesem Kopf entsprechend geformte Offnüng-l@a-be- sitzt;
so dass die Glieder auseinander genommen werden können,. nachdem sie in eine bestimmte Winkelstellung gebracht wor- -reri sind. , - Däs abnehmbare Sclhneidelement 12, wel ches für jedes Scherenglied vorgesehen ist, hat ein Loch 13 für den Durchtritt des Bol zens 11.
Jedes Glied 10 hat in seiner Auf-' lageflache zwei nach entgegengesetzten Sei ten unterschnittene Nuten 14, 15, die in ver- 'schiedenen _ Entfernungen vom Scherenende liegen;
-und die Scherenendelemente 12 sind mit entsprechend geneigten, bezw. vorsprin genden .Zungen 16,17 -versehene Diese Zungen dienen dazu, das Schneidelement zum dichten Anliegen auf dem Scherenglied zu bringen, indem man die vordere Zunge 16 in die vor dere, iintersblinittene Nute 14 einbringt und .dann das Schneidelement 12 in seiner Ebene seitwärts dreht,: -bis die zweite Zunge 17 in die Nute 15 einschnappt.
Um das Schneid- element-12 noch- mehr gegen eine Lockerung zu 'sichern und um jede Möglichkeit einer Verschiebung des Schneidelementes auf sei nem Gliede 10' auszuschliessen, ist jedes Snhe- renglied 10 in der Auflagefläche hinter der Nute 15 noch mit einem drehbaren Schliess element 18 versehen, welches bündig mit der Ebene der Auflagefläche liegt, das heisst nicht iiber dieselbe vorsteht.
Jedes dieser Elemente .18 besitzt einen zylindrischen Zapfen -und einen. exzentrisch und parallelaxig dazu liegenden zylindrischen Kopf. Seitwärts von jedem solchen Schliesselement liegt eine zu sätzliche Nut 19, in die ein zusätzliches Glied 20. des zugehörigen Schneidelementes -passt. Ist 20 in 19 eingebracht und wird'das Schliess element mit einem Schraubenzieher gedreht, so kann 20 und mit ihm das Schneidelement 12 am Gliede 10 .vollkommen sicher fest geklemmt werden.
Die gezeichnete und beschriebene Anord nung stellt nicht nur ein praktisches Mittel dar, um die Unversehiebbarkeit eines auf ein Scherenglied aufgebrachten Schneidelementes zu sichern, sondern ermöglicht auch ein lasches und leichtes Aufbringen und Abneh men desselben. Die Anordnung des Schneid elementes als besonderen Teils der Schere ge stattet für die Schneidekante völlige Freiheit- in der.
Auswahl des Materials, -ztun Beispiel hochwertiger Kohlenstahl, und ebenso volle Freiheit in der Wahl des Materials für die Griffteile der Schere.
- Die Schneidelemente 12 sind biegsam, so dass man- sie für das Einbringen der Zungen= 16, 17 in die Nuten 14, 15 aufbiegen kann. Nachdem 16, 17 in 14, 15 eingebracht sind, lässt man noch das zusätzliche Glied 20 in die Nut 19 einschnappen. Zuletzt wird das- Schliesselement-18 gedreht.
Es sind ausser dem in der Zeichnung ver anschaulichten Beispiel noch andere -Ausfüh= rungsformen möglich, ohne dass -das Wesen der Erfindung ,dabei verlassen. wird.