CH89911A - Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung mittelst eines aufsteigenden Stromes. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung mittelst eines aufsteigenden Stromes.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung mittelst eine" aufsteigenden Stromes. Es sind Aufbereitungsvorrichtungen be kannt, bei denen der aufsteigende Strom des Trennungsmittels unmittelbar unter dem durch geschlossene Röhren erfolgenden seit lichen Abfluss stark eingeschnürt wird. Die Wirkung dieser Vorrichtung wird dadurch beeinträchtigt, dass das Schwere durch die Einschnürung hindurch dem aufsteigenden Strom entgegenfällt und daher durch Beein trächtigung des Durchflussquerchnittes Schwan kungen in der Sortierarbeit hervorruft.
Nach der Erfindung wird deshalb ein Verfahren abgewendet, bei dem das herab fallende Schwere des aufzubereitenden Gutes sich deraufsteigenden Strömung nicht entgegen setzt, sondern in einem wenigstens annähernd rechten Winkel zu dieser Strömung bewegt, so dass es den aufsteigenden Strom möglichst bald wieder verlässt.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh rungsbeispiele der zur Ausführung des Ver fahrens dienenden Vorrichtung.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird' das Trennungsmittel, in dem gezeich neten Beispiel Wasser, durch einen Spalt aufwärts getrieben, sei es durch den Druck der im Gefäss a vorhandenen regelbaren Wassersäule h, sei es durch regelbaren Luft druck, so dass es aus dein Spalt in freiem Sprudel hervorquillt. Der Spalt ist auf einer Seite durch eine Schurre b, auf der andern durch eine vertikale Wand c begrenzt. Mit telst einer Stellvorrichtung d kann die Schurre b verschoben und die Breite des Spaltes je nach dein zu behandelnden Gute geregelt werden.
Die Wand c, deren obere Kante einen etwas höher als die Ablaufkante der Schurre b gelegenen Überlauf bildet, ist ver tikal verstellbar und kann dadurch ebenfalls in Einklang mit der geforderten Sortierarbeit und mit der Strömungsgeschwindigkeit ge bracht werden.
Der durch den Spalt aufsteigende Wasser sprudel füllt den über der Schurre b liegenden Raum mit einer annähernd ruhigen Wasser schicht an, durch die der Sprudel nach der' entgegengesetzten Seite, über die Oberkante der Wand c hinweg, gedrängt wird, so dass jedes aus dem Behälter aufsteigende Wasser teilchen eine S-förmige Bahn zurücklegt.
Die einzelnen Teile des auf beliebige Y@reise, zum Beispiel durch einen Rüttelschuh g, in das auf der Schurre b stehende Wasser einge schütteten Aufbereitungsgutes, die mit schräg abwärts gerichteter Geschwindigkeit die Schurre b verlassen, beschreiben eine annä hernd parabolische Bahn e und kreuzen hier bei die Bahnen der aufsteigenden Wasser teilchen annähernd rechtwinklig, bis sie gegen die Wand c treffen und zu Boden sinken. Dadurch geben sie den nachströmenden Wasser teilchen den Weg so schnell wie möglich frei.
Die auf diese Weise in das Gefäss gelangenden schweren Teile werden auf beliebige und bekannte Weise, zum Beispiel durch den Auslauf f, abgeführt. Das Leichte gelangt durch den Spalt nicht hindurch, sondern wird von dem Sprudel seitlich über den Überlauf c ausgetragen.
Das Anprallen der nach unten gelangen den schweren Teile gegen die Wand c ist natürlich keineswegs Bedingung für die Wir kung; es lässt sich die Anordnung auch nach Fig. 2 ausführen; derart, dass die Teile, ohne die Wand zu berühren, zu Boden fallen.
Der Spalt kann in seiner Länge gerad linig oder anders, zum Beispiel wie Fig. 3 an einem Beispiel zeigt, kreisförmig, ver laufen. Hierbei kann, wie gezeichnet, die Schurre b den innern, oder aber den äussern Kreis bilden. In dem gezeichneten Beispiel ist statt des Rüttelschuhes g ein Fliehkraft Aufschütter i angeordnet. Der Flüssigkeits druck wird hier durch den Windkessel 1e erzeugt.
Als Trennungsmittel kann in geeigneten Fällen statt einer Flüssigkeit auch Luft oder ein anderes Gas dienen, dessen Druck durch ein Gebläse, durch statischen Druck oder durch Absaugung erzeugt werden kann.
Die Vorrichtung lässt sich noch in der nachstehend beschriebenen Weise vervoll kommnen. Es kann nämlich vorkommen; -dass die genaue Trennung dadurch beein trächtigt wird, dass das Fliessmittel, das der untern Kante der Schurre von der Seite her zufliesst, dort plötzlich aus der wagrechten Strömungsrichtung in die senkrechte über- geht und der gleichmässige Verlauf des senk recht aufsteigenden Stromes gestört wird.
Oder es können bei der Verwendung von Luft oder Gas als Fliessmittel am Überlauf insofern Störungen eintreten, als bei diesen Mitteln der bei der Verwendung von Wasser stattfindende Anstau einer auf der Schurre ruhenden Wasserschicht, die den aufsteigen den Sprudel nach der entgegengesetzten Seite über den Überlauf drängt, in Wegfall kommt und daher die gewünschte S-förmige Bahn des Fliessmittels und der von ihm mitgeführten leichten Teile nicht mit Sicherheit erzielt wird.
Den genannten Übelständen kann durch die Anordnungen abgeholfen werden, die in Fig. 4 und -ä dargestellt sind.
Auf der Unterseite der Schurre b Fig. 4 schliesst sich an deren scharfe Abfallkante nicht eine wagrechte Begrenzung, sondern eine kurvenförmige, etwa viertel- oder halb kreisförmige, o, an, durch welche die von der Seite oder von oben her zuströmenden Teile des Fliessmittels allmählich aufwärts gelenkt werden, so dass die in den Sprudel gelangenden Gutteile auf alle Fälle in regel recht von unten nach oben gerichtete Strö mungen geraten.
Ähnlich ist die obere Kante des Über falles c: bei l seitlich abgebogen und nach einem Viertelkreis gekrümmt, und ihm gegen über ist eine ihm ungefähr konzentrische Haube m angeordnet, so da?) der freie Sprudel wieder gefangen und seitlich abgelenkt wird. Zweckmässig ist es, diese Kappe m mit der Wand c fest zu verbinden und beide Zu sammen in der Höhe verstellbar zu machen, so dass die Grösse des Einfallspaltes über der Schurre b, und gleichzeitig auch die Höhenlage des Überlaufes 1, verändert werden kann, während die Weite des durch den Überlauf 1 und die Haube in gebildeten Ab lenkungskanales die gleiche bleibt.
Günstig wird die _NNTirkung beeinflul@t, wenn durch den das Gut einlassenden Spalt über der Schurre b Luft eingesaugt wird. Zu diesem Zwecke kann der von den Bogen stücken<I>1</I> und t gebildete Kanal sieh in der Richtung des Sprudels etwas erweitern und die untere Kante der Haube<I>na</I> an der Innen seite trichterartig etwas abgeschrägt. sein.
Die Zuführung des Gutes kann auch hier durch beliebige Mittel erfolgen, zum Beispiel durch einen Rüttelschuh g, der auch mit der Vorrichtung so vereinigt sein kann, dass diese selbst die Rüttelbewegung mitmacht.
In Fig. 5 ist eine ringförmige Ausfüh rungsform mit Zuführung des Gutes von aussen und Abführung des Leichten durch einen mittleren Schacht n dargestellt. Die Haube nt ist hier mit einem Fliehkraft-Auf- schütter i vereinigt und mit diesem der Höhe nach verstellbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Aufbereitung mittelst eines aufsteigenden Stromes, .dadurch gekenn zeichnet, dass das aufzubereitende Gut derart über eine Schurre in einen an der Kante dieser Schurre emporsteigenden freien Sprudel geführt wird, dass der Sprudel das Leichte mit sich reisst, während das von der Schurre abwärts fallende Schwere die Bahnen der aufwärts strö menden Teilchen des Trennungsmittels mindestens annähernd rechtwinklig kreuzt.II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen einerseits von einer Schurre, anderseits von einer dieser Schurre gegen überliegenden Wand mit einem Überlauf gebildeten, vom aufsteigenden Trennungs mittel in freiem Sprudel, durchflossenen Spalt. UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Abfallkante der Schurre und die Überlaufkante der Wand wagrecht gegeneinander verstellbar sind. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Abfallkante der Schurre und die Überlaufkante der Wand senkrecht gegeneinander verstell bar sind. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass sich an die Abfallkante der Schurre auf deren Unter seite eine die Richtung des Fliessmittels allmählich in die senkrecht aufsteigende Richtung umlenkende Kurvenbahn an schliesst.-1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die LTberfall- wand in einem den Sprudel aus der senkrechten Richtung ablenkenden Bogen stück endet, dem gegenüber eine mit ihm einen gekrümmten Kanal bildende Haube angeordnet ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube gemeinsam mit der Über fallwand verstellbar ist.U. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Haube und dem Über fall gebildete Kanal sich in der Fliess richtung erweitert. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4 mit ringförmigem Spalt, dadurch gekennzeichnet, dass die Haube mit einem Fliehkraftaufschütter vereinigt und mit diesem verstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE155570X | 1919-12-12 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH89911A true CH89911A (de) | 1921-07-01 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH89911D CH89911A (de) | 1919-12-12 | 1920-10-19 | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung mittelst eines aufsteigenden Stromes. |
Country Status (2)
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| CH (1) | CH89911A (de) |
| GB (1) | GB155570A (de) |
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1920
- 1920-10-19 CH CH89911D patent/CH89911A/de unknown
- 1920-11-09 GB GB31616/20A patent/GB155570A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB155570A (en) | 1921-05-26 |
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