CH89671A - Zugsteuerung mittels Hilfsmotoren für den Antrieb der Anlasser. - Google Patents

Zugsteuerung mittels Hilfsmotoren für den Antrieb der Anlasser.

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CH89671A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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      Zugsteuerung        mittels    Hilfsmotoren für den Antrieb der Anlasser.    Die Erfindung betrifft eine Zugsteue  rung, bei der     umlaufenäe    Hilfsmotoren den  Antrieb der Anlasser für die einzelnen Mo  toren oder Motorgruppen bewirken.

   Sie be  steht darin, dass anfangs die Speisung jedes       Hilfsmotors    über einen durch einen     Steuer-          strom    eingelegten Hilfsschalter erfolgt. und  <B>dass</B>     später    diese Speisung durch auf der       Anlasserwelle    sitzende Kontakte     übernom-          rnen    wird.

       Hierauf    öffnet die     Anlasserwelle     die     Hilfsschalter,    und durch Abgleiten der       Strvmzuführungsbürsten    für den Hilfs  motor von den auf der     Anlasserwelle    sit  zenden Kontakten wird schliesslich der       Stiom    des     Hilfsmotors        unterbrochen.     



  Die Anordnung kann weiter dadurch  verbessert werden, dass auf der Anlasser  welle in der Drehrichtung hinter den     Kon-          takten    für die. Speisung des Hilfsmotors  w     eitere        Kontakte    sitzen, mit Hilfe deren eine  '     Bidmsung    des Hilfsmotors erzielt wird,       wann    die lebendige Kraft seines Ankers die       Anlasserwelle    über ein gewisses Mass     ver-          schiebt.    Um für     diese    Bremsung die durch    den Zug gehenden Arbeitsleitungen als  Bremsleitungen mitzubenutzen, ist es erfor  derlich,

   die Bremsstromkreise im Führer  schalter für die Dauer des Arbeitslaufes der.       Motoren    zu unterbrechen.  



  In den     Fig.    1 und 3 sind zwei Ausfüh  rungsbeispiele der Erfindung     schematisch     dargestellt.;     Fig.    2 zeigt Ausführungseinzel  heiten.  



  In der     Fig.    1 stellt 1_ den     Führerschalter     und 2 für ein Fahrzeug den     Hilfsmotor    für  den     Anlasserantrieb    mit den zugehörigen  Hilfsapparaten dar. 3 deutet ein weiteres  Fahrzeug an, (las mit denselben Apparaten  wie (las     Fahrzeug    2 ausgestattet ist.. Es  können überhaupt beliebig viel Anlasser an  die durch den Zug geführten drei Leitun  gen 4, 5, 6 angeschlossen werden.  



  Der     Fahrschalter    besitzt. den Steuerhebel  7, der für Vorwärts- oder     ssückwärtsfahrt     nach rechts oder links ausgelegt wird. An  ihm sitzt der     Schwanz        S,    in dessen Bewe  gungsbahn sich die Riegel 9 oller 10 schie  ben, sobald ein Schaltvorgang eingeleitet      ist. An dem Schalthebel 7 sitzt ferner der  bei:     e,-liche    Teil des Schalters 11 mit den       Kontaktbelägen        I2-75,    denen die Kontakt  bürsten     I-6=21    gegenüberliegen.

   Durch den       Schalthebel    7     z"-ird    schliesslich der Schlepp  schalter 22 mit den Kontaktbelägen 23, 24  und den Kontaktbürsten 25-28 gesteuert.  



  Die     Bewegung    der Riegel 9, 10 geschieht       durrti    eine Schwinge 29 mit den     Elektro=          ma-#netkernen    30, 31, die in die Spulen 32,       3.-^.    eintauchen können. Bei stromlosem Zu  stand der Spulen wird die Schwinge 29  durch die Federn 34, 35 in der     wagrechten          Lage    gehalten.  



  Auch mit der Schwinge 29 ist ein Hilfs  schalter 36     verbunden,    der aus den Kon  taktbelägen     3'7-j9    und den Kontaktbürsten       1t3-45    besteht.    51 ist ein Hilfsmotor mit den     Feld-          ma7netwicklungen    52 und 53 für -die ver  schiedenen Drehrichtungen. Er treibt zweck  mässig unter Einschaltung einer nicht dar  gestellten     tliersetzung    die Welle 54 des  Motoranlassers an, die zur Herstellung  einer     Anlassstufe    eine volle Umdrehung       machen    muss. Auf der Welle 54 sitzt die       Jonfaktivalze    56 mit den Belägen 57-60  und den Kontaktbürsten 61-66.

   Schliesslich  sitzt auf der Welle 54 noch ein Schaltarm       6'7.    der die Hilfsschalter 68, 69 beim Um  lauf der Welle 54 mit Hilfe der Arme<B>70,71</B>  umlegt. Der Hilfsschalter 68 weist die Be  läge 72, 73 und die Kontaktbürsten     74--77     der Hilfsschalter 69 die Beläge 78. 79 und  die Kontaktbürsten 80-83 auf. An dem He  bel 71 sitzt ein     Elektromagnetkern    84. der  in die Spule<B>85</B> tauchen kann. Eine Klemme  der Spule<B>85</B> ist an die Leitung 4, die an  dere ebenso wie die freie Bürste des Hilfs  motors sind an die Stromquelle (über den       Stromabnehmer    und die Fahrleitung) an  geschlossen.

   Gegen die Verlängerung des  Hebels<B>71</B> Tiber seinen Drehpunkt hinaus       Je,-t    sich eine Feder 86, die nach einer     Be-          we2@iing    des Hebels 71 den Schalter in einer  seiner     Arbeitslagen    festhält. Der Hebel     71          kann    durch den Schaltarm 67 auch mittel-    bar durch die Hebel 87 und 88 gesteuert,  werden.  



  - Die Wirkungsweise ist folgende:  Zum Anlassen des Zuges wird der     Schalt:-          liebel    7 beispielsweise im Sinne des Uhr  zeigers ausgelegt. Hierbei wird der Schlepp  schalter 22 in die gezeichnete Lage ge  bracht, in der die Bürsten 25 und 26 durch  das Kontaktstück 23 überbrückt sind. Ferner  gelangt das Kontaktstück 12 unter die Kon  taktbürsten 16,     17.    Infolgedessen fliesst ein  Strom von Erde, Bürste 41, Belag 37, Bürste  40,     Bürste    7.6, Belag 12, Bürste 17, Leitung 4,  Magnetspule 85 zur Stromquelle. Die Spule  85 zieht den Kern 84 an und bringt dadurch  den Schalter 69 in seine Schliessstellung (ge  zeichnete Stellung).  



  Es fliesst ferner ein Strom Erde. Bürste  26, Belag 23, Bürste 25, Spule 32; Leitung 5.  Bürste 81, Belag 78, Bürste 80, Feldwick  lung 53, Hilfsmotor 51 zur Stromquelle. Die  Folge ist, dass erstens die Spule 32 den Kern  30 anzieht, dadurch die Schwinge 29 in die  gezeichnete Lage bringt, in der die Nase 9  in den Weg des Schwanzes 8 geschoben ist.  so     dass    nunmehr der Schalthebel 7 nicht in  der dem Uhrzeigersinn     entgegengesetzten     Richtung bewegt werden kann.  



  . Ferner ist der Schalter 36 geöffnet, wo  durch die Spule 85 stromlos geworden ist.  Eine weitere Folge ist. dass der Hilfsmotor  51 anläuft und die Welle 54 beispielsweise  im     Uhrzeigersinne    dreht. Hierbei wird zu  erst der Hebel 67 den Schalter 68 derart um  legen, dass die Bürsten 76,     77    durch den Be  lag 73 überbrückt werden. Gleichzeitig  laufen die Bürsten 65, 66 auf den Belag 58.  etwas später die Bürsten 64, 65 auf den Be  lag 60 auf. Eine Wirkung hat dies nicht. da  die Leitung 6 .nicht geerdet ist.  



  Noch später laufen die Bürsten 62 und  63 auf den Belag 59 auf, so dass von der  Leitung 5 ein Stromweg über Bürste 63,  Belag 59, Bürste 62, Feldwicklung 53, Hilfs  motor 51 zur Stromquelle geschaffen ist,  der dem Hilfsschalter 69 parallel liegt. Wenn  also der Schaltarm 67 mittelst der Hebel 87.  88, 71 den Schalter 69 in die Ausschalt.stel-           läng    bringt, wird trotzdem der Hilfsmotor  weiter gespeist. Die Magnetspule 85 behin  dert das Umlegen des Schalters 69 nicht.       cla    ihr Stromkreis erstens durch den Schal  ter 36 und, wenn der Schalthebel 7 nach  dein ersten Umlegen wieder senkrecht ge  stellt wurde. auch durch den Schalter 11  unterbrochen ist.  



  Gegen Ende der Umdrehung der Welle       51        \verden    die     Bürsten    62, 63 von dem Be  lag 59 abgleiten. Hierdurch     wird    der Strom  ,veg     zwischen    der Leitung 5 und dem Hilfs  motor 51 unterbrochen. Infolge der leben  digen Kraft des Ankers wird er nicht sofort  zum Stillstand kommen, sondern noch  etwas weiter laufen und hierbei auch die  Welle 54 noch weiter drehen.  



  Dieselben Vorgänge haben sich auf dem  Fahrzeug 3 abgespielt. Der zu dessen Hilfs  motor fliessende Antriebsstrom durchfliesst.  gleichzeitig die Magnetspule 32, deren zuge  höriger Magnetkern so bemessen ist, dass  er bereits durch den Strom eines Hilfsmotors  angezogen wird. Nachdem also die Bürsten  62, 63 von dem Belag 59 abgeglitten sind  und der Strom des Hilfsmotors 51 unter  brochen ist, wird die Schwinge 29 doch  noch in der gezeichneten Lage gehalten, so  lange aus irgend welchen Gründen auf       einem    andern Fahrzeug die Drehung der       Anlasserwelle    noch nicht so weit fortge  schritten ist, dass auch dort der Hilfsmotor  strom unterbrochen ist. Erst wenn letzteres  der Fall ist, wird die Spule 32 stromlos.

    und die Schwinge 29 kehrt unter der Wir  kung der Federn 34, 35 in ihre     wagrechte     Ruhelage zurück, in der der Schalter 36 ge  schlossen ist.  



  Hat der Führer den Steuerhebel 7 in  zwischen wieder in die senkrechte Lage ge  bracht, so ist die Verbindung zwischen den       Bürsten    16 und 17     unterbrochen    und zwi  schen den Bürsten<B>18</B> und<B>19</B> einerseits und  20, 21 anderseits durch die Beläge 14. 15       hergestellt.    Es war nun bereits     erwähnt.    dass  der Hilfsmotor infolge der lebendigen Kraft  seines Ankers 51 und anderer umlaufender  Teile die Welle 54 noch     weiter    drehen wird.    Erstreckt sich diese Drehung so weit, dass  die Bürsten 65,     66.    auf den Belag 58 auf  laufen, so fliesst ein Strom über Erde, Bürste  26, Belag 23, Bürste 25, Bürste 42, Belag 38,  Bürste 43, Bürste 18, Belag 14, Bürste 19.

    Leitung 6,     Biirste    76, Belag 73, Bürste 77.  Bürste 66, Belag 58,     Bürste    65,     Felf-llvick-          lung    52. Hilfsmotor 5i. zur Stromduelle. Der  roch im     Ulii-zeigersinne.        d.    h. im Sinne der  Erregung     durch    die Fe     ldwicklunm    53 um  laufende Anker 51 erhält     daher    Gegenstrom,  er     wird    zum Stillstand     -ebracht    und dann  im     entgegengesetzten    Sinne     gedreht.    bis  die Bürsten 65.

       66        wieder    von dem Kontakt  stück 58     heruntergeglitten        sind.    Es     wird    in  folgedessen     verhindert,    dass auf einem der  Anlasser die     gewünschte        Stellung        iiber-          schritten        wird.    Die Anlasser     müssen    hierbei  so gebaut sein, dass bei der Stellung der  Bürsten 65, 66 auf dem.

       Kontaktstück    58  noch kein Abgleiten von den     Anlasskontak-          ten    und infolgedessen kein     Funkenziehen     stattfindet; anderseits muss der Weg vom  Abgleiten der Kontakte 62, 63 vom Belag  59 bis zum     Heraufgleiten    der Kontakte 65,  66 auf den Kontakt 58 so bemessen sein.  dass die lebendige Kraft     des    Hilfsmotors 51  und der umlaufenden Teile     aufgezehrt    ist.  ehe     clie        Bürsten    65, 66 über den Belag 58  hinausgelangen.  



  Hat der Führer den Steuerhebel 7     nicht     in die Mittellage     zurückgeführt,    sondern in       c[er    Fahrstellung nach rechts liegen lassen,  so findet kein Bremsen und Zurückdrehen  der     Anlasserwelle    54     statt.    Die vorausgeeilten  Hilfsmotoren bleiben nur stromlos, bis  auch der letzte abgeschaltet und die       Schwinge    29 in die     wagrechte    Lage     zurück-          gekehrt    ist.

   Alsdann     wird    das Anlassen       fortgesetzt.    indem Tiber Erde,     Biirste    41,  Belag 37,     Biirste        16,    Belag 12,     Bürste    17.  Leitung 4. Spule 84, Stromduelle wieder  ein     Steuerstrom        geschlossen    und damit. das  Einschalten einer neuen Stufe eingeleitet  wird.  



  Die Drehung der     Anlasser    im     umgekehr-          l.en    Sinne zum Zurückdrehen auf eine frssi-           here    Fahrstufe wird durch Auslegen des  Steuerhebels 'i nach links bewirkt. Der Ver  lauf. der dann geschlossenen Steuerströme  ist ohne     weiteres    erkennbar.  



  Würde eine derartige Umsteuerung vor  genommen, während die Anlasser gerade  im Begriff sind, von einer Stufe auf die       nächste        überzuschalten,    so bestände die Ge  fahr, dass schädliche Funken gezogen wer  den. Eine derartige Umsteuerung ist jedoch  durch die Riegel 9 oder 10 unmöglich ge  rnacht, die ein Auslegen des Steuerhebels 7  nach einer andern als der gerade eingelei  teten     Anlassrichtung    und damit ein     Um-          steuern-des    Schleppschalters Schleppschalters 22 verhindern,  bis sämtliche Steuerapparate ihren Arbeits  gang vollendet und die Ströme sämtlicher  Hilfsmotoren unterbrochen sind: denn erst  dann kehrt die Schwinge 29 in die wag  rechte Lage zurück, in der beide Riegel 9.

         lfi    aus der Bahn des Schwanzes 8 heraus  bewegt sind.  



  Damit der Führer erkennen kann, auf       welcher    Stufe sich die Anlasser jeweilig  befinden, ist die in     Fig:    2     dargestellte-Ein-          richtung    vorgesehen: Sie besteht aus einer       mveekmässig    auf der Welle des Steuerhebels  7 drehbar sitzenden Scheibe 91, die mit den  Nummern der Schaltstufen versehen ist und  sich an dem feststehenden Zeiger 92 vorbei  bewegt. Sie besitzt am Umfang einen Zahn  kranz, in den Stossklinken 93, 94 eingreifen.  die durch die Schwinge 29 und feste An  schläge 95, 96 gesteuert werden.

   Der Hub  der Stossklinken steht in einem solch(     -i    Ver  hältnis zu dem Zahnradumfang, dass für  eine Bewegung der Schwinge 29 die  Scheibe von einer Stufenzahl auf die  nächste     voranbewegt    wird. Die wag  rechte Stellung der Schwinge 29 zeigt       dem    Führer die Beendigung eines     Schalt-          vorzanges    an. Diese Tage kann durch ir  gend welche Hilfsmittel sichtbar gemacht       werden.     



  Bei dem Ausführungsbeispiel     Fig.    1 kann  eine Bremsung einer     Anlasserwelle    nur ein,  treten, nachdem sämtliche von einem Füh  rerschalter aus gesteuerten Anlasser ihre    Arbeitslage eingenommen haben. Infolge  sehr grossen Ungleichheiten in den Schalt  zeiten kann es daher theoretisch vorkom  men, dass die Bremsung unter     Zurückstel-          hing    eines Anlassers erst erfolgt, wenn  nachteilige Wirkungen schon eingetreten  sind; praktisch lässt sich dieser Fall durch  Wahl reichlicher Abmessungen ausschlie  ssen.  



       Fig.    3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei  dein nachteilige Wirkungen auch theore  tisch ausgeschlossen sind und bei dem da  her geringere Abmessungen zugelassen  werden können.  



  Der Führerschalter 1 hat grundsätzlich  dieselbe- Bauart wie der in     Fig.    1, jedoch  besitzt der Schalter 11 ausser der Bürste 16  nur noch zwei weitere Bürsten 101, 102, die  an den Zug durchlaufende Leitungen 103,  1071 angeschlossen sind. Ebenso ist der Hilfs  schalter 36 vereinfacht, da nur noch die  Bürsten 40, 41 und das Kontaktstück 37 bei  behalten sind. Der in jedem Fahrzeuge     w,    3  für jede Motorgruppe vorgesehene Anlasser  satz enthält wiederum einen Hilfsmotor 51  mit seinen     Feldmagnetwicklungen    52, 53  für die beiden Drehrichtungen.

   Er treibt  wie früher mittelst einer     Übersetzung    die       Anlasserwelle    54 an, auf der die Schaltwalze  <B>56</B> mit den     Kontaktstücken        5'i-60    sitzt.  denen jedoch an Stelle, wo sechs Bürsten  die acht     Bürsten        105-112        gegenüberliegen.     Dementsprechend sind die Kontakte 57 und  58 nach aussen geschoben.  



  Während bei der Bemessung der Kon  taktstücke 59 und 60 der     Fig.    1 angenom  men ist, dass die     Anlasserwalze    innerhalb  eines gewissen Winkelraumes zum Still  stande kommen muss,     damit    beispielsweise  auf     Kontaktstücke    einer     Anlasserwalze    auf  liegende Kontaktbürsten ihre Arbeitslage  einnehmen, ist im-- vorliegenden Falle vor  ausgesetzt, dass mit der     Welle    54 eine     An-          lassvorr        ichtung    etwa von der Art der in der       schweizerischen        Patentsehrift    Nr. 81077 be  schriebenen verwendet ist.

   Bei dieser muss  der mit der     Anlasserwelle    gekuppelte Teil  bei Bewegung in der einen Richtung eine           bestimmte    Stelle gerade     überschreiten,    um  einen Schalter bis zum Einfallen     einer     Sperre einzulegen, und anderseits bei der  Bewegung nach der andern Richtung dies  gleichfalls tun, also die Stelle nach der  andern Seite überschreiten, damit die Sper  rung ausgelöst und der Schalter geöffnet  wird.  



  Neu gegenüber der     Fig.    1 sind ferner  die     Hilfsschaltwalzen    113, 114 mit den Kon  taktstücken 115, 116 auf der einen und 117,       11b    auf der andern Schaltwalze. Diesen Kon  takten gegenüber liegen die Kontaktbür  sten     11J--122    und     123-i26.    Die Steuerung  der Schaltwalzen geschieht in einem Sinne  durch die Spulen 1.27,<B>128,</B> deren Kerne 129,  130 mittelst Schleifen an die Arme 131, 132  angreifen.

   Im andern Sinne werden die  Schaltwalzen durch den auf der Welle 54       sitzenden        Schaltarm    67 gesteuert, der die  Arme 133 oder 134 mitnimmt, die auf den  Wellen der Schaltwalze 113, 1.14 frei beweg  lich gelagert sind und nur beim     Anheben     sich gegen die Nasen 135 oder 136 an den  Hebeln     131    oder 132 legen. In ihrer Ruhe  lage stützen sich die Hebel 133, 134 je auf  den federnd gelagerten Knopf 137, damit sie  nach dem Herausdrücken aus der Bahn  des     Mitnehmers    67 selbsttätig wieder in  diese Bahn hineingelangen.  



  Durch die Kerne 129,     130    wird ferner  gleichfalls mittelst Schleifen der Arme 138  mit der daran sitzenden Schaltwalze 139  mitgenommen.     Letztere    weist die Kontakt  stücke 140, 141 auf, denen die Bürsten 142  bis 145 gegenüberliegen.  



  Die Schaltwalzen 113, 114 und 139 wer  den in ihren     Arbeitslagen    zweckmässig  durch in Aussparungen einfallende Federn  146     festgehalten.     



  Die Wirkungsweise ist folgende:  Wird zum Anlassen der Schalthebel 7  im Sinne des Uhrzeigers bewegt und hier  durch der Schleppschalter 22 in die ge  zeichnete Stellung gebracht, so fliesst ein  Strom über Erde, Bürste 41, Kontaktstück  37, Bürste 40, Bürste     l6,    Kontaktstück 12,  Bürste 101 zur     Leitung    104 und von dort    in jedem Fahrzeug über die Spule 123     und     den     Stromabnehmer    zur Stromquelle.

   In  folgedessen wird der Kern 130 nach unten  gezogen, und die Schaltwalzen     ü4    und     1J9          werden,    falls sie sie noch nicht einnehmen,  in die gezeichnete Stellung     gebraeht.        Nun-          mehr    fliesst ein Strom über Erde, Bürste<B>2</B>6,  Kontaktstück 23, Bürste     25,    Spule 30 zur  Leitung 5 und in jedem Fahrzeug über  Bürste 142,     Kontaktstück    140, Bürste 143,  Bürste 125,     Kontaktstück    113, Bürste     126,     Fehlwicklung 52,     Motoranker    51,

       Stromab-          nehn;er    zur Stromquelle.  



  Der Hilfsmotor läuft an und dreht die  Welle 54 entgegengesetzt dem Sinne des  Uhrzeigers. Hierbei gelangen,     bezw.    es be  finden sich die Bürsten 107, 1.08 auf dem  Kontaktstück 59. Eine Wirkung hat dies  nicht, da die mit der Bürste<B>108</B> verbun  dene Bürste 1.45 stromlos ist.  



  Ferner gelangen die Bürsten 105, 106 auf  das Kontaktstück 57. Eine Wirkung tritt  auch hierbei nicht ein, da das Kontaktstück       11'7    die Kontakte 123, 124 nicht überbrückt.  



  Noch später gelangen die Bürsten 109,       liü    auf das Kontaktstück 60. Hierdurch wird  bei der Speisung des Hilfsmotors den durch  das     Kontaktstück    118 verbundenen Bürsten  125, 126 die Verbindung der Bürsten 109,  i10 durch das Kontaktstück 60 parallel ge  legt, und es wird somit die Speisung der       Feldmagnetwicklung    52 und des     Hilfs-          motorankers    51 von der Lage des Kontakt  stückes 118 und der Stellung der     Hilfs-          schaltwalze    114 unabhängig gemacht.  



  Bei weiterer Drehung der Welle 54  nimmt der Arm 67 den Hebel 134 und letz  terer mittelst der Nase 136 den Hebel 13?  und infolgedessen die Schaltwalze 114 mit.  Die Verbindung zwischen den Bürsten     i25     und 126 wird unterbrochen     und        zwischen     den Bürsten 123 und 124 durch das Kon  taktstück     117    hergestellt. Der letztere     Strom-          schluss    ist vorläufig unerheblich, da die Be  legung 59 durch die Lage der Schaltwalze  139 wirkungslos gemacht ist und die Bür  sten 105, 106 das Kontaktstuck 57     verlassen     haben.

        Gegen Ende der     Umdrehung    der Welle  54 gleiten die Kontaktfinger     111.,        11.2    auf das       Kontaktstück    58. Infolgedessen fliesst ein  Strom von der Leitung 5 über Bürste     11.2,     Kontaktstück 58, Bürste     1i1,    Bürste 122,  Kontaktstück 116, Bürste 121, Feldmagnet  wicklung 52,     Hilfsmotoranker    51, Strom  abnehmer zur Stromquelle. Es ist also zeit  weilig dem durch das Kontaktstück 60 her  gestellten Stromlauf ein zweiter parallel ge  schaltet, der jedoch bald wieder unterbro  chen wird, da bei der geringen Breite des       Kontaktstückes    58 die Bürsten es bald wie  der verlassen.  



  Nachdem die Welle 54 ihre volle Um  drehung nahezu vollendet hat, gleiten die  Bürsten 109,<B>110</B> von dem Kontaktstück 60  herab, und es wird hierdurch der     Hilfs-          motorstrom    unterbrochen. Infolge der le  bendigen Kraft der umlaufenden Teile wird  sich jedoch die Welle 54 noch weiter dre  hen, bis schliesslich die Bürsten 105, 106  auf das Kontaktstück 57 auflaufen.

   Alsdann  fliesst ein Strom von Erde über Bürste 26,  Kontaktstück 23, Bürste 25 zur Leitung 6  und von     dort    über Bürste     105,        Kontaktstück     57, Bürste<B>106,</B> Bürste 123, Kontaktstück<B>117,</B>  Bürste 124, Feldwicklung 53, Hilfsmotor  anker     5i,_    Stromabnehmer zur Stromquelle;  d.     h.    der Hilfsmotor erhält Gegenstrom, wird  gebremst und zurückgedreht, bis der Strom  schluss zwischen den Bürsten     105,   <B>106</B> wie  der unterbrochen ist.  



  Die Bremsung ist daher erfolgt unab  hängig davon, ob auch die andern Hilfs  motoren ihren     Anlassweg    beendet haben  oder nicht. Ein Überschreiten der Arbeits  lage wird daher für jeden Anlasser selbst  tätig verhindert. Die Fortsetzung der Schalt  bewegung eines einzelnen Anlassers ist je  doch auch jetzt noch, auch bei dauernd  nach rechts ausgelegtem Hebel 7, unmög  lich, da zur neuen Speisung der Spule<B>128</B>  die Schwinge 29 erst wieder in die wag  rechte Lage zurückkehren muss, in der  Schalter 36 geschlossen ist. Dies tritt erst  ein nach     Stromloswerden    sämtlicher Hilfs  motoren des Zuges.

      Da beim Speisen der Spule 128 und Um  legen der     Schaltwalze        114    in die Fahrstel  lung an den Bürsten     123,    124 der beschrie  bene Bremsstromkreis unterbrochen wird,  so ist eine Störung der     Einschaltbewegung;     wie vorher bereits erläutert,     ausgeschlossen.     



  Die in den     Fig.    1 und 3     enthaltenen     Spulen 32-33 führen, wie bereits ange  geben wurde, nach Einleiten jedes Weiter  schaltens die Summe der Ströme sämtlicher  Hilfsmotoren. Anderseits müssen die Spu  len noch wirksam sein, wenn sie schliess  lich, nachdem die übrigen Anlasser bis auf  einen ihre Schaltbewegung vollendet ha  ben, nur noch vom Strom des einen arbei  tenden Hilfsmotors durchflossen werden.  Handelt es sich um die Steuerung von we  nigen Anlassern, so lassen sich die Spulen  ohne weiteres ausführen.

   Ist jedoch eine  grössere     Anlasserzahl    vorhanden, wie sie  beispielsweise auftritt, wenn es sich um die  Steuerung eines Zuges mit einer grösseren  Anzahl Motorwagen handelt, so erhalten  zweckmässig -die Walzen 56 Beläge und  Kontaktbürsten, die, solange sich die An  lasserwelle in einer Lage zwischen zwei       Anlassstellungen    befindet, die Leitung  oder 6 an Spannung legen. Die Spulen 32,  33 sind dann als Spannungsspulen gebaut  und führen immer denselben Strom, ob die  Leitung 5 oder 6 von einem oder von einer  beliebigen Anzahl Anlasser an Spannung ge  legt wird.

   Die     Hilfsmotorenströme    fliessen  dann nicht zum Steuerschalter 1 zurück,  sondern finden ihren Weg zur Erde in je  den Anlasser, beispielsweise in     Fig.    3 von  der Schaltwalze<B>139</B> aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zugsteuerung mittelst Hilfsmotoren für den Antrieb der Anlasser 'der einzelnen Motoren oder Motorgruppen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Speisung jedes Hilfs motors anfangs über einen durch einen Steuerstrom eingelegten Hilfsschalter er folgt, dass diese Speisung später durch von der Anla.sserwelle gesteuerte Kontakte über nommen, hierauf der Hilfsschalter durch die Anlasserwelle geöffnet, und dass schliess lich durch Abgleiten der Stromzuführungs- bürsten für jeden Hilfsmotor von den von der Anlasserwelle gesteuerten Kontakten der Strom der Hilfsmotoren unterbrochen wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Zugsteuerung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf der An lasserwelle in der Drehrichtung hinter den Kontakten für die Speisung des Hilfsmotors weitere Kontakte sitzen, auf die die Stromzuführungsbürsten für den Hilfsmotor aufgleiten, wenn die Anlas- serwelle infolge der lebendigen Kraft des Hilfsmotorankers und anderer um laufender Teile weiterbewegt wird, und dass durch diese Kontakte der Hilfs motor mit Strom für die umgekehrte Drehrichtung gespeist wird,
    um eine Bremsung des Hilfsmotors und gege benenfalls ein geringes Zurückdrehen der Anlasserwelle in die etwas über schrittene Arbeitsstellung zu bewirken. 2. Zugsteuerung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet, durch einen Schalter, der von den die Hilfsmotoren durchfliessen den Strömen so lange geöffnet gehalten wird, als noch ein einziger Hilfsmotor von Strom durchflossen ist, und in sei ner Offenstellung den Stromweg zum Wiederanlassen der Hilfsmotoren unter bricht. 3.
    Zugsteuerung nach Unteransprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsströme für die Hilfsmotoren über den durch den Hilfsmotorstrom ge steuerten Schalter geführt sind, um die Anlassleitungen für die Hilfsmotoren zugleich als Bremsleitungen verwen den zu können. 4. Zugsteuerung nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine Anzeigevor richtung, die von dem beweglichen Teil des von den Hilfsmotorströmen ge steuerten Schalter mittelst einer Stoss- klinke angetrieben wird und den Je- welligen Stand der Anlasser erkennen lässt. 5.
    Zugsteuerung nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine Sperrung für den vom Führer bewegten Steuerhebel, die mit dem beweglichen Teil des von den Hilfsmotorströmen gesteuerten Schal ters gekuppelt ist und in dessen Offen stellung ein Umlegen des Steuerhebels in eine andere als der eingeleiteten Drehrichtung der Anlasser entspre chende Lage hindert, bis der bewegliche Teil des Schalters in die Schliessstel lung zurückgekehrt ist. 6.
    Zugsteuerung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Einschal ten der für die eine oder andere Dreh richtung der Hilfsmotoren vorhandenen beiden Steuerleitungen durch einen von dem Steuerhebel bewegten Schlepp schalter (22) geschieht, und dass der Stromschluss zum Einlegen des Hilfs schalters (69) für das Anstellen der Hilfsmotoren durch einen mit dem Steuerhebel fest verbundenen Schalter erfolgt. 7. Zugsteuerung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die von der Anlasserwelle gesteuerten Kontakte auf einem Drehkörper sitzen, der für die Drehung von einer Anlassstufe zur näch sten eine volle Umdrehung macht. B.
    Zugsteuerung nach Unteranspruch i, da durch gekennzeichnet, dass das Anlas sen der Hilfsmotoren durch getrennte Hilfsschalter für die beiden Drehrich tungen geschieht, die neben Anlasskon- takten in einer zweiten Stellung Brems kontakte tragen. 9. Zugsteuerung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit den Hilfsschaltern für das Anlassen gleich zeitig ein weiterer Hilfsschalter ge steuert wird, der den über die Anlass walze herzustellenden Speisestromkreis für die beabsichtigte Drehrichtung des Hilfsmotors schliesst und den für die andere Drehrichtung unterbricht. 10.
    Zugsteuerung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass auf der An lasserwelle sitzende Kontakte eine durch den Zug gellende Leitung unter Span nun; setzen, solange sich die Anlasser welle in einer Lage zwischen zwei An- lassstelluiigen befindet, und dass an die durch den Zug gehende Leitung eine Magnetspule angeschlossen ist, die den ,Schalter für das Unterbrechen des Stromweges zum Wiederanlassen der Hilfsmotoren öffnet.
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