Zugsteuerung mittels Hilfsmotoren für den Antrieb der Anlasser. Die Erfindung betrifft eine Zugsteue rung, bei der umlaufenäe Hilfsmotoren den Antrieb der Anlasser für die einzelnen Mo toren oder Motorgruppen bewirken.
Sie be steht darin, dass anfangs die Speisung jedes Hilfsmotors über einen durch einen Steuer- strom eingelegten Hilfsschalter erfolgt. und <B>dass</B> später diese Speisung durch auf der Anlasserwelle sitzende Kontakte übernom- rnen wird.
Hierauf öffnet die Anlasserwelle die Hilfsschalter, und durch Abgleiten der Strvmzuführungsbürsten für den Hilfs motor von den auf der Anlasserwelle sit zenden Kontakten wird schliesslich der Stiom des Hilfsmotors unterbrochen.
Die Anordnung kann weiter dadurch verbessert werden, dass auf der Anlasser welle in der Drehrichtung hinter den Kon- takten für die. Speisung des Hilfsmotors w eitere Kontakte sitzen, mit Hilfe deren eine ' Bidmsung des Hilfsmotors erzielt wird, wann die lebendige Kraft seines Ankers die Anlasserwelle über ein gewisses Mass ver- schiebt. Um für diese Bremsung die durch den Zug gehenden Arbeitsleitungen als Bremsleitungen mitzubenutzen, ist es erfor derlich,
die Bremsstromkreise im Führer schalter für die Dauer des Arbeitslaufes der. Motoren zu unterbrechen.
In den Fig. 1 und 3 sind zwei Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.; Fig. 2 zeigt Ausführungseinzel heiten.
In der Fig. 1 stellt 1_ den Führerschalter und 2 für ein Fahrzeug den Hilfsmotor für den Anlasserantrieb mit den zugehörigen Hilfsapparaten dar. 3 deutet ein weiteres Fahrzeug an, (las mit denselben Apparaten wie (las Fahrzeug 2 ausgestattet ist.. Es können überhaupt beliebig viel Anlasser an die durch den Zug geführten drei Leitun gen 4, 5, 6 angeschlossen werden.
Der Fahrschalter besitzt. den Steuerhebel 7, der für Vorwärts- oder ssückwärtsfahrt nach rechts oder links ausgelegt wird. An ihm sitzt der Schwanz S, in dessen Bewe gungsbahn sich die Riegel 9 oller 10 schie ben, sobald ein Schaltvorgang eingeleitet ist. An dem Schalthebel 7 sitzt ferner der bei: e,-liche Teil des Schalters 11 mit den Kontaktbelägen I2-75, denen die Kontakt bürsten I-6=21 gegenüberliegen.
Durch den Schalthebel 7 z"-ird schliesslich der Schlepp schalter 22 mit den Kontaktbelägen 23, 24 und den Kontaktbürsten 25-28 gesteuert.
Die Bewegung der Riegel 9, 10 geschieht durrti eine Schwinge 29 mit den Elektro= ma-#netkernen 30, 31, die in die Spulen 32, 3.-^. eintauchen können. Bei stromlosem Zu stand der Spulen wird die Schwinge 29 durch die Federn 34, 35 in der wagrechten Lage gehalten.
Auch mit der Schwinge 29 ist ein Hilfs schalter 36 verbunden, der aus den Kon taktbelägen 3'7-j9 und den Kontaktbürsten 1t3-45 besteht. 51 ist ein Hilfsmotor mit den Feld- ma7netwicklungen 52 und 53 für -die ver schiedenen Drehrichtungen. Er treibt zweck mässig unter Einschaltung einer nicht dar gestellten tliersetzung die Welle 54 des Motoranlassers an, die zur Herstellung einer Anlassstufe eine volle Umdrehung machen muss. Auf der Welle 54 sitzt die Jonfaktivalze 56 mit den Belägen 57-60 und den Kontaktbürsten 61-66.
Schliesslich sitzt auf der Welle 54 noch ein Schaltarm 6'7. der die Hilfsschalter 68, 69 beim Um lauf der Welle 54 mit Hilfe der Arme<B>70,71</B> umlegt. Der Hilfsschalter 68 weist die Be läge 72, 73 und die Kontaktbürsten 74--77 der Hilfsschalter 69 die Beläge 78. 79 und die Kontaktbürsten 80-83 auf. An dem He bel 71 sitzt ein Elektromagnetkern 84. der in die Spule<B>85</B> tauchen kann. Eine Klemme der Spule<B>85</B> ist an die Leitung 4, die an dere ebenso wie die freie Bürste des Hilfs motors sind an die Stromquelle (über den Stromabnehmer und die Fahrleitung) an geschlossen.
Gegen die Verlängerung des Hebels<B>71</B> Tiber seinen Drehpunkt hinaus Je,-t sich eine Feder 86, die nach einer Be- we2@iing des Hebels 71 den Schalter in einer seiner Arbeitslagen festhält. Der Hebel 71 kann durch den Schaltarm 67 auch mittel- bar durch die Hebel 87 und 88 gesteuert, werden.
- Die Wirkungsweise ist folgende: Zum Anlassen des Zuges wird der Schalt:- liebel 7 beispielsweise im Sinne des Uhr zeigers ausgelegt. Hierbei wird der Schlepp schalter 22 in die gezeichnete Lage ge bracht, in der die Bürsten 25 und 26 durch das Kontaktstück 23 überbrückt sind. Ferner gelangt das Kontaktstück 12 unter die Kon taktbürsten 16, 17. Infolgedessen fliesst ein Strom von Erde, Bürste 41, Belag 37, Bürste 40, Bürste 7.6, Belag 12, Bürste 17, Leitung 4, Magnetspule 85 zur Stromquelle. Die Spule 85 zieht den Kern 84 an und bringt dadurch den Schalter 69 in seine Schliessstellung (ge zeichnete Stellung).
Es fliesst ferner ein Strom Erde. Bürste 26, Belag 23, Bürste 25, Spule 32; Leitung 5. Bürste 81, Belag 78, Bürste 80, Feldwick lung 53, Hilfsmotor 51 zur Stromquelle. Die Folge ist, dass erstens die Spule 32 den Kern 30 anzieht, dadurch die Schwinge 29 in die gezeichnete Lage bringt, in der die Nase 9 in den Weg des Schwanzes 8 geschoben ist. so dass nunmehr der Schalthebel 7 nicht in der dem Uhrzeigersinn entgegengesetzten Richtung bewegt werden kann.
. Ferner ist der Schalter 36 geöffnet, wo durch die Spule 85 stromlos geworden ist. Eine weitere Folge ist. dass der Hilfsmotor 51 anläuft und die Welle 54 beispielsweise im Uhrzeigersinne dreht. Hierbei wird zu erst der Hebel 67 den Schalter 68 derart um legen, dass die Bürsten 76, 77 durch den Be lag 73 überbrückt werden. Gleichzeitig laufen die Bürsten 65, 66 auf den Belag 58. etwas später die Bürsten 64, 65 auf den Be lag 60 auf. Eine Wirkung hat dies nicht. da die Leitung 6 .nicht geerdet ist.
Noch später laufen die Bürsten 62 und 63 auf den Belag 59 auf, so dass von der Leitung 5 ein Stromweg über Bürste 63, Belag 59, Bürste 62, Feldwicklung 53, Hilfs motor 51 zur Stromquelle geschaffen ist, der dem Hilfsschalter 69 parallel liegt. Wenn also der Schaltarm 67 mittelst der Hebel 87. 88, 71 den Schalter 69 in die Ausschalt.stel- läng bringt, wird trotzdem der Hilfsmotor weiter gespeist. Die Magnetspule 85 behin dert das Umlegen des Schalters 69 nicht. cla ihr Stromkreis erstens durch den Schal ter 36 und, wenn der Schalthebel 7 nach dein ersten Umlegen wieder senkrecht ge stellt wurde. auch durch den Schalter 11 unterbrochen ist.
Gegen Ende der Umdrehung der Welle 51 \verden die Bürsten 62, 63 von dem Be lag 59 abgleiten. Hierdurch wird der Strom ,veg zwischen der Leitung 5 und dem Hilfs motor 51 unterbrochen. Infolge der leben digen Kraft des Ankers wird er nicht sofort zum Stillstand kommen, sondern noch etwas weiter laufen und hierbei auch die Welle 54 noch weiter drehen.
Dieselben Vorgänge haben sich auf dem Fahrzeug 3 abgespielt. Der zu dessen Hilfs motor fliessende Antriebsstrom durchfliesst. gleichzeitig die Magnetspule 32, deren zuge höriger Magnetkern so bemessen ist, dass er bereits durch den Strom eines Hilfsmotors angezogen wird. Nachdem also die Bürsten 62, 63 von dem Belag 59 abgeglitten sind und der Strom des Hilfsmotors 51 unter brochen ist, wird die Schwinge 29 doch noch in der gezeichneten Lage gehalten, so lange aus irgend welchen Gründen auf einem andern Fahrzeug die Drehung der Anlasserwelle noch nicht so weit fortge schritten ist, dass auch dort der Hilfsmotor strom unterbrochen ist. Erst wenn letzteres der Fall ist, wird die Spule 32 stromlos.
und die Schwinge 29 kehrt unter der Wir kung der Federn 34, 35 in ihre wagrechte Ruhelage zurück, in der der Schalter 36 ge schlossen ist.
Hat der Führer den Steuerhebel 7 in zwischen wieder in die senkrechte Lage ge bracht, so ist die Verbindung zwischen den Bürsten 16 und 17 unterbrochen und zwi schen den Bürsten<B>18</B> und<B>19</B> einerseits und 20, 21 anderseits durch die Beläge 14. 15 hergestellt. Es war nun bereits erwähnt. dass der Hilfsmotor infolge der lebendigen Kraft seines Ankers 51 und anderer umlaufender Teile die Welle 54 noch weiter drehen wird. Erstreckt sich diese Drehung so weit, dass die Bürsten 65, 66. auf den Belag 58 auf laufen, so fliesst ein Strom über Erde, Bürste 26, Belag 23, Bürste 25, Bürste 42, Belag 38, Bürste 43, Bürste 18, Belag 14, Bürste 19.
Leitung 6, Biirste 76, Belag 73, Bürste 77. Bürste 66, Belag 58, Bürste 65, Felf-llvick- lung 52. Hilfsmotor 5i. zur Stromduelle. Der roch im Ulii-zeigersinne. d. h. im Sinne der Erregung durch die Fe ldwicklunm 53 um laufende Anker 51 erhält daher Gegenstrom, er wird zum Stillstand -ebracht und dann im entgegengesetzten Sinne gedreht. bis die Bürsten 65.
66 wieder von dem Kontakt stück 58 heruntergeglitten sind. Es wird in folgedessen verhindert, dass auf einem der Anlasser die gewünschte Stellung iiber- schritten wird. Die Anlasser müssen hierbei so gebaut sein, dass bei der Stellung der Bürsten 65, 66 auf dem.
Kontaktstück 58 noch kein Abgleiten von den Anlasskontak- ten und infolgedessen kein Funkenziehen stattfindet; anderseits muss der Weg vom Abgleiten der Kontakte 62, 63 vom Belag 59 bis zum Heraufgleiten der Kontakte 65, 66 auf den Kontakt 58 so bemessen sein. dass die lebendige Kraft des Hilfsmotors 51 und der umlaufenden Teile aufgezehrt ist. ehe clie Bürsten 65, 66 über den Belag 58 hinausgelangen.
Hat der Führer den Steuerhebel 7 nicht in die Mittellage zurückgeführt, sondern in c[er Fahrstellung nach rechts liegen lassen, so findet kein Bremsen und Zurückdrehen der Anlasserwelle 54 statt. Die vorausgeeilten Hilfsmotoren bleiben nur stromlos, bis auch der letzte abgeschaltet und die Schwinge 29 in die wagrechte Lage zurück- gekehrt ist.
Alsdann wird das Anlassen fortgesetzt. indem Tiber Erde, Biirste 41, Belag 37, Biirste 16, Belag 12, Bürste 17. Leitung 4. Spule 84, Stromduelle wieder ein Steuerstrom geschlossen und damit. das Einschalten einer neuen Stufe eingeleitet wird.
Die Drehung der Anlasser im umgekehr- l.en Sinne zum Zurückdrehen auf eine frssi- here Fahrstufe wird durch Auslegen des Steuerhebels 'i nach links bewirkt. Der Ver lauf. der dann geschlossenen Steuerströme ist ohne weiteres erkennbar.
Würde eine derartige Umsteuerung vor genommen, während die Anlasser gerade im Begriff sind, von einer Stufe auf die nächste überzuschalten, so bestände die Ge fahr, dass schädliche Funken gezogen wer den. Eine derartige Umsteuerung ist jedoch durch die Riegel 9 oder 10 unmöglich ge rnacht, die ein Auslegen des Steuerhebels 7 nach einer andern als der gerade eingelei teten Anlassrichtung und damit ein Um- steuern-des Schleppschalters Schleppschalters 22 verhindern, bis sämtliche Steuerapparate ihren Arbeits gang vollendet und die Ströme sämtlicher Hilfsmotoren unterbrochen sind: denn erst dann kehrt die Schwinge 29 in die wag rechte Lage zurück, in der beide Riegel 9.
lfi aus der Bahn des Schwanzes 8 heraus bewegt sind.
Damit der Führer erkennen kann, auf welcher Stufe sich die Anlasser jeweilig befinden, ist die in Fig: 2 dargestellte-Ein- richtung vorgesehen: Sie besteht aus einer mveekmässig auf der Welle des Steuerhebels 7 drehbar sitzenden Scheibe 91, die mit den Nummern der Schaltstufen versehen ist und sich an dem feststehenden Zeiger 92 vorbei bewegt. Sie besitzt am Umfang einen Zahn kranz, in den Stossklinken 93, 94 eingreifen. die durch die Schwinge 29 und feste An schläge 95, 96 gesteuert werden.
Der Hub der Stossklinken steht in einem solch( -i Ver hältnis zu dem Zahnradumfang, dass für eine Bewegung der Schwinge 29 die Scheibe von einer Stufenzahl auf die nächste voranbewegt wird. Die wag rechte Stellung der Schwinge 29 zeigt dem Führer die Beendigung eines Schalt- vorzanges an. Diese Tage kann durch ir gend welche Hilfsmittel sichtbar gemacht werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel Fig. 1 kann eine Bremsung einer Anlasserwelle nur ein, treten, nachdem sämtliche von einem Füh rerschalter aus gesteuerten Anlasser ihre Arbeitslage eingenommen haben. Infolge sehr grossen Ungleichheiten in den Schalt zeiten kann es daher theoretisch vorkom men, dass die Bremsung unter Zurückstel- hing eines Anlassers erst erfolgt, wenn nachteilige Wirkungen schon eingetreten sind; praktisch lässt sich dieser Fall durch Wahl reichlicher Abmessungen ausschlie ssen.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dein nachteilige Wirkungen auch theore tisch ausgeschlossen sind und bei dem da her geringere Abmessungen zugelassen werden können.
Der Führerschalter 1 hat grundsätzlich dieselbe- Bauart wie der in Fig. 1, jedoch besitzt der Schalter 11 ausser der Bürste 16 nur noch zwei weitere Bürsten 101, 102, die an den Zug durchlaufende Leitungen 103, 1071 angeschlossen sind. Ebenso ist der Hilfs schalter 36 vereinfacht, da nur noch die Bürsten 40, 41 und das Kontaktstück 37 bei behalten sind. Der in jedem Fahrzeuge w, 3 für jede Motorgruppe vorgesehene Anlasser satz enthält wiederum einen Hilfsmotor 51 mit seinen Feldmagnetwicklungen 52, 53 für die beiden Drehrichtungen.
Er treibt wie früher mittelst einer Übersetzung die Anlasserwelle 54 an, auf der die Schaltwalze <B>56</B> mit den Kontaktstücken 5'i-60 sitzt. denen jedoch an Stelle, wo sechs Bürsten die acht Bürsten 105-112 gegenüberliegen. Dementsprechend sind die Kontakte 57 und 58 nach aussen geschoben.
Während bei der Bemessung der Kon taktstücke 59 und 60 der Fig. 1 angenom men ist, dass die Anlasserwalze innerhalb eines gewissen Winkelraumes zum Still stande kommen muss, damit beispielsweise auf Kontaktstücke einer Anlasserwalze auf liegende Kontaktbürsten ihre Arbeitslage einnehmen, ist im-- vorliegenden Falle vor ausgesetzt, dass mit der Welle 54 eine An- lassvorr ichtung etwa von der Art der in der schweizerischen Patentsehrift Nr. 81077 be schriebenen verwendet ist.
Bei dieser muss der mit der Anlasserwelle gekuppelte Teil bei Bewegung in der einen Richtung eine bestimmte Stelle gerade überschreiten, um einen Schalter bis zum Einfallen einer Sperre einzulegen, und anderseits bei der Bewegung nach der andern Richtung dies gleichfalls tun, also die Stelle nach der andern Seite überschreiten, damit die Sper rung ausgelöst und der Schalter geöffnet wird.
Neu gegenüber der Fig. 1 sind ferner die Hilfsschaltwalzen 113, 114 mit den Kon taktstücken 115, 116 auf der einen und 117, 11b auf der andern Schaltwalze. Diesen Kon takten gegenüber liegen die Kontaktbür sten 11J--122 und 123-i26. Die Steuerung der Schaltwalzen geschieht in einem Sinne durch die Spulen 1.27,<B>128,</B> deren Kerne 129, 130 mittelst Schleifen an die Arme 131, 132 angreifen.
Im andern Sinne werden die Schaltwalzen durch den auf der Welle 54 sitzenden Schaltarm 67 gesteuert, der die Arme 133 oder 134 mitnimmt, die auf den Wellen der Schaltwalze 113, 1.14 frei beweg lich gelagert sind und nur beim Anheben sich gegen die Nasen 135 oder 136 an den Hebeln 131 oder 132 legen. In ihrer Ruhe lage stützen sich die Hebel 133, 134 je auf den federnd gelagerten Knopf 137, damit sie nach dem Herausdrücken aus der Bahn des Mitnehmers 67 selbsttätig wieder in diese Bahn hineingelangen.
Durch die Kerne 129, 130 wird ferner gleichfalls mittelst Schleifen der Arme 138 mit der daran sitzenden Schaltwalze 139 mitgenommen. Letztere weist die Kontakt stücke 140, 141 auf, denen die Bürsten 142 bis 145 gegenüberliegen.
Die Schaltwalzen 113, 114 und 139 wer den in ihren Arbeitslagen zweckmässig durch in Aussparungen einfallende Federn 146 festgehalten.
Die Wirkungsweise ist folgende: Wird zum Anlassen der Schalthebel 7 im Sinne des Uhrzeigers bewegt und hier durch der Schleppschalter 22 in die ge zeichnete Stellung gebracht, so fliesst ein Strom über Erde, Bürste 41, Kontaktstück 37, Bürste 40, Bürste l6, Kontaktstück 12, Bürste 101 zur Leitung 104 und von dort in jedem Fahrzeug über die Spule 123 und den Stromabnehmer zur Stromquelle.
In folgedessen wird der Kern 130 nach unten gezogen, und die Schaltwalzen ü4 und 1J9 werden, falls sie sie noch nicht einnehmen, in die gezeichnete Stellung gebraeht. Nun- mehr fliesst ein Strom über Erde, Bürste<B>2</B>6, Kontaktstück 23, Bürste 25, Spule 30 zur Leitung 5 und in jedem Fahrzeug über Bürste 142, Kontaktstück 140, Bürste 143, Bürste 125, Kontaktstück 113, Bürste 126, Fehlwicklung 52, Motoranker 51,
Stromab- nehn;er zur Stromquelle.
Der Hilfsmotor läuft an und dreht die Welle 54 entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers. Hierbei gelangen, bezw. es be finden sich die Bürsten 107, 1.08 auf dem Kontaktstück 59. Eine Wirkung hat dies nicht, da die mit der Bürste<B>108</B> verbun dene Bürste 1.45 stromlos ist.
Ferner gelangen die Bürsten 105, 106 auf das Kontaktstück 57. Eine Wirkung tritt auch hierbei nicht ein, da das Kontaktstück 11'7 die Kontakte 123, 124 nicht überbrückt.
Noch später gelangen die Bürsten 109, liü auf das Kontaktstück 60. Hierdurch wird bei der Speisung des Hilfsmotors den durch das Kontaktstück 118 verbundenen Bürsten 125, 126 die Verbindung der Bürsten 109, i10 durch das Kontaktstück 60 parallel ge legt, und es wird somit die Speisung der Feldmagnetwicklung 52 und des Hilfs- motorankers 51 von der Lage des Kontakt stückes 118 und der Stellung der Hilfs- schaltwalze 114 unabhängig gemacht.
Bei weiterer Drehung der Welle 54 nimmt der Arm 67 den Hebel 134 und letz terer mittelst der Nase 136 den Hebel 13? und infolgedessen die Schaltwalze 114 mit. Die Verbindung zwischen den Bürsten i25 und 126 wird unterbrochen und zwischen den Bürsten 123 und 124 durch das Kon taktstück 117 hergestellt. Der letztere Strom- schluss ist vorläufig unerheblich, da die Be legung 59 durch die Lage der Schaltwalze 139 wirkungslos gemacht ist und die Bür sten 105, 106 das Kontaktstuck 57 verlassen haben.
Gegen Ende der Umdrehung der Welle 54 gleiten die Kontaktfinger 111., 11.2 auf das Kontaktstück 58. Infolgedessen fliesst ein Strom von der Leitung 5 über Bürste 11.2, Kontaktstück 58, Bürste 1i1, Bürste 122, Kontaktstück 116, Bürste 121, Feldmagnet wicklung 52, Hilfsmotoranker 51, Strom abnehmer zur Stromquelle. Es ist also zeit weilig dem durch das Kontaktstück 60 her gestellten Stromlauf ein zweiter parallel ge schaltet, der jedoch bald wieder unterbro chen wird, da bei der geringen Breite des Kontaktstückes 58 die Bürsten es bald wie der verlassen.
Nachdem die Welle 54 ihre volle Um drehung nahezu vollendet hat, gleiten die Bürsten 109,<B>110</B> von dem Kontaktstück 60 herab, und es wird hierdurch der Hilfs- motorstrom unterbrochen. Infolge der le bendigen Kraft der umlaufenden Teile wird sich jedoch die Welle 54 noch weiter dre hen, bis schliesslich die Bürsten 105, 106 auf das Kontaktstück 57 auflaufen.
Alsdann fliesst ein Strom von Erde über Bürste 26, Kontaktstück 23, Bürste 25 zur Leitung 6 und von dort über Bürste 105, Kontaktstück 57, Bürste<B>106,</B> Bürste 123, Kontaktstück<B>117,</B> Bürste 124, Feldwicklung 53, Hilfsmotor anker 5i,_ Stromabnehmer zur Stromquelle; d. h. der Hilfsmotor erhält Gegenstrom, wird gebremst und zurückgedreht, bis der Strom schluss zwischen den Bürsten 105, <B>106</B> wie der unterbrochen ist.
Die Bremsung ist daher erfolgt unab hängig davon, ob auch die andern Hilfs motoren ihren Anlassweg beendet haben oder nicht. Ein Überschreiten der Arbeits lage wird daher für jeden Anlasser selbst tätig verhindert. Die Fortsetzung der Schalt bewegung eines einzelnen Anlassers ist je doch auch jetzt noch, auch bei dauernd nach rechts ausgelegtem Hebel 7, unmög lich, da zur neuen Speisung der Spule<B>128</B> die Schwinge 29 erst wieder in die wag rechte Lage zurückkehren muss, in der Schalter 36 geschlossen ist. Dies tritt erst ein nach Stromloswerden sämtlicher Hilfs motoren des Zuges.
Da beim Speisen der Spule 128 und Um legen der Schaltwalze 114 in die Fahrstel lung an den Bürsten 123, 124 der beschrie bene Bremsstromkreis unterbrochen wird, so ist eine Störung der Einschaltbewegung; wie vorher bereits erläutert, ausgeschlossen.
Die in den Fig. 1 und 3 enthaltenen Spulen 32-33 führen, wie bereits ange geben wurde, nach Einleiten jedes Weiter schaltens die Summe der Ströme sämtlicher Hilfsmotoren. Anderseits müssen die Spu len noch wirksam sein, wenn sie schliess lich, nachdem die übrigen Anlasser bis auf einen ihre Schaltbewegung vollendet ha ben, nur noch vom Strom des einen arbei tenden Hilfsmotors durchflossen werden. Handelt es sich um die Steuerung von we nigen Anlassern, so lassen sich die Spulen ohne weiteres ausführen.
Ist jedoch eine grössere Anlasserzahl vorhanden, wie sie beispielsweise auftritt, wenn es sich um die Steuerung eines Zuges mit einer grösseren Anzahl Motorwagen handelt, so erhalten zweckmässig -die Walzen 56 Beläge und Kontaktbürsten, die, solange sich die An lasserwelle in einer Lage zwischen zwei Anlassstellungen befindet, die Leitung oder 6 an Spannung legen. Die Spulen 32, 33 sind dann als Spannungsspulen gebaut und führen immer denselben Strom, ob die Leitung 5 oder 6 von einem oder von einer beliebigen Anzahl Anlasser an Spannung ge legt wird.
Die Hilfsmotorenströme fliessen dann nicht zum Steuerschalter 1 zurück, sondern finden ihren Weg zur Erde in je den Anlasser, beispielsweise in Fig. 3 von der Schaltwalze<B>139</B> aus.