Karbidlampe. Die bestehenden tragbaren Azetylenlampen und -Laternen, kurz Karbidlampen genannt, worin Calciumkarbid vergast und das daraus erzeugte Azetylen vorweg verbrannt wird, haben meistens den Nachteil sehr unregel mässigen Gasdruckes. Das trifft sowohl zu für Ifampen und Laternen nach dem Tropf system, wie für solche nach dem Tauch system. Aus der genannten Unregelmässig keit des Druckes folgt dann auch eine Un regelmässigkeit im Brennen, welche sich durch zeitweiliges Zischen der Flamme, Gasaus tritte, Nebeniiammen und zu starkem Gas verbrauch, aber auch durch zu schwache Flamme geltend macht.
Diese Unregelmässigkeit des Gasdruckes kommt daher, dass der Druck unter dem das Wasser dein Karbidbehälter zufliesst, im all gemeinen bei frisch gefüllter Lampe am grössten ist und mit dein fortschreitenden Verbrauch des Wassers abnimmt.
Die hier vorliegende Neuerung betrifft eine Karbidlampe, bei welcher der Druck, unter dem das Wasser dem Karbidbehälter zuflie% beliebig veränderlich gemacht oder konstant gehalten werden kann, und zwar auch bei zunehmendem Verbrauch des Wassers. Dadurch ist ein dauernd gleichmässiges Bren nen der Flamme gesichert.
In den Fig. 1-3 ist eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgegenstandes dar gestellt. a ist ein Gefäss zur Aufnahme von Wasser bestimmt. Das Wasser wird durch eine Öffnung b eingegossen. Das Eingiessen des Wassers kann aber auch durch die Mitte geschehen. Der obere Rand c des Gefässes a ist absichtlich etwas hoch gezogen. Der obere Boden d trägt ein in das Bleeh gepresstes oder daran befestigtes Muttergewinde e; f ist ein konzentrisch in das Gefäss a eingesetzter, unten offener Behälter. Dieser Behälter trägt am obern Ende ein Rohr g und einen Bren ner h.
Der untere Teil ist mit einem Ge winde i versehen, welches in das Gewinde e des Behälters a passt. k ist ein Filter. In dem Behälter f ist ein unten geschlossener Behälter l konzentrisch eingesetzt. Dieser Behälter l ist zur Aufnahme von Karbid in bestimmt. Er ist in seinem obern Teile mit einer oder mehreren Öffnungen r, versehen.
Die Lampe wird dadurch betriebsbereit gemacht, dass man den Behälter l zum Teil mit Karbid beschickt und denselben in den Behälter f einschiebt und das Ganze in den Behälter a etwa bis zur Hälfte einschraubt (Fig. ü). Die Löcher ta stehen dann noch höher als der Wasserspiegel o irn Gefäss a. Es tritt noch kein Wasser zum Karbid in, es wird noch kein Gas gebildet.
Soll die Lampe nun in Betrieb genommen werden, so wird der Behälter f in den Be hälter l mittelst der Gewinde i und e noch tiefer geschraubt, beispielsweise in die Lage, die in Fig. 3 dargestellt ist. Es tritt dann Wasser im konzentrischen Ringraume zwi schen Behälter<I>f</I> und d hoch und durch die Löcher<I>n</I> an das Karbid irr. Die Azetylen entwicklung beginnt. Das gebildete Azetylen entweicht durch Rohr g und verbrennt am Brenner<I>lt,</I> nachdem es entzündet worden ist.
Wird der Azetyletrgasdruck im Raume der Behälter<I>f</I> und<I>l</I> grösser als dem Höhenunter schied r zwischen dem Wasserspiegel o und den Löchern ra rä entspricht, so wird das Wasser im Ringraum zwischen dem Behälter <I>f</I> und l niedergedrückt und ein weiterer Zu.. fluf@ von Wasser zum Karbid 7n findet nicht mehr statt. Ein solcher kommt erst wieder zustande, wenn der Gasdruck so weit sinkt, dass das Wasser wieder: bis zu den Löchern <I>n</I> n' noch steigen kann.
Wenn infolge längeren Gebrauches der Lampe immer mehr Wasser aus dem Gefäss a in das Gefäss <I>l</I> dringt, sinkt der Wasser spiegel o im Gefäss a und der Höhenunter schied zwischen dem Wasserspiegel o und den Löchern @, <I>n'</I> wird kleiner. Der Gas druck bei dem dann die Lampe arbeitet, wird demnach kleiner. Es könnte nun in das Ge fäss (-"Wasser zugegossen werden. Es ist aber auch möglich, den Behälter f nur ein fach tiefer in den Behälter a einzuschrauben, beispielsweise bis in die Lage, die in Fig. 1 dargestellt ist.
Die Höher- und Tieferstellung der Behälter f gegenüber Behälter a kann auch in anderer Weise erreicht werden, zum Beispiel durch Zahtrstange und Zahnrad, Klemmvorrichtungen ete. Die Höhe der Behälter ist absichtlich grösser gewählt, als dem normalen Gasdruck r entspricht. Dadurch wird erreicht, dass bei etwa eintretender stärkerer Gasbildung das Gas vorerst unter höherem Drucke verbrennen muss, bevor es etwa im Ringraum zwischen dem Behälter /'und l nach unten entweichen kann.
Der Rand c des Behälters a ist deswegen vorgesehen, damit beim Niederschrauben des Behälters f aus der Lage in Fig. 2 in die Lage in Fig. 3 das verdrängte Wasser durch die Öffnung h hochsteigen und sich über dein obern Boden r vorläufig ansammeln kann. In dem Masse als Wasser verbraucht wird, tritt dieses Wasser dann in das Innere des Ge fässes a zurück.
Der Querschnitt des Behälters a ist in dem obern -Teile des letzteren absichtlich bedeutend grösser gewählt, als derjenige des Behälters d, damit der Wasserstand im Be hälter möglichst geringen Schwankungen unterworfen ist, während Wasser in den Be hälter l übertritt. Der Gasdruck der Lampe ist damit möglichst konstant. Er kann zum voraus auf die Dauer berechnet werden.