CH87489A - Hemmschuh für Eisenbahnfahrzeuge. - Google Patents
Hemmschuh für Eisenbahnfahrzeuge.Info
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Description
Hemmschuh für Eisenbahnfahrzeuge. Der Sicherheitsbremsschuh ist vorzugs weise bestimmt, für den Gebrauch in Ver- schiebebahnböfen zum Auffangen und Abbrein- sen der von den Ablaufbergen kommenden Wagen.
Die Konstruktion dieses Hemmschubes wurde veranlasst durch die in den Verschiebe bahnhöfen täglich vorkommenden, erheblichen Wagenbeschädigungen und Ladegutverluste, welche in den meisten Fällen dadurch ent stehen, dass es trotz Benutzung der gebräuch lichen Hemmschuhe nicht gelingt, die von den Ablaufbergen kommenden, schweren be ladenen Wagen rechtzeitig so abzubremsen, dass heftige Zusammenstösse mit den bereits abgelaufenen Wagen vermieden werden.
Daher war die Hauptaufgabe darin zu suchen, die Bremskraft des bisher gebräuchlichen Heinni- schuhes durch Einschaltung einer Zusatz bremskraft dergestalt zu vergrössern, dass die rechtzeitige Abbremsung den von den Ablauf bergen kommenden Wagen durchaus ge sichert ist.
Es ist ein Hemmschuh bekannt, welcher nach dem Ablaufen des Wagens dadurch an der Fortbewegung gehindert wird, dass zwei Klemmbacken fest gegen den Schienenkopf gepresst werden. Ferner ist ein Hemmschuh für Eisenbalinrollmaterial bekannt, welcher an der Schiene befestigt -wird, um Lokomo tiven oder Wagen zu hemmen. Beide Anord nungen lasen sich bei Ablaufbergen nicht anwenden, da bei ihnen ein Vorwärtsgleiten des Hemmschuhes zur Aufzehrung der leben digen Kraft des Fahrzeuges nicht möglich ist.
Die Wirkungsweise des vorliegenden Sicherheitsbremsschuhes, der auf der Zeich nung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt und in bezug auf diese in folgen dem beschrieben ist, ist folgende: Bei dein Ablaufen des Wagens auf die Auflaufzunge c verschiebt sich das Gleitstück a auf einem mit der Grundplatte b fest ver bundenen Prisma i in der Fahrtrichtung, bis das Gleitstück a mit seinem Vorsprunge o (Fig. 5 und 6)
gegen den am Ende des Pris- mas <I>i</I> befindlichen Vorsprung k (Fig. 7) stösst. In dem Gleitstücke n.
sind je zwei Rollen in (Fig. G) in besonderen Futterstücken I derart angeordnet, dass sie sich finit Vorspannung gegen die im spitzen ZZ'inkel zueinander liegen den -Nocken f (Fig. 7 und 8) legen, wodurch bei einem Verschieben des Gleitstückes a, zwei durch einen Lingsschnitt rt (Fig. 8) gebildete Lappen der Grundplatte b derart zusammen gepresst werden,
dass die senkrechten Schen kel < 'fieser Lappen an der Schiene schleifen. Wegen des Versr_.hleisses sind noch auswechsel bare Futterbleche 7?. vorgesehen, welche mit den senkrechten Schenkeln der federnden Lappen der Grundplatte b verbunden sind. Feri:er sind noch die einem stärkeren Ver- schleif; unterworfenen Teile, als Auflaufzunge c und Bremsplatte _q, wie üblich, auswechselbar angeordnet.
Die starke Spiralfeder d, welche durch eine mit der Grundplatte b fest ver bundene Führungsstange e getragen wird, hat die Aufgabe, den Stoss bei dein Auflaufen des Wagens elastisch aufzufangen und das Gleitstück nach erfolgter Bremsung in die Ausgangsstellung zurückzudrücken, um den Hemmschuh für zveitei-e Bremsungen frei zu machen. Die letztere Anordnung gilt je(locli nicht als neu, da ähnliche Federwirkungen schon bekannt sind.
Zur Vermeidung von plötzl_ehen Hemmungen bei dem Passieren der Scliienenst;isse sind die vordern Enden der senkrechten Lappenschenkel nach aussen gebogen, ebenso die äussern Enden der hintern seitlichen Führung, um eine ordnungsmässige Auflage des Hemmschuhes zu erleichtern.
Der gezeichnete und beschriebene Sicher heitsbremsschuh hat gegenüber den zur Zeit im Gebrauche befindlichen Hemmschuhen folgende Vorteile 1. Die Bremsung des Fahrzeuges erfolgt stets sicher, da ein seitliches Abgleiten bei dem Auflaufen des Wagens ausgeschlossen ist.
\?. Der Bremsweg ist infolge der verstärk ten Bremswirkung sehr kurz und gestattet ein Auflegen des Hemmschuhes in einem Abstände von den bereits aufgelaufenen )Vagen, weiclie,r etwa nur i/3 bis 1/4 des Abstandes beträgt, der bei den zur Zeit in Gebraueb befindlichen Bauarten unbedingt eingehalten werden muss.
3. Wegen des kurzen Bremsweges und der unbedingten Bremssicherheit ist ein Vor hemmen in der Weichenstrasse vor den Herz stücken nicht mehr erforderlich.
4. Der Heminschuhleger kann den Brems weg richtig abschätzen und ist nicht mehr genötigt, den Wagen 30 .bis 41) ni entgegen zulaufen, wodurch bei schneller Aufeinander folge der ablaufenden Magen schon häufig Unglücksfälle entstanden sind.
5. Ein Festklemmen des Hemniscliuhes und eine hierdurch herbeigeführte Liitglei- sung des Fahrzeuges kann nicht eintreten, da die seitliche Bremskraft von dem Augen blicke an konstant bleibt, wo die vorspringende Kante o des Gleitstückes n., gegen den am Ende des Prismas i befindlichen Vorsprun h stiesst.
d. 1:icli erfolgter Brein#un- tritt. kein Festsitzen des 11eninischulie s ein. da die Spiralfeder für sofortige Entspannung sorgt und den Hemmschuh zur weiteren Verwen dung frei macht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Hemmschuh für Eisenbahnfahrzeuge mit auf einer Grundplatte entgegen Federwirkung verschiebbarem Gleitstücke, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gleitstück dureli Rollen und im spitzen Winkel zueinander liegende Nocken zwei durch einen Liingssclilitz ge bildete Lappen der Grundplatte derart Zu sammenpressen kann, daf,; se uhrechte Schen kel dieser Lappen an der Schiene schleifen, wobei die Verschiebung des (@leitsti;ehes auf der Grundplatte durch Vorsprünge begrenzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE87489X | 1919-03-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH87489A true CH87489A (de) | 1920-12-01 |
Family
ID=5641765
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH87489D CH87489A (de) | 1919-03-14 | 1920-04-07 | Hemmschuh für Eisenbahnfahrzeuge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH87489A (de) |
-
1920
- 1920-04-07 CH CH87489D patent/CH87489A/de unknown
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