Erweiterer. Die bisher zur Erweiterung der männ lichen Harnröhre verwendeten Instrumente verursachen fast alle bei ihrer Anwendung Schmerzen, indem ein ein- oder mehrmaliges Entfernen des eingeführten Instrumentes zur Ausdehnung des Harnkanals nötig ist.
Zweck dieser Erfindung ist es, obige Nachteile zu beseitigen durch einen Erweite rer, der, wenn in die Harnröhre eingeführt, ohne entfernt werden zu müssen, zwischen weiten Grenzen auf einfache Weise aus gedehnt werden kann; dieser Erweiterer hat auseinanderspreizbare Längsteile, welche we nigstens annähernd ihrer ganzen Länge nach mit je einem zur Führung eines Spreizorganes dienenden Leitwege versehen sind, welches Spreizorgan lösbar mit einer Einschubvor richtung verbunden ist.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht dieser Aus führungsform des Erweiterers, wobei gewisse Teile weggelassen wurden; Fig. 2 ist eine Vorderansicht des Er- weiterers; Fig. 3 ist eine Draufsicht des hintern Endes eines der Längsteile des Instrumen tes; Fig. 4 ist eine Endansicht des Erweite- rers; Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 4; Fig. 6 zeigt eine Ansicht des hintern Teils des Spreizorganes neben einer Anzahl vorderer Teile von verschiedenen Breiten.
Der Erweiterer weist: eine hohle Hand habe 1 auf, an welcher zwei Längsteile 2 mittelst eines konisch zulaufenden Stiftes 3 befestigt sind. Dieser Stift greift in Löcher ein, welche in der Wandung der Handhabe und im Hinterende der Liingsteile 2 vor gesehen sind. In einem Ansatz 10 der Hand habe ist ein Ritzel 8 untergebracht; er kann mittelst eines Kopfes 9 gedreht werden.
Die Handhabe ist innen mit vorspringen den Leisten 11 versehen, die dazu beitragen, eine Drehung der Hinterenden der Längs teile 2 innerhalb der Handhabe zu verhindern. Jeder der Längsteile 2 ist auf der Innenseite annähernd seiner ganzen Länge nach mit einem Leitwege 4 versehen; diese Leitwege 4 bilden die Führung für ein Spreizorgan, welches dazu bestimmt ist, die Längsteile 2 auseinanderzuspreizen.
Das Spreizorgan besteht aus einem bieg samen Metallteil 5, welcher, wie Fig. 6 zeigt, am vordern Ende verjüngt ist und am hin- tern Teil eine seitliche Zahnstange 6 auf weist, an welche sich ein Griff 7 anschliesst. Es ist zweckmässig, einen Satz von Spreiz- organen verschiedenen Kalibers vorzusehen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist das Hin terende der Längsteile mit ,je einer neben dem Leitwege 4 angeordneten Nut 12 zur Aufnahme der Zahnstange 6 versehen; letz tere wird zwischen den Leisten 11 der Hand habe geführt.
U m für das Ritzel 8 Platz zu schaffen, sind die Längsteile am Hinterende, bei 13, entsprechend abgeflacht; diese Stellen liegen gegen die Leisten 11 der Handhabe an.
Die Nut 12 endigt bei 15, um ein weiteres Einführen des gezahnten Hinterteils des Spreizorganes zu verhindern.
Um das Instrument bequem handhaben zu können, ist die Handhabe mit Finger rasten 16 und mit einem schalenförmigen Teil 17 versehen.
Die Längsteile sind in solchem Masse federnd, dass sie selbsttätig zurückgehen, sobald das Spreizorgan herausgezogen wird.
Die auf einer Seite des Leitweges 4 eines der Längsteile angeordneten und in im andern Längsteil vorgesehene Löcher passenden Stifte 18 dienen zur Verhinderung der Verschiebung der Längsteile gegenein ander.
Bei der dargestellten Ausführungsform erstrecken sieh die Leitwege 4 bis nahe an das Vorderende der Längsteile z. Bei einer andern Ausführungsform könnten sich diese Leitwege auf die ganze Länge dieser Teile erstrecken. Die Längsteile des Erweiterers werden in Ruhestellung in die zu erweiternde Harn röhre eingeführt, wobei die Teile dieht an einander anliegen und den lleinstm5glichen Gesamtquerschnitt aufweisen.
Die Erweiterung der Harnröhre kann dann bewirkt werden, indem man ein Spreiz- organ von einem gewissen Kaliber am hin- tern Ende der Handhabe einführt und bis zu einer gewissen Tiefe hineinschiebt, wo bei es in den Leitwegen 4 der Längsteile 2 gleitet. Dann wird das Ritzel 8, welches mit der Zahnstange 9 zusammenarbeitet, betätigt, und durch weiteres Hineinschieben des Spreiz- organes werden die Längsteile 2 auseinander gespreizt, Das Spreizorgan kann vollständig heraus gezogen werden, ohne die Längsteile aua der Harnröhre zu entfernen, und kann dunch ein Spreizorgan grösseren Kalibers ersetzt werden.
Um ein Kneifen der innern Haut der Harnröhre zu verhindern, besitzen die Längs teile abgerundete Kanten 14 (Fig. 3 und 4).
Der Knopf 9 kann mit einem Zeiger ver sehen werden, welcher auf einer an der Handhabe angebrachten Skala spielt.