CH87299A - Kohlefädenglühlampe mit Gasfüllung. - Google Patents
Kohlefädenglühlampe mit Gasfüllung.Info
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Description
Kohlefädenglühlampe mit Gasfüllung. Als Gasfüllung für elektrische Glühlam pen mit Kohlefaden werden gemäss der Er findung Edelgase verwendet, die so vollkom men wie möglich von allen denjenigen Be standteilen befreit sind, die neben den Edel gasen noch in der Luft vorhanden sind, welche als Ausgangsmaterial zur Herstellung der Edelgase dient. Man kann die Edelgase einzeln oder in Mischung verwenden.
Dass die Lebensdauer des Kohlefadens in elektrischen Glühlampen durch geeignete Gas füllungen wesentlich verlängert werden kann, war schon seit. Jahrzehnten bekannt. Man verwandte insbesondere beispielsweise Stick stoff oder Kohlensäure als Füllgas und konnte bei genügendem Gasdrucke die Verdampfung des Kohlefadens wesentlich zurückhalten. Stickstoff und andere Gase verhielten sich dabei praktisch inaktiv.
Gab man die längere Lebensdauer des Fadens preis, so konnte man statt dessen die Belastung des Kohlefadens erhöhen, also die Ökonomie der Lampe steigern.
Verwendet man an Stelle von reinew Stickstoff sogenannte Edelgase, so ist ein erheblicherUnterschied imVerhalten des Kohle fadens zunächst nicht zu bemerken. Im einen wie im andern Falle kommt man an eine ge wisse CTrenze, bei der die Verdampfung der Kohle und die Zerstörung des Fadens durch Gasfüllungen der praktisch in Betracht kom menden Drucke nicht mehr genügend zurück- gehalten werden kann.
In Verbindung mit einer sogenannten konzentrierten Fadenanord nung ergeben sich allerdings in anderer Be ziehung ganz erhebliche Fortschritte. Man kann bei Zugrundelegung eines Stromver- brauches von etwa 11/z Watt pro Kerze bei spielsweise Lampen mit einer Lebensdauer von mehreren Hunderten von Stunden erzie len und erhält bei sehr geringer Fadenlänge äusserst günstige mechanische Eigenschaften der Lampe.
Das geht zwar soweit über das Mat> dessen hinaus, was man vordem von Kohlenstoff zu erwarten berechtigt war, aber die Schranke, die durch die Natur des Kohlen stoffes selbst durch seine Dampfspannung, seine natürliche Zerstäubbarkeit oder der- glei"l,rcn gesetzt ist, schien damit auch end- gültig; erreicht zu sein.
Hie Edelgase, über die man früher ver- fügt=, waren stets in geringeren Mengen mit Stielstoff oder andern Stoffen gemischt. Es gab leine lIetlr@@den, um solche Beimengungen 01a11-7. zu beseiti;en und es machte auch für das Endergebnis wenig oder gar nichts aus, ob zum Beispiel der (rehalt an Stichstoff etwas grösser @--ler etwas kleiner war.
Das Bild linderte sich mit einem Schlag, als es gelang, die Edelgase, insbesondere das Arg@.n, in teelrnisch verwendbaren -Mengen in fast vollkommener Reinheit zu gewinnen.
Die Beseitigung der Reste von Stickstoff und andern (rasen .bis auf Spuren, die spektro- skopisch mit den gewöhnlichen Hilfsmitteln nicht mehr nachweisbar sind, ergab ein Füll gas, das ein giiuzlich anderes Verhalten der Kohle erkennen liess. Die Lebensdauer wird ganz bedeutend gesteigert und die Belastbar keit des Fadens unter sonst gleichen Vor aussetzungen wesentlich erhöht.
Worauf diese: Erscheinung beruht, mag dahingestellt bleiben, vermutlich wirken zwei L nrstiinde zustur=men, über die man sieh bis her 1-anz irii -Unklaren war.
Einesteils scheint die .natürliche Dampfspannung des Kohlen- stoffts, in welelrer Form ei- auch vorliegen möge. sehr viel niedriger zu sein, als man nach den früheren Erfahrungen annehmen konnte, andernteils aber scheint der bei etwas niedrigeren Temperaturen praktisch fast in aktive Stickstiif beim Überschreiten einer gewi@;sen Tempuraturgrenze eine auf.;
er,or-derrt- liche Steigerung seiner Affinität zum Kohlen- stoffe zu erfahren; so dal") selbst sehr beringe Mengen von Stichstoff bei solchen Tempera turen schon äufäerst schiidlich wirken, und zwar nur so mehr, weil die Wirkung sich we niger dadurch geltend macht,
dass die ge ringen -Mengen Stickstoff mit dein Kohlen- stoff eine Verbindung eingehen, als vielmehr dadurch, dar diese Verbindungen immer wie der unter Ablagerung von Kohlenstoff an andern Stellen zersetzt werden, so dar die selbe geringe -Menge von Stickstoff ihre Wir kung von neuem beginnt.
-lischt man dein von Stickstoffresten be freiten Argon zu irgendwelchen Zwecken andere Stoffe bei, die keine ähnlichen Wir- kungen haben wie Stichstoff, fügt rnan bei spielsweise eine gewisse Menge Quecksilber dampf hinzu,
so wird dadurch die sonstige tute -Wirkung der reinem Argonfüllung na türlich nicht beeinträchtigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: l@ohlef@@,dengliihlampe mit Gasfüllung, ge- kennzeichnet durch eine Edelgasfüllung, die frei ist von allen denjenigen Bestandteilen, die neben den Edelgasen noch in der Luft vorhanden sind, welche als Ausgangsmaterial für die Edelgasherstellung dient. UNTERANSPRUCH: Kohlefadenglühlanrpe mit Gasfüllung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung von reinem Argon.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE87299X | 1916-12-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH87299A true CH87299A (de) | 1920-11-16 |
Family
ID=5641655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH87299D CH87299A (de) | 1916-12-29 | 1917-10-22 | Kohlefädenglühlampe mit Gasfüllung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH87299A (de) |
-
1917
- 1917-10-22 CH CH87299D patent/CH87299A/de unknown
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