CH86189A - Verfahren zur Herstellung einer für die Zwecke der Aluminiumfabrikation geeigneten Tonerde. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer für die Zwecke der Aluminiumfabrikation geeigneten Tonerde.

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  Verfahren zur Herstellung einer für die Zwecke der     Aluminiurnfahrikation     geeigneten Tonerde.         Man    bat     unter    anderem     versucht,    aus       tonerdehaltigen        Mineralien    Tonerde dadurch  zu gewinnen., dass     inan    zum Beispiel Ton nach  einem der üblichen Verfahren mit Schwefel  säure     aufschloss,    das erhaltene Aluminium  sulfat mit     Ferrozyankalium    vom Eisen     zii     befreien versuchte und das gereinigte Alumi  niumsulfat in fester Form     unmittelbar    er  hitzte,

   uni es in     Schwefelsäureanhydrid    und       Aluminiumoay    d zu zerlegen. So elegant sich  dieser Vorschlag in theoretischer Hinsicht  darstellt, so wenig ist er praktisch ausführ  bar. Vor allem eignet sich das erhaltene  Aluminiumoxyd nicht für die Zwecke der  Aluminiumfabrikation.  



  Zunächst ist es nicht möglich, eisenhalti  ges Aluminiumsulfat mit     Ferrozyankalium     vollständig vom Eisen zu befreien. Dann  bietet es grosse Schwierigkeiten, das Alumi  niumsulfat durch Erhitzen in Aluminiumoxyd  und     Schwefelsäureanhydrid    zu zerlegen.

   Da  durch nämlich, dass es stundenlanger Er  hitzung bedarf, um den grösseren Teil der  Schwefelsäure     abzutreiben,    die letzten Reste    aber überhaupt sehr zäh festgehalten      'erden,          verschlingt    das Verfahren bedeutende     -Mengen     Brennmaterial. wodurch es     unwirtschaftlich     wird.     Ausserdem    verlangt die Zerlegung des       Aluminiumsulfates    sehr     voltmin",se    Ofen  anlagen.

   Die erhaltene     Tonerde    ist ein ausser  ordentlich leichtes Material und teigt einer  seits zur     Verstäubung,    anderseits sinkt sie  nicht, wie die nach dein alkalischen Verfahren  erhaltene     caleinierte    Tonerde, rasch und leicht  in dein zur elektrolytischen Herstellung von       Aluminium    erforderlichen Schmelzbad unter.  



  Die gleichen     Misserfolge    hatten auch Ver  fahren zu verzeichnen, die darauf abzielten,  aus Aluminiumsalzen durch Fällung mit Al  kalien     Aluminiunilivdi otvd    herzustellen und  diese schwer     auswasehbare    Verbindung samt  den     Verunreinigungen    zu glühen.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass man gerade  eine für die     Zwecke    der Aluminiumfabrikation  sehr geeignete Tonerde erhält, wenn man       tonerdehaltige        ltatei-ialien    mit     Schwefelsäure     aufschliesst, das Aluminiumsulfat vom Eisen  befreit und mit Ammoniak in solcher Menge           versetzt,    als zur Fällung von     basischem    Alu  miniumsulfat     erforderlich    ist, den Niederschlag  nach     -Auswaschen    des anhaftenden     Ammonium-          sulf'ates    trocknet und hierauf durch Erhitzen  i11     A1-iniiniumo-vd,

          Schwefelsäureanhy        drid    und       Ammoniak        aufspaltet,    wobei die entweichen  den Gase aufgefangen werden.  



  Beim Arbeiten nach dein geschilderten       Verfahren    ist es     zweckmässig,    das dargestellte       basische    Aluminiumsulfat in     einem        Luftstrom     zu     e:Iiitzen.    Hierdurch wird nämlich die Zer  setzung und     Scheidung    in     Aluminiumoxyd.     Sehr:     efelsäure < inlirdrid    und     Ammoniak    ge  fördert.  



  Die '     Erlteisrrr-ncing    des Aluminiumsulfates       bestellt    am besten darin, dass man die beim       Aufschluss    erhaltene     Aluminiumsulfatlösung     mit     überschüssigem    konzentriertem     Amino-          iiiuni-sulfat,        zuni    Beispiel einer heissen Lösung       desselben,    versetzt,     wodurch    unter Bildung  an     Aninloilial@alauil    sofort der grüsste Teil  des     verunreinil-enden    Eisens als     Hydroayd          gefiit    wird.

   Dieses wird heiss     abfiltriert.     Das nun noch in Lösung befindliche Eisen  wird beine     Auskristallisieren    des     Amnioniak-          alauns    von diesem eingeschlossen, kann ihm       jed#@,-li    durch einmaliges     Umkristallisieren          leicht    entzogen     werden.     



  Man kann demnach das neue Verfahren  in     d#--i-    Weise ausführen, dass man das     durch          Schwefelsäureaufschluss    aus Ton dargestellte  und von Eisen befreite Aluminiumsulfat   sei ein festem, sei es in gelöstem Zustande,       ini        '_etzteren    Falle     zweckmässig    in     Forin    kon  zentrierter Lösungen - mit einer     konzen-          triei ten        Amnioniaklüsung    behandelt, die ent  weder die     äquivalente    Menge     Aulmoniak    oder  wenig mehr als     diese    enthält.

   Hierdurch er  hält man einen pastosen oder     pulverigen          Ni4erschlag        von    basisehern Aluminiumsulfat.  Dieses ist zwar etwas schwierig     filtrierbar,     immerhin aber technisch sicher durch Aus  ziehen mit     Wasser    vom     Ammoniumsulfat    zu  befreien. Dies aber hat besondere Bedeutung.

         Würde    man     nämlich    das     Ammoniumsulfat     bei dem Niederschlage belassen, so würde       zwar    bei dem null folgenden Erhitzen auch  eine Aufspaltung in gewissem Grade erfolgen,    aber gleichzeitig eine Rückbildung von Alu  miniumsulfat, das     nur    bei höchster     Temperatur          völlig    zu zersetzen ist.

   Das     basische        Alunii-          niumsulfat    wird     ausgewaschen,    getrocknet     und,     im Luftstrome geglüht, wobei weder     sehäd-          liche        Nebenprodukte    entstehen, noch Verluste  eintreten. Dabei bedarf es nur mässiger Tem  peraturen.  



  Die in Betracht     kommenden        Niederschläge     von basischem     Alunliniunisulfat    haben die       bemerkenswerte    Eigenschaft, dass sie ihr     Be-          netzungs-und        Quellungswasserziemlich    leicht.  schon bei 50   C     abgeben.    Bereits bei     relativ     niederen Temperaturen von     70()-800"   <B>C</B> ver  lieren diese basischen     Aluminiumsulfate    den       grühten    Teil der Schwefelsäure, während das       Amnioniah    noch früher zu entweichen be  ginnt.

   Der letzte Rest von     Schwefelsäure     geht darin bei Temperaturen     über        8Ü0"        C,.     etwa zwischen 800 und     9@Ü"    C weg. Die  beim     Glühen    mit oder ohne     Zuhilfenahme     eines Luftstromes entweichenden Produkte  werden durch Verdichten oder Aufnahme in  Wasser     aufgefangen.    Es empfiehlt sich     auch.     die Abgase im     Anlinoniak        einzuleiten.    Das  wiedererhaltene     Ammoniumsulfat        kann    in jeg  licher Weise weiter     

  verwertet        werden.     



  Die     nach.    dem neuen     Verfahren    erhaltene  Tonerde zeigt, trotzdem sie bei weit niedereren  Temperaturen     entstanden    ist als die durch  Glühen voll     Aluminilunsulfat    erzeugte, die  wertvolle und     merkwürdige    Eigenschaft, dass  sie nicht zur     Verstäubung    neigt und im     Alu-          ininiulnschnielzofeilleicht    untersinkt.

   Sie stellt  ein dichtes, sandiges Produkt dar, das sich  infolge dieser guten     Eigenschaften    mithin sehr  vorteilhaft zu der Fabrikation von     Alumi-          nium    verwenden     lässt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer für die Zwecke der Aluminiumfabrikation geeigneten Tonerde, dadurch gekennzeichnet, dass inan tonerdehaltige 111aterialien mit Schwefelsäure aufschliesst, das Aluminiumsulfat vom Eisen befreit, und mit Ammoniak in solehur Menge versetzt. als zur Fällung von basischem Alu miniumsulfat erforderlich ist.
    den lieder- schlag nach Auswaschen des anhaftenden Ainmoniumsulfates trocknet und hierauf durch Erhitzen in Aluminiumoxyd, Schwefelsäure- anhydrid und Ammoniak aufspaltet, wobei die entweichenden Gase aufgefangen erden. LTNTERANSPRt1CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daf,) man das Aluminium sulfat mit überschüssiger, konzentrierter, EMI0003.0009 heisser <SEP> Aminoniiunsulfatliisung <SEP> vom <SEP> Eisen <tb> befreit. <tb> 3. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch, <SEP> - <SEP> dadurch <tb> gekennzeichnet, <SEP> dar <SEP> inan <SEP> den <SEP> 'Niederschlag <tb> von <SEP> bäsisclieni <SEP> --lluiiiiniuinslilfat <SEP> nach <SEP> (lein <tb> Auswaschen <SEP> und <SEP> Trocknen <SEP> in <SEP> einem <SEP> Luft strome <SEP> glüht.
CH86189D 1916-09-09 1919-10-23 Verfahren zur Herstellung einer für die Zwecke der Aluminiumfabrikation geeigneten Tonerde. CH86189A (de)

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