CH640588A5 - Vorrichtung zum bestreuen von verkehrsflaechen mit streugut, z.b. salz, calzium, harnstoff, splitt oder sand. - Google Patents
Vorrichtung zum bestreuen von verkehrsflaechen mit streugut, z.b. salz, calzium, harnstoff, splitt oder sand. Download PDFInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bestreuen von Verkehrsflächen mit Streugut mit einem um eine annähernd vertikale Achse rotierenden Streuteller, einem Zuführschacht für das Streugut sowie wenigstens einer Zuführleitung für eine Befeuchtungsflüssigkeit, wobei die Mündungsöffnungen sowohl der Zuführleitung für die Befeuchtungsflüssigkeit als auch des Zuführschachtes für das Streugut im Bereich der inneren Hälfte, bezogen auf den Radius des Streutellers, liegen.
Befeuchtungsvorrichtung sind bereits in einigen Ausführungsvarianten bekannt. Eine dieser bekannten Vorrichtungen sieht vor, dass die Befeuchtungsflüssigkeit fächerartig zerstäubt wird und so in den Kegel des vom Streuteller ausgeworfenen Streugutes sprühbar ist. Eine Vermischung zwischen dem Streugut und der Befeuchtungsflüssigkeit erfolgt also erst nach dem Auswurf des Streugutes aus dem Streuteller, so dass eine ausreichende Benetzung aller Streugutteile nicht gewährleistet werden kann. Für eine solche Streuung ist es aber unbedingt erforderlich, dass eine ordnungsgemässe Durchmischung des Streugutes bzw. eine ordnungsgemässe Durchnetzung desselben erfolgt. Dies ist deshalb erforderlich, damit das Streugut auf dem Boden liegen bleibt und nicht bereits durch den Fahrtwind des Fahrzeuges wiederum fortgetragen wird. Ausserdem ist dadurch eine raschere Schnee- und Eisentfernung von der Strasse möglich.
Bei einer weiteren bekannten Ausgestaltung ist eine Streuvorrichtung in Form eines Kegelstumpfmantels vorgesehen, wobei über einen dem Fahrzeug zugewandten Zuführschacht das Streugut zugeführt wird. Mit konstatem Druck wird hier eine Befeuchtungsflüssigkeit dem kegelstumpfartigen Schleuderteller zugeführt und gegen die innere Wandungsbegrenzung gespritzt. Der eine Sektor der Verteilerscheibe dient also der Streugutzufuhr und der diesem gegenüberliegende zur Zufuhr von Befeuchtungsflüssigkeit. Durch diese Massnahme ist eine ordnungsgemässe Durchmischung nicht möglich, da bereits ein Grossteil des durch den Zuführschacht zugeführten Streugutes an der hinteren Seite des annähernd topfförmig ausgestalteten Streutellers nach unten fällt, so dass dieser Bereich überhaupt nie mit der Befeuchtungsflüssigkeit in Verbindung kommt. Dadurch, dass das Streugut nur an der Streuseite des Fördertellers mit der Flüssigkeit nach unten geschwemmt wird, kann es zu Klumpen-bildung und somit zu einer unregelmässigen Benetzung auch in diesem Bereich kommen.
Ferner ist eine Vorrichtung zum Bestreuen von Verkehrsflächen bekannt, bei welcher eine Befeuchtungsflüssigkeit oberhalb des Streutellers zugeführt wird. Es ist bei dieser Ausführung auch vorgesehen, dass die Mündungsöffnungen sowohl der Zuführleitungen für die Befeuchtungsflüssigkeit als auch des Zuführschachtes für das Streugut im Bereich der inneren Hälfte, bezogen auf den Radius des Streutellers, liegen. Eine gleichmässige Befeuchtung kann aber hier nicht stattfinden, da die Mündungsöffnungen der Zuführleitung für die Befeuchtungsflüssigkeit der Zuführleitung für das Streugut gegenüberliegt und die Befeuchtungsflüssigkeit erst auf der Auswurfseite des Streutellers zugeführt wird. Es ist dadurch stets die Gefahr gegeben, dass nicht nur eine schlechte Durchmischung des Streugutes mit der Befeuchtungsflüssigkeit stattfindet, sondern dass ein Grossteil des Streugutes umbefeuchtet ausgeworfen wird. Die Wirkung des Streugutes tritt daher sehr spät ein, und ausserdem ist bei entsprechendem Wind eine Verfrachtung des Streugutes von der Strasse weg möglich.
Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung zum Bestreuen von Verkehrsflächen mit einem Streugut zu schaffen, durch welche eine ordnungsgemässe Durchmischung zwischen dem Streugut und der zugeführten Befeuchtungsflüssigkeit gewährleistet ist.
Dies gelingt erfindungsgemäss dadurch, dass die Mündungsöffnung bzw. -Öffnungen der Zuführleitung für die Befeuchtungsflüssigkeit der Mündungsöffnung des Zuführschachtes für das Streugut zugeordnet ist bzw. sind, und dass die genannten Mündungsöffnungen an der der Auswurfseite des Streutellers abgewandte Seite vorgesehen sind.
Durch diese Massnahmen kann eine ordnungsgemässe Durchmischung des Streugutes mit der Befeuchtungsflüssigkeit erfolgen, da im angegebenen Bereich das Streugut noch keine sehr grosse radiale Beschleunigung durch die Drehbewegung des Tellers erfährt. Durch diese Drehung des Streutellers wird dann das Streugut nach aussen gefördert, wobei während dieses ganzen Weges beim Nachaussenfördern eine ausreichende Durchmischung mit der Befeuchtungsflüssigkeit möglich ist, zumal die Zuführung der Befeuchtungsflüssigkeit direkt an der Zubringstelle des Streugutes erfolgt. Bis zum Auswurf des Streugutes, also erst auf der den Öffnungen abgewandten Seite, findet eine ordnungsgemässe Durchmischung statt. Es hat sich im Einsatz bei solchen Vorrichtungen gezeigt, dass ein sehr wesentliches Merkmal für die Wirkung des Streugutes und für die gleichmässige Verteilung desselben in der gleichmässigen Befeuchtung des Streugutes liegt.
Weitere besondere Merkmale und Vorteile werden in der
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nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.
In den Zeichnungen ist lediglich der wesentliche Teil der Vorrichtung dargestellt. Eine solche Vorrichtung wird an einem Streufahrzeug, welches einen Streugutbehälter und einen Flüssigkeitsbehälter zur Aufnahme der Befeuchtungsflüssigkeit aufweist, angeordnet. Als Streugut kommt Salz, Calzium, Harnstoff, Splitt, Sand od. dgl. in Frage. Als Befeuchtungsflüssigkeit wird Salzlösung, Calziumsole, Industriealkohol, Wasser od. dgl. angewandt.
Ein Streuteller 1 wird über eine Antriebswelle 2 gedreht, wobei auf dem Streuteller Rippen 3 vorgesehen sind, welche für ein entsprechendes Ausschleudern des Streugutes sorgen. Beim gezeigten Beispiel sind zwei Streuteller 1 und 4 übereinander angeordnet und fest miteinander verbunden. Der untere Streuteller 4 besitzt lediglich an seinem Aussenbereich kurze Rippen bzw. Wurfschaufeln 5. Diese Wurfschaufeln dienen dazu, das in geringen Mengen von der rückwärtigen Wand 6 der Abdeckung 7 abtropfende Streugut mit Befeuchtungsflüssigkeit gleichmässig zu verteilen.
Bei der Vorrichtung ist ferner ein Zuführschacht 8 für das Streugut vorgesehen, welcher sich beim gezeigten Beispiel nach unten hin verengt und so dem Zentrum des Streutellers 2 zugeführt wird. Ferner ist eine Zuführleitung 9 für die Befeuchtungsflüssigkeit vorgesehen.
Das besondere Merkmal liegt nun darin, dass die Mündungsöffnungen 10 der Zuführleitung 9 der Mündungsöffnung 11 des Zuführschachtes 8 zugeordnet sind. Dadurch ist eine unmittelbare Beaufschlagung des Streugutes beim Einwurfin den Streuteller möglich. Ferner sind die Mündungsöffnungen 10 und 11 der Zuführleitung 9 und des Zuführschachtes 8 im Bereich der inneren Hälfte, bezogen auf den Radius des Streutellers 1, angeordnet, so dass das Streugut und die zugeführte Befeuchtungsflüssigkeit während der Bewegung nach aussen, die durch die Zentrifugalkraft erfolgt, ausreichend durchmischt werden.
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Mündungsöffnungen 10 in einer koaxial zur Drehachse 12 des Streutellers 1 angeordneten ringförmigen Zuführleitung 9 vorgesehen. Diese Zuführleitung 9 schliesst unmittelbar an die Antriebswelle 2 des Streutellers 1 an und ist zweckmässig in einer Lagerhülse 13 ausgebildet. Die Mündungsöffnungen 10 führen dann annähernd achsparallel zur Drehachse 12 nach unten. Die Zuführung der Befeuchtigungsflüssigkeit erfolgt
über eine Leitung 14, welche an den entsprechenden Flüssigkeitstank angeschlossen ist.
Damit eine ausreichende Durchmischung bis zur Auswurfstelle ermöglicht wird, sind die Mündungsöffnungen 10 der s Zuführleitung 9 und auch die Mündungsöffnung 11 des Zuführschachtes 8 an der der Auswurfseite des Streutellers abgewandten Seite vorgesehen. Zweckmässig ist, wenn die Mündungsöffnungen 10 über einen Winkel von ca. 120° entlang eines Kreisbogens gleichmässig verteilt angeordnet sind, io Diese Anordnung ist der Fig. 2 zu entnehmen.
Damit schon während des Nachuntenströmens des Streugutes und der Befeuchtungsflüssigkeit eine Durchmischung erfolgen kann, ist unterhalb der Mündungsöffnungen 10 und 11 am Streuteller 1 eine nach unten sich erweiternde, kegel-stumpfartige Verkleidung 15 vorgesehen.
Die Befeuchtungsflüssigkeit wird dosiert zugeführt,
gelangt jedoch frei fliessend oder tropfend, also nicht unter Druck stehend, zum Streuteller. Die Zuführung des Streugutes erfolgt ebenfalls dosiert, wobei meist eine Dosierung in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit und der Streubreite möglich ist.
Es ist auch möglich, die ringförmige Zuführleitung als Rohr auszubilden, welches unterhalb der Abdeckung des Streutellers angeordnet ist. Dieses Rohr könnte beispielsweise mittels Laschen an der Abdeckung befestigt werden. An der Unterseite dieser Rohrleitung könnten dann die Mündungsöffnungen vorgesehen werden.
Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch möglich, die Mündungsöffnung bzw. die Mündungsöffnungen in Form von vorzugsweise bogenförmig verlaufenden Schlitzen auszubilden. Falls eine Druckzuführung der Befeuchtungsflüssigkeit erwünscht wäre und beispielsweise Zerstäuberdüsen vorgesehen würden, so könnten diese selbstverständlich auch in einem bestimmten Winkel zur Oberfläche des Streutellers 1 stehen, um dadurch die Durchmischung zu verbessern.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass die Zuführleitung bzw. der die Mündungsöffnungen aufweisende Teil 20 40 der Zuführleitung in Umfangsrichtung verstellbar und feststellbar ist. Es könnte dadurch eine exakte Anpassung der Flüssigkeitszuführung in dem günstigsten Winkel je nach Auswurfbreite und Fahrgeschwindigkeit erreicht werden. Es wäre auch denkbar, beispielsweise einen Schieber oder son-45 stige Mittel vorzusehen, mit welchen bzw. mit welchem einzelne Mündungsöffnungen zeitweise freigegeben oder verschlossen werden.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Bestreuen von Verkehrsflächen mit Streugut, mit einem um eine annähernd vertikale Achse rotierenden Streuteller, einem Zuführschacht für das Streugut sowie wenigstens einer Zuführleitung für eine Befeuchtungsflüssigkeit, wobei die Mündungsöffnungen sowohl der Zuführleitung für die Befeuchtungsflüssigkeit als auch des Zuführschachtes für das Streugut im Bereich der inneren Hälfte, bezogen auf den Radius des Streutellers, liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungsöffnung bzw. -Öffnungen ( 10) der Zuführleitung (9) für die Befeuchtungsflüssigkeit der Mündungsöffnung (11) des Zuführschachtes (8) für das Streugut zugeordnet ist bzw. sind, und dass die genannten Mündungsöffnungen (10,11) an der der Auswurfseite des Streutellers (1) abgewandten Seite vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungsöffnungen (10) der Zuführleitung (9) in einer annähernd koaxial zur Drehachse des Streutellers ringförmigen Zuführleitung (9) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Zuführleitung (9) unmittelbar die Antriebswelle (2) des Streutellers umgibt und in einer Lagerhülse (13) der Antriebswelle (2) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungsöffnungen (10) der Zuführleitung (9) über einen Winkel von 120° entlang eines Kreisbogens gleich-mässig verteilt angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungsöffnung bzw. -Öffnungen (10) der Zuführleitung (9) in Form von vorzugsweise bogenförmig verlauenden Schlitzen ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführleitung (9) bzw. der die Mündungsöffnungen (10) aufweisenden Teil (20) der Zuführleitung (9) in Umfangsrichtung verstellbar und feststellbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Mündungsöffnungen (11,10) des Zuführschachtes (8) und der Zuführleitung (9) am Streuteller (1) eine nach unten sich erweiternde, kegelstumpfartige Verkleidung (15) vorgesehen ist.
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