CH638842A5 - Schussfadenauswahl- und -eintragsvorrichtung fuer schuetzenlose webstuehle. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auswählen von Schussfäden nach einem vorbestimmten Webmuster und zu deren Eintragen mittels eines Trägermittelstrahles in das Kettfadenfach von schützenlosen Webstühlen.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art besitzen eine konstant nach den Arbeitszyklen angetriebene Nockenscheibe und ein mechanisches Gestänge, welches nach einem vorbestimmten
Webmuster betätigt wird und die Bewegung der Nockenscheibe auf eine Auswahl- und Eintragseinrichtung überträgt. Obgleich eine derartige Vorrichtung ohne weiteres für den vorgesehenen Zweck brauchbar ist, besitzt sie jedoch den Nachteil einer verhältnismässig komplizierten Konstruktion, insbesondere in den Fällen, in denen drei oder mehr Schussfäden verarbeitet werden sollen.
Zweck der Erfindung ist die konstruktive Vereinfachung einer Auswahl- und Eintragsvorrichtung für Schussfäden bei schützenlosen Webstühlen, um dadurch die Gestehungs- und Unterhaltungskosten derartiger Vorrichtungen herabzusetzen.
Hierzu ist eine Auswahl- und Eintragsvorrichtung der vorstehend erwähnten Art erfindungsgemäss gekennzeichnet durch einen Schussfadeneintrag zum Einschiessen eines ausgewählten Schussfadens in das Kettfadenfach mit einer Mehrzahl in das Kettfadenfach gerichteten und in ihrer Tätigkeit steuerbaren Trägermittelaustrittsdüsen sowie durch eine gesteuerte Förderung für einen ausgewählten und in das Kettfadenfach einzutragenden Schussfadenabschnitt mit wenigstens zwei koaxial nebeneinander angeordneten und je nach dem vorgesehenen Webmuster unabhängig voneinander in beiden Drehrichtungen verdrehbaren Nockenwellen mit Nockenscheiben und hiervon verschwenkbaren Nockenhebeln und durch eine mechanische Hebelkraftübertragung zwischen den Nockenhebeln und der Schussfadenförderung zu deren Steuerung in Abhängigkeit von der jeweiligen Winkelstellung der Nockenhebel.
Eine derartige Vorrichtung kann gleichzeitig auch eine Fadenzuführungs- und -abmesseinrichtung, ein Verteilerventil für das Trägermittel und bzw. oder eine Fadenhalteeinrichtung enthalten, wie es nachstehend noch beschrieben wird.
In den beigefügten Zeichnungen ist eine beisielsweise Ausführungsmöglichkeit einer erfindungsgemäss ausgebildeten Auswahl- und Eintragsvorrichtung für Schussfäden bei schützenlosen Webstühlen dargestellt, wobei zeigen:
Fig. 1 eine teilweise schematische Draufsicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht unter Weglassung von Teilen zwecks Vereinfachung,
Fig. 3A, 3B und 3C einen Schnitt nach III-III in Fig. 1 in drei verschiedenen Arbeitsstellungen,
Fig. 4A und 4B einen Schnitt nach IV-IV in Fig. 1 von Teilen der Vorrichtung,
Fig. 5 einen Schnitt nach V-V in Fig. 4A und
Fig. 6A, 6B und 6C Schnitte in vergrössertem Masstab in Seitenansicht von verschiedenen Arbeitsstellungen des Trägermittelverteilerventiles und der Hilfshalteeinrichtung der Vorrichtung.
Die in den Zeichnungen dargestellte Auswahl- und Eintragsvorrichtung von Schussfäden ist Teil eines automatischen, schützenlosen Webstuhles mit Trägermitteleintrag, welcher drei Arten von Schussfäden, beispielsweise unterschiedlicher Farbe, verarbeitet. Selbstverständlich ist es möglich, eine derartige Vorrichtung auch in einem schützenlosen Webstuhl mit zwei oder mehr als drei Schussfäden unterschiedlicher Art zu verwenden.
In den Zeichnungen sind sonstige Teile, wie sie bei einem automatischen Webstuhl bekannt sind, zwecks klarerer Darstellung weggelassen. Die Ausbildung und Arbeitsweise derartiger Teile sind dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannt und deren Anordnung und Funktionsweise ergeben sich ohne weiteres aus der nachfolgenden Beschreibung.
So besitzt ein schützenloser Webstuhl eine Webstufe, bei welcher eine Anzahl von Kettfäden durch Litzenaugen an Rahmen geführt sind, die abwechselnd hinter dem Webrand
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des Gewebes auf- und abbewegt werden, so dass diese Kettfäden zwei Fadenreihen bilden, zwischen denen parallel zum Webrand des Gewebes bei jedem Arbeitszyklus des Webstuhles das Kettfadenfach entsteht. Ein ausgewählter Schussfadenabschnitt, welcher auf eine vorbestimmte Länge zugeführt ist, wird dann durch dieses Kettfadenfach mittels eines Trägermittelstrahles in dieses Fach eingeschossen und dann gegen den Webrand des Gewebes angeschlagen.
Um einen ausgewählten Schussfadenabschnitt in das Kettfadenfach einzuschiessen, besitzt der in Fig. 1 teilweise dargestellte schützenlose Webstuhl einen Schussfadeneintrag 10 mit drei Trägermittelaustrittsdüsen 12a, 12b und 12c, welche in der Nähe einer Seite des Kettfadenfaches angeordnet sind, welches sich bei jedem Arbeitsgang des Webstuhles ausbildet. Jede dieser Austrittsdüsen 12a, 12b und 12c ist gegenüber dem Kettfadenfach ausrichtbar und schleudert einen Trägermittelstrahl in das Kettfadenfach parallel zu dem Webrand des nicht dargestellten Gewebes.
Während der Tätigkeit des Webstuhles werden diese Austrittsdüsen 12a, 12b und 12c in ihre jeweilige Arbeitsstellung von einer besonderen, nicht dargestellten Einrichtung gebracht, die von einer Steuerung betätigt wird, beispielsweise einem Schaftmaschinenkopf 14, wie er in Fig. 2 schematisch dargestellt ist. Dieser Schaftmaschinenkopf 14 besteht hierbei aus einer Musterkarte 16 mit einer Mehrzahl von Zahnrädern und Ketten mit Nägeln 18, die austauschbar an jedem dieser endlosen Ketten befestigt sind. Diese Nägel an den einzelnen Ketten bilden ein bestimmtes Webmuster für ein Gewebe und steuern die Betätigungseinrichtung für die Trägermittelaustrittsdüsen 12a, 12b und 12c über eine nicht dargestellte Hebelübersetzung, so dass diese Austrittsdüsen nach dem vorgesehenen Webmuster bzw. nach den Nägeln an den Ketten in ihre Arbeitsstellung an dem Kettfadenfach gebracht werden.
Diese Nägel steuern auch die Litzenrahmen des Webstuhles, so dass die Kettfäden während jedes Arbeitsganges des Webstuhles gleichfalls unter Steuerung von dem Schaftmaschinenkopf 14 auf- und abbewegt werden.
Ein Trägermittel wird von einer nicht dargestellten Pumpe unter Druck durch ein Verteilerventil 20 (Fig. 1) den Austrittsdüsen 12a, 12b und 12c zugeführt. Dieses Trägermittelverteilerventil 20 besitzt ein festes Ventilgehäuse 22 mit Trägermittelleitungen 24a, 24b und 24c, die an einem Ende zu den Austrittsdüsen 12a, 12b und 12c führen und mittels Muffen 26a, 26b und 26c an das Ventilgehäuse 22 angeschlossen sind. Dieses Ventilgehäuse 22 besitzt eine Axialbohrung 28, innerhalb welcher eine Ventilspindel 30 verschiebbar ist. Wie noch näher beschrieben wird, ist diese Ventilspindel 30 zwischen drei Axialstellungen verschiebbar, in welchen das dem Verteilerventil 20 unter Druck zugeführte Trägermittel über eine der Leitungen 24a, 24b und 24c einer der Trägermittelaustrittsdüsen 12a, 12b oder 12c zugeführt wird, während die anderen beiden Leitungen verschlossen sind.
Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung besitzt ferner eine Fadenzuführungs- und -abmesseinrichtung 32 aus drei Messrollen 34a, 34b und 34c auf einer gemeinsamen Antriebswelle 36, womit sie in Richtung des Pfeiles a (Fig. 2) in Umdrehung versetzt werden. Wie Fig. 2 ebenfalls zeigt, besitzt jede Messrolle 34a, 34b und 34c einen axial auf einer Seite herausstehenden Ringflansch 38a, 38b und 38c um den ganzen Rollenumfang. Diese Messrollen 34a, 34b und 34c besitzen alle den gleichen Durchmesser, welcher abhängig ist von der Länge des Schussfadenabschnittes, welcher in das Kettfadenfach einzutragen ist, d.h. von der Breite des zu webenden Gewebes. Diese Messrollen sitzen austauschbar auf der Antriebswelle 36, so dass sie gegen gleiche Rollen anderen Durchmessers ausgetauscht werden können, um
Gewebe mit anderen Breiten herzustellen. Diese Antriebswelle 36 mit den Messrollen 34a, 34b und 34c macht eine volle Umdrehung um ihre Achse während jedes Arbeitsganges des Webstuhles.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Fadenzuführungs- und -abmesseinrichtung 32 besitzt ferner drei Druckrollen 40a, 40b und 40c gegenüber jeder Messrolle 34a, 34b und 34c. Diese Druckrollen sitzen drehbar auf Wellen 42a, 42b und 42c, welche parallel zu der Antriebswelle 36 angeordnet sind. Wie noch näher beschrieben wird, sind diese Wellen 42a, 42b und 42c mit den Druckrollen 40a, 40b und 40c unabhängig voneinander gegen die Antriebswelle 36 und hiervon weg beweglich, so dass die Druckrollen 40a, 40b und 40c in Rollkontakt mit dem Aussenumfang der zugeordneten Messrollen 34a, 34b und 34c gebracht und hiervon abgehoben werden können.
Die Schussfäden Wa, Wb und Wc kommen von nicht dargestellten Hülsen oder Spulen und gehen zwischen den Mess-und Druckrollenpaaren 34a, 40a sowie 34b, 40b und 34c, 40c hindurch, wie es in Fig. 2 zu erkennen ist. Wenn eine der Druckrollen 40a, 40b und 40c sich in Rollkontakt mit der ihr zugeordneten und von der Antriebswelle 36 angetriebenen Messrolle 34a, 34b und 34c befindet, wird diese Druckrolle von der Messrolle in Richtung des Pfeiles a' um ihre Welle 42a, 42b bzw. 42c angetrieben, so dass der Schussfaden Wa, Wb oder Wc, welcher zwischen der Druckrolle und der Messrolle hindurchgeht, erfasst und um eine vorbestimmte Länge zugeführt wird, und zwar jedesmal solange die Antriebswelle 36 eine volle Umdrehung ausführt.
Die von dieser Zuführung 32 abgezogenen Schussfäden Wa, Wb und Wc werden vorübergehend in Halterohren 44a, 44b und 44c gehalten, welche jeweils hinter den Mess- und Druckrollenpaaren 34a, 40a sowie 34b, 40b und 34c, 40c angeordnet sind. Diese Halterohre 44a, 44b und 44c sind mit Rohrstutzen 46a, 46b und 46c versehen. Jeder dieser Rohrstutzen sitzt an einem Ende jedes Halterohres und ist zu dem Druck- und Messrollenpaar 34,40 offen, wie es in Fig. 2 dargestellt ist. Die durch die Mess- und Druckrollenpaare 34a, 40a sowie 34b, 40b und 34c, 40c hindurchlaufenden Schussfäden Wa, Wb und Wc gelangen in die Halterohre 44a, 44b und 44c durch diese Rohrstutzen 46a, 46b und 46c.
Jedes dieser Halterohre 44a, 44b und 44c ist auf der Seite der Rohrstutzen 46a, 46b oder 46c wenigstens teilweise offen und bildet dort eine Austrittsöffnung für den in dem Rohr befindlichen Schussfaden. Diese Halterohre 44a, 44b und 44c stehen an ihrem anderen Ende mit einer geeigneten Vakuumquelle in Verbindung, so dass jeder in die Rohre 44a, 44b und ' 44c durch die Rohrstutzen 46a, 46b und 46c eintretende Schussfaden Wa, Wb und Wc wenigstens teilweise bis zu dem offenen Rohrende geführt und in Form einer Haarnadel innerhalb des Rohres von dem Sog gehalten wird, welcher in jedem der Rohre während der Tätigkeit des Webstuhles herrscht.
Die aus den Öffnungen der Halterohre 44a, 44b und 44c austretenden Schussfäden Wa, Wb und Wc gehen dann durch fest angeordnete Führungen 48a, 48b und 48c zu einer Halteeinrichtung 50 nahe dem Schussfadeneintrag 10, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Wie noch näher beschrieben wird, besteht diese Fadenhalteeinrichtung 50 aus einem Haupthalteteil 52 und einem Hilfshalteteil 54 und hält vorübergehend die dem Schussfadeneintrag 10 zuzuführenden Schussfäden Wa, Wb und Wc, um einen von,diesen Schussfäden auszuwählen und einer der Austrittsdüsen 12a, 12b und 12c des Schussfadeneintrags 10 bei jedem Arbeitsgang des Webstuhles zuzuführen.
Die erfindungsgemäss ausgebildete Vorrichtung steuert nun die Tätigkeit des Trägermittelverteilerventiles 20 und die Schussfadenhalteeinrichtung 50, welche einen festen
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Rahmen 56 mit zwei parallelen, im Abstand voneinander angeordneten Platten 58 und 58' aufweist, wie es in den Fig. I und 2 dargestellt ist. Die erwähnten Führungen 48a, 48b und 48c für die Schussfäden Wa, Wb und Wc sitzen fest an einer Schiene 60, die an den Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens 56 mittels Schraubenbolzen 62 festgeschraubt ist (Fig. 2).
Dieser Rahmen 56 besitzt weiterhin einen festen Lagerbock 84 in der Mitte zwischen den beiden Innenseiten der Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens (Fig. 1). Wie die Fig. 3A, 3B und 3C in vergrössertem Masstab zeigen, sind die Seitenplatten 58 und 58' sowie der Lagerbock 64 mit Axialbohrungen 66,66' und 68 versehen, deren Achsen koaxial in Verlängerung zueinander verlaufen und die an beiden Enden offen sind.
Eine Nockenwelle 70 ist mit einem Ende in der Axialbohrung 66 der einen Seitenplatte 58 des Rahmens 56 mittels einer Buchse 72 und mit ihrem anderen Ende in einer Hälfte der Bohrung 68 in dem Lagerbock 64 mittels einer Buchse 74 gelagert. In gleicher Weise ist die andere Nockenwelle 70' mit einem Ende in der Axialbohrung 66' in der anderen Seitenplatte 58' des Rahmens 56 mittels einer Buchse 72' und mit dem anderen Ende in der anderen Hälfte der Bohrung 68 in dem Lagerbock 64 mittels der Buchse 74 gelagert. Diese beiden Nockenwellen 70 und 70' werden auf diese Weise von den Seitenplatten 58 und 58' sowie von dem Lagerbock 64 des Rahmens 56 gehalten und sind unabhängig voneinander um ihre koaxialen Achsen verdrehbar.
Die beiden Nockenwellen 70 und 70' tragen nun Kettenräder 76 und 76', welche auf den Nockenwellen 70 und 70' mittels Keilen 78 und 78' drehfest verkeilt sind, wie es die Fig. 3A, 3B und 3C zeigen. Um diese Kettenräder sind Rollketten 80 und 80' geführt, wie es Fig. 2 zeigt. Diese Rollketten 80 und 80' sind an einem ihrer Enden an Schraubenzugfedern 82 und 82' und an ihren anderen Enden mit Seilen 84 und 84' verbunden, wie es Fig. 2 und teilweise Fig. 1 zeigen. Diese Zugfedern 82 und 82', die mit einem Ende an den Rollketten 80 und 80' befestigt sind, hängen mit ihrem anderen Ende an einer Stange 86, welche an beiden Enden von den Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens 56 gehalten wird, wie Fig. 1 zeigt. Jedes dieser Kettenräder 76 und 76' und damit auch jede der beiden Nockenwellen 70 und 70', worauf diese Kettenräder sitzen, werden durch diese Anordnung entgegen der Uhrzeigerrichtung in Fig. 2, d.h. in Richtung des Pfeiles b um die Mittelachse der Nockenwelle verdreht.
Die Seile 84, welche mit einem Ende an den Rollketten 80 und 80' befestigt sind, gehen über eine Führungsrolle 88 und sind an ihrem anderen Ende an je einem Hebel 90 und 90' befestigt, welche Teile des erwähnten Schaftmaschinenkopfes 14 sind, wie Fig. 2 zeigt. Diese beiden Hebel 90 und 90' des Schaftmaschinenkopfes 14 sind unabhängig voneinander zwischen einer ersten, linken Winkelstellung, wobei das betreffende Seil 84 und 84' von der Zugfeder 82 oder 82' gezogen wird, wie es in Fig. 2 bei dem Hebel 90' der Fall ist, und einer zweiten, rechten Arbeitsstellung verschwenkbar, in welcher das betreffende Seil 84 oder 84' gegen die Kraft der Feder 82 oder 82' angezogen wird, wie es bei dem Hebel 90 in Fig. 2 der Fall ist. Je nachdem, ob sich die Hebel 90 und 90' des Schaftmaschinenkopfes 14 in ihrer einen oder anderen Winkelstellung befinden, nimmt auch jede der Nockenwellen 70 und 70' mit den Kettenrädern 76 und 76' durch den Zug der Seile 84 und 84' eine erste und eine zweite Verdrehstellung um ihre Achse ein, wie es nachstehend näher beschrieben wird. Diese beiden Hebel 90 und 90' nehmen ihre beiden Arbeitswinkelstellungen in Abhängigkeit von den Nägeln 18 an der Musterkarte 16 des Schaftmaschinenkopfes 14 ein.
Die beiden Nockenwellen 70 und 70' tragen ferner Nokkenscheiben, und zwar je zwei Nockenscheiben 92 und 94 auf der einen Nockenwelle 70, wo sie mit Schrauben 96 und 98 befestigt sind, und zwei Nockenscheiben 100 und 102 auf der anderen Nockenwelle 70', wo sie mit Schrauben 104und 106 befestigt sind, wie es in den Fig. 3A, 3B und 3C zu erkennen ist. Davon sind die beiden Nockenscheiben 92 und 94 auf der Nockenwelle 70 beiderseits des Kettenrades 76 auf der Nokkenwelle 70 angeordnet und in gleicher Weise die beiden anderen Nockenscheiben 100 und 102 auf der Nockenwelle 70' beiderseits des Kettenrades 76' auf dieser Nockenwelle 70'. Alle diese Nockenscheiben 92,94,100 und 102 haben übereinstimmende Aussenumfangsformen mit halbkreisförmigen Nockenabschnitten niedriger Radialhöhe, die mit dem Zusatz a bezeichnet sind, und mit halbkreisförmigen Nokkenabschnitten grösserer Radialhöhe, die mit dem Zusatz b bezeichnet sind, wie die Fig. 4A, 4B und 5 zeigen, in denen die beiden inneren Nockenscheiben 94 und 100 dargestellt sind.
Weiterhin sind die beiden Nockenscheiben 92 und 100 um 180° gegenüber den anderen beiden Nockenscheiben 94 und 102 auf den beiden Nockenwellen 70 und 70' verdreht angeordnet. Auf diese Weise liegt der radial niedrigere Abschnitt 92a und der radial höhere Abschnitt 92b der Nokkenscheibe 92 diametral gegenüber dem radial niedrigeren Abschnitt 94a und dem radial höheren Abschnitt 94b der zweiten Nockenscheibe 94 und in gleicher Weise der radial niedrigere Abschnitt 100a und der radial höhere Abschnitt 100b der Nockenscheibe 100 diametral gegenüber dem radial niedrigeren Abschnitt 102a und dem radial höheren Abschnitt 102b der Nockenscheibe 102.
Die beiden Nockenwellen 70 und 70' ragen mit ihren äusseren Enden durch die beiden Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens 56 nach aussen und tragen hier jeweils eine weitere Nockenscheibe 108 und 110, welche auf den Wellenenden mittels Schrauben 112 und 114 befestigt sind. Davon besitzt die Nockenscheibe 108 einen halbkreisförmigen, radial niedrigeren Abschnitt 108a und einen halbkreisförmigen axial höheren Abschnitt 108b, welche winkelverschoben mit dem Nockenabschnitt niedrigerer Radialhöhe 92a und dem Nokkenabschnitt mit höherer Radialhöhe 92b der Nockenscheibe 92 angeordnet sind. In gleicher Weise sind bei der anderen äusseren Nockenscheibe 110 der halbkreisförmige Nockenabschnitt niedrigerer Radialhöhe 110a und der Nockenabschnitt mit höherer Radialhöhe 11 Ob winkel verschoben gegenüber dem radial niedrigeren Abschnitt 100a und dem radial höheren Abschnitt 100b der Nockenscheibe 100 angeordnet. Der Abschnitt niedrigerer Radialhöhe 110a der äusseren Nockenscheibe 110 besitzt den gleichen Durchmesser wie der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 108a der anderen äusseren Nockenscheibe 108, jedoch ist der Nokkenabschnitt 110b mit grösserer Radialhöhe bei der Nockenscheibe 110 grösser im Durchmesser als der Nockenabschnitt 108b mit grösserer Radialhöhe bei der anderen Nockenscheibe 108, wie es in den Fig. 3A, 3B und 3C zu erkennen ist.
Der Rahmen 56 trägt ferner eine Welle 116, welche an beiden Enden in den Seitenplatten 58 und 58' dieses Rahmens 56 gelagert und parallel zu den beiden Nockenwellen 70 und 70' angeordnet ist, wie die Fig. 1 und 2 zeigen. Diese Welle 116 trägt zunächst drei Nockenhebel 118a, 118b und 118c, welche mittels einer Nabe auf dieser Welle 116 sitzen und unabhängig voneinander um die Längsachse dieser Welle 116 verschwenkbar sind.
Der erste dieser Nockenhebel 118a befindet sich mit seinem beweglichen Ende gegenüber der Nockenscheibe 92 auf der Nockenwelle 70 und trägt an diesem Ende eine Tastrolle 120, welche mittels eines Schraubenbolzens 122 am Ende des Nockenhebels 118a drehbar gelagert ist, wie die Fig. 3 A, 3B und 3C zeigen. Der zweite Nockenhebel 118b besitzt an seinem freien Ende einen Querträger parallel zu
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Diese Nockenhebel 118a, 118b und 118c werden mit ihren Tastrollen 120,124,126 und 132 gegen die Nockenscheiben 92,94, 100 und 102 mittels Schraubenzugfedern 136a, 136b und 136c gezogen, die mit einem Ende an Zapfen 138a, 138b und 138c an den Nockenhebeln 118a, 118b und 118c und mit ihren anderen Enden an einer Stange 140 zwischen den beiden Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens 56 befestigt sind, wie Fig. 1 zeigt.
Die erwähnten beiden Verdrehstellungen der Nockenwelle 70 mit den beiden Nockenscheiben 92 und 94 sind so gewählt, dass sich der radial niedrigere Nockenabschnitt 92a der Nockenscheibe 92 und der radial höhere Abschnitt 94b der Nockenscheibe 94 gegenüber den zugeordneten Tastrollen 120 und 124 befinden, wenn sich diese Nockenwelle 70 in der einen Verdrehstellung befindet. In der anderen Verdrehstellung dieser Nockenwelle 70 befindet sich der radial höhere Abschnitt 92b der Nockenscheibe 92 und der radial niedrigere Abschnitt 94a der Nockenscheibe 94 gegenüber ihren zugeordneten Tastrollen 120 und 124. In gleicher Weise sind auch die beiden Verdrehstellungen der Nockenwelle 70' mit den beiden Nockenscheiben 100 und 102 so gewählt, dass sich der radial höhere Nockenabschnitt 100b der Nockenscheibe 100 und der Nockenabschnitt mit geringerer Radialhöhe 102a der Nockenscheibe 102 gegenüber ihren zugeordneten Tastrollen 126 und 132 befinden, wenn sich die Nockenwelle 70' in der einen Verdrehstellung befindet. Nimmt diese Nockenwelle 70' die andere Verdrehstellung ein, befinden sich der Nockenabschnitt 100a mit geringerer Radialhöhe der Nockenscheibe 100 und der Nockenabschnitt 102b mit grösserer Radialhöhe der Nockenscheibe 102 gegenüber ihren Tastrollen 126 und 132.
Die Welle 116 für die Nockenhebel 138a, 138b und 138c trägt ferner an ihren beiden äusseren Enden je einen weiteren Nockenhebel 142 und 142', welche mit ihrer Nabe 144 und 144' auf der Welle 116 verkeilt sind, wie es die Fig. 1 und 2 sowie 6A, 6B und 6C zeigen, wo allerdings nur der eine Nokkenhebel 142' dargestellt ist. Diese beiden Nockenhebel 142 und 142' sitzen in der Weise auf der Welle 116, dass sie gegenseitig winkelverschoben gegenüber der Mittelachse der Welle 116 sind. Die freien Enden dieser beiden Nockenhebel 142 und 142' liegen gegenüber von zwei Nockenscheiben 108 und 110 an den äusseren Enden der beiden Nockenwellen 70 und 70' und tragen Tastrollen 146 und 146', die auf Schraubenbolzen 148 und 148' an den freien Enden der beiden Nokkenhebel 142 und 142' drehbar gelagert sind. Diese beiden Schraubenbolzen 148 und 148' sind parallel zur Achse der beiden Nockenwellen 70 und 70' angeordnet, so dass die beiden Tastrollen 146 und 146' von den Nockenscheiben 108 und 110 in Abhängigkeit von der jeweiligen Verdrehstellung der beiden Nockenwellen 70 und 70' sowie der Winkelstellung der beiden Nockenhebel 142 und 142' um die Welle 116 erreicht werden können.
Die eine äussere Nockenscheibe 108 auf der Nockenwelle 70 besitzt einen Nockenabschnitt 108a mit geringer Radialhöhe, an welchem die Tastrolle 146 anliegt, wenn sich die Nockenwelle 70 in der einen Verdrehstellung befindet. In der anderen Verdrehstellung der Nockenwelle 70 befindet sich der radial höhere Nockenabschnitt 108b der Nockenscheibe 108 gegenüber der Tastrolle 146. Auf der anderen Seite befindet sich der radial höhere Nockenabschnitt 110b der Nockenscheibe 110 auf der Nockenwelle 70' gegenüber der Tastrolle 146', wenn sich diese Nockenwelle 70' in der einen Verdrehstellung befindet. Steht diese Nockenwelle 70' in ihrer anderen Verdrehstellung, befindet sich der Nockenabschnitt 110a der Nockenscheibe 110 mit geringerer Radialhöhe gegenüber der Tastrolle 146'. Diese beiden Nockenhebel 142 und 142' werden mit ihren Tastrollen 146 und 146' um die Welle 116 verschwenkt und mit diesen Tastrollen 146 und 146' mittels einer Schraubenzugfeder 150 gegen die Nokkenscheiben 108 und 110 gezogen, welche einerseits an einem Zapfen 152 an den Nockenhebel 142 und andererseits an der bereits erwähnten Stange 140 zwischen den Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens 56 befestigt ist, wie Fig. 2 zeigt.
Die Nockenhebel 118a, 118b und 118c sind nun über Schubstangen 154a, 154b und 154c mit je einem Winkelhebel 156a, 156b und 156c verbunden. Jeder dieser Winkelhebel besitzt eine mittlere Nabe und zwei Arme, die in einem Winkel zueinander angeordnet sind, wie die Fig. 1 und 2 sowie 4A und 4B zeigen. Die Schubstangen 154a, 154b und 154c sind an einem ihrer Enden an den Nockenhebeln 118a, 118b und 118c mittels Zapfen 158a, 158b und 158c und mit ihren anderen Enden an den Winkelhebeln 156a, 156b und 156c mittels Zapfen 160a, 160b und 160c angelenkt. Die Winkelhebel 156a, 156b und 156c sind mit ihren Naben auf einer Welle 162 schwenkbar gelagert, die an ihren beiden Enden ebenfalls in den Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens 56 gehalten wird, wie die Fig. 1 und 2 zeigen. Diese Welle 162 mit den Winkelhebeln 156a, 156b und 156c ist parallel nicht nur zu der Welle 116 der Nockenhebel 118a, 118b und 118c, sondern auch mit der Welle 36 mit den Messrollen 34a, 34b und 34c angeordnet, wie Fig. 1 zeigt.
Diese Winkelhebel 156a, 156b und 156c, deren einer Arm mit den Nockenhebeln 118a, 118b und 118c verbunden ist, tragen ferner einen etwa L-förmigen Hebel 164a, 164b und 164c, welcher über Zapfen 166a, 166b und 166c parallel zu der Welle 162 der Winkelhebel 156a, 156b und 156c schwenkbar angelenkt ist. Die Achsen 42a, 42b und 42c der Druckrollen 40a, 4Qb und 40c der Fadenzuführungs- und -abmesseinrichtung 32 sitzen an diesen schwenkbaren Hebelarmen 164a, 164b und 164c.
Jeder dieser Winkelhebel 156a, 156b und 156c und die schwenkbar daransitzenden Hebelarme 164a, 164b und 164c besitzen einander gegenüberliegende Stirnflächen 168 und 170, welche bei Schwenkbewegungen um die Schwenkzapfen 166a, 166b oder 166c in Kontakt miteinander gebracht oder voneinander getrennt werden können. Jeder der Hebelarme 164a, 164b und 164c wird um die Schwenkzapfen 166a, 166b bzw. 166c in eine Winkelstellung gezogen, in welcher sich die Stirnfläche 170 in Kontakt mit der Stirnfläche 168 der Winkelhebel 156a, 156b und 156c befindet, und zwar mittels Schraubenzugfedern 172a, 172b und 172c (Fig. 1 und 2).
Diese Schraubenzugfedern 172a, 172b und 172c sind einerseits an Zapfen 174a, 174b und 174c an den Winkelhebeln 156a, 156b und 156c und andererseits an Zapfen 176a, I76b
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und 176c an den Hebelarmen 164a, 164b und 164c befestigt.
Die Druckrollen 40a, 40b und 40c auf den Drehzapfen 42a, 42b und 42c an den Hebelarmen 164a, 164b und 164c sind drehfest verbunden mit Stirnrädern 178a, 178b und 178c, welche einen grösseren Durchmesser als die Druckrollen 40a, 40b und 40c aufweisen und koaxial zu den Drehzapfen 42a, 42b und 42c angeordnet sind.
Die die Druckrollen tragenden Hebelarme 164a, 164b und 164c erstrecken sich bis seitlich neben die Messrollen 34a, 34b und 34c und tragen an ihren Enden Antriebsrollen 180a, 180b und 180c, die auf Drehzapfen 182a, 182b und 182c parallel zu den Drehzapfen 42a, 42b und 42c der Druckrollen 40a, 40b und 40c gelagert sind. Diese Antriebsrollen 180a, 180b und 180c rollen auf der inneren Umfangsfläche des Ringflansches 38a, 38b und 38c der Messrollen 34a, 34b und 34c ab. Sie sind drehfest verbunden mit Stirnrädern 184a, 184b und 184c mit grösserem Durchmessr als diese Antriebsrollen 180a, 180b und 180c, die koaxial mit deren Drehzapfen 182a, 182b und 182c angeordnet sind. Die mit den Antriebsrollen 180a, 180b und 180c verbundenen Stirnräder I84a, 184b und 184c stehen im Eingriff mit den Stirnrädern 178a, 178b und 178c an den Druckrollen 40a, 40b und 40c, so dass jede Druckrolle 40a, 40b und 40c ständig um ihren Drehzapfen 42a, 42b und 42c in Umdrehung versetzt wird, wenn sich die zugeordnete Antriebsrolle 180a, 180b und 180c in Rollkontakt mit der inneren Umfangsfläche des Ringflansches 38a, 38b oder 38c der betreffenden Messrolle 34a, 34b oder 34c befindet. Die Umfangsgeschwindigkeit jeder dieser von den Messrollen 34a, 34b und 34c angetriebenen Druckrollen 40a, 40b und 40c ist im wesentlichen gleich derjenigen der Messrollen. Der axiale Abstand zwischen der Druckrolle 40a und der Antriebsrolle 180a bzw. 40b und 180b bzw. 40c und 180c auf den Hebelarmen 164a, 164b und 164c ist so gewählt, dass sich die Antriebsrollen 180a, 180b oder 180c in Rollkontakt mit dem Ringflansch 38a, 38b oder 38c der Messrollen 34a, 34b oder 34c befinden, wenn die entsprechenden Druckrollen 40a, 40b oder 40c von den Messrollen 34a, 34b oder 34c abgehoben sind. Wenn dagegen die Druckrollen 40a, 40b oder 40c gegen die Messrollen 34a, 34b oder 34c gedrückt werden, sind die entsprechenden Antriebsrollen 180a, 180b oder 180c von den Ringflanschen 38a, 38b oder 38c der Messrollen 34a, 34b oder 34c abgehoben.
Die Zugfedern 172a, 172b und 172c zwischen den Winkelhebeln 156a, 156b und 156c und den Hebelarmen 164a, 164b und 164c dienen dazu, die Hebelarme 164a, 164b und 164c um die Schwenkzapfen 166a, 166b und 166c in eine Winkelstellung zu ziehen, in welcher die Druckrollen 40a, 40b und 40c von den zugeordneten Messrollen 34a, 34b und 34c abgehoben sind und dementsprechend sich die Antriebsrollen 180a, 180b und 180c in Rollkontakt mit dem Innenumfang der Ringflansche 38a, 38b und 38c der Messrollen 34a, 34b und 34c befinden.
Die Winkelhebel 156a, 156b und 156c und damit die Hebelarme 164a, 164b und 164c werden weiterhin in eine Winkelstellung gedrückt, in welcher sich die Druckrollen 40a, 40b und 40c in Rollkontakt mit den zugeordneten Messrollen 34a, 34b und 34c befinden, und zwar mittels weiteren Schraubenzugfedern 186a, 186b und 186c, welche einerseits an Zapfen 188a, 188b und 188c an den Winkelhebeln 156a, 156b und 156c und andererseits an Zapfen 190a, 190b und 190c an dem Rahmen 56 befestigt sind.
Die Hebelarme 164a, 164b und 164c tragen ferner Winkeleisen 192a, 192b und 192c mit Schussfadenführungen 194a, 194b und 194c, durch welche die Schussfäden Wa, Wb und Wc zwischen die Mess- und Druckrollenpaare 34a, 40a sowie 34b, 40b und 34c, 40c geführt werden, wie die Fig. 1 und 2 zeigen.
Die Seitenplatten 58 und 58' des Rahmens 56 tragen weiterhin eine Welle 196 unterhalb und parallel zu der Welle 162 für die Winkelhebel 156a, 156b und 156c, wie in den Fig. 2, 4A und 4B zu erkennen ist. Ein Hebel 198 ist mit einem Ende auf dieser Welle 196 schwenkbar gelagert und gegen axiale Verschiebung auf dieser Welle 196 mittels zweier Ringe 200 und 200' gesichert, welche beiderseits dieses Hebels 198 auf der Welle 196 sitzen, wie Fig. 5 zeigt. Dieser Hebel 198 erstreckt sich mit seinem freien Ende bis zu dem mittleren Nockenhebel 118b und hat hier einen Querarm 202 und 202' parallel zu der Welle 196 und gegenüber dem freien Ende des Nockenhebels 118b. Dieser Querarm 202 und 202' des Hebels 198 trägt Tastrollen 204 und 204', welche mittels Schraubenbolzen 206 und 206' parallel zu den Nockenwellen 70 und 70' mit den Nockenscheiben 94 und 100 drehbar gelagert sind. Diese beiden Tastrollen 204 und 204' befinden sich unterhalb dieser beiden Nockenscheiben 94 und 100 auf den Nockenwellen 70 und 70'. Diese beiden Nockenscheiben 94 und 100 auf den beiden Nockenwellen 70 und 70' steuern auf diese Weise nicht nur die Tastrollen 124 und 126 des Nockenhebels 118b, sondern auch die Tastrollen 204 und 204' an dem Hebel 198.
Dieser Hebel 198 auf der Welle 196 wird mit seinen Tastrollen 204 und 204' gegen die zugeordneten Nockenscheiben 94 und 100 mittels einer Schraubenzugfeder 208 gezogen, welche einerseits an einem Zapfen 210 an dem Hebel 198 (Fig. 4A und 4B) und andererseits an der Querstange 86 (Fig. 1) befestigt ist.
Der Nockenhebel 118b mit den beiden Tastrollen 124 und 126 besitzt eine Verlängerung 212 (Fig. 4A und 4B) an seinem freien Ende, welche sich rechtwinklig zu den Drehachsen der beiden Tastrollen 124 und 126 erstreckt. In gleicher Weise besitzt der Hebel 198 mit den beiden Tastrollen 204 und 204' eine Verlängerung 214, welche sich zwischen den beiden Querarmen 202 und 202' (Fig. 5) etwa rechtwinklig zu den Drehachsen der beiden Tastrollen 204 und 204' an den beiden Querarmen 202 und 202' erstreckt.
Die Verlängerung 212 des Nockenhebels 118b ist mit einer Bohrung 216 zur Aufnahme eines Schraubenbolzens 218 versehen. Dieser Schraubenbolzen 218 erstreckt sich in Richtung der Verlängerung 214 des Hebels 198 und ist an dem Nockenhebel 118b mittels einer Mutter 220 gesichert. Die gegenseitige Lage der Verlängerung 214 an dem Hebel 198 und dem Schraubenbolzen 218 in der Verlängerung 212 des Nocken-hebels 118b ist so gewählt, dass sich die Verlängerung 214 des Hebels 198 in axialer Verlängerung gegenüber dem Bolzen 218 an dem Nockenhebel 118b befindet, sobald die beiden Tastrollen 204 und 204' an dem Hebel 198 an dem Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 84a der Nockenscheibe 94 bzw. 100a der Nockenscheibe 100 anliegen, so dass der Schraubenbolzen 218 mit seinem freien Ende an der Stirnfläche der Verlängerung 214 des Hebels 198 anliegt, wie es Fig. 4A zeigt. Wenn jedoch wenigstens eine der beiden Tastrollen 204 und 204' des Hebels 198 an dem Nockenabschnitt mit grösserer Radialhöhe 94b der Nockenscheibe 94 bzw. 100b der Nockenscheibe 100 anliegt, ist die Verlängerung 214 des Hebels 198 gegen den Schraubenbolzen 218 an dem Nockenhebel 118b verschoben, wie es Fig. 4B zeigt.
Wie die Fig. 6 A, 6B und 6C zeigen, besitzt die Hilfseinrichtung 54 der Schussfadenhalteeinrichtung 50 ein festes Gehäuse 222 mit einer Horizontalbohrung 224, welche an beiden Enden offen und auf den Mittelbereich eines der beiden äusseren Nockenhebel 142 und 142' ausgerichtet ist, in der Zeichnung auf den äusseren Nockenhebel 142'. Das Gehäuse 222 besitzt ferner drei obere Vertikalbohrungen 226a, 226b und 226c, welche parallel zueinander und rechtwinklig zu der Horizontalbohrung 224 angeordnet sind. Ihre inneren Enden münden in diese Horizontalbohrung 224. Ausserdem sind drei untere Vertikalbohrungen 228a, 228b s
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Stössel 238a, 238b und 238c sind in den Bohrungen 236a, 236b und 236c in den Schussfadenhalteplatten 234a, 234b und 234c axial verschiebbar und gehen bis durch die oberen und unteren Vertikalbohrungen 226a, 228a sowie 226b, 228b und 226c und 228c rechtwinklig zu der Horizontalbohrung 224. Diese Stössel 238a, 238b und 238c stehen mit ihren oberen Enden aus den Bohrungen 236a, 236b und 236c in den Schussfadenhalteplatten 234a, 234b und 234c heraus und tragen je einen Aufsatz 240a, 240b und 240c, die mittels Schraubenbolzen 242a, 242b und 242c gehalten werden. Die Stössel 238a, 238b und 238c sind in den Bohrungen 236a, 236b und 236c der festen Halteplatten 234a,234b und 234c axial verschiebbar. Dabei ist jeder Aufsatz 240a, 240b und 240c axial in eine Schussfadenhaltestellung verschiebbar, in welcher ein Umfangsrand auf der festen Halteplatte 234a, 234b und 234c aufliegt. Diese beweglichen Aufsätze 240a, 240b und 240c werden in diese Schusssfadenhaltestellung durch Schraubendruckfedern 244a, 244b und 244c gedrückt, welche sich am unteren Stösselende befinden. Diese Schraubendruckfedern 244a, 244b und 244c sitzen zwischen einem Federwiderlager 246a, 246b und 246c am unteren Ende der Stössel 238a, 238b und 238c und einer Ringfläche am inneren oder oberen Ende der erweiterten Abschnitte 232a, 232b und 232c der unteren Vertikalbohrungen 228a, 228b und 228c, wie es in den Fig. 6A, 6B und 6C zu erkennen ist.
Die Stössel 238a, 238b und 238c mit den beweglichen Aufsätzen 240a, 240b und 240c sind mit seitlichen Querbohrungen 248a, 248b und 248c versehen, deren Achse parallel zu der Mittelachse der Horizontalbohrung 224 des Gehäuses 220 ausgerichtet und die nach beiden Enden dieser Horizontalbohrung 224 offen sind. Ein Schieber 250 mit drei nockenartigen Vorsprüngen 252a, 252b und 252c ist gleitbar durch die Querbohrungen 248a, 248b und 248c in den Stösseln 238a, 238b und 238c geführt. Diese nockenartigen Vorsprünge 252a, 252b und 252c treffen auf die Stössel 238a, 238b und 238c in deren Querbohrungen 248a, 248b und 248c, und zwar in Abhängigkeit von der jeweiligen axialen Verschiebelage des Schiebers 250 in der Horizontalbohrung 224 des Gehäuses 222.
Wenn hierbei sich der Schieber 250 in einer axialen Lage befindet, in welcher einer der nockenartigen Vorsprünge 252a, 252b und 252c dieses Schiebers auf einen der Stössel 238a, 238b und 238c trifft, wird dieser Stössel entgegen der Kraft seiner Druckfeder 244a, 244b oder 244c angehoben, so dass sich der Aufsatz 240a, 240b oder 240c am oberen Ende des Stössels von dem Flanschteil der festen Halteplatte 234a,234b oder 234c abhebt. Dies ist jeweils der Fall bei den Stösseln 238a, 238b und 238c mit ihren Aufsätzen 240a, 240b und 240c bei den in den Fig. 6A, 6B und 6C dargestellten Arbeitsstellungen. Die nockenartigen Vorsprünge 252a, 252b und 252c an dem Schieber 250 sind so ausgebildet und angeordnet, dass sie nacheinander mit den zugeordneten
Stösseln 238a, 238b und 238c in Kontakt kommen, wenn der Schieber 250 in einer Axialrichtung verschoben wird, und zwar in der angegebenen Reihenfolge bei einer Verschiebung nach links in Fig. 1 und nach rechts in jeder der Fig. 6A, 6B und 6C.
Wenn einer der nockenartigen Vorsprünge 252a, 252b oder 252c des Schiebers 250 auf den zugeordneten Stössel 238a, 238b oder 238c trifft und diesen anhebt, befinden sich die beiden anderen Stössel 238a, 238b oder 238c ausser Reichweite der beiden anderen nockenartigen Vorsprünge und werden von ihren Federn in eine Axialstellung gedrückt, in welcher der Umfangsflansch der Aufsätze 240a, 240b oder 240c gegen den Umfangsflansch der festen Halteplatten 234a, 234b oder 234c gedrückt und ein dazwischen befindlicher Schussfaden Wa, Wb oder Wc festgehalten wird.
Dieser Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 ist nun an einem der erwähnten äusseren Nockenhebel 142 oder 142' mittels einer Schubstange 254 angelenkt, wie es in den Fig. 1, 6A, 6B und 6C zu erkennen ist. Diese Schubstange ist an einem Ende des Schiebers 250 an einem Schwenkzapfen 256 und am anderen Ende mittels eines Zapfens 258 an dem äusseren Nockenhebel 142' angelenkt.
Die Fig. 6A, 6B und 6C zeigen ferner das Gehäuse 22 des bereits erwähnten Verteilerventiles 20 für das Trägermittel. Dieses Gehäuse ist mit drei Einlassleitungen 260a, 260b und 260c versehen, welche in eine Axialbohrung 28 in dem Ventilgehäuse 22 münden, sowie mit drei Auslassleitungen 262a, 262b und 262c, welche in Verlängerung der Einlassleitungen 260a, 260b und 260c angeordnet sind und die ebenso wie diese in die Axialbohrung 28 münden. Die Einlassleitungen 260a, 260b und 260c stehen über eine Zuleitung 264 in ständiger Verbindung mit der Förderpumpe für das Trägermittel. An den Auslassleitungen 262a, 262b und 262c sind die Trägermittelzuleitungen 24a, 24b und 24c angeschlossen, welche zu den Trägermittelaustrittsdüsen 12a, 12b und 12c des Schussfadeneintrages 10 führen (Fig. 1).
Nach den Fig. 6A, 6B und 6C ist ferner ein Ventilkörper 30 axial in der Bohrung 28 des Ventilgehäuses 22 verschiebbar. Dieser Ventilkörper 30 ist mit vier zylindrischen Abschnitten 266a, 266b, 266c und 266d versehen, welche in axialem Abstand voneinander angeordnet sind und zwischen sich drei Umfangsnuten 268a, 268b und 268c bilden. Diese drei Umfangsnuten 268a, 268b und 268c in dem Ventilkörper 30 sind seitlich nach den Einlassleitungen 260a, 260b und 260c sowie nach den Auslassleitungen 262a, 262b und 262c in dem Ventilgehäuse 22 offen und bilden je nach der axialen Lage des Ventilkörpers 30 innerhalb des Ventilgehäuses 22 eine Verbindung zwischen je einer Eintritts- und einer Austrittsleitung, wie es bei der Umfangsnut 268a in Fig. 6A, für die Umfangsnut 268b in der Fig. 6B und für die Umfangsnut 268c in der Fig. 6C der Fall ist. Wenn sich der Ventilkörper 30 in einer axialen Stellung befindet, in welcher eine der Umfangsnuten 268a, 268b und 268c sich zwischen einer Einlassleitung 260a, 260b oder 260c und einer Auslassleitung 262a, 262b oder 262c befindet, liegen die anderen beiden Umfangsnuten ausserhalb ihrer zugeordneten Einlass- und Auslassleitungen. Die Einlass- und Auslassleitungen in dem Ventilgehäuse 22 und die zylindrischen Abschnitte des Ventilkörpers 30 sind so angeordnet, dass die drei Umfangsnuten 268a, 268b und 268c in dem Ventilkörper 30 nacheinander den Durchgang 260a, 262a, dann den Durchgang 260b, 262b und schliesslich den Durchgang 260c, 262c freigeben, wenn der Ventilkörper in axialer Richtung in Fig. 1 nach links und in jeder der Fig. 6A, 6B und 6C nach rechts in der Axialbohrung 28 des Ventilgehäuses 22 bewegt wird.
Dieser Ventilkörper 30 des Trägermittel verteilerventiles 20 ist an einem der äusseren Nockenhebel 142 oder 142' mittels einer Schubstange 270 angelenkt, die in den Fig. 6A, 6B und s
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6C an dem Ventilkörper 30 mittels eines Zapfens 272 und mit ihrem anderen Ende am Mittelteil des äusseren Nockenhebels 142' mittels eines Zapfens 274 angelenkt ist.
Dieser äussere Nockenhebel 142', welcher sowohl an dem Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 als auch an dem Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 angelenkt ist, ist um die Welle 116 in drei verschiedene Winkelstellungen verschwenkbar, was abhängig ist von den jeweiligen Winkelstellungen der beiden äusseren Nockenscheiben 108 und 110, an denen die Tastrollen 146 und 146' dieser beiden Nockenhebel 142 und 142' abrollen. Wenn beide dieser beiden Nockenscheiben 108 und 110 mit ihrem radial niedrigeren Nockenabschnitt 108a und 110a gegenüber den Tastrollen 146 und 146' der beiden äusseren Nockenhebel 142 und 142' stehen, nimmt jeder dieser beiden Nockenhebel 142 und 142' eine erste Schwenkstellung um die Welle 116 ein, wobei ihre Tastrollen 146 und 146' sich am nächsten der Nockenwellen 70 und 70' befinden, wie es in Fig. 6A dargestellt ist. Wenn sich bei der einen Nockenscheibe 110 deren radial höherer Nockenabschnitt 110b in Kontakt mit der Tastrolle 146' des einen Nockenhebels 142' befindet,
nehmen beide dieser Nockenhebel 142 und 142' eine entgegengesetzte Schwenkstellung um die Welle 116 ein, wobei sich jede der beiden Tastrollen 146 und 146' am weitesten von den Nockenwellen 70 und 70' befinden, wie es in Fig. 6C dargestellt ist. Wenn weiterhin die andere Nockenscheibe 108 mit ihrem radial höheren Nockenabschnitt 108b gegenüber der Tastrolle 146 des Nockenhebels 142 steht und gleichzeitig die andere Nockenscheibe 110 mit ihrem radial niedrigeren Nockenabschnitt 110a gegenüber der Tastrolle 146' des anderen Nockenhebels 142', dann nehmen beide Nockenhebel 142 und 142' eine Zwischenschwenksteilung um die Welle 116 ein, welche zwischen den beiden vorher beschriebenen Schwenkstellungen der beiden Nockenhebel 142 und 142' liegt, wie es in Fig. 6B dargestellt ist.
Wenn sich der äussere Nockenhebel 142' in seiner ersten Schwenkstellung um die Welle 116 befindet, nimmt der Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 seine erste Axiallage ein, wobei der erste nockenartige Vorsprung 252a den Stössel 238a mit dem Aufsatz 240a anhebt. Gleichzeitig hiermit nimmt auch der Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 seine erste Axialstellung ein, wobei die erste Umfangsnut 268a die Einlassöffnung 260a und die Auslassöffnung 262a in dem Ventilgehäuse 22 verbindet, wie es in Fig. 6A dargestellt ist. In dieser ersten axialen Arbeitsstellung des Schiebers 250 befinden sich die anderen beiden nockenartigen Vorsprünge 252b und 252c ausseralb der beiden anderen Stössel 238b und 238c mit ihren entsprechenden Aufsätzen 240b und 240c. Der Ventilkörper 30 verschliesst seinerseits in dieser seiner ersten Arbeitsstellung die beiden anderen Durchgänge 260b, 262b sowie 260c, 262c durch die beiden zylindrischen Abschnitte 266c und 266d (Fig. 6A).
Wenn sich der Nockenhebel 142' in seinerzweiten Schwenkstellung um die Welle 116 befindet, nimmt auch der Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 seine zweite axiale Arbeitsstellung ein, wobei der mittlere nockenartige Vorsprung 252b den zweiten Stössel 238b mit seinem Aufsatz 240b anhebt. Gleichzeitig hiermit nimmt auch der Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 seine zweite axiale Arbeitsstellung ein, in welcher die zweite Umfangsnut 268b die Einlassleitung 260b und die Auslassleitung 262b in dem Ventilgehäuse 22 verbindet, wie es in Fig. 6B dargestellt ist. Bei dem Schieber 250 in dieser zweiten axialen Arbeitsstellung befinden sich die beiden äusseren nockenartigen Vorsprünge 252a und 252c ausserhalb der Stössel 238a und 238c mit ihren Aufsätzen 240a und 240c und der Ventilkörper 30 verschliesst in dieser seiner zweiten Arbeitsstellung den ersten Durchgang 260a, 262a und den dritten Durchgang
260c, 262c mittels der beiden zylindrischen Abschnitte 266a und 266d (Fig. 6B).
Wenn weiterhin der äussere Nockenhebel 142' sich in seiner dritten Schwenkstellung um die Welle 116 befindet, nimmt auch der Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 seine dritte axiale Arbeitsstellung ein, wobei dann der nok-kenartige Vorsprung 252c den Stössel 238c mit seinem Aufsatz 240c anhebt. Gleichzeitig befindet sich auch der Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 in seiner dritten axialen Arbeitsstellung, in welcher die Umfangsnut 268c die Einlassleitung 260c und die Auslassleitung 262c in dem Ventilgehäuse 22 verbindet, wie es in Fig. 6C dargestellt ist. In dieser dritten axialen Arbeitsstellung des Schiebers 250 befinden sich dessen nockenartige Vorsprünge 252a und 252b ausserhalb der zugeordneten Stössel 238a und 238b mit ihren Aufsätzen 240a und 240b und der Ventilkörper 30 verschliesst in dieser seiner dritten axialen Arbeitsstellung die Durchgänge 260a, 262a und 260b, 262b durch die beiden zylindrischen Umfangsabschnitte 266a und 266b (Fig. 6C).
Wie Fig. 1 weiterhin zeigt, besitzt die Hilfshalteeinrichtung 54 weiterhin Fadenführungen 276a, 276b und 276c an einem Träger 278 an einem Rahmen 222, so dass die Schussfäden Wa, Wb und Wc von den offenen Enden der Halterohre 44a, 44b und 44c durch die Führungen 48a, 48b und 48c über diesen Rohren und durch diese Führungen 276a, 276b und 276c zwischen die festen Halteplatten 234a, 234b und 234c und die beweglichen Aufsätze 240a, 240b und 240c der Hilfshalteeinrichtung 54 und von da zur Haupthalteeinrichtung 52 geführt werden.
Nach Fig. 1 besitzt diese Haupthalteeinrichtung 52 drei feste Halteplatten 280a, 280b und 280c sowie drei bewegliche Halteplatten 282a, 282b und 282c, welche zusammen und gleichzeitig auf die festen Halteplatten 280a, 280b und 280c abgesenkt bzw. hiervon abgehoben werden können. Es ist in der Zeichnung nicht dargestellt, dass die beweglichen Halteplatten 282a, 282b und 282c der Haupthalteeinrichtung 52 miteinander verbunden und von einem geeigneten Antriebsmechanismus zusammen von den festen Halteplatten 280a, 280b und 280c während eines Arbeitsganges des Webstuhles abgehoben werden.
Die Schussfäden Wa, Wb und Wc gehen von der Hilfshalteeinrichtung 54 durch die Führungen 284a, 284b und 284c an einem festen Träger 286 zwischen der Haupteinrichtung 52 und der Hilfseinrichtung 54 und gelangen dann zwischen die festen Halteplatten 280a, 280b und 280c und die beweglichen Halteplatten 282a, 282b und 282c der Haupthalteeinrichtung 52.
Zwischen dieser Haupthalteeinrichtung 52 und der erwähnten Eintragseinrichtung 10 befinden sich weitere Fadenführungen 288a, 288b und 288c an einem festen Träger 290, so dass die Schussfäden Wa, Wb und Wc von der Haupthalteeinrichtung 52 durch diese Führungen 288a, 288b und 288c zu den Austrittsdüsen 12a, 12b und 12c der Eintragseinrichtung 10 gelangen.
Die Tätigkeit einer derart ausgebildeten Vorrichtung wird nunmehr unter Bezugnahme auf die Zeichnungen wie folgt beschrieben:
Angenommen der Schaftsmaschinenkopf 14 (Fig. 2) hält den einen Hebel 90 in seiner linken Schwenkstellung, während sich der andere Hebel 90' in seiner rechten Schwenkstellung befindet. Dabei wird das Seil 84 an dem Hebel 90 gegen das Kettenrad 76 durch die Kraft der Zugfeder 82 gezogen, während das Seil 84' an dem Hebel 90' von dem Kettenrad 76' gegen die Kraft der Zugfeder 82' weggezogen wird.
Die beiden Nockenwellen 70 und 70', welche die beiden Kettenräder 76 und 76' tragen, werden auf diese Weise in ihrer ersten bzw. zweiten Verdrehstellung um ihre Mittel5
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achse gehalten. Dabei stehen die beiden Nockenscheiben 92 und 94 auf der Nockenwelle 70 in einer Winkelstellung, wobei sich der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 92a und der Nockenabschnitt grösserer Radialhöhe 94b gegenüber den Tastrollen 120 und 124 der beiden Nockenhebel 118a und 118b befinden, wie es in Fig. 3 A dargestellt ist. Andererseits werden die anderen beiden Nockenscheiben 100 und 102 auf der Nockenwelle 70' in ihrer zweiten Winkelstellung gehalten, wobei der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 100a und der Nockenabschnitt grösserer Radialhöhe 102b gegenüber den Tastrollen 126 und 132 der beiden Nockenhebel 118b und 118c stehen, wie es ebenfalls in Fig. 3 A dargestellt ist.
Unter diesen Bedingungen befindet sich die Tastrolle 120 des Nockenhebels 118a gegenüber dem Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 92a der Nockenscheibe 92 und die beiden Tastrollen 124 und 132 der beiden Nockenhebel 118b und 118c an den Nockenabschnitten mit grösserer Radialhöhe 94b und 102b der Nockenscheiben 94 und 102. Die Tastrolle 126 des zweiten Nockenhebels 118b befindet sich gegenüber, jedoch nicht in Kontakt mit dem Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 100a der Nockenscheibe 100, weil die andere Tastrolle 124 dieses Nockenhebels 118b sich in Kontakt mit dem Nockenabschnitt grösserer Radialhöhe 94b der Nockenscheibe 94 befindet, wie es in Fig. 3 A dargestellt ist. Auf diese Weise wird der Nockenhebel 118a durch die Kraft der ihm zugeordneten Zugfeder 136a (Fig. 1) in seine der Nockenwelle 70 am nächsten liegende Schwenkstellung gehalten, während die beiden anderen Nockenhebel 118b und 118c in ihrer von den beiden Nockenwellen 70 und 70' am weitesten entfernten Schwenkstellung gehalten werden, und zwar gegen die Kraft ihrer zugeordneten Zugfedern 136b und 136c (Fig. 1).
In dieser der Nockenwelle 70 am nächsten liegenden Schwenkstellung des Nockenhebels 118a wird der über die Schubstange 154a an dem Nockenhebel 118a angelenkte Winkelhebel 156a mit dem Hebelarm 164a in einer Schwenkstellung gehalten, in welcher die Druckrolle 40a an dem Hebelarm 164a sich in Druckkontakt mit der Messrolle 34a auf der Welle 36 befindet (Fig. 2). Die anderen beiden Nokkenhebel 118b und 118c befinden sich dagegen in ihrer von den Nockenwellen 70 und 70' entferntesten Schwenkstellungen, so dass die zugeordneten und über die Schubstangen 154b und 154c angelenkten Winkelhebel 156b und 156c in einer Winkelstellung gehalten werden, wobei die beiden Druckrollen 40b und 40c von den beiden Messrollen 34b und 34c abgehoben sind.
Der Hebelarm 164a mit der Druckrolle 40a drückt diese Druckrolle 40a gegen den Aussenumfang der sich drehenden Messrolle 34a, und zwar unter dem Zug der Zugfeder 186a, wobei die Stirnfläche 170 fest gegen die Stirnfläche 168 des Winkelhebels 156a gehalten wird. Der Schussfaden Wa zwischen der Messrolle 34a und der Druckrolle 40a wird dadurch auf eine vorbestimmte Länge während einer gewissen Zeitdauer abgezogen, in welcher sich die Druckrolle 40a in Druckkontakt mit der Messrolle 34a befindet. Der zwischen der Messrolle 34a und der Druckrolle 40a hindurchlaufende Schussfaden Wa gelangt dann über den Rohrstutzen 46a in das Halterohr 44a und wird hier vorübergehend mittels des in dem Rohr herrschenden Unterdruckes in Haarnadelform gehalten.
Wenn jede Druckrolle 40a, 40b und 40c in Rollkontakt mit der entsprechenden zugeordneten Messrolle 34a, 34b und 34c steht, werden die Hebelarme 164a, 164b oder 164c mit ihren Stirnflächen 170 gegen die Stirnfläche 168 des zugeordneten Winkelhebels 156a, 156b und 156c gedrückt, so dass die Winkelhebel 156a, 156b und 156c mit ihren Hebelarmen 164a, 164b und 164c eine starre Einheit bilden.
Um die Druckrollen 40a, 40b oder 40c in Kontakt mit den Messrollen 34a, 34b und 34c mittels der Federn 186a, 186b und 186c zu halten, sind die entsprechenden Nockenabschnitte geringerer Radialhöhe 92a, 94a, 100a und 102a der 5 Nockenscheiben 92,94,100 und 102 so bemessen, dass ein leichtes Spiel zu den Tastrollen 120,124,126 und 132 besteht, wenn jede dieser Nockenscheiben sich in einer Winkelstellung befindet, in welcher der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe gegenüber diesen Tastrollen steht.
io Wenn die anderen Druckrollen 40b und 40c von ihren zugeordneten Messrollen 34b und 34c abgehoben sind, befinden sich die Antriebsrollen 180b und 180c an den Hebelarmen 164b und 164c in Rollkontakt mit der inneren Umfangsfläche der Flansche 38b und 38c an den beiden 15 Messrollen 34b und 34c, so dass die von diesen Messrollen 34b und 34c abgehobenen Druckrollen 40b und 40c weiterhin um ihre Drehzapfen 42b und 42c an den Hebelarmen 164b und 164c mittels der Zahnräder 184b und 184c in Umdrehung versetzt werden, die drehfest mit den Antriebsrollen 180b und 20 180c verbunden sind und mit den Zahnrädern 178b und 178c an den Druckrollen 40b und 40c in Eingriff stehen.
Während die Antriebsrollen 180b und 180c in Rollkontakt mit dem Innenumfang der Flansche 38b und 38c der Messrollen 34b und 34c sind, werden die Hebelarme 164b und 25 164c, welche die Druckrollen 40b und 40c tragen, so um die Schwenkzapfen 166b und 166c verschwenkt, dass sich ihre Stirnflächen 170 von den gegenüberliegenden Stirnflächen 168 der Winkelhebel 156b und 156c abzuheben suchen. Auf diese Weise können die Hebelarme 164b und 164c die 30 Antriebsrollen 180b und 180c gegen die Flansche 38b und 38c der Messrollen 34b und 34c halten, weil die Kraft der Zugfedern 172b und 172c die Hebelarme 164b und 164c in entgegengesetzter Schwenkrichtung um die Schwenkzapfen 166b und 166c ziehen. Die von den Messrollen 34b und 34c abge-35 hobenen Druckrollen 40b und 40c werden auf diese Weise zu einer Umdrehung um ihre Drehzapfen 42b und 42c angetrieben, welche die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweist wie diejenige der Messrollen 34b und 34c, und zwar durch die Antriebsrollen 180b und 180c, die in Rollkontakt mit den 40 Flanschen 38b und 38c der Messrollen 34b und 34c unter dem Zug der Federn 172b und 172c gehalten werden.
Wenn die beiden Druckrollen 40b und 40c von ihren zugeordneten Messrollen 34b und 34c abgehoben sind, werden die Schussfäden Wb und Wc, welche sich zwischen 45 den Messrollen 34b und 34c sowie den Druckrollen 40b und 40c befinden, in ihrer Lage gehalten und nicht gefördert, so dass kein Schussfaden in die Halterohre 44b und 44c gelangt, die diesen Mess- und Druckrollen zugeordnet sind.
Wenn die Nockenwellen 70 und 70' in ihrer ersten bzw. so zweiten Verdrehstellung gehalten werden, nehmen auch die äusseren Nockenscheiben 108 und 110 auf diesen beiden Nockenwellen 70 und 70' Winkelstellungen ein, in denen sich die Nockenabschnitte geringerer Radialhöhe 108 und 110 gegenüber den Tastrollen 146 und 146' der äusseren Nok-55 kenhebel 142 und 142' befinden, wie es in Fig. 3 A dargestellt ist.
Unter diesen Verhältnissen wird jeder der beiden äusseren Nockenhebel 142 und 142' in der erwähnten ersten Schwenkstellung um die Welle 116 gehalten, so dass der Schieber 250 60 der Hilfshalteeinrichtung 54 und der Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 ebenfalls ihre erste axiale Arbeitsstellung einnehmen, wie vorstehend beschrieben wurde. In dieser ersten axialen Arbeitsstellung des Schiebers 250 in der Hilfshalteeinrichtung 54 befindet sich dessen erster 65 nockenartiger Vorsprung 252a in der Bohrung 248a des ersten Stössels 238a und hält diesen Stössel 238a in angehobener Stellung, in welcher der Aufsatz 240a von der festen Halteplatte 234a gegen die Kraft der Druckfeder 244a abge
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hoben ist, wie Fig. 6A zeigt. In dieser ersten axialen Arbeitsstellung des Schiebers 250 befinden sich die beiden anderen nockenartigen Vorsprünge 252b und 252c ausserhalb der Bohrungen 248b und 248c der zugeordneten Stössel 238b und 238c, so dass deren bewegliche Aufsätze 240b und 240c von den Druckfedern 244b und 244c von oben auf die festen Halteplatten 234b und 234c gehalten werden. Dadurch wird nur der Schussfaden Wa zwischen den beiden ersten Halteplatten 234a und 240a von der Hilfshalteeinrichtung freigegeben, wenn sich der Schieber 250 in seiner ersten axialen Arbeitsstellung befindet.
In der ersten axialen Arbeitsstellung des Ventilkörpes 30 in dem Trägermittelverteilerventil 20 verbindet die Umfangsnut 268a des Ventilkörpers 30 die erste Einlassleitung 260a mit der ersten Austrittsleitung 262a und schafft auf diese Weise einen Durchgang für das Trägermittel von der Zuleitung 264 in die Leitung 24a, welche zu der ersten Austrittsdüse 12a des Schussfadeneintrages 10 führt. Wenn sich der Ventilkörper 30 in dieser ersten axialen Arbeitsstellung befindet, sind die anderen beiden Eintrittsleitungen 260b und 260c und die beiden anderen Austrittsleitungen 262b und 262c durch die zylindrischen Abschnitte 266c und 266d des Ventilkörpers 30 verschlossen, so dass die Leitungen 24b und 24c, welche zu den Austrittsdüsen 12b und 12c führen, von der Trägermittelzuleitung 264 abgesperrt sind.
Wenn Trägermittel unter Druck durch die Zuleitung 264 dem Verteilerventil 20 zugeführt wird, geht dieses Trägermittel durch die erste Einlassleitung 260a, die erste Umfangsnut 268a in dem Ventilkörper 30 und durch die erste Austrittsleitung 262a und gelangt über die Leitung 24a zu der ersten Austrittsdüse 12a des Schussfadeneintrages 10, wo es aus dieser Düse 12a in das Webfach aus zwei Reihen von Kettfäden neben dem Schussfadeneintrag 10 ausgestossen wird.
Unmittelbar nachdem der Trägermittelstrahl in das Kettfadenfach ausgestossen wird, wird die Haupthalteeinrichtung 52 betätigt und hebt alle beweglichen Halteplatten 282a, 282b und 282c von den zugeordneten festen Halteplatten 280a, 280b und 280c der Halteeinrichtung 52 ab (Fig. 1). Alle Schussfäden Wa, Wb und Wc werden dadurch von der Haupthalteeinrichtung 52 freigegeben, jedoch nur der Schussfaden Wa, welcher zur ersten Austrittsdüse 12a führt, kann durch die Haupthalteeinrichtung 52 laufen, weil die anderen beiden Schussfäden Wb und Wc von der Hilfshalteeinrichtung 54 festgehalten werden, wie vorstehend beschrieben wurde.
Der auf diese Weise von der Haupt- und Hilfshalteeinrichtung 52 und 54 freigegebene Schussfaden wird an seinem Ende von dem Trägermittelstrahl erfasst und aus der ersten Austrittsdüse 12a herausgeschleudert, von wo aus er in das Webfach der Kettfäden eingetragen wird. Nach dem Eintrag des Schussfadens Wa erfolgt das Anschlagen dieses Schussfadens Wa an den Geweberand des nicht dargestellten Gewebes, wie es allgemein bekannt ist.
Wenn dieser Schussfaden Wa mehrmals in aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen des Webstuhles einzutragen ist, werden die beschriebenen Arbeitsbedingungen während dieser Arbeitsgänge beibehalten, so dass dieser Schussfaden Wa jedesmal von der Austrittsdüse 12a eingetragen werden kann, wenn die Haupthalteeinrichtung 52 während dieser aufeinanderfolgenden Arbeitsgänge betätigt wird.
Wenn nun der Schaftmaschinenkopf 14 beide Hebel 90 und 90' in ihre rechte Winkelstellung bringt, werden beide Seile 84 und 84' an den beiden Hebeln 90 und 90' von den zugeordneten Kettenrädern 76 und 76' gegen die Kraft der Zugfedern 82 und 82' weggezogen. Beide Nockenwellen 70 und 70' mit den Kettenrädern 76 und 76' werden dadurch in ihrer zweiten Verdrehstellung um ihre Längsachsen gehalten.
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Dabei gelangen die beiden Nockenscheiben 92 und 94 auf der Nockenwelle 70 in eine Winkelstellung, in welcher sich der radial höhere Nockenabschnitt 92b der Nockenscheibe 92 und der radial niedrigere Nockenabschnitt 94a der Nocken-5 scheibe 94 gegenüber den Tastrollen 120 und 124 befinden. Gleichzeitig stehen die Nockenscheiben 100 und 102 auf der anderen Nockenwelle 70' in einer Winkelstellung, in welcher sich der Nockenabschnitt mit geringerer Radialhöhe 100a der Nockenscheibe 100 und der Nockenabschnitt mit grösserer io Radialhöhe 102b der Nockenscheibe 102 gegenüber den Tastrollen 126 und 132 befinden, wie es Fig. 3B zeigt. Unter diesen Bedingungen befinden sich die Tastrollen 120 und 132 der Nockenhebel 118a und 188c in Kontakt mit den radial höheren Nockenabschnitten 92b und 102b der Nocken-ls Scheiben 92 und 102, während die Tastrollen 124 und 126 des mittleren Nockenhebels 118b in Kontakt mit oder nahe den Nockenabschnitten geringerer Radialhöhe 94a und 100a der Nockenscheiben 94 und 100 sind.
Als Folge davon werden die Nockenhebel 118a und 118c in 20 einer von den beiden Nockenwellen 70 und 70' entferntesten Winkelstellung gehalten, während sich der mittlere Nockenhebel 118b in einer den beiden Nockenwellen 70 und 70' näheren Winkelstellung befindet. Die beiden Winkelhebel 156a und 156c, welche mit den Nockenhebeln 118a und 118c 25 verbunden sind, werden dadurch in einer Winkelstellung gehalten, in welcher die beiden Druckrollen 40a und 40c von den zugeordneten Messrollen 34a und 34c abgehoben sind, während der andere Winkelhebel 156b, welcher mit dem Nockenhebel 118b verbunden ist, in einer Winkelstellung 30 gehalten wird, in welcher die Druckrolle 40b gegen die zugeordnete Messrolle 34b gedrückt wird. Der Hebelarm 164b mit der auf die Druckrolle 34b gedrückten Druckrolle 40b drückt diese Druckrolle 40b unter der Wirkung der Zugfeder 186b gegen den Aussenumfang der Messrolle 34b, 35 wobei die Stirnfläche 170 fest gegen die gegenüberliegende Stirnfläche 168 des Winkelhebels 156b gehalten wird. Der Schussfaden Wb zwischen der Messrolle 34b und der Druckrolle 40b wird daher von diesen beiden Rollen in einer vorbestimmten Länge in das Halterohr 44b gefördert. 40 Die beiden anderen Druckrollen 40a und 40c sind von den zugeordneten Messrollen 34a und 34c abgehoben, jedoch die Antriebsrollen 180a und 180c an den Hebelarmen 164a und 164c werden in Rollkontakt mit dem Innenumfang der Flansche 38a und 38c der beiden Messrollen 34a und 34c 45 durch den Zug der Federn 172a und 172c gehalten. Auf diese Weise werden die beiden Druckrollen 40a und 40c um ihre Drehzapfen 42a und 42c mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben wie die beiden Messrollen 34a und 34c, wie es vorstehend im Zusammenhang mit den Druckrollen so 40a und 40c beschrieben ist.
Durch die von den Messrollen 34a und 34c abgehobenen Druckrollen 40a und 40c bleiben die Schussfäden Wa und Wc zwischen den Druck- und Messrollen 34a, 40a sowie 34c und 40c liegen und werden nicht gefördert, so dass kein 55 Schussfaden in die Halterohre 44a und 44c gelangt.
Wenn die beiden Nockenwellen 70 und 70' beide in ihrer zweiten Verdrehstellung gehalten werden, nehmen die beiden Nockenscheiben 108 und 110 an diesen Nockenwellen 70 und 70' ihrerseits Winkelstellungen ein, wobei der Nocken-60 abschnitt grösserer Radialhöhe 108b der Nockenscheibe 108 und der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 110a der Nockenscheibe 110 gegenüber den Tastrollen 146 und 146' der äusseren Nockenhebel 142 und 142' liegen, wie es Fig. 3B zeigt. Unter diesen Bedingungen werden beide äusseren Nok-65 kenhebel 142 und 142' in der vorher erwähnten zweiten Schwenkstellung um die Welle 116 gehalten, so dass auch der Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 und der Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 in ihrer jewei
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ligen zweiten axialen Arbeitsstellung gehalten werden.
Wenn der Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 in seiner zweiten axialen Arbeitsstellung steht, befindet sich dessen nockenartiger Vorsprung 252b in der Bohrung 248b des Stössels 238b und hebt diesen axial an, wobei der Aufsatz 240b von der festen Halteplatte 234b entgegen der Kraft der Schraubendruckfeder 244b abgehoben wird, wie es Fig. 6B zeigt. In dieser zweiten axialen Arbeitsstellung des Schiebers 250 finden sich die anderen beiden nockenartigen Vorsprünge 252a und 252c dieses Schiebers ausserhalb der Bohrungen 248a und 248c in den beiden Stösseln 238a und 238c, so dass deren beide Aufsätze 240a und 240c gegen die zugeordneten Halteplatten 234a und 234c von ihren Druckfedern 244a und 244c gedrückt werden. Auf diese Weise wird nur der Schussfaden Wb zwischen den beiden Halteplatten 234b und 240b von der Hilfshalteeinrichtung 54 freigegeben, wenn sich der Schieber 250 in dieser seiner zweiten axialen Arbeitsstellung befindet.
Der Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 befindet sich ebenfalls in seiner zweiten axialen Arbeitsstellung, wobei dessen Umfangsnut 268b die Einlassleitung 260b und die Austrittsleitung 262b verbindet und somit eine Verbindung zwischen der Trägermittelzuleitung 264 und der Leitung 24b herstellt, welche zu der zweiten Austrittsdüse 12b des Schussfadeneintrages 10 führt. In dieser zweiten axialen Arbeitsstellung des Ventilkörpers 30 sind die erste Einlassleitung 260a und die erste Auslassleitung 262a sowie die andere Einlassleitung 260c und die andere Auslassleitung 262c durch die zylindrischen Abschnitte 266a und 266d des Ventilkörpers 30 geschlossen, so dass der Durchgang in die Zuleitungen 24a und 24c, welche zu den Austrittsdüsen 12a und 12c führen, von der Trägermittelzufuhr 264 abgesperrt sind.
Wenn nun Trägermittel unter Druck durch die Zuleitung 264 dem Verteilerventil 20 in dieser Arbeitsstellung zugeführt wird, geht dieses Trägermittel durch die Einlassleitung 260b, die Umfangsnut 268b in dem Ventilkörper 30 und durch die Auslassleitung 262b bis zu der Austrittsdüse 12b des Schussfadeneintrages 10, wo es aus dieser Düse 12b in das Webfach der Kettfäden geschleudert wird.
Unmittelbar nach Austritt des Trägermittelstrahles in das Webfach wird die Haupthalteeinrichtung 52 betätigt, wobei alle beweglichen Halteelemente 282a, 282b und 282c von den festen Halteplatten 280a, 280b und 280c der Halteeinrichtung 52 abgehoben werden. Dadurch werden alle Schussfäden Wa, Wb und Wc von dieser Haupthalteeinrichtung 52 freigegeben, jedoch nur der Schussfaden Wb für die Austrittsdüse 12b kann durch die Haupthalteeinrichtung 52 hindurchlaufen. Der von den Halteeinrichtungen 52 und 54 freigegebene Schussfaden Wb wird an seinem vorderen Ende von dem Strahl des Trägermittels erfasst und durch die Austrittsdüse 12b in das Webfach der Kettfäden eingetragen.
Wenn weiterhin der Schaftmaschinenkopf 14 den Hebel 90 in seine rechte Winkelstellung und den Hebel 90' in seine linke Winkelstellung bringt, wie es in Fig. 2 angegeben ist, wird das Seil 84 an dem Hebel 90 von dem Kettenrad 76 gegen die Kraft der Zugfeder 82 weggezogen, während das Seil 84' an dem Hebel 90' von der Feder 82' gegen das Kettenrad 76' gezogen wird. Die beiden Nockenwellen 70 und 70' mit den Kettenrädern 76 und 76' werden auf diese Weise in unterschiedlichen Verdrehstellungen um ihre Längsachse gehalten. Dabei gelangen die Nockenscheiben 92 und 94 auf der Nockenwelle 70 in eine Winkelstellung, in welcher der Nockenabschnitt grösserer Radialhöhe 92b der Nockenscheibe 92 und der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 94a der Nockenscheibe 94 sich gegenüber den Tastrollen 120 und 124 der beiden Nockenhebel 118a und 118b befinden. Die beiden anderen Nockenscheiben 100 und 102 auf der Nockenwelle 70' gelangen in eine Winkelstellung, wobei der
Nockenabschnitt grösserer Radialhöhe 100b der Nockenscheibe 100 und der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 102a der Nockenscheibe 102 gegenüber den Tastrollen 126 und 132 der beiden Nockenhebel 118b und 118c stehen, wie es Fig. 3C zeigt.
Unter diesen Bedingungen liegen die Tastrollen 120 und 126 der Nockenhebel 118a und 118b an Nockenabschnitten mit grösserer Radialhöhe 92b und 100b der beiden Nockenscheiben 92 und 100 an, während die Tastrolle 132 des Nokkenhebels 118c in Kontakt mit oder nahe dem Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 102a der Nockenscheibe 102 steht. Die Tastrolle 124 am mittleren Nockenhebel 118b steht gegenüber dem Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 94a der Nockenscheibe 94, ist hiervon jedoch abgehoben, weil die andere Tastrolle 126 dieses mittleren Nockenhebels 118b an dem Nockenabschnitt grösserer Radialhöhe 100b der Nokkenscheibe 100 anliegt, wie es Fig. 3C zeigt. Auf diese Weise werden die beiden Nockenhebel 118a und 118b in ihrer von den Nockenwellen 70 und 70' entferntesten Schwenkstellungen gehalten, während der dritte Nockenhebel 118c in seiner der Nockenwelle 70' näheren Schwenkstellung gehalten wird.
Die beiden Winkelhebel 156 und 156b, welche mit den Nockenhebeln 118a und 118b verbunden sind, werden dadurch in einer Winkelstellung gehalten, in welcher die Druckrollen 40a und 40b von den zugeordneten Messrollen 34a und 34b abgehoben sind, während der mit dem Nockenhebel 118c verbundene Winkelhebel 156c in einer Winkelstellung gehalten wird, in welcher die Druckrolle 40c an der zugeordneten Messrolle 34c anliegt. Der Hebelarm 164c mit der gegen die Messrolle 34c gedrückten Druckrolle 40c drückt diese Druckrolle 40c gegen den Aussenumfang der Messrolle 34c unter der Wirkung der Zugfeder 186c mit dem Ergebnis, dass der Schussfaden Wc zwischen der Messrolle 34c und der Druckrolle 40c in einer vorbestimmten Länge von diesen beiden Rollen in das Halterohr 44c gefördert wird.
Da die beiden anderen Druckrollen 40a und 40b von ihren Messrollen 34a und 34b abgehoben sind, befinden sich die Antriebsrollen 180a und 180b an den Hebelarmen l'64a und 164b in Rollkontakt mit den inneren Umfangsflächen der Flansche 38a und 38b an den Messrollen 34a und 34b, und zwar unter dem Zug der Federn 172a und 172b. Dadurch werden die beiden Druckrollen 40a und 40b mit derselben Umfangsgeschwindigkeit um ihre Drehzapfen 42a und 42b angetrieben wie die zugeordneten Messrollen 34a und 34b.
Weil die beiden Druckrollen 40a und 40b von den zugeordneten Messrollen 34a und 34b abgehoben sind, bleiben die Schussfäden Wa und Wb zwischen diesen Rollenpaaren 34a, 40a und 34b, 40b liegen, so dass kein Schussgarn in eines der zugeordneten Halterohre 44a oder 44b gefördert wird.
Durch die unterschiedlichen Verdrehstellungen der beiden Nockenwellen 70 und 70' nehmen die beiden äusseren Nokkenscheiben 108 und 110 auf den beiden Nockenwellen 70 und 70' Winkelstellungen ein, in denen Nockenabschnitte grösserer Radialhöhe 108b und 110b gegenüber den Tastrollen 146 und 146' der äusseren Nockenhebel 142 und 142' liegen, wie es Fig. 3C zeigt. Unter diesen Bedingungen wird jeder der beiden äusseren Nockenhebel 142 und 142' in einer dritten Winkelstellung um die Welle 116 gehalten, so dass der Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 und der Ventilkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 ebenfalls ihre dritte axiale Arbeitsstellung einnehmen.
Wenn der Schieber 250 der Hilfshalteeinrichtung 54 in dieser dritten axialen Arbeitsstellung steht, befindet sich dessen dritter nockenartiger Vorsprung 252c in der Querbohrung 248c des Stössels 238c und hebt diesen Stössel in seine obere Axialstellung an, wobei der Aufsatz 240c von der festen
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Halteplatte 234c entgegen der Kraft der Druckfeder 244c abgehoben ist, wie Fig. 6C zeigt. In dieser dritten axialen Arbeitsstellung des Schiebers 250 befinden sich die anderen beiden nockenartigen Vorsprünge 252a und 252b ausserhalb der Querbohrungen 248a und 248b der beiden Stössel 238a und 238b, so dass deren beide Aufsätze 240a und 240b unter dem Druck der beiden Druckfedern 244a und 244b gegen die festen Halteplatten 234a und 234b gedrückt werden. Dadurch wird nur der Schussfaden Wc zwischen der festen Halteplatte 234c und dem beweglichen Aufsatz 240c von der Hilfshalteeinrichtung 54 freigegeben, wenn sich der Schieber 250 in dieser seiner dritten axialen Arbeitsstellung befindet.
Nimmt der Spulenkörper 30 des Trägermittelverteilerventiles 20 seine dritte axiale Arbeitsstellung ein, verbindet die Umfangsnut 268c dieses Spulenkörpers 30 die Einlassleitung 260c und die Auslassleitung 262c dieses Ventiles, so dass eine Verbindung zwischen der Trägermittelzuleitung 264 und der Trägermittelleitung 24c besteht, welche zu der dritten Austrittsdüse 12c des Schussfadeneintrages 10 führt. In dieser dritten axialen Arbeitsstellung des Ventilkörpers 30 sind die beiden anderen Durchlässe 260a und 262a sowie 260b und 262b dieses Ventiles durch die beiden zylindrischen Abschnitte 266a und 266b des Ventilkörpers 30 verschlossen, so dass die beiden Zuleitungen 24a und 24b zu den beiden Austrittsdüsen 12a und 12b des Schussfadeneintrages 10 von der Trägermittelzuleitung 264 abgesperrt sind. Wenn nun Trägermittel unter Druck durch die Zuleitung 264 dem Verteilerventil 20 zugeführt wird, geht dieses Trägermittel durch die Eintrittsleitung 260c, die Ringnut 268c des Ventilkörpers 30 und die Austrittsleitung 262c in die Zuleitung 24c und von dort zu der Austrittsdüse 12c des Schussfadeneintrages 10. Sowie der Ausstoss des Trägermittelstrahles aus der Düse 12c erfolgt, wird die Haupthalteeinrichtung 52 betätigt, wobei alle beweglichen Halteelemente 282a, 282b und 282c von den zugeordneten festen Halteelementen 280a, 280b und 280c abgehoben werden, so dass der Schussfaden Wc von der Haupt- und Hilfshalteeinrichtung 52 und 54 freigegeben wird und von dem aus der Düse 12c austretenden Trägermittel in das Kettfadenfach eingetragen wird.
Wenn nun der Schussfaden Wa in einem Arbeitsgang ausgewählt wird, welcher unmittelbar einem Arbeitsgang folgt, in welchem der Schussfaden Wc ausgewählt wurde, wird die Nockenwelle 70 mit den beiden Nockenscheiben 92 und 94 von ihrer zweiten Verdrehstellung in ihre erste Verdrehstellung in Richtung des Pfeiles b verdreht, während gleichzeitig die andere Nockenwelle 70' mit den beiden Nockenscheiben 100 und 102 von ihrer ersten Verdrehstellung in ihre zweite Verdrehstellung in Richtung des Pfeiles b' verdreht wird, wie es Fig. 4A zeigt. Bei diesem Vorgang gibt es einen vorübergehenden Zwischenzustand, in welchem beide Tastrollen 124 und 126 des mittleren Nockenhebels 118b gleichzeitig gegenüber den beiden Nockenabschnitten geringerer Radialhöhe 94a und 100a der beiden Nockenscheiben 94 und 100 auf den beiden Nockenwellen 70 und 70' stehen. Dieser vorübergehende Zwischenzustand tritt ebenfalls auf, wenn der Schussfaden Wc in einem Arbeitsgang ausgewählt wird, welcher unmittelbar einem Arbeitsgang folgt, in welchem der Schussfaden Wa ausgewählt wurde.
Unmittelbar vor einem derartigen Zwischenzustand verdreht sich eine der Nockenscheiben 94 und 100 um seine Nockenwelle 70 oder 70' in einer Richtung, wobei ihr Nokkenabschnitt geringerer Radialhöhe 94a oder 100a gegenüber einer der Tastrollen 204 und 204' des Hebels 198 steht, bevor dieser radial niedrigere Nockenabschnitt 94a oder 100a in Kontakt mit der entsprechenden Tastrolle 124 oder 126 des mittleren Nockenhebels 118b gelangt. Wenn eine der Nokkenscheiben 94 und 100 in dieser Weise durch eine Winkelstellung gedreht wird, wobei ihr Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 94a oder 100a gegenüber der Tastrolle 204 oder 204' steht, dreht die andere der beiden Nockenscheiben 94 und 100 durch eine Winkelstellung, wobei der Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 100a oder 94a in Kontakt mit der anderen Tastrolle 204 oder 204' an dem Hebel 198 bleibt. Beide Tastrollen 204 und 204' werden auf diese Weise in Kontakt mit den entsprechenden Nockenabschnitten geringerer Radialhöhe 94a und 100a der beiden Nockenscheiben 94 und 100 auf den beiden Nockenwellen 70 und 70'
gehalten, wodurch der Hebel 198, welcher die beiden Tastrollen 204 und 204' trägt, in eine den beiden Nockenwellen 70 und 70' am nächsten liegende Winkelstellung verschwenkt und seine Verlängerung 214 gegenüber den Schraubenbolzen 218 an der Verlängerung 212 des mittleren Nokkenhebels 118b gelangt. Wenn die beiden Tastrollen 124 und 126 an dem Nockenhebel 118b danach gegenüber den Nokkenabschnitten geringerer Radialhöhe 94a und 100a der beiden Nockenscheiben 94 und 100 gelangen, schlägt der Schraubenbolzen 218 an dem Nockenhebel 118b mit seinem vorderen freien Ende gegen die Stirnfläche der Verlängerung 214 des Hebels 198, und zwar unter dem Zug der auf diesen Nockenhebel 118b wirkenden Zugfeder 136b, wie es Fig. A zeigt. Der mittlere Nockenhebel 118b wird auf diese Weise an einer Schwenkung in eine Winkelstellung gehindert, in welcher die Druckrolle 40b gegen ihre Messrolle 34b während des erwähnten Zwischenzustandes gedrückt wird, in welchem der Schussfaden Wa oder Wc ausgewählt wird, nachdem vorher der Schussfaden Wc oder Wa ausgewählt wurde.
Bei Weiterdrehung der Nockenscheiben 94 und 100 um ihre Nockenwellen 70 bzw. 70' gelangt eine der Nockenscheiben 94 und 100 mit ihrem radial höheren Abschnitt 94b bzw. 100b in Kontakt mit einer der Tastrollen 124 oder 126 des mittleren Nockenhebels 118b und danach mit einer der Tastrollen 204 bzw. 204' an dem Hebel 198, so dass die Verlängerung 214 dieses Hebels 198 von dem Bolzen 218 an dem Nockenhebel 118b nach Verstreichen des erwähnten Zwischenzustandes wieder weggedrückt wird.
Während eines Arbeitsganges, wobei der Schussfaden Wb ausgewählt wird, nachdem der Schussfaden Wa oder Wc ausgewählt wurde, bleibt eine der Nockenscheiben 94 und 100 in einer Winkelstellung, wobei ihr Nockenabschnitt geringerer Radialhöhe 94a oder 100a in Kontakt mit der zugeordneten Tastrolle 124 bzw. 126 an dem mittleren Nockenhebel 118b gelangt und ihr radial höherer Nockenabschnitt 94b oder 100b auf eine der beiden Tastrollen 204 bzw. 204' an dem Hebel 198 trifft, wie Fig. 4B zeigt. Dadurch wird dieser Hebel 198 in einer Winkelstellung gehalten, in welcher sich seine Verlängerung 214 ausser Reichweite des Schraubenbolzens 218 an dem mittleren Nockenhebel 118 befindet. Dies erlaubt dessen Schwenkung in eine Winkelstellung, in welcher die beiden Tastrollen 124 und 126 in Kontakt mit den Nockenabschnitten geringerer Radialhöhe 94a und 100a der Nockenscheiben 94 und 100 gelangen.
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7 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Auswählen von Schussfäden nach einem vorbestimmten Webmuster und zu deren Eintragen mittels eines Trägermittelstrahles in das Kettfadenfach von schützenlosen Webstühlen, gekennzeichnet durch einen Schussfadeneintrag (10) zum Einschiessen eines ausgewählten Schussfadens in das Kettfadenfach mit einer Mehrzahl in das Kettfadenfach gerichteten und in ihrer Tätigkeit steuerbaren Trägermittelaustrittsdüsen (12a, 12b, 12c) sowie durch eine gesteuerte Förderung (20,32,50) für einen ausgewählten und in das Kettfadenfach einzutragenden Schussfadenabschnitt (Wa, Wb, Wc) mit wenigstens zwei koaxial nebeneinander angeordneten und je nach dem vorgesehenen Webmuster unabhängig voneinander in beiden Drehrichtungen verdrehbaren Nockenwellen (70,70') mit Nockenscheiben (92,94,108,100,102,110) und hiervon verschwenkbaren Nockenhebeln (118a, 118b, 118c, 142,142') und durch eine mechanische Hebelkraftübertragung (154,156,164,254, 270) zwischen den Nockenhebeln und der Schussfadenförderung zu deren Steuerung in Abhängigkeit von der jeweiligen Winkelstellung der Nockenhebel.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Nockenscheiben (108,110) auf den beiden Nockenwellen (70,70') mit jeweils zwei Nockenabschnitten (108a, 108b, 110a, 110b) in halbkreisförmiger, konzentrischer Anordnung, von denen die radial niedrigeren Abschnitte (108a, 110a) die gleiche Radialhöhe aufweisen, während von den radial höheren Abschnitten der eine Abschnitt (110b) auf der einen Nockenscheibe (110) radial höher ist als der entsprechende Abschnitt ( 108b) auf der anderen Nockenscheibe (108), und durch wenigstens zwei zusammen über eine gemeinsame Achse (116) von diesen Nockenscheiben in wenigstens drei verschiedene Schwenkstellungen verschwenkbare Nockenhebel (142,142').
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch wenigstens vier weitere Nockenscheiben (92,94,100,102) mit jeweils radial niedrigeren Nockenabschnitten (92a, 94a, 100a, 102a) und radial höheren Nockenabschnitten (92b, 94b, 100b, 102b) in halbkreisförmiger, konzentrischer Anordnung, von denen zwei Nockenscheiben (92,94) drehfest auf der einen Nockenwelle (70) und die beiden anderen drehfest auf der anderen Nockenwelle (70') sitzen, und durch wenigstens drei unabhängig voneinander von diesen Nokkenscheiben verschwenkbare weitere Nockenhebel (118a,
118b, 118c), von denen zwei Nockenhebel (118a, 118c) von je einer Nockenscheibe (92,102) der beiden Nockenwellen und der dritte Nockenhebel (118b) von den beiden anderen Nokkenscheiben (94,100) je nach deren Winkelstellung in wenigstens zwei verschiedene Schwenkstellungen verschwenkbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vier weiteren Nockenscheiben (92,94,100,102) mit gleichen Abmessungen gleich ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine das vorgesehene Webmuster gespeichert enthaltende Schaftmaschine (14) zur Steuerung der Nockenscheiben.
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