CH508573A - Verfahren zur Herstellung von Dichloracetylchlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dichloracetylchlorid

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CH508573A
CH508573A CH1394368A CH1394368A CH508573A CH 508573 A CH508573 A CH 508573A CH 1394368 A CH1394368 A CH 1394368A CH 1394368 A CH1394368 A CH 1394368A CH 508573 A CH508573 A CH 508573A
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CH
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trichlorethylene
carbon atoms
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dichloroacetyl chloride
oxygen
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CH1394368A
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Kent June Ronald
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Shell Int Research
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/58Preparation of carboxylic acid halides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Dichloracetylchlorid
Dichloracetylchlorid ist eine wichtige   Verbindung,    die zur Herstellung von Zwischenprodukten bei der Herstellung einer Reihe wichtiger Vinylphosphatinsektizide gebraucht wird. Beispielsweise werden gemäss der USA-Patentschrift Nr. 2956073 Vinylphospahte, die als Insektizide brauchbar sind, durch Umsetzung von halogenierten Acetophenonen mit Trimethylphosphit hergestellt. Gemäss   der    USA-Patentschrift Nr. 3 102 842 werden haloguierte   Acetophenone    durch Umsetzen von Dichloracetylchlorid mit halogenierten Benzol herge   stellt    und das erhaltene   Acetophenon    mit Trimethylphosphit zu den genannten   insektiziden      Verbindungen    umgesetzt.



   Die   Synthese    von halogenierten Acetophenon-Zwischenprodukten nach   dem    Stand der   Technik    ist jedoch grosstechnisch nicht   besonders      interessant    wegen   der    hohen Kosten und   der      beschränkten    Verfügbarkeit von Dichloracetylchlorid.



   Es ist bekannt, Trichlorätylen zu Dichloracetylchlorid zu   oxydieren.    Derartige Verfahren   sind    z. B. in   den    USA-Patentschriften Nun. 1 976 265 und 2   292 129    beschrieben,   jedoch    besitzen   diese      Verfahren    den   Nach-    teil langer   Reaktionszeiten    und es tritt ein grosser Ausbeutevelust auf wegen der Bildung von Nebenprodukten.   Bei    diesen Verfahren ist die   Ausbeute      !an    Dichloracetylchlorid und Trichloräthylenoxyd beinahe gleich und es werden ausserdem kleinere Mengen Hexchlorbutylen, Phosgen, Kohlenmonoxid, Chlorwasserstoff,

   Trichloräthylenpolymere und andere Produkte unbestimmter   Konstitution    erhalten. Die Gegenwart von Trichloräthylenoxyd ist besonders unerwünscht wegen dessen Instabilität. Die Bildung derartiger Nebenprodukte in erheblichen Mengen führt zu einem entsprechenden Ausbeuteverfust an   Dichlorac etylchlo-    rid.   Ausserdem    muss das gewünschte   Produkt    von den anderen Produkten durch aufwendige Fraktionierungsverfahren getrennt   werden,    was ebenfalls zu   einem    Ausbeuteverlust führt.



   Gemäss den USA-Patentschriften Nrn.   1 976265    und 2292129 kann das nach der Oxydation des Tri   chloräthyiens      gebildete    Trichloräthylenepoxyd zu Dichloracetylchlorid durch Verwendung sekundärer und tertiärer Amine   umgewandelt    werden. Hierbei wird je doch besonders   erwähnt,    dass   wobei      der    anfänglichen Oxydation das Trichloräthylen frei von sekundären und tertiären Aminen sein soll,   Idia    bekannt ist, dass solche Amine   chlorierte    Kohlenwasserstoffe, wie Trichloräthylen, gegen   Idie    Oxydation stabilisieren.



   Das Zwei-Stufenverfabren nach dem Stand der Techniik, das in der   Oxydation    unter anschliessender Umsetzung des   Produkts      mit einem      Amin      zur    Isomerisie   ruhig    des Trichloräthylenxoyd besteht, ist   überdies    grosstechnisch schlecht durchzuführen wegen des Aufwan   des    zusätzlicher Vorrichtungen und   dem      notwendigen    Aufarbeiten der   Produkte    aus den beiden Stufen. Ausserdem ist   die    Isomerisierung des Oxyds eine stark exotherme Reaktion, die nur schwierig in   gewünschter    Weise gesteuert werden kann.



   Es   besteht    daher   ein    Bedarf nach einem grosstechni- schen   Verfahren, das    Trichloräthylen in   einer    Stufe zu reinem Dichloracetylchlorid in hoher Ausbeute und in einer   kurzen    Reaktionzeit zu oxydieren   gestattet,    wobei nur vernachlässigbar geringe Mengen Trichloräthylenoxyd, Phosgen und anderere unerwünschte Nebenprodukte gebildet werden.



   Die Nachteile   der    bekannten Verfahren werden durch das erfindungsgemässe Verfahren vermieden. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Dichloracetylchlorid durch Oxydation von Trichloräthylen in Gegenwart von Sauerstoff oder einem sauerstoff   haltigen    Gas   bei      einer    Temperatur zwischen 50 und 2500 C in Gegenwart   eines    Katalysators ist   dadurch    ge   kennzeichnet,    dass die   Umsetzung    in   Gegenwart      einer    katalytischen   Menge      einer    Azoverbindung der   allgemei-    nen Formel  
EMI2.1     
 in der wenigstens ein die Azogruppe gebundenes Kohlenstoffatom ein 

   tertiäres Kohtenstoffatom ist und in der R ein Wasserstoffatom, eine   ICyangruppe,    einen Carbalkoxyrest, eine Alkylgruppe mit 1-6 Kohlenstoff   atomen    oder die Gruppe   -R'OCNH ,    in der R' eine Alkylgruppe mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen ist, bedeutet, sowie in   Gegenwart    einer   katalytischen    Menge eines sekundären Amins mit bis zu 12 Kohlenstoffato- men, eines tertiären Arylamins mit bis zu 14   Kohlen-    stoffatomen oder eines tertiären   Alkylamins    mit bis zu
18 Kohlenstoffatomen duchgeführt wird.



   Die Erfindung wird in einem einstufigen Verfahren durch Umsetzen von Trichloräthylen in   flüssiger    Phase mit einem sauerstoffaltigen Gas bei erhöther Tempera   tur    in Gegenwart der Katalysatoren und   unter    den ge- nannten   Bedingungen    durchgeführt. Das Gas kann reiner Sauerstoff, Luft, mit Sauerstoff   angereicherte    Luft oder ein Inertgas sein,   das    erhebliche Mengen von molekularem   Sauerstoff      enthält.    Das Gas kann unter   Druck    durch eine Glasfritte eingepresst werden.

  Die stöchiometrischen Verhältnisse bei   wider      Reaktion      ergeben,    dass nur 0,12 kg Sauerstoff je kg Trichloräthylen benötigt wird. Damit eine   vollständige      Oxydation    erreicht wird, ist jedoch die   Verwendung    eines stöchiometrischen   Überschusses      bevorzugt.      Mengen    über   1100      Gew.%    Über- schuss an Sauerstoff, bezogen auf Trichloräthylen, können ohne nachteilige Wirkung auf   Idie      Ausbeute    verwendet werden.

  Unter dem überatmosphärische Druck, bei dem die   Reaktion      abläuft,    ist   jedoch      erwünscht,    Luft oder ein anderes Inertgas, das Sauerstoff enthält, anstelle von reinem Sauerstoff zu verwenden. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird erheblich   vermindert,    jedoch das Risiko von   Explosionen    und Bränden ebenfalls erheblich   vermindert.      Ausserdem    stelit Luft   die      wirt-    schaftlichste sauerstoffhaltige Gasquelle dar. Die Einspeisegeschwindigkeit des sauerstoffhaltigen Gases wird vorzugsweise derart bemessen, dass etwa 0,1 bis 0,6 Mol Sauerstoff je Stunde je Mol Trichloräthylen in das Reaktionsgemisch eingeleitet werden.



   Das Trichloräthylen wird   mit    dem sauerstoffhalti- gen Gas bei erhöhter   Temperatur    umgesetzt. Der   Tem    peraturbereich liegt zwischen 50 und 2500 C,   wobei    die bevorzugten Temperaturen zwischen 60 und 1300 C liegen.



   Wie   bereits    erwähnt, wird durch den Stand   Ider    Technik   besonders    darauf   hingewiesen,    dass die Oxydation von Trichloräthylen zu Dichloracetylchlorid unter Bedingungen durchgeführt werden sollte, bei denen keine tertiären Amine   vorhanden    sind.

  Dies beruht darauf, dass diese   Amine    dafür bekannt sind, chlorierte Kohlenwasserstoffe zu   stabilisieren    und daher   einen    Abfall der   Oxydationsgeschwindigkeit    bis zu einem Punkt verursachen werden, dass ein derartiges   Verf ahren    nicht mehr   grosstechnisch    durchführbar ist.   Jedoch      werden    durch die bekannten Umsetzungen gleiche Mengen Dichloracetylchlorid und des unverwünschten Nebenproduktes Trichloräthylenoxyd   gebildet    sowie kleinere Mengen Chloral, Phosgen   und andere      unerwünschte    Produkte.



  Die besten   vorbekannten      Umsätze    von Trichloräthylen liegen bei 60% mit einer Ausbeute von 70% an Dichloracetylchlorid bei Reaktionszeiten von 6 Stunden oder mehr.



     im      Hinblick    auf die   Lehre      des    Standes der Technik,   dass    sekundäre und tertiäre Amine bei der Oxydlation von Trichloräthylenchlorid   abwesend    sein sollen, ist es sehr überraschend und unerwartet, dass ,die Kom- bination einer Azoverbindung und eines   sekundären    oder tertiären Amins   bei    der Oxydation von   Trichlor    äthylen zu im wesentlichen reinem Dichloracetylchlorid führt, wobei   Idie    unerwünschten Nebenprodukte in vernachlässigbar   kleinen      Mengen      gebildet    werden.



   Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wurde gefunden, dass ein Umsatz von etwa 50 bis   80%    Trichloräthylen zu   Dichioracetylchlorid    unter   Bildung    von nur 1-3 % unerwünschter flüssiger Nebenprodukte in etwa 1-2 Stunden möglich ist. Wegen der sehr kurzen   Reaktionszeit    und der Tatsache,   dass    das   Trichloräthylen    leicht aus dem   Realktionsge,misch      ab-    destilliert werden kann, ist dieses Ergebnis grosstechnisch von erheblicher Bedeutung.   Dementsprechend    kann das zurückgebliebene Dichloracetylchlorid durch Destillation oder   andere    Reinigungsverfahren gereinigt werden.

  Das nicht umgesetzte Trichloräthylen kann durch das   Verfahren      zurückgeführt    werden und erneut zu Dichloracetylchlorid   ungesetzt    werden. Technisch ist es von besonderer Bedeutung, dass 90 % Ausbeute von reinem Dichloracetylchlorid bei einem Umsatz von nahe
100 % Trichloräthylen dadurch erreicht werden kann, dass das   nicht    umgesetzte Trichloräthylen in das Verfahren   zurückgeführt    wird. Bei   jeder    Rückführung kann frisches Trichloräthylen in   das    Reaktionsgemisch   einge-    speist werden und   damit    ein   kontinuierliches    Verfahren   erhalten werden.   



   Ausserdem kann das   erfindungsgemässe      Verfahren      absatzweise    durchgeführt werden, wobei das Trichlor äthylen etwa 3 Stunden   umgesetzt    wird und anschlie ssend das nicht umgesetzte Trichloräthylen leicht aus   dem    Reaktionsgemisch abdestilliert und das   Dichlor      acetylchlorid      enthaltende    Gemisch wie oben gereinigt werden kann. Auch hier kann ein Umsatz nahe 100% des Trichloräthylens bei einer Ausbeute von etwa 90   S   
Dichloracetychlorid erreicht werden.



   Die erfindungsgemäss verwendeten   Azoverbindungen    besitzen die   allgemeine    Formel
EMI2.2     
 in   Ider      wenigstens    ein und vorzugsweise beide an die Azogruppe gebundene Kohlenstoffatome tertiäre Kohlenstoffatome sind   und    R ein Wasserstoffatom, eine Cyangruppe, einen Carbalkoxyrest, einen Alkylrest von
1 bis 6   Kohlenstoffatomen    oder die Gruppe   -R'CONHL,    in der R' eine Alkylgruppe mit bis zu 6 Kohlenstoff- atomen ist, bedeutet.



   Bei den bevorzugten Azoverbindugen sind beide Valenzen der   Azogruppen      -N=N-    an verschiedene tertiäre Kohlenstoffatome gebunden, die weiter an wenigstens eine   IdLer    Gruppen -CN,   -CONH.    oder an ein nen Carbalkoxyrest   cmit    2-7   Kohlenstoffatomen    gebunden sind, wobei   die    verbliebenen Valenzen an   CH1    ge   Stunden      sind,    da dieses die wirksamsten Azoverbindun- gen innerhalb   !dr    bevorzugten   Temperaturbereichs    von 60-130 C sind.

 

   Beispiele derartiger Azoverbindungen, in deren Formel R   eine      Cyangruppe,    ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe sind, sind die folgenden:      a,a'-Azabisisobutylro;nitlr.il,  α,α'-Azobis-(α-enanthonitril),  α,α'-Azobis-(α-methylenanthonitril),  α,α'-Azobis-(α,γ-dimethylvaleronitril),  α,α'-Azobis-(α-äthylbutyronitril),
Azobis-(α-methylbutyronitril),       α,α'-Azo-dicyclohencarbonitril    und    α,α'-Azobis-(αα'-cyclopropylpropionitril).   



   Beispiele von   Azoveebindungen,    in deren Formel R ein Carbalkoxyrest mit 1-7   Kohle!nstoffatomen,    ein Wasserstoffatom und/oder eine Alkylgruppe mit 1-6 Kohlenstoffatomen ist, sind    Methyl-α,α'-azodiisobutyrat,    a,a'-Azobis-(a,y-dimethylvalerat),    Äthyl-α,α'-azodiisobutyrat,    und    Hexyl-α,α'-azodiisobutyrat.   



   Beispiele von Azoverbindungen, in deren Formel R ein Wasserstoffatom   und/odie,r    die Gruppe R'CONH2 ist, in der R' ein Alkylrest mit bis zu 5 Kohlenstoffato- men bedeutet,   sind       α,α'-Azodiisobutyramid    und    α,α'-Azobis-(α,γ-dimethylcaproamid).   



   Die am melsten   bevorzugte    Azoverbindung ist a,a' Azobisisobutyronitril.



   Das   α,α'-Azobisisobutyronitril    wird zum Reaktionsgemisch in   katalytischen      Mengen    zugefügt. Die benötigte Menge   der    Azoverbindung, bezogen auf das Gewicht des Reaktionsgemiscbs, liegt bei 20-2000   Teilen    je Million   Telle,    wobei 100-1000   Teile    je Million Teile bevorzugt sind.



   Im   Fall      Ider    kontinuierlichen Rückführung des   mcht    ungesetzten Ausgangsmaterials und kurzer Reaktionszeiten kann die   Azoverbindung    als Initiator   kentinuier-      lich    in den Reaktionsbehälter eingegeben   werden.    Im Falle des absatzweisen Arbeitens braucht die Azover   bindung    nur am Beginn   der      Reaktion      zugefügt    werden.



  Sie kann jedoch auch   während    der   Umsetzung    programmgesteuert zugefügt werden.



   Die Oxydation   des    Trichloräthylens   mit    einem sauerstoffhaltigen Inertgas   bei      erhöhter    Temperatur in   Ge    genwart einer   katalytischen    Menge des Azoinitiators wird bei Atmosphärendruk bis über atmosphärischem Druck durchgeftihrt.

   Überatmosphärische Drücke sind   bevorzugt,    da   der    erhöhte Druck mehr   Sauerstoff    in die Lösung einpresst und dadurch   mehr    Sauerstoff für die Umsetzung verfügbar   macht.    Das   Trichloräthylen      kiann    daher selektiv   Imit    hohen Umsätzen und in re lativ kurzer Reaktionszeit   oxydiert      werden.    Drücke von
1-100 Atmosphären werden im   allgemeinen    verwendet, wobei Drücke von 2-20 Atmosphären   bevorzugt      sind.   



  Besonders   bevorzugt    sind Drücke von 3-12 Atmosphä- ren.



   Die beim erfindungagemässen Verfahren brauchbaren sekundären Amine sind Alkylamine und zyklische Amine mit bis zu 12   Kohlenstoffatom-en    wie Dimethylamin, Diäthylamin,   Dihexylamin,      Pyridin,    Picolin und Piperidin.



   Ebenfalls erfindungsgemäss brauchbar sind tertiäre Arylamine mit bis zu 14 Kohlenstoffatomen, wie    N,N-Dimethylanilin -N N-Dipropyl1anilin,   
N-Methyl-N-äthylanilin und
N,N-Dibutylanilin.



   Beim erfindungsgemässen Verfahren sind besonders   bevorzugt    tertiäre Alkylamine mit bis zu 18 Kohlenstoffatomen, wie Trimethylamin,   Tributylamin,    Trihexylamin und Tri-n-propylamin.



   Das Amin kann in das Reactionsgemisch in Mengen von zwischen etwa 30-1000 Teilen je   Million    Teile, bezogen auf das Gewicht des Reaktionsgemischs, zugesetzt werden. Die bevorzugte   Aminkonzentration    liegt zwischen   etwa    80-150 Teilen je Million Teile, wobei   etwa      100    Teile je   Million    Teile besonders bevorzugte sind   und    Triäthylamin das bevorzugte   Amin      darstellt.   



   Eine   Verunreinigung    des Reaktionsgemischs beim enfindongsgemässen Verfahren mit Eisen oder Kupfer   sollte      vermieden    werden. Es wurde   gefunden,    dass, wenn die Oberfläche oder   Idie    Leitungen des   Reaktors,    durch die die Reaktionsteilnehmer geleitet werden, metallisches Eisen oder Kupfer enthalten eine erhebliche Menge Chloral gebildet wird, die die Reaktionsgeschwindigkeit   vermindert.      Diese      Schwierigkeit    wird   dadurch      gelöst,    dass die Leitungen und Reaktionsbehälter aus anderen Metallen, wie Nickel,   hergestellt    oder damit   ausgeiklei-    det sind.

  Auch nichtmetallisch   ausgekleidete      Leitungen    oder Reaktionsbehälter, z.B.   die    aus Glas oder kera   mischen    Stoffen   hergestellt      oder      damit    ausgekleidet sind, sind geeignet.



   Die   durch    das erfindunsgemässe Verfahren erzielten neuen und   unerwarteten    Verbesserungen werden durch die folgenden Belsplele erläutert, wobei die Mengenverhältnisse in Gewichtsteilen angegeben sind, falls nichts   anderes      erwähnt    ist.



   Beispiel 1
In der folgenden Tabelle I sind   einige    Versuche zur Oxydation von Trichloräthylen   TCE)    angegeben, die in   Abwesenheit    von Triäthylamim   durchgeführt    wurden.



  Ein weiterer Versuch wurde   durchgeführt      unter    Zusatz von 100 Teilen je Million   Teile      Triäthylamin.    Die Selektivität der Oxydation wurde   durch      Idas    Verhältnis von   Trichloräthyl'en'oxyd    (TCEO) zu   Dichioracetylchlo-    rid (DCAC), das im Reaktionsprodukt gefunden wurde,   ausgedrückt.   



   Die   Reaktionen    wurden in einer   Glasröhre    von 2   cm    Durchmesser durchgeführt, wobei als Reaktionsteilnehmer 60 ml   Trichloräthylen    verwendet wurde und Sauerstoff mit einer Geschwindigkeit von 0,32 Mol pro   Stunde    eingeleitet   wurde,    der über   einem      Mollekular-    sieb von 5   Angström    getrocknet worden war,   die      Tem-    Peratur   800 C    betrug und der Druck 1 Atmosphäre.

 

  Als Initiator wurde   α,α'-Azobiisobutyronitril    (ABIN)   verwendet.    Zu Vergleichszwecken   wurde    ebenfalls ein Ansatz mit tert-Buthylhydroperoxid, TBH, druchgeführt.



   Tabelle   l   
Wirkung des Amins
Initiator Halbzeit a Selektivität Triäthylamin ppm t   M    Stunden TCEO/DCAC ppm
1000 2,6 1,30 0
1000 2,7 1,06 0
1000 3,1 0,02 100
100 5,9 1,34 0
100 7,4 1,24 0
100b 13 1,09 0 a Reaktionszeit zur Oxydation der halben Menge Trichlor  äthylen b tert.-Butylhydroperoxid, TBH, anstelle von ABIN  
Wie aus Tabells I ersichtlich ist, ist dann, wenn kein Triäthylamin bei der Umsetzung verwendet wird, das Trichoräthylenepoxyd in grösserer Morge im Produkt enthalten und Dichloratylchlorid in einer Menge von weniger als 50%. Wenn jedoch 100 ppm Triätthylamin zum Umsetzung verwendet wurden, betrug das Verhältnis TCEO/DCAC 0,02, was bedeutet, dass TCEO im Produkt in einer Konzentration unter 1% vorlag.



   Die Versuche zeigen auch, dass die Halbzeit der Umestzung durch Gegenwart von Triäthylamin nicht merklich verlängert wunde, wenn 1000 ppm ABIN als Initiator bei Atmosphärendruck anwesend waren.



   Ein Vergleich der Halbzeit des Trichloräthylens in dem Versuch unter Verwendung von tert-Butylhydroperoxid als Initiator mit der Halbzeit bei den Versuchen unter Verwendung der Azoverbindung zeigt, dass das Trichloräthylen zeeil bis sechsmal so schnell in Gegenwart der Azoverbindung oxydiert wird.



   Beispiel 2
In der folgenden Tabelle II wird   die    Wirkung schwankender Mengen von ABIN als Initiator und des Triäthylaminkatalysators nach dem erfindungsgemässen Verfabren dargestellt. Die Versuche wuder nach einem kontinuienklichen Verfahren unter Rückführung von nicht umgesetztem Ausgangsmaterial in einem Reaktor von 10 Liter Inhalt bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druk durchgeführt. Die Produktionsgeschwindigkeit der kontinuirlichen Umsetzung wird in g/Stunde angegeben, was bedeutet, dass diese Anzahl g/Stunde aus dem Reactionsbehälter abgezogen wurden und mit einer äquivalenten Menge Trichloräthylen ersetztwurden. Das Produkt wurdw durch Gaschromatographie analysiert, wobei die   IErgebnisse    in   Tabelle    II angege- ben sind.



   Nach der ersten Stunde wuede Produkt gaschromatographisch analysiert. Wie sich aus Tabelle II ergibt, wurden nur 3-6%unerwünschte Nebenprodukte erzugt, 49-46%DCAC, wobie Rest TCE darsteht,   das    in den Reaktionsbehälter zurückgeführt werden kann.



   Tabelle II
Kontinuierliche Oxydation von Trichloräthylen zu Dichloracetylchlorid
Analyse, %
Temp., C Druk Luft- ABIN- iriathyl- Produktions- andere Deckel Boden Atm einspeisung Initiator   amin    geschwindigkeit Phosgen Neben- TCE TCEO DCAC    Liter/Std. ppm ppm g/Std. produkte    127 119 10 2900   422    92 12532 1,11 1,58 47,29 0,92 49,10 125 120 10 2900 988 82 8331 1,36 1,50 43,18 0,61 53,33 125 122 10 2900 500 50   11 000    1,32 3,57 40,90 0,53 53,68 125 122 10 1700 1359 136 3963 1,53 2,71 27,46 0,86 67,43 125 122 10 1700 1133 113 4986 1,54 2,34 27,59 0,63 67,85 125 122 10 2900 500 50 11000 1,44 1,46 37,69 1,73 57,68
Beispiel 3
Wenn Trichloräthylen in Gewenwart von Sauerstoff zu Dichloracetylchlorid gemäss Beispiel 1 in Gegenwart einer katalytischen Menge, wie z.B. 100 ppm   α

  ;,α'-Azo-      bis-(α-enanthonitril)   und einer katalytischen Menge Dihexylamin bei 100-140 C und Drücken zwischen 2 bis 10 Atmosphären umgesetzt wird, kann das nicht umgesetzte Trichloräthylen aus dem Reaktionsgemisch nach etwa 2 Stunden Reaktionszeit abdestiliert werden. Das zurückbleibende Reaktionsgemisch besteht hauptsächlich aus Dichloracetylchlorid, das durch Destilation oder andere Reinigungsverfahren weiter gereinigt werden kann.



   Das verhältnismässiz reine Trichloräthylen, das aus dem Reaktionsgemisch abdestiliert wird, kann anschile ssend erneut in das Verfahren in kontinuierlicher Weise eingeführt werden. Es kann weiteres Trichloräthylen bei der Rückführung zugesetzt werden, um das Dichloracetylchlorid zu ersetzen. Nach diesem Verfahren werden Ausbeuten bis zu 90 % Dichloracetylchlorid bei einem Umsatz von nabe 100 % Trichloräthylen erzielt.



   Beispiel 4
Wenn Trichloräthylen zu Dichloracetylchlorid in Gegegenwart von Sauerstoff absatzweise oxydiert, wird in Gegenwart von etwa ppm   α,α'-Azobis-(α,γ-dime-      thylvaleramid)    und etwa 500 ppm   Tri-n-propylaimin    bei einer Temperatur von etwa   1400 C    und einem Druck von etwa 15 Atmosphären, wird   reines    Dichloracetylchlorid nach einer Reaktionszeit von etwa 34 Stunden abdestiliert. Es können Ausbeuten von etwa 90 % Dichloracetylchlorid bei einer Umsetzung von Trichlor äthylen nahe 100 % erreicht werden.

 

   Beispiel 5
Wird Trichloräthylen in Gegenwart von Sauerstoff nach dem kontinuiertlichen Verfahren von Beispiel 2 in Gegenwart von etwa 250 ppm   Methyl-α,α'-azodiiso-    butyrat und etwa 300 ppm-Piperidin bei einer Temperatur von etwa 150 C und einem Druck von etwa 3 Atmosphären oxydiert, so kann reines Dichloracetylchlorid nach 2 Studen Reaktionszeit abdestiliert werden. Es können Ausbeuten von etwa 90 % Dichlor  acetylchlorid bei einem Umsatz von Trichloräthylen nahe   100%      dadurch    erreicht werden, dass nicht   umge-    setztes Trichloräthylen in den Reaktionsbehälter zurüc   geführt    wird. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Dichloracetylchlorid durch Oxydieren von Trichloräthylen in Gegenwart von Sauerstoff oder einem sauerstoffhaltigen Gas bei einer Temperatur zwischen 50 und 2500 C und in Gegen- wart eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart einer katalytischen Menge einer Azoverbindung der allgemeinen Formel EMI5.1 in der wenigstens ein an die Azogruppe gebundenes Kohlenstoffatom, ein tertiäres Kohlenstoffatom ist und R ein Wasserstoffatom, eine Cyangruppe, einen Ca°b- alkoxyrest,
    einen Alkylrest mit 1-6 Kohlenstoffatomen oder ,die Gruppe -R'OCNH2, in der R' eline Alkylen- gruppe mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen ist, bedeutet, sowie in Gegenwart einer katalytischen Menge eines sekundären Amins mit Ibis zu 12 Kohlenstoffatomen, eines tertiären Arylamins bis zu 14 Kolilenstoff- atomen und/oder eines tertiären Alkylamins mit bis zu 18 Kohlenstoffatomen durchführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass man eine Azoverbindung verwendet, in deren Formel R eine Cyangruppe, ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1-6 Koh'lenstoffatomen ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Uteran- spruch 1, dadurch gekenzeichnet, dass man als Azoverbindung α,α'-Azobisiobutyronitril verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man bei einer Temperatur zwischen 60 und 150 C asrbei- tet.
    4. Verfahren Patentspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man bei einem Druck zwischen 2 und 20 Atmosphären arbeitet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprü- chen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem Reaktionsmedium durchführt, das frei von Eisen und Kupfer ist.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung kontinuierlich in einer Zeit zwischen 1 und 3 Stunden hunter Abführen des gebildeten Dichloracetylchlorids und Rückführen des nicht umgesetzten Trichloräthylens in den Reaktionsbehälter durchführt.
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