Ultraviolett-Raumentkeimungsgerät
Die Erfindung betrifft ein Ultraviolett-Raument- keimungs;gerät, das für einen Wandeinbau geeignet ist.
Es besteht aus einem Gehäuse, welches eine Reflektor Ultraviolettbrenner-Einheit enthält. Am Reflektoraus- tritt befindet sich eine Lamellenrichtblende, durch die die Ultraviolett Strahlung schräg nach oben gerichtet wird.
Ein solches Ultraviolett-Raumentkeimungsgerät ist bekannt. Hierbei sind jedoch die Lamellen wie die ganze Reflektor-Ultraviolettbrenner-Einheit fest angeordnet.
Damit liegt die durch die Lamellenrichtblende vorgegebene Abstrahlrichtung fest, so dass nur Idie Bestrahlung einer bestimmten Zone möglich ist. Diese Zone umfasst ausschliesslich den oberen Bereich eines Raumes, der oberhalb der Augenhöhe liegt, da eine Direkteinstrahtung auf im Raum befindliche Personen vermieden werden soll.
Mit ,dieser festgelegten Bestrahlungszone will man gesundheitsschädliche Beeinträchtigungen der Augen vermeiden. Deshalb werden auch Iderartige Ultraviolett Raumentkeimungsgeräte in leiner Einbauhöhe von mindestens 2,00 m angebracht. Eine solche festgelegte Be strahlungszone, die sich nur auf einen bestimmten Bereich des zu entkeimenden Raumes erstreckt, ist als Sicherheitsmassnahme gegen Idie Ultraviolett-Abstrah- lung auf im Raum befindliche Personen, soweit diese schädlich werden kann, durchaus angebracht.
Von Nachteil ist es hierbei jedoch, dass zu Zeiten, in denen sich keine Personen in dem zu entkeilmenden Raum aufhalten, auch immer nur der obere Raumteil der Ultraviolett-Strahleneinwirkung zugänglich ist, obwol,l in dieser Zeit ohne weiteres eine Ganzraumbestrahlung mit naturgemäss intensiverer Entkeimungswirkung erfolgen könnte, zumal abzutötende Keime gerade im unteren Raumbereich häufiger sind als im oberen Bereich.
Der Erfindung legt demgemäss Idie Aufgabe zugrunde, ein Ultraviolett-Raumentkeimungsgerät der genannten Art zu schaffen, das bei gleicher Sicherheit für im Raum befindliche Personen sowohl ein Zonenwie auch ein zeitweises Ganzraumbestrahlen gestattet.
Dieses neue Gerät soll ausserdem bei der möglichen Umstellung in der Handhabung möglichst einfach sein und das Raumbil' nicht beeinträchtigen.
Die Lösung dieser Aufgabe ist mit einem Ultra violett-Raumentkeimunlgsgerät der genannten Art verwirklicht, das erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet ist, dass die Reflektor-Brenner-Einheft und die Lamel- ienrichtblende beweglich im Gehäuse angeordnet sind.
In der einfachsten Ausführungsform kann die gesamte Einbaueinheit samt Lamellenrichtbl'en'de herausklappbar sein. Dann würde in der herausgeklappten Stellung der Bereich von der Strahlung erfasst werden, der im eingeklappten Zustand nicht erfasst ist.
Eine demgegenüber weiter verbesserte Ausführungsform kann darin bestehen, dass die RefJektor-Ultra- violettbrenner-Einheit senkrecht zur Brennerachse horizontal verschiebbar und die Lamel'lenrichtblen'de aus dem Ultraviolett-Strahlengang entfernbar ist. Dabei können die Lamellenrichtblende und die Reflektor-Ultra- violettbrenner-Einheit derart miteinander verbunden sein, dass durch Entfernen der Lamellenrichtblende aus dem Uitraviolett-Strahlengang das Verstellen der Re flektor-Ultraviolettbrenner-Einheit Ibewirkt wird.
Bei dieser Ausgestaltung besteht die vorteilhafte Möglichkeit, nach Entfernen der Lamellenrichtblende aus dem Strahlbngang den gesamten Raum und nicht nur einzelne Zonen mit der Entkeimungsstrahlung zu bie streichen.
In weiterer Verbesserung kann diese Verbindung zwischen Reflektor-Ultraviolettbrenner-Einheit und La mellenrichtblendEe aus einem Gelenkbägel Ibestehen, wobei die Lamelllenrichtblende nach unten abschwenkbar ist. Durch die Abschwenkbewegung wird mittels des Gelenkbügels ein Zug auf die Reflektor-Ultraviolett- brenner¯Einheit übertragen, die dadurch auf Schienen im Gehäuse bis zu einem Anschlag vorwärtsbewegt wird. An diesem Anschlag befindet sich die Reflektor Ultraviolettbrenner-Einheit in einer Lage, aus der die Ultraviolett-Strahlung den ganzen Raum zu durchdringen vermag.
Beim Aufschwenken, also Schliessen der Lameilen- richtblende, wird, ebenfalls über den Gelenkbügel, die ReflektorUltraviolettbrenner-Einheit automatisch in ihre andere Endlage geschoben, so dass die Bedienung des Ultraviolett-Raumentkeimungsgerätes denkbar einfach ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zei- gen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine einfache Anordnung gemäss der Erfindung,
Fig. 2 ein Ultraviolett-Raumentkeimungsgerät mit geschlossener Lamellenrichtblende (Zonerlbestrahlun,g),
Fig. 3 das Ultfaviolett-Raumentkei,mungsgerät gemäss Fig. 2 mit offener Lamellenrichtblende (Ganz raumbestrahlung).
Ein Ultraviolett-Raumentkeimungsgerät 10 ist in eine Wand 30 eingebaut. Es besteht aus einer Reflektor Uliraviolettbrenner-Einheit 12, die in einem kastenförmigen Gehäuse 14 aufgenommen ist. Eine Lamellenrichtblende 16 ist der Reflektor-UltI!avioletbbrenner- Einheit 12 vorgeschaltet und lenkt die Ultraviolett- Strahlung schräg nach oben. Um ein Gelenk 32 ist die gemäss Beispiel in Fig. 1 zusammengefasste Einheit aus Reflektor, Brenner und Lamellen zwischen einer eingeklappten Stellung (ausgezogene Linien), der sogenannten Tagstellung, und einer ausgeklappten Stellung (gestrichelt eingezeichnet), der sogenannten Nachtsteliung, schwenkbar.
Die Fig. 2 und 3 zeigen eine abgevwandelte Ausführungsform.
Über einen Gelenkbügel 18 ist die Lamellenrichtblende 16 mit der Reflektor- Ultraviolettbrenner*Einheit 12 verbunden. Die Lamellenrichtblende 16 ist aus dem Ultraviolett-Strahlengan g heraus abschwenkbar. Beim Abschwenken entsteht über den Gelenkbügel 18 ein Zug an der Reflektor-Ultraviolettbrenner-Einheit 12, wodurch letztere auf einer im Gehäuse 14 angeordneten Schiene 20 (bzw. einem Schienenpaar) senkrecht zur Brennerachse horizontal vorwärts bewegt wird. Diese Bewegung wird durch einen Anschlag 22 begrenzt.
Die Lamellenrichtblende 16 weist einen Furontrah- men 24 auf, dessen Randflächen 26 abgewinkelt sind.
Die abgewinkelten Bandflächen 26 sind mit einer Kantenverdickung 28 ausgestattet.
In Tagstellung (Fig. 2) befindet sich die Lamellenrichtblende 16 vor der Reflektror-Ultraviolettbrenner- Einheit 12 und lenkt die Ultraviolett-Stralhlung schräg nach oben (zur Decke eines Raumes). Der Frontralanen 24 liegt hierbei mit den Kantenvefdickungen 28 der abgewinkelten Randflächen 26 auf einer Wandfläche 30 an.
In Nachsteilung (Fig. 3) ist die Lamellenrichtblende 16 aus dem Ultraviolett-Strahlengang heraus um ein Gelenk 32 abgeschwenkt. Die R!eflektor-Ulltraviolett- brenner-Einheit 12 befindet sich am vorderen Anschlag 22 der Schiene 20. Es findet eine Ganzraumbestrahlung statt.
Durch die Verbindung Lamellenrichtblende 16 Re flektor-Ultraviolettbrenner-Einheit 12 mittels des Gelenkbügels 18 wird beim Abschwenken der Lamelien- richtbiende 16 automatisch die Reflektor-Ultraviolettbrenner-Einheit 12 vorwärts bis zum Anschlag 22 bewegt. Nach dem Abschwenken des Frontrahmens 24 liegt die untere Randfläche 26 an der Wandfläche 30 an. Die obere Kantenverdickung 28 kann zweckmässig als Handgriff dienen.
Bei voll abgeschwenkter Lamellenrichtblende 16 stützt sich eine abgewinkeite Randfläche 26 auf der Wandfläche 30 ab.
Beim Aufschwenken, also in Nachstellung der La mellenrichtblende 16, wird gleichfalls die Reflektor Ultraviolettbrenner-Einheit 12 durch den Gelenkbügel 18 in ihre Endlage im Reflektorgehäuse 14 geschoben.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht in einer gesteigerten Entkeimungswirkung bei Ultraviolett Raumentkeimungsgeräten zum Wandeinbuu, in dem es mit einfachen Mitteln möglich ist, in der Zeit, in der sich keine Personen in dem zu entkeimenden Raum aufhalten (nachts), von der sogenannten Zonenbestrah lang zur Ganzraumbestrahlung überzugehen, wobei die Verstellung sowohl der Lamellenrichtbiende als auch der Reflektor-Ultraviolettbrenner-Einheit mit einem einzigen Handgriff geschieht.