CH489240A - Dubliermasse zur Herstellung feuerfester Modelle - Google Patents
Dubliermasse zur Herstellung feuerfester ModelleInfo
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Description
Dubliermasse zur Herstellung feuerfester Modelle
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Dubliermasse, die bei der Herstellung von feuerfesten Modellen, insbesondere für Zahnprotesen, nach dem Formmaskenverfahren, verwendet werden kann.
Dubliermassen für die Herstellung feuerfester Model- le, die Agar-Agar, Glykole und Wasser enthalten (siehe z. B. Patent UdSSR Nr. 164409, Klasse 30b, 10), sind bekannt. Der Nachteil der genannten Masse beruht darauf, dass sie an der Oberfläche der hergestellten feuerfesten Modelle haftet und daher die Reinheit und folglich auch die Qualität von Zahnersatzgüssen beein trächtigt.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung der genannten Nachteile. Der Erfindung wurde die Aufgabe zugrunde gelegt, eine solche Dubliermasse zu entwickeln, die nicht an der Oberfläche der feuerfesten Modelle haftet. Die neue erfindunasgemasse Dubliermas Ke ist dadurch gekennzeichnet. dass sie neben Agar-Agar, Glvkolen und Wasser Magnesiumchiorid enthält. Es ist vorteilhaft, die folgenden Gewichtsteile zur Herstellung der Dubliermassen zu venvenden.
3 bis 4 Gew. Teile Agar-Agar, 41 bis 60 Gew. Teile Glykole, 16 bis 22 Gew. Teile Magncsiumchlorid, der Rest Wasser.
Diese neue Dubliermasse kann bei der Herstellung feuerfester Modelle für Zahnprothesen nach dem Formmaskenverfahren verwendet werden.
Die erfindungsgemässe Dubliermasse kann auf die zu reproduzierenden Modellc. z. B. Giessmodelle, bei einer niedrigeren Temperatur gegossen werden, als wie es bei bekannten Dubliermassen der Fall ist. Dadurch wird insbesondere ermöglicht,Gipsmodelle vor dem Dublieren mit gewöhnlichen Wachsstoffen vorzubereiten, die durch die flüssige Dubliermasse nicht geschmolzen werden. Der Vorteil der neuen Masse beruht darauf, dass die aus Wachs bestehende Korrektion eines Gipsmodells beim Aufgiessen der geschmolzenen neuen Dubliermasse nicht verletzt wird. da deren Temperatur niedriger ist als der Erweichungspunkt des Wachses.
Die erfindun gsgemässc Dubliermasse kann folgendermassen hergestellt werden :
Drei Gew. Teile Aaar-Agar werden in ein emailliertes Gefäss gebracht, mit 49 Gew. Teilen destilliertem Wasser übergossen und zum Quellen des Agar-Agars 30 bis 40 Minuten lang stehengelassen. Nachdem das Agar-Agar gequollen ist, wird es auf dem Wasserbad erwärmt und unter periodischem Rühren zerkocht. in 56Gew. Teilen Diäthylenglykol werden 16, 5 Gew. Teile Magnesiumchlorid gelöst. Die erhaltene Lösung wird auf 60 bis 70 C erwärmt und dem zerkochten Agar-Agar unter starkem Rühren des letzteren zugegeben. Das erhaltene Gemisch wird solange weiter erhitzt, bis die Wassermenge 24,5 Gew.
Teiie beträgt. Die auf diese Weise hergestellte Dubliermasse wird auf etwa 40 C abgekuhlt, wonach sie einsatzfähig ist.
Die erfindungsgemässe Dubliermasse kann zum Dub Iieren eines Ausganesmodells verwendet werden, um dieses durch ein genaues Duplikat aus einer feuerfesten Masse zu ersetzen.
Die neue Masse stellt eine geieeförmige Substanz dar, die bei der Erwärmung in halbflüssigen Zustand übergeht und bei der. Abkuhlung sich wieder in den geleeförmigen Zustand verwandein kann. Diese Eigenschaft der Um kehrbarkeit wird zur Herstellung einer elastischen Form (Negativ) eines Dubliergipsmodells verwendet, um aus der feuerfesten Masse ein feuerfestes Modell zu giessen.
Nachstehend wird das Verfahren zur Herstellung eines feuerfesten Nlodells unter Verwendung der erfindungsge- massen Masse beschrieben :
Das zu dublierende Gipsmodell, welches 15 bis 20 Minuten lang in Wasser eingeweicht war, wird mit seiner Grundfläche im Zentrum des Bodens einer speziellen Küvette angeordnet. Die Küvettc wird mit einem Deckel geschlossen, der in der Mitte ein Loch von 1 bis 1, 5 cm Durchmesser für das Anfüllen der Küvette mit der geschmolzenen neuen Masse aufweist. Die Masse wird in erforderlicher Menge, in Form von kleineren Stücken, in ein Becherglas oder ein anderes geeignetes Gefäss, beispielsweise, einen emaillierten Topf eingebracht und dann auf einem Dampfbad geschmolzen.
Die geschmolzene Masse wird anschliessend unter kontinuierlichem Rühren unter Kontrolle mit einem Thermometer auf 45 bis 50 C abgekühlt, worauf man sie durch das Loch im Deckel in die Küvette gibt. Nach vollständiger Gelatinierung der Masse, die man durch Unterbringung der Küvette während kurzer Zeit im Kühlschrank beschleunigen kann, wird das Gipsmodell aus der Küvette herausgenommen. In die auf diese Weise entstandene elastische Form des Ausgangsmodells wird die feuerfeste Masse zur Herstellung des feuerfestem Modells eingebracht. Nach der Erstarrung dieser Masse wird das Modell zusammen mit der elastischen Form aus der Küvette genommen. Zur Befreiung des Modells von der Dubliermasse wird diese vorsichtig zerschnitten und teilweise entfernt.
Dieser Arbeitsgang sollte recht vorsichtig ausgeführt werden, um eine mechanische Beschädi- gung des feuchten, feuerfesten Modells zu vermeiden.
Die neue Dubliermasse kann wiederholt 5-bis 7mal benutzt werden. Infolge des Verlustes von Wasser und von anderen Bestandteilen ändert sich die Zusammensetzung der Dubliermasse und sie büsst letzten Endes ihre ursprüngliche Eigenschaften ein. Man kann die Masse dadurch verbessern, dass man ihr frische Dubliermasse zuführt oder die verbrauchte Masse durch neue Dublier- masse völlig ersetzt.
Um die Lebensdauer der Dubliermasse zu verlängern, soute man eine langwierige Erwärmung der Masse vermeiden, um einem übermässigen Wasserverlust vorzubeugen. Bei vollständigem Wasserverlust wird die Masse bei der Abkühlung nicht mehr gelatinieren. Dieser Nachteil lässt sich durch einen Wasserzusatz in einer Menge von 25 bis 30suc, bezogen auf das Gewicht der Dubliermasse, beseitigen.
Die erfindungsgemässe Dubliermasse sollte vorzugs- weise in einem hermetisch schliessbaren Behälter aufbewahrt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Dubliermasse zur Herstellung feuerfester Modelle, dadurch gekennzeichnet, dass sie neben Agar-Agar, Glykolen und Wasser Magnesiumchlorid enthält.II. Verwendung der Dubliermasse gemäss Patentanspruch I bei der Herstellung feuerfester Modelle für Zahnprothesen nach dem Formmaskenverfahren.UNTERANSPRUCH Dubliermasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie 3 bis 4 Gew. Teile Agar-Agar, 41 bis 60 Gew. Teile Glykole und 16 bis 22 Gew. Teile Ma gnesiumchtorid enthält und der Rest aus Wasser besteht.
Priority Applications (1)
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| CH1834767A CH489240A (de) | 1967-12-29 | 1967-12-29 | Dubliermasse zur Herstellung feuerfester Modelle |
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1967
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