Vorrichtung zum Pressen von Pommes=frites-Sfäbchen Im Hauptpatent Nr. 466 527. ist eine Vorrichtung zum Pressen von Pommes-frites-Stäbchen aus Kartoffel pulverbrei beschrieben. Gemäss dem Patentanspruch dieses Hauptpatentes ist die Vorrichtung gekennzeichnet durch eine Stäbchen-Formplatte, einen lösbar in oder auf die Formplatte oder einen Halter - steckbaren Behälter zur Aufnahme des Breis; ein im Behälter verschiebbares Druckorgan zum Durchpressen des Breis durch die Formplatte- sowie Mittel zum Verschieben des Druck organs.
Eine Weiterentwicklung dieser Vorrichtung ist er findungsgemäss gekennzeichnet durch Mittel zum pneu matischen Betätigen der Druckplatte.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nach stehend anhand von Figuren beschrieben. Es zeigt: Fig. 1 eine Vorderansicht der Vorrichtung, teilweise im Längsschnitt, Fig. 2 eine Ansicht der Lochplatte von unten, Fig. 3 eine Ansicht des Abschneiders von unten, Fig. 4 einen Schnitt durch den Abschneider, gemäss Linie 4-4 der Fig. 3.
Die in den Fig. 1-4 dargestellte Vorrichtung zum Pressen von Pommes-frites-Stäbchen aus Kartoffelpul- verbrei weist nach oben klappbare Füsse 1 mit einem Ständerteil 3 auf. Am Ständer 3 ist ein Halter 17 mit einem Auflagering 18 und einem Halteflansch 19 be festigt. Zwischen dem Ring 18 und dem Flansch 19 liegt eine Nut 21. Der Halter 17 dient der Aufnahme eines zylindrischen Gefässes 65 mit einem Deckel 67 und einem untern Flanschring 68.
Auf dem Deckel 67 ist eine Luftpumpe 69 mit einer Kolbenstange 71 und einem Handgriff 73 angeordnet sowie ein Druckbegren- zungsventil 75 und ein Luftablassventil 77. Im zylindri schen Gefäss 65 ist eine Druckplatte 13 mit zwei seit lichen Dichtungsringen 79 frei verschiebbar.
Eine Lochplatte 27 mit Öffnungen 37 und einem Dichtungsring 38 ist mit ihrem obern Teil in das zylin drische Gefäss 65 eingeführt, derart, dass der untere Teil der abgesetzten Lochplatte 27 am Flanschring 68 zum Aufliegen kommt. Dieser untere Teil ist mit einem Fenster- 28 und zwei seitlichen Anschlägen 30 versehen. Eine Drehnut 32 dient der Aufnahme eines Führungs ringes 34 des Abschneiders 55. Dieser ist mit Speichen 56 zum Abschneiden der Kartoffelstäbchen versehen. Die Platte 55 ist ferner mit einem Handhebel 60 aus gerüstet und mittels einer Wabe 57 geführt.
In montierter Lage, d: h. nach dem- Einführen der Lochplatte 27 und des Abschneiders 55 in den untern Teil des zylindrischen Gefässes 65 wird das ganze in die Nut 21 eingeschoben. und einerseits -durch den Auf lagering 18 und anderseits durch den Halteflansch 19 festgehalten. Der Hebel 60 liegt in seinen Ruhelagen an den seitlichen Anschlägen 30 an, wobei die Speichen 56 des Abschneiders 55 neben die Öffnungen 37 der Loch platte 27 zu liegen kommen.
Zum Herstellen von Pommes-frites wird das zylin drische Gefäss 65 seitlich aus der Nut 21 herausgezogen, die Lochplatte 27 mit dem Abschneider 55 entfernt und die Druckplatte 13 in ihre obere Ausgangslage gestossen, wobei das Ablassventil 77 betätigt und die Luft beim Zurückschieben der Druckplatte 13 im Gefäss 65 durch dieses Ventil entweichen kann. Hierauf wird in den ver bleibenden Raum des umgekehrt gehaltenen zylindri schen Gefässes 65 das erforderliche Quantum Wasser und eine entsprechende Menge Kartoffelpulver geschüt tet und beide im Gefäss 65 unter kräftigem Rühren ge mischt. Der entstehende Brei wird nach kurzer Zeit von etwa 1-2 Minuten dickflüssig.
Es werden nun die Lochplatte 27 mit dem Abschneider 55 als untere Ab schlusselemente in das zylindrische Gefäss 65 eingesetzt und das ganze Gebilde in die Nut 21 des Halters 17 geschoben. Der Abschneider 55 befindet sich in einer seiner beiden Ruhelagen, in welchen seine Speichen 56 die Öffnungen 37 der Lochplatte 27 freigeben.
Durch Betätigung der Luftpumpe 69 mittels des Handgriffes 73 wird im Raume zwischen dem Deckel 67 und der Druckplatte 13 ein Luftpolster aufgebaut, dessen Höchstdruck konstruktionsbedingt ist und durch das Druckbegrenzungsventil 75 begrenzt wird. Nun kann die ganze Vorrichtung derart aufgestellt werden, dass die entstehenden Pommes-frites-Stäbchen in den Draht korb über dem heissen Öl unter der Vorrichtung fallen. Wenn diese Lage eingenommen ist, wird durch Drehen des Handhebels 60 und damit des Abschneiders 55 er reicht, dass die Öffnungen 37 der Lochplatte 27 frei werden. Dann verschiebt sich die unter Luftdruck ste hende Druckplatte 13 nach unten und presst den Kar toffelbrei aus den Öffnungen 37.
Der die Vorrichtung Bedienende verschiebt den Hebel 60 vom einen seitlichen Anschlag 30 zum andern, wobei die Speichen 56 den aus den Öffnungen 34 austretenden Kartoffelbreistrang zerschneiden, so dass Pommes-frites-Stäbchen gewünsch ter Länge entstehen. Anschliessend wird der Handhebel 60 in seine andere Endlage bewegt und eine weitere Serie Stäbchen abgeschnitten. Wenn der Luftdruck die Druck platte 13 nicht mehr zu bewegen vermag, genügen einige Pumpenstösse der Luftpumpe 69, um den zum Bewegen der Druckplatte 13 erforderlichen Luftdruck wiederum zu erzeugen. Auf diese Weise wird die benötigte Menge Stäbchen im Drahtkorb gesammelt und anschliessend in einer Friteuse gebacken.
Wenn der ganze Inhalt des Gefässes 65 durch die Lochplatte 27 gedrückt ist, wird das Gefäss 65 mit der Lochplatte 27 und dem Abschneider 55 aus der Nut 21 gezogen, die beiden Platten 27 und 55 aus dem Gefäss 65 entfernt und unter Betätigung des Ablassventils 77 die Druckplatte 13 in ihre Ausgangslage zurückge schoben. Anschliessend beginnt die Herstellung des Kar toffelbreies wie vorbeschrieben und der Zyklus wieder holt sich.
Die erläuterte Vorrichtung ist in ihrem Aufbau äusserst einfach und gewichtsmässig sehr leicht. Sie kann daher mühelos an irgendeinem Ort in der Küche auf gestellt werden, ohne einen vorbestimmten Platz zu be anspruchen. Ferner kann sie, bedingt durch die Auf klappmöglichkeit der Füsse, an einem kleinen Ort Platz finden. Das Zerlegen der Einzelteile geschieht sehr ein fach, so dass auch das Reinigen kein Problem darstellt. Die pneumatische Bewegungsmöglichkeit der Druck platte gestattet, sich bei der Pommes-frites-Herstellung nur auf die Länge der Stäbchen zu konzentrieren, ohne dabei für das Bewegen der Druckplatte durch irgend eine Mechanik behindert zu werden.
Es ist natürlich grundsätzlich möglich, anstelle der Handpumpe eine elektrische Luftpumpe, die beispiels weise am Gefässmantel angebracht werden kann, vor= zusehen und diese mittels Handschalter zu betätigen. Es ist auch möglich, den Abschneider pneumatisch oder elektrisch zu bewegen. Die Elektropumpe kann mittels des Druckbegrenzungsventils 75 bei Erreichung des ma ximalen Druckes automatisch abgestellt werden. Die be schriebene Vorrichtung ist, bedingt durch ihren sehr einfachen Aufbau - verglichen mit den bisher bekannten Vorrichtungen - äusserst preisgünstig.