CH477604A - Vorrichtung zur Abgrenzung und Eindämmung von mit Öl verseuchten Wasserflächen - Google Patents
Vorrichtung zur Abgrenzung und Eindämmung von mit Öl verseuchten WasserflächenInfo
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Description
Vorrichtung zur Abgrenzung und Eindämmung von mit<B>01</B> verseuchten Wasserflächen Im Hauptpatent Nr. 430 601 ist eine Vorrichtung zur Abgrenzung und Eindämmung von mit Öl ver seuchten Wasserflächen beschrieben, welche in Gestalt eines zumindest oben schwimmfähigen und auf der un teren Seite mit Schwerstoffen belasteten Bandes ausge bildet ist, das durch eine zugehörige Trommel aufspul- bar ist.
Vorrichtungen der genannten Art haben sich bei praktischen Versuchen durchaus bewährt, und es wurde insbesondere auch eine raumsparende und schnell betriebsfähige Anordnung derartiger Schwimm zäune erreicht. Bei diesen praktischen Versuchen hat sich jedoch herausgestellt, dass mit einer einzigen Has- peltrommel bei Verwendung einer Plastik- oder Alumi- niumfolie von etwa 60 bis 70 cm Breite, welche oben mit entsprechend aufgeschweisstem, durchgehendem wasserabstossendem Schwimmkörper von ca.
10 mm Stärke und unten mit einem aufgeschweissten Beschwe- rungsband sowie zweckmässig mit senkrechten Stabili sierungsrippen versehen ist, nur etwa 100 m Sperre auf einer Trommel von 1,5 m Durchmesser auf- und ab spulbar untergebracht werden können, da sich grössere Trommeldurchmesser auf den nicht allzugross ausge bildeten Ölfangschiffen nicht mehr befriedigend unter bringen lassen, wenn noch eine ausreichende Betriebs bereitschaft gewährleistet werden soll..
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe ge stellt, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der die mög lichen Abspullängen bei Erfüllung aller sonstigen Be triebs- und Konstruktionsbedingungen sehr wesentlich vergrössert werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung in dem Vorschlag, dass der durch das Band gebildete Schwimmzaun auf jeweils zwei paarweise im Abstand voneinander angeordnete Trommeln auf- bzw. von die sen abspulbar ist. Werden beispielsweise zwei Paare derartiger Trommeln, in denen vorteilhaft die Trom meln in, ihrem Abstand verstellbar sind, beiderseits eines ölfangschiffes angeordnet, so ist es z.
B. möglich, eine Schwimmzaunlänge von ca. 800 m und mehr auf einem Abfangschiff unterzubringen, und hierdurch mit Öl verseuchte Flächen in dieser Länge in, kürzester Zeit in gerader Richtung abzusperren oder in dieser Länge bei einem Durchmesser von 250 m der Kreisfläche in einer Fläche von 48 000 m2 einzukreisen.
Hierbei ist ,es von besonderem Vorteil, dass man im, Gegensatz zu der Aufspulung nach dem Hauptpatent Nr. 430 601 auch bei 800 m Zaunlänge nicht siebenmal je 100 m dicht miteinander verbinden und hierzu entsprechende Unterbrechungen einschalten muss, sondern dass der Schwimmzaun in seinen beiden Hälften schnell und ohne zeitraubende Kupplung beispielsweise von zwei Zugbooten beiderseits des ölfangschiffes ausgefahren und nur einmal an seinen Enden verbunden werden muss, wenn die betreffende Fläche eingekreist ist.
Selbstverständlich lässt sich jedoch auch die Gesamt länge beider Trommelpaare für die Einkreisung und in gerader Richtung für die einseitige Absperrung einer Wasserfläche ausnützen. Auch beim Aufspulen ist eine wiederholte Trennung des aufgespulten Zaunes nicht mehr erforderlich.
Die untere Hälfte des Plastik- oder Aluminiumfo- lien-Sperrbandes ist vorteilhaft gelocht, und im gesam ten kann die vorliegende Erfindung mit besonderem Vorteil benutzt werden zum Einkreisen von ölver- seuchten Flächen und Adsorbieren des Öls durch ein Streumittel, welches durch schwimmende Transport bänder aufgenommen und dann in Säcke abgefüllt wird.
Im einzelnen kann die Vorrichtung nach der Erfin dung vorteilhaft derart ausgebildet sein, dass die Ach sen jedes Trommelpaares durch ein Band, zum Bei spiel Gummiband, antriebsabhängig miteinander ver bunden sind, an welches das eine Ende des Schwimm zaunes lösbar angeschlagen ist.
Eine der Trommeln jedes Trommelpaares kann jeweils von Hand oder motorisch antreibbar sein.
Mit besonderem Vorteil sind die beiderseits eines Ölfangschiffes angeordnete Trommelpaare in das Was ser absenkbar angeordnet, damit das Ab- und Aufspu- len des Schwimmzaunes schwimmend unter Wasser er folgen kann.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Er findung schematisch in einer Draufsicht auf ein mit Einer Vorrichtung nach der Erfindung ausgerüstetes Ölfangschiff veranschaulicht ist.
In der zeichnerischen Darstellung ist mit 1 der Schiffskörper bezeichnet, welcher in seiner Mitte nach dem Vorschlag des Patentes 430 601 mit einem För derband 2 ausgerüstet ist, über das der auf der Wasser oberfläche mittels eines Streumittels absorbierte Ölfilm von der Wasserfläche hochgefördert und in Säcke ab gefüllt werden kann. Das Band des Förderbandes 2 be steht zu diesem Zweck nach dem Vorschlag des er wähnten Patentes vorteilhaft aus einem engmaschigen Netzband aus Perlon oder anderen Kunststoffen, oder aus einem Metallnetz, so dass es das Streumittel-.Ölge- misch unter Mitnahme von sehr wenig Flüssigkeit von der Wasseroberfläche abschöpft.
An der oberen Um kehrwalze des Förderbandes kann eine Bürstenwalze für die Reinigung des Netzes vorgesehen sein, und das Gemisch fällt von der oberen Umkehrwalze in den Trichter, von wo es in Säcke abgefüllt und so leicht verbrannt und vernichtet werden kann.
Beidseits des Elevators 2 sind die Trommeln 3 und 4, bzw. 5 und 6 jeweils zu Paaren vereinigt angeord net. Die Trommeln 3 und 4 sowie 5 und 6 sind in senkrechter Lage drehbar gelagert und in der Vertika len verschiebbar. In der Zeichnung ist jeweils die obere Trommelaussenwand weggelassen, um den Vor gang des Aufspulens deutlicher erkennbar zu machen.
Die Trommeln 3 und 4 sowie 5 und 6 sind jeweils durch ein Gummiband b von 2 bis 3 mm Stärke in ein- oder zweimaliger Umwicklung um die beiden Trommel achsen von ca. 300 mm Durchmesser verbunden und verspannt, welches bei c in sich verschlossen ist. An dieses Gummiband kann jeweils bei d das eine Ende eines Schwimmzaunes lösbar angeschlagen und so auf das Trommelpaar 3, 4 bzw. 5, 6 beispielsweise von an gelieferten Trommeln a-d bzw. e-f aufgespult werden.
Zu diesem Zweck kann die Trommel 3 bzw. die Trom mel 5 motorisch oder von Hand antreibbar sein.
Der so aufgespulte Schwimmzaun kann bei Bedarf von beiden Trommelpaaren sehr schnell abgespult und dann an seinen freien Enden miteinander verbunden werden. Es ist jedoch auch möglich, die dargestellte Vorrichtung unter Ausnutzung der ganzen Länge des Schwimmzaunes für eine im wesentlichen gerade Ab sperrlinie zu verwenden, indem am Ende des Abspul- vorganges das eine Ende eines Schwimmzaunes von dem Gummiband b gelöst wird.
Beim Aufspulen werden beide Trommeln 3 und 5 in entgegengesetzter Richtung angetrieben, wobei das aufgenommene Ölstreubindemittelgemisch von dem Förderband aufgenommen wird.
Das Auf- und Abspulen erfolgt im Wasser, damit der Schwimmzaun sofort in seine Betriebslage in das Wasser gelangt. Zu diesem Zweck sind die Trommel paare 3, 4 und 5, 6 gleichzeitig mittels einer Hebevor richtung in den Wasserspiegel absenkbar. Die Ausbil dung der Hebevorrichtung kann auf die verschiedenste Art und Weise erfolgen. Das Band 2 kann hierbei in nicht gezeichneter Weise in die auf- und absenkbare Konstruktion einbezogen werden. Das Band 2 kann auch unabhängig von der Trommelkonstruktion auf- und abgesenkt werden.
Mit einer Vorrichtung nach der vorliegenden Erfin dung können bei Ölkatastrophen vier Aufgaben gelöst werden: 1. Es kann eine ölverseuchte Wasserfläche auf Längen von 800 m und mehr abgesperrt werden.
2. Mit dieser Plastik- bzw. Aluminiumsperre von z. B. 800 m Länge kann eine ölverseuchte Wasserflä che im Kreisdurchmesser von 250 m und bei 48 000 m2 Fläche eingekreist und beherrscht werden.
3. Durch Wiederaufspulen der Sperre auf die Trommelanordnung wird diese verseuchte Fläche zu dem Ausgangsboot als Abschöpfgerät abgedrängt, wo durch Abstreuen von Bindemitteln das Öl wie beschrie ben aufgesaugt und das ölbindemittelgemisch vermittels des wasserdurchlässigen Kunstharznetzes abgeschöpft und in Säcke verpackt werden kann.
4. Ohne Benützung der Ölsperre kann ein mit Fangarmen versehenes Ölboot in langsamer Fahrt durch Abstreuen von Ölbindemitteln das Öl aufsaugen und das ölbindemittelgemisch vermittels des wasser durchlässigen Kunstharznetzes eines Förderbandes ab schöpfen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Abgrenzung und Eindämmung von mit Öl verseuchten Wasserflächen, in Gestalt eines zu mindest oben schwimmfähigen und auf der unteren Seite mit Schwerstoffen belasteten Bandes, das durch eine zugehörige Trommel aufspulbar ist, dadurch ge kennzeichnet, dass der durch das Band gebildete Schwimmzaun auf jeweils zwei paarweise im Abstand voneinander angeordnete Trommeln (3, 4; 5, 6) auf- bzw. von diesen abspulbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Achsen der Trommeln (3, 4; 5, 6) in ihrem Abstand verstellbar sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen jedes Trommelpaares (3, 4; 5, 6) durch ein Band, z. B. Gummiband (b), miteinander antriebsabhängig verbun den sind, an welches ein Ende des Schwimmzaunes lösbar angeschlagen ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Trommelpaare (3, 4; 5, 6) beiderseits eines Ölfangschif- fes (1) angeordnet sind. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trom melpaare (3, 4; 5, 6) beiderseits eines ölfangschiffes (1) in das Wasser absenkbar angeordnet sind. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ölfangschiff (1) zwischen den Trommelpaaren (3, 4; 5, 6) mit einem vorzugsweise gleichfalls absenkbaren Ele vator (2) für die Aufnahme des ölstreumittelgemisches versehen ist.
Priority Applications (1)
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- 1967-11-13 CH CH1592667A patent/CH477604A/de not_active IP Right Cessation
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